CH380201A - Elektrisches Gerät mit gasförmigem Isoliermittel - Google Patents
Elektrisches Gerät mit gasförmigem IsoliermittelInfo
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Description
Elektrisches Gerät mit gasförmigem Isoliermittel Die Erfindung betrifft ein elektrisches Gerät mit einem gasförmiggen Isoliermittel.
Es ist bekannt, reines Schwefelhexafluorid <B>(SF,)</B> als gasförmiges Isoliermittel für geschlossene elektri sche Geräte, wie z. B. die sogenannten Trockentrans formatoren, zu verwenden. Die Spannungen, die bei elektrischen Geräten mit reinem Schwefelhexafluorid als Isoliermittel angewendet werden können, sind durch die Durchschlagsfeldstärke von Schwefelhexafluorid, insbesondere im inhomogenen Feld, begrenzt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein elektrisches Gerät mit einem geschlossenen Gehäuse, das eine gasförmige Mischung von Schwefelhexafluorid und Trifluormethylschwefelpentalluorid (CF,SF5) als Isoliermittel enthält. Die genannte gasförmige Mi schung besitzt eine höhere elektrische Festigkeit als reines Schwefelhexafluorid unter vergleichbaren Be dingungen.
Einige Ausführungsformen der Erfindung werden in der folgenden Beschreibung an Hand der beiliegen den Zeichnung näher erläutert.
Fig. <B>1</B> zeigt in einem Schaubild die Überschlags- spannungen von reinem Schwefelhexafluorid, reinem Trifluorrnethylschwefelpentafluorid und Mischungen der beiden Gase.
Fig. 2 zeigt in einem Schaubild die Stossdurch schlagsfestigkeit von reinem Schwefelhexafluorid, rei nem Trifluormethylschwefelpentafluorid und Mischun gen der beiden Gase.
Fig. <B>3</B> zeigt in einem Schaubild die Durchschlags- wechselspannung bei einer Frequenz von<B>60</B> Rz für reines Schwefelhexaftuorid, reines Trifluormethyl- schwefelpentafluorid und Mischungen der beiden Gase.
Fig. 4 zeigt in einem Schaubild die Durchschlags spannung bei positiver Gleichspannung für reines Schwefelhexafluorid und.reines Trifluormethylschw-e- felpentafluorid sowie verschiedene Mischungen in<B>Ab-</B> hängigkeit von der Durchschlagslänge.
Fig. <B>5</B> ist eine Seitenansicht eines Transformators mit der zusammengesetzten gasförmigen Isolation gemäss der vorliegenden Erfindung. Ein Teil des Trans formators ist herausgebrochen dargestellt.
Wie gefunden wurde, ergibt sich eine verbesserte gasförmige Isolation elektrischer Geräte durch die Verwendung gasföriniger Mischungen, die aus<B>10</B> bis 65VolumenprozentTrifluormethylschwefelpentafluorid und dem Rest,<B>90</B> bis<B>35</B> Volumenprozent, aus Schwefelhexafluorid bestehen. Diese Mischungen be sitzen eine höhere Durchschlagsfestigkeit als reines Schwefelhexafluorid unter vergleichbaren Bedingungen. Die höhere Durchschlagsfestigkeit der genannten Mischungen ist völlig unerwartet. Die Überschlags- festigkeit und die Stossfestigkeit der gasförmigen Mi schungen sind vollauf befriedigend.
Die Mischungen können bei Atmosphärendruck ebenso gut wie bei Drücken von einigen at verwendet werden.
Obwohl eine Mischung aus<B>10</B> Volumenprozent Trifluorrnethylschwefelpentafluorid und<B>90</B> Volumen prozent Schwefelhexafluorid bereits eine beachtliche Verbesserung der Durchschlagsfestigkeit gegenüber reinem Schwefelhexafluorid ergibt, sind Mischungen vorzuziehen, die mindestens<B>25</B> Volumenprozent Tri- fluormethylschwefelpentafluorid und den Rest Schwe- felhexalluorid enthalten, um noch günstigere dielektri- s.che Eigenschaften zu erhalten.
Schwefelhexafluorid, SF6, ist ein Gas, das unter Atmosphärendruck bei ungefähr -64'<B>C</B> flüssig wird. Herstellungsmethoden für Schwefelhexafluorid sind bekannt.
Trifluormethylschwefelpentaftuorid, CF,SF" ist ein Gas, das unter Atmosphärendruck bei ungefähr -20,4'<B>C</B> flüssig wird. Dieses Gas.und Methoden zu seiner Herstellung sind in der,amerikanischen Patent- schrift Nr. 2<B>697 726</B> beschrieben. Die gasförmigen Mi schungen gemäss der Erfindung weisen einen niedrige ren Kondensations- oder Taupunkt auf als reines Tri- fluormethylschwefelpentafluorid.
