CH380974A - Magnettonband zum Aufzeichnen und Wiedergeben von Impulsen auf magnetischem Wege - Google Patents
Magnettonband zum Aufzeichnen und Wiedergeben von Impulsen auf magnetischem WegeInfo
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Description
Magnettonband zum Aufzeichnen und Wiedergeben von Impulsen auf magnetischem Wege Die Erfindung betrifft ein Magnettonband zum Aufzeichnen und Wiedergeben von Impulsen auf ma gnetischem Wege, welches aus einem Trägerkörper und einer magnetisierbaren Schicht besteht, die aus einem magnetisierbaren Pulver und einem Bindemit tel besteht.
Magnettonbänder bestehen gewöhnlich aus einem bandförmigen Trägerkörper und einer auf diesem an gebrachten dünnen Schicht des pulverförmigen ma gnetischen Stoffes in einem Bindemittel.
Der Trägerkörper wird gewöhnlich aus einem Kunststoff hergestellt. Es haben sich dazu als geeig net erwiesen z. B.
Celluloseacetat, Polyvinylchlorid, Polyvinylacetat, Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymer und Polyamide.
Als magnetisierbare Stoffe sind z. B. verwendbar: dreiwertiges Ferro-Oxyd, Eisen oder eine Eisenlegie rung, wie Eisen-Nickel oder Eisen-Nickel-Kobalt in Pulverform.
Die Wahl des Bindemittels wird durch das Mate rial des Trägerkörpers bedingt. Eine Suspension eines magnetisierbaren Pulvers in einer Lösung eines Binde mittels in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel wird unter Vermittlung einer Dosiervorrichtung in einer dünnen Schicht auf den Trägerkörper gegossen.
Die Stärke der magnetisierbaren Schicht wird da bei möglichst konstant gehalten, indem z. B. das Band mit der daraufgegossenen Suspension vor dem Verdampfen des Lösungsmittels unter einem Schür eisen durchgeführt wird.
Darauf wird das Lösungsmittel dadurch ver dampft, dass dem Band z. B. durch Bestrahlung Wärme zugeführt wird. Man erhält nach diesem Ver fahren ein Band, das zum Aufzeichnen und Wieder geben von vielerlei Impulsen auf magnetischem Wege geeignet ist. Zum Aufzeichnen von Impulsen wird das Ma gnettonband von einer Abwickelspule an einem Auf nahmekopf entlang zu einer Aufwickelspule geführt. Der Aufnahmekopf registriert die Impulse auf dem Band in Form von stellenweise induzierten Magneti- sierungen mit Hilfe eines sich ändernden Magnetfel des, das im Kopf auf elektrischem Wege erzeugt wird. Zur Wiedergabe von Impulsen führt man das Band auf ähnliche Weise an einem Abspielkopf entlang.
Im Abspielkopf wird von den örtlichen Magnetisie- rungen auf dem Band ein sich änderndes Magnetfeld erzeugt, das auf elektrischem Wege in Schall-, Licht- oder andere Impulse überführt wird.
Die Qualität der Aufzeichnung und Wiedergabe von Impulsen wird von verschiedenen Faktoren be einflusst. Bei zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Schallimpulsen bestimmten Magnettonbändern spricht man in diesem Zusammenhang z. B. von Rauschpegel des Bandes. Ein Teil des Rauschpegels ist dabei der Schall, den ein Band, auf dem keine Schallimpulse aufgezeichnet sind, infolge von z. B. verschieden orientierten magnetischen Zonen auf dem Band beim Abspielen erzeugt, und ein anderer Teil wird von Faktoren herbeigeführt, die mit den magnetischen Eigenschaften des Bandes nicht zusammenhängen.
Zum Herabsetzen des Rauschpegels wurden ver schiedene Massnahmen vorgeschlagen und in der Praxis durchgeführt. Man ist z. B. dazu übergegangen, die Magnetteilchen auf dem Band in der Band-Längs- richtung zu richten. Ausserdem wurden besondere Verfahren vorgeschlagen zum Erzielen einer magneti- sierbaren Materialschicht von konstanter Stärke.
Eine gute Dispersion der magnetisierbaren Teil chen im Bindemittel ergibt eine weitere Herabsetzung des Rauschpegels.
Es hat sich ferner gezeigt, dass der Rauschpegel auch von Faktoren beeinflusst wird, die im Wesen von den magnetischen Eigenschaften der Magnettonbän der unabhängig sind.
Die elektrostatische Aufladung des Bandes, welche mit den Eigenschaften des Trägermaterials zusammenhängt, nämlich der sehr geringen Leitfähig keit dieser Materialien, hat z. B. einen nachteiligen Einfluss auf die Schallwiedergabe des Bandes. Das Abfliessen der elektrostatischen Ladungen kommt ge wöhnlich in einer mehr oder weniger kontinuierlichen Reihe von Klopfgeräuschen zum Ausdruck, welche den Rauschpegel erhöhen.
