CH380358A - Schneidemaschine zur Herstellung von Kunststoffgranulat aus Kunststoffdrähten - Google Patents
Schneidemaschine zur Herstellung von Kunststoffgranulat aus KunststoffdrähtenInfo
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Description
Schneidemaschine zur Herstellung von Kunststoffgranulat aus Kunststoffdrähten
Thermoplastische Kunststoffe werden im allgemeinen aus der Schmelze zu textilen Fäden oder zu Formlingen verarbeitet. Diese Verformung erfolgt normalerweise in einer sogenannten Rostspinnapparatur, in einem Extruder oder in einer Spritzgussmaschine. Um in diesen genannten Maschinen verarbeitet werden zu können, müssen die Kunststoffe in Form eines Granulates, welches möglichst gleichmässig sein soll, vorliegen. Um diese Gleichmässigkeit zu erreichen, ist man in neuester Zeit dazu über gegangen, die Kunststoffe nicht mehr durch Zerhacken eines Kunststoffbandes, sondern durch gleichmässiges Schneiden von runden Kunststoffdrähten, herzustellen. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit werden dabei immer mehrere Drähte miteinander in eine Schneidevorrichtung eingeführt und gemeinsam geschnitten.
Diese Drähte müssen, um zu gleichmä6igem Granulat geschnitten werden zu können, mit der gleichen Geschwindigkeit in die Schneidemaschine eingeführt werden, was annähernd dadurch erreicht wird, dass die Zufuhrorgane zur Schneidemaschine, normalerweise ein Walzenpaar, wobei mindestens die eine Walze angetrieben ist, während die andere Walze elastisch gegen die angetriebene Walze gepresst und dadurch mitgenommen wird, mit den Messern über ein Getriebe starr verbunden sind.
Die der Schneidemaschine zugeführten Drähte liegen beim Einzug gewöhnlich in einer Ebene. Leider sind aber Kunststoffdrähte im Durchmesser nicht sehr regelmässig. Da sich aber der Anpressdruck der Presswalze immer nach dem grössten Durchmesser der durchlaufenden Drähte richtet, kann es passieren, dass, wenn z. B. von 4 Drähten der eine dickere Stellen aufweist, beim Durchlaufen zwischen den Walzen ein Anheben der Presswalze bewirkt wird, so dass die übrigen Drähte in gleichem Moment nicht oder langsamer vorwärtsbewegt werden, so dass ungleich mässiges Ciranulat entsteht.
Es wurde nun gefunden, dass dieser Nachteil behoben werden kann, indem mindestens die eine der Einzugswaìzen, die durch einen in der Drehzahl vanaoien Motor über ein Getriebe mit dem Messer starr verbunden sind, in so viele einzelne, elastisch gelagerte Walzenscheiben unterteilt ist, als Drähte glelchzeitig in die Schneidemaschine eingeführt werden sollen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist demnach eine Schneidemaschine zur Herstellung von Kunststoffgranulat aus Kunststoffdrähten, bestehend aus Einzugswalzen, fixem Führungskörper, beweglichem Führungskörper und Messer, wobei die Messer mit mindestens einer der Walzen über ein Getriebe starr gekuppelt und durch einen in seiner Drehzahl variablen Motor angetrieben sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Lauffläche mindestens der einen Einzugswalze durch die Laufringe mehrerer, einzeln elastisch gelagerter Scheiben gebildet ist.
Bei Verwendung einer erfindungsgemässen Schneidemaschine können nicht nur Ungleichheiten in den einzelnen Drähten kompensiert werden, sondern es ist sogar möglich, in der gleichen Maschine gleichzeitig zwei oder mehrere verschiedene Granulate gleichzeitig herzustellen, wenn man zwei oder mehrere verschieden dicke Drähte gleichzeitig durch die Maschine laufen lässt. Man muss in diesem Falle nur dafür sorgen, dass die Granulate der verschiedenen Durchmesser unmittelbar hinter dem Messer voneinander getrennt werden, entweder durch getrennte Auffangvorrichtungen oder z. B. über ein Sortiersieb.
Zur Führung der Drähte sind zweckmässig die Führungskörper vor der Einzugsvorrichtung und zwischen dieser und dem rotierenden Messer ange bracht. Diese Körper oder Blöcke enthalten Kanäle, deren Durchmesser zweckmässig demjenigen der Drähte angepasst ist.