Messungen der Durchschlagsspannung für die ver schiedenen Schwefelhexaffuorid-Trifluormethylschwe- felpentafluorid-Mischungen wurden in einem Zylinder mit einem Durchmesser von<B>7,62</B> cm durchgeführt, der ein Volumen von ungefähr<B>11</B> besass. Die verschiedenen Mischungen, die in den einzelnen Figuren mit ihren Volumenanteilen dargestellt sind, wurden durch Druckmessungen bestimmt. Für eine Mischung von z. B.<B>75</B> Volumenprozent CFSF, und<B>25</B> Volumen prozent<B>SF,</B> wurde der Zylinder mit CF,SF, bis auf einen Druck von<B>55</B> cm Hg gefüllt.
Dann wurde so viel <B>SF,</B> zugefügt, dass der Enddruck der Mischung unge fähr<B>73</B> cm Hg betrug.
In der Fig. <B>1</B> ist die Überschlagskennlinie für ver schiedene CF3-SF,SF,-Mischungen dargestellt. Die an# gegebenen Überschlagsspannungen wurden mit einer Anordnung ermittelt, deren eine Elektrode als Stange aus rostfreiem Stahl mit einem Durchmesser von <B>0,635</B> cm ausgebildet war. Diese Stange sass stumpf in der Mitte einer Glasplatte auf, die 2,54 cm Durchmes ser und eine Stärke von<B>0,635</B> cm besass. Die andere Elektrode, die ebenfalls an der Glasplatte anlag, war eine Messingplatte von<B>5,08</B> cm Durchmesser.
Bemer kenswert ist, dass die Kurve zunächst eine relativ schnelle Zunahme der Überschlagsspannungen zeigt, wohingegen die Ufberschlagsspannung nur noch lang sam zunimmt, nachdem der Punkt mit der Mischung zu<B>je 50</B> Volumenprozent erreicht ist. Daher ist für eine verbesserte Überschlagsspannung eine Mischung aus<B>50</B> Volumenprozent SF" und<B>50</B> Volumenprozent CF,SF, praktisch ebenso wirksam wie reines CF,SF,5.
In der Fig. 2 ist die Durchschlagskennlinie für posi tiven Stoss in einem inhomogenen Feld bei verschiede nen Durchschlagslängen für unterschiedliche SF,- CF,SF,-Mischungen bei einem Druck von<B>1</B> at darge stellt. Die dargestellten Stossspannungen gelten für eine Elektrodenanordnung mit einer Stange aus rost freiem Stahl mit einem Durchmesser von<B>0,16</B> cm und einer Messingplatte von 2,54 cm Durchmesser. Ein Abstand von<B>0,9</B> cm oder mehr ist üblicherweise zwi schen Teilen grösster Potentialdifferenz in den meisten Hochspannungsgeräten vorhanden.
Es ist festzuhalten, dass mit steigendem Elektrodenabstand eine Mischung bis zu<B>50</B> Volumenprozent<B>SF,</B> und<B>50</B> Volumenprozent CF,SF6 in grösserem Masse Verbesserungen in der Stossfestigkeit gegenüber reinem Schwefelhexafluorid zeigt, während oberhalb dieses Punktes nur noch mässige Verbesserungen erreicht werden. Die Kurve für<B>0,9</B> cm Elektrodenabstand zeigt, dass im wesentli chen die ganze Vergrösserung der positiven Stossfestig keit bei einer<B>50-50</B> prozentigen Mischung der Gase erreicht wird.
Wie die Kurve für einen Elektroden- abstand von<B>0,6</B> cm zeigt, ergibt eine<B>50-50</B> prozentige Mischung eine Vergrösserung der Festigkeit gegenüber reinem SFe, um 501111., während reines CFSF, eine um 70,Y" grössere Festigkeit besitzt. Die Fig. <B>3</B> zeigt die<B>60</B> Hz Durchschlagswechsel- spannung für unterschiedliche Elektrodenabstände bei Atmosphärendruck in einem inhomogenen Feld für verschiedene Mischungen.
Die Kurven wurden bei einer Elektrodenanordnung ermittelt, die aus einer Stange aus rostfreiem Stahl mit einem Durchmesser von<B>0, 16</B> cm und einer Messingplatte mit einem Durch messer von 2,54 cm gemessen wurden. Die Kurven für <B>0,3</B> und<B>0,6</B> cm Elektrodenabstand verlaufen im wesent lichen linear. Die Kurve für einen Elektrodenabstand von<B>0,9</B> cm steigt dagegen stärker an bis zu einem Mischungsverhältnis von<B>50</B> Volumenprozent<B>SF,</B> und <B>50</B> Volumenprozent CF"SF,. Darüber hinaus erfolgt nur noch eine mässige Zunahme.
