CH381084A - Photographischer Verschluss - Google Patents

Photographischer Verschluss

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CH381084A
CH381084A CH1144560A CH1144560A CH381084A CH 381084 A CH381084 A CH 381084A CH 1144560 A CH1144560 A CH 1144560A CH 1144560 A CH1144560 A CH 1144560A CH 381084 A CH381084 A CH 381084A
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Maas Dieter
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Description


      Photographischer    Verschluss    Die vorliegende Erfindung betrifft einen photo  graphischen     Versch.luss    mit mindestens einer während  des einen Belichtungsvorganges in der einen und wäh  rend des darauffolgenden Belichtungsvorganges in ent  gegengesetzter Richtung bewegten Lamelle. Der Ver  schluss ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet,  dass für jede     Verschlusslamelle    eine sich während des  Belichtungsvorganges zunächst entspannende und  dann teilweise unter der Schwungenergie der Lamelle  neu spannende Antriebsfeder vorgesehen ist, und dass  für jede Lamelle zwei Klinken vorgesehen sind, durch  welche sie wechselweise nach jedem     Verschlussablauf     in der teilweise gespannten Stellung der Antriebs  feder gefangen wird.

   Dadurch lässt sich ein photo  graphischer Verschluss für Spezialzwecke schaffen,  dessen Aufzugsrichtung immer dieselbe ist, so dass er  beispielsweise durch einen umlaufenden Motor ge  spannt werden kann. Ausserdem kann der Verschluss  verhältnismässig sehr hohe Schaltzahlen und eine  grosse Schalthäufigkeit erreichen, ohne dass an ihm  Veränderungen, die zu einer Änderung der Belich  tungszeit führen würden, auftreten. Da solche Ver  änderungen vor allem durch Stösse verursacht wer  den, ist es erwünscht, dass schon während des  Schliessvorganges die Geschwindigkeit der Lamellen  verringert bzw. federnd abgebremst wird. Hierzu  kommt, dass die zum Spannen der Antriebsfeder be  nötigte Kraft möglichst verhältnismässig klein ge  halten werden kann.

   Trotz einer robusten und halt  baren Ausführung der einzelnen Teile und der da  durch bedingten verhältnismässig grossen Massen  sind kürzeste     Verschlusszeiten    erreichbar, wenn eine  bei den gegebenen Bedingungen möglichst kleine  Masse der     Verschlusslamellen    und grosse Federkräfte  vorgesehen werden. Trotz der grossen Federkräfte  lässt sich die zum Spannen benötigte Kraft relativ  klein halten, da die Antriebsfeder bereits beim Ver-         schlussablauf    unter Bremsung der Lamelle schon  wieder teilweise gespannt wird und für einen neuen       Verschlussablauf    nur nachgespannt werden muss.

   In  folge der trotz der geringen Spannarbeit möglichen  grossen Federkräfte kann die Masse der     Verschluss-          lamellen    so gross sein,     dass    der Verschluss auch für  Objektive mit grossem Öffnungsdurchmesser geeignet  ist. Durch die während des     Verschlussablaufes    erfol  gende neue Spannung der Antriebsfeder werden aber  auch die Lamellen bereits so weit verzögert, dass  trotz der erheblichen vorhandenen Federkräfte keine  starken Stösse beim Stillegen der Lamellen mehr auf  treten.

   Ein weiterer Vorteil des Verschlusses ergibt  sich, wenn die     Verschlusslamelle    oder zwei     Ver-          schlusslamellen    zusammen Schmetterlingsform auf  weisen, da dann die Masse der     Verschlüsslamellen     gegenüber Scheibenverschlüssen wesentlich geringer  ist und trotzdem die freie Fläche, die zur     Verschluss-          öffnung    dient, ausreichend gross gehalten werden  kann.  



  Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele  des Erfindungsgegenstandes.  



       Fig.    1 zeigt eine Ansicht des ersten Ausführungs  beispiels in geschlossenem, gespanntem Zustand.       Fig.    2 zeigt eine perspektivische Darstellung in  der     Offenstellung,    bei in Richtung der optischen  Achse     auseinandergezogenen    Einzelteilen.  



       Fig.    3 zeigt in der gleichen Darstellung wie     Fig.    2  das zweite Ausführungsbeispiel in geschlossenem,  gespanntem Zustand.  



       Fig.    4 zeigt ein     Antriebsfederendteil    im Längs  schnitt.  



  Beim Ausführungsbeispiel gemäss den     Fig.    1 und  2 ist eine Grundplatte 1 vorgesehen, welche eine der       Objektivöffnung    entsprechende     Durchbrechung    2  aufweist und auf der eine     Verschlusslamelle    4 um  eine Achse 3 schwenkbar gelagert ist. Sie hat      Schmetterlingsform, wobei der eine Flügel 4a in der  in     Fig.    1 dargestellten Lage die Öffnung 2 abdeckt  und diese beim Schwenken der Lamelle 4 in Rich  tung des Pfeiles 19 freigibt     (Fig.    2). Beim Weiter  schwenken gelangt der zweite Flügel 4b vor die  Öffnung 2, so dass der Verschluss wieder geschlossen  ist.