Es hat sich gezeigt, dass es besonders vorteilhaft ist, zwischen Einzugsvorrichtung und Messer zwei solche Blöcke anzubringen. Der erste dieser Blöcke ist dabei starr befestigt und schliesst an die Einzugsvorrichtung an, welche, wie schon erwähnt, aus einem Walzenpaar besteht. Der zweite Block ist senkrecht zur Achse des rotierenden Messers verschiebbar angeordnet. Es soll vorteilhafterweise mit der dem Messer zugekehrten Stirnseite diesem bis auf einen Abstand von etwa 0,5-2 mm nahekommen. Soll die Schnitzellänge geändert werden, so kann das durch Auswechseln der rotierenden Messer gegen solche mit einer andern Anzahl Schneiden oder auch gegen solche mit einem andern Durchmesser geschehen.
Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel darstellt, erläutert werden:
Fig. 1 zeigt eine Ansicht der Schneide apparatur.
Fig. 2 zeigt eine aus elastisch gelagerten Scheiben bestehende Einzugswalze im Schnitt.
Der Führungsblock 5 (Fig. 1) enthält zwei Boh- rungen, deren Lage durch zwei einlaufende Kunst stoffdrähte 1 gezeigt wird. Anschliessend an den Block 5 folgt das Einzugswalzenpaar, bestehend aus der Walze 2 und der aus den Scheiben 4 bis 4a, wel che auf der Achse 3a a elastisch gelagert sind, beste- henden Walze 3. Sowohl die Walze 2 als auch die Scheiben der Walze 3 sind mit Rillen zur bessern Führung der Kunststoffdrähte versehen. An das Einzugswalzenpaar anschliessend ist der starr befestigte Block 6 angeordnet, welchem der verschiebbare Block 7 und die rotierenden Messer 8 folgen.
Die Achsen 2a und 3a der Walzen 2 und 3 und die Achse 9 der Messer 8 werden zusammen durch ein starres Getriebe angetrieben, welches nicht dargestellt ist. Als Getriebe kann irgendeine bekannte starre Kraftübertragungseinrichtung dienen, welche das Verhältnis der Drehzahlen der Messer 8 und der beiden Walzen 2 und 3 konstant zu halten erlaubt.
Vorzugsweise verwendet man ein übliches Zahnradgetriebe. Eine beliebige Getriebeachse wird starr mit der Welle eines Motors verbunden. Durch Verändern der Motorendrehzahl kann die Einzugsgeschwindigkeit den Verhältnissen eines bestimmten Betriebes angepasst werden, ohne dass dadurch die Schnitzelgrösse verändert wird.
In Fig. 2 wird im Schnitt gezeigt, wie z. B. die elastische Lagerung der einen oder anderen oder auch beider Walzen der Einzugsvorrichtung erfolgen kann.
Auf einem Walzengrundkörper 10 sind die einzelne Rillen lla tragenden Scheiben 11 aufgebracht und durch nicht sichtbare Keile auf dem Rollenkörper 10 festgehalten. Zwischen Innenbüchsen 12 der Laufringe aus Metall sind aus Gummi bestehende Radscheiben 13 direkt zwischen Innenbüchse und Laufring einvulkanisiert. Die Radscheiben werden durch einen Deckel 14 auf dem Walzenkörper festgehalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schneidemaschine zur Herstellung von Kunststoffgranulat aus Kunststoffdrähten, bestehend aus Einzugswalzen (2, 3), fixem Führungskörper (5, 6), beweglichem Führungskörper (7) und Messer (8), wobei die Messer mit mindestens einer der Walzen über ein Getriebe starr gekuppelt und durch einen in seiner Drehzahl variablen Motor angetrieben sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Lauffläche mindestens der einen Einzugsalze durch die Laufringe mehrer, einzeln elastisch gelagerter Scheiben gebildet ist.UNTERANSPRUCH Schneidemaschine nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen feststehenden, an die Einzugswalzen anschliessenden Führungsblock und einen zwischen diesem Führungsblock und den Messern senkrecht zur Messerachse verschiebbar angeordneten Führungsblock.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH313360A CH380358A (de) | 1960-03-21 | 1960-03-21 | Schneidemaschine zur Herstellung von Kunststoffgranulat aus Kunststoffdrähten |
| GB1009261A GB915100A (en) | 1960-03-21 | 1961-03-20 | Improvements in or relating to the formation of chips of plastic materials |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH313360A CH380358A (de) | 1960-03-21 | 1960-03-21 | Schneidemaschine zur Herstellung von Kunststoffgranulat aus Kunststoffdrähten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH380358A true CH380358A (de) | 1964-07-31 |
Family
ID=4249319
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH313360A CH380358A (de) | 1960-03-21 | 1960-03-21 | Schneidemaschine zur Herstellung von Kunststoffgranulat aus Kunststoffdrähten |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH380358A (de) |
| GB (1) | GB915100A (de) |
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1960
- 1960-03-21 CH CH313360A patent/CH380358A/de unknown
-
1961
- 1961-03-20 GB GB1009261A patent/GB915100A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB915100A (en) | 1963-01-09 |
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