Die Fig. 4 zeigt die Durchschlagsspannung für positive Gleichspannung für verschiedene SF,-CF,SF,- Mischungen. Die Spannungen gelten für eine Elektro- denanordnung mit einer Stange aus rostfreiem Stahl mit einem Durchmesser von<B>0,16</B> cm und einer Platte mit einem Durchmesser von<B>5,08</B> cm.
Bei Atmosphä rendruck ergibt sich eine wesentliche Verbesserung der Durchschlagsfestigkeit gegenüber reinem<B>SF,</B> für eine Mischung aus<B>50</B> Volumenprozent<B>SF,</B> und<B>50</B> Volu menprozent CF,SF,. Eine Mischung aus reinem CF,SF, ergibt dagegen nur noch eine kleine Verbesse rung gegenüber einer Mischung aus<B>75</B> Volumenpro zent CF,SF5 und<B>25</B> Volumenprozent<B>SF,</B> In Fig. <B>5</B> ist ein Transformator dargestellt, bei dem die Erfindung angewendet werden kann. Der Trans formator besteht aus einem gasdichten Gehäuse<B>10,</B> in dessen Innerem ein Träger 12 vorgesehen ist.
Auf dem Träger ruht der Magnetkern 14 mit der Spule<B>16.</B> Die Spule<B>16</B> besteht aus einer Hochspannungswick lung<B>18</B> und einer Niederspannungswicklung 20, die durch Isolation 22 voneinander getrennt sind. Die Spule ist aussen mit einer Wicklung 24 aus Stoff und Papier versehen. Die gasförmige Mischung gemäss der Erfindung wird in das gasdichte Gehäuse eingefüllt, um eine Isolation zwischen dem Gehäuse und den beiden elektrischen Teilen darin zu schaffen.
Bekanntlich bilden sich infolge der dieser Art elek trischer Geräte eigenen Bauweise innerhalb des Ge häuses verschiedene elektrostatische Felder aus. Einige Teile dieser Felder können im wesentlichen als homo gen angesehen werden. Der grössere Teil der Felder ist jedoch im wesentlichen inhomogen, z. B. zwischen den Kanten oder Enden der Nieder- und der Hoch spannungswicklung. Elektrostatische Felder bilden sich ferner zwischen Punkten verschiedener Formen und unterschiedlichen Potentials, die mit Abstand von einander angeordnet sind. Insbesondere bei Hoch spannungsgeräten können diese Stellen als Elektroden verschiedenen Potentials angesehen werden, die von einander üblicherweise einen Abstand von mindestens <B>0,635</B> cm haben. Im allgemeinen beträgt der Abstand mehr als<B>2,5</B> cm.
Die gasförmigen Mischungen gemäss der Erfindung eignen sich insbesondere für die oben angegebenen Apparate,<B>d.</B> h. für solche Geräte, in denen inhomo- gene Felder vorliegen und ein verhältnismässig grosser Abstand zwischen den Elektroden des inhomogenen Feldes vorliegt.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, dass Mischungen aus Schwefelhexafluorid und Trifluormethylschwefel- pentafluorid gemäss der Erfindung unerwartete Vorteile bei der Verwendung als gasförmiges Isoliermittel für solche Geräte besitzen. Im besonderen bringen diese Mischungen, wie in den Fig. 2 und<B>3</B> dargestellt ist, eine besonders wünschenswerte und unerwartete Ver besserung gegenüber reinem Schwefelhexafluorid bei inhomogenen Feldern mit Elektrodenabständen von <B>0,9 cm.</B>
Die erfindungsgemässe Gasmischung ist insbeson dere für sog. Trockentransformatoren geeignet. Sie kann jedoch auch in anderen elektrischen Geräten mit geschlossenen Gehäusen, wie z. B. Kondensatoren, Schaltern, Drosselspulen, Kabeln und dergleichen, mit Vorteil verwendet werden. Die gasförmige Mischung gemäss der Erfindung kann mit Vorteil auch unter erhöhtem Druck, z. B. unter Drücken bis zu<B>5</B> at, ver wendet werden, wobei ähnliche Verbesserungen der elektrischen Eigenschaften erreicht werden wie bei Drücken von<B>1</B> at.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Elektrisches Gerät mit einem geschlossenen Ge häuse, das ein gasförmiges Isoliermittel enthält, da durch gekennzeichnet, dass das gasförmige Isoliermit tel aus einer Mischung von Schwefelhexafluorid und Trifluormethylschwefelpentalluorid besteht. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Elektrisches Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung<B>25-65</B> Volumen prozent Trifluormethylschwefelpentafluorid enthält. 2.Elektrisches Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung aus<B>50</B> Volumen prozent Trifluormethylschwefelpentaftuorid und<B>50</B> Volumenprozent Schwefelhexafluorid besteht.
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