Ausserdem hat sich ergeben, dass beim Entlang führen des Bandes an den Aufnahme- und Abspiel köpfen Vibrationen im Band auftreten können. Diese Vibrationen haben zur Folge, dass sich der Abstand zwischen dem Band und den Köpfen ändert, so dass eine zusätzliche Modulation entsteht, die zur Höhe des Rauschpegels beiträgt.
Diese Vibrationen sind vermutlich auf einen sich ändernden Reibungskoeffizienten zwischen dem Ma gnettonband und den Aufnahme- und Abspielköpfen zurückzuführen. Wenn der Reibungskoeffizient über der Zeit aufgetragen wird, ergibt sich eine Kurve mit einem sägezahnförmigen Verlauf. Diese Reibungs erscheinung wird in gewissen Fällen als stick-slip bezeichnet. Die Folge ist eine sich ändernde Fort bewegungsgeschwindigkeit und eine Vibration des Bandes infolge einer sich ändernden Zugspannung im Band.
Bekanntlich ist die zum Überwinden der Reibung zwischen zwei Gegenständen erforderliche Kraft an nähernd gleich dem Produkt aus dem Reibungskoeffi zienten zwischen den beiden Gegenständen und der Kraft, die die beiden Gegenstände aufeinander aus üben. Bei einer gleichbleibenden, von der Aufwickel- spule auf das Band ausgeübten Zugkraft und einem sich ändernden Reibungskoeffizienten zwischen einem Kopf und dem Band entsteht eine sich ändernde Zug spannung im elastischen Magnettonband, das infolge dessen zu vibrieren beginnt.
Es hat sich weiterhin ergeben, dass zwischen dem stick-slip und der elektrostatischen Aufladung des Bandes eine Beziehung besteht und dass diese beiden Nachteile durch dieselbe Massnahme beseitigt werden können.
Nach der Erfindung wird die Herabsetzung des Rauschpegels dadurch erreicht, dass die magnetisier- bare Schicht Molybdändisulfid enthält.
Zur Herstellung eines solchen Magnettonbandes wird z. B. einer Suspension des pulverförmigen ma- gnetisierbaren Materials in einer Lösung eines Binde mittels in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel, mit der das Band bedeckt wird, ein geeignetes Quan tum Molybdänsulfid suspendiert. Eine Menge von wenigstens 1 g Molybdändisulfid in einer Suspensionsmenge eines magnetisierbaren Pulvers in einer Lösung eines Bindemittels, mit der 12 m2 Band mit einer magnetisierbaren Schicht be deckt werden kann, genügt gewöhnlich bereits zum Erzielen der gewünschten Wirkung.
Die grösste Abmessung der verwendeten Molyb- dändisulfidteilchen soll vorzugsweise zwischen 0,5 und 10,u gewählt werden.
Unter vergleichbaren Verhältnissen ist bei erfin dungsgemässen Magnettonbändern nur die Hälfte bis ein Drittel der Zugkraft notwendig, die bei den bis her üblichen Bändern erforderlich ist, um diese an den Köpfen eines Magnettongerätes entlangzuführen. Es hat sich dabei ergeben, dass bei den bekannten Bändern eine Zugkraft von 50 bis 70 g notwendig ist, während bei erfindungsgemässen Bändern etwa 20 bis 35 g genügen. Auch wurde festgestellt, dass die stick-slip -Erscheinung bei einer Zugkraft von etwa 40 g aufzutreten beginnt.
Beispielsweise wurde ein Polyvinylchloridfilm mit einer Stärke von etwa 30 bis<I>40</I> lf und einer Ober fläche von 2400 m2 mit einer in einem Gemisch von Toluol und Methylisobutylketon gelösten Suspension von 25 kg nadelförmigem Ferro-Oxyd und 10 kg Vinylchlorid bedeckt. Dieser Suspension waren 200 g MOS2 zugesetzt.
Es ergab sich, dass der Rauschpegel von aus die sem Film geschnittenen Bändern beträchtlich verrin gert war. Ohne den Zusatz von MoS2 war eine Zug kraft von 50 bis 60 g erforderlich und nach dem Mosz Zusatz nur noch 35 g. Verdoppelt man die Menge an MoS2 im obenstehenden Beispiel, so nimmt diese Kraft noch weiter ab bis auf 20-35 g, und es wird eine noch grössere Herabsetzung des Rausch pegels erzielt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Magnettonband zum Aufzeichnen und Wieder geben von Impulsen auf magnetischem Wege, welches aus einem Trägerkörper und einer magnetisierbaren Schicht besteht, die aus einem magnetisierbaren Pul ver und einem Bindemittel besteht, dadurch gekenn zeichnet, dass die magnetisierbare Schicht Molybdän- disulfid enthält. . UNTERANSPRÜCHE 1. Magnettonband nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens 1 g Molybdändisulfid je 12 m2 Band vorgesehen ist. 2.Magnettonband nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen des verwendeten Molybdändisulfid eine grösste Abmessung zwischen 0,5 und 10 ,u aufweisen.
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