   Beim nächsten Belichtungsvorgang wird die La  melle 4 in entgegengesetzter Richtung geschwenkt,  so dass vorerst der Flügel 4b die Öffnung 2 freigibt  und der Flügel 4a sie alsdann wieder abdeckt.  



  Zum Schwenken der Lamelle 4 dient eine Zug  feder 5, deren eines Ende an einem Stift 6 der La  melle 4 angreift, wogegen das andere Ende an einem  Stift 8 angreift, der am freien Ende eines ebenfalls  um die Achse 3 schwenkbaren Hebels 7 sitzt. Zum  Halten der Lamelle 4 in den beiden Schliesslagen  dienen zwei um je eine an einem der Platte 1 gegen  überliegenden Teil sitzende Achsen 9 und 10  schwenkbare Klinken 13, 14. Sie stehen unter dem  Einfluss je einer Feder 11 bzw. 12, welche die  Tendenz hat, die betreffende Lamelle in kraft  schlüssiger Anlage an einem gehäusefesten Anschlag  15 bzw. 16 zu halten. In diesen Endlagen liegt, wie  dies für den Flügel 4a in     Fig.    1 dargestellt ist, der  Stift 6 an der Flanke 17 der Klinke 13 bzw. an der  Flanke 18 der Klinke 14 gegen     Zurückschwenken     gesichert an.

    



  Wird, ausgehend von der Schliesslage gemäss       Fig.    1, die Klinke 13 in Richtung des Pfeils 20 ge  dreht, dann gleitet ihre Flanke 17 unter dem Stift 6  hinweg und gibt die Lamelle 4 frei. Diese wird daher  durch die gespannte Feder 5 in Richtung des Pfeils  19 zunächst in die     Offenstellung    gemäss     Fig.    2 ge  schwenkt. In dieser Lage ist die Feder 5 entspannt.  Da die Lamelle 4 jedoch noch in Schwung ist, wird  sie infolge ihrer kinetischen Energie in die zweite  Schliesslage überführt, in welcher der Flügel 4b die  Öffnung 2 abdeckt. Während dieser Schliessbewegung  wird die Feder 5 wieder teilweise gespannt. Sie übt  daher auf die Lamelle 4 eine die Schwenkgeschwin  digkeit immer stärker herabsetzende Bremswirkung  aus.

   Im Endgang dieser Schliessbewegung läuft der  Stift 6 auf den die Flanke 18 aufweisenden Schenkel  der     Klinke    14 auf und schwenkt diese in dem Pfeil  21 entgegengesetzten Sinne, bis er das freie Ende  dieser Klinke erreicht. Alsdann schnappt die Klinke  unter dem Einfluss ihrer Feder 12 in die in der Zeich  nung dargestellte     Verriegelungslage    zurück, in der  der Stift 6 unter dem Einfluss der Feder 5 zur kraft  schlüssigen Anlage an der Flanke 18 gelangt, so dass  die Lamelle in der zweiten Schliesslage gesichert ist.  Die nur teilweise gespannte Feder 5 muss für den  nächsten Belichtungsvorgang nachgespannt werden.

    Nach erfolgter Nachspannung kann durch Schwenken  der Klinke 14 in Richtung des Pfeils 21 das Öffnen  und Wiederschliessen des Verschlusses mit entgegen  gesetzter Schwenkrichtung der Lamelle 4 erfolgen,  wobei im Endgang der Schliessbewegung der Stift 6  auf die Klinke 13     aufläuft    und alsdann an der Flanke  17 der Klinke 13 zur Anlage kommt, so dass die    Lamelle 4 gegen     Zurückschwenken    gesichert ist. Für  den nächsten Belichtungsvorgang muss dann die teil  weise entspannte Feder 5 wieder nachgespannt wer  den. Zum Nachspannen der Feder 5 ist ein Kurbel  trieb vorgesehen, dessen Kurbelstange 22 mit ihrem  freien Ende am Stift 8 des Hebels 7     angelenkt    ist,  wogegen ihr anderes Ende am Kurbelzapfen 27 an  greift, der exzentrisch an einer Zahnscheibe 24  sitzt.

   Diese ist drehbar um eine Achse 23 gelagert  und steht mit einem auf einer Spannachse 25 sitzen  den kleineren Zahnrad 26 in Eingriff, und zwar vor  zugsweise mit einer Übersetzung von 2 : 1. Der Kur  belzapfen 27 ist derart angeordnet und die Zahn  scheibe 24 so bemessen, dass durch eine halbe Um  drehung der Zahnscheibe 24 der Hebel 7 und damit  die Feder 5 in eine Stellung geschwenkt werden, in  welcher die Feder 5 gegenüber dem nach dem     Ver-          schlussablauf    teilweise entspannten Zustand wieder  vollgespannt ist, wie dies in     Fig.    1 für die Ausgangs  schliesslage der Lamelle 4 dargestellt ist.

   Bei der  zweiten Schliesslage der Lamelle, also bei Anlage  des Stiftes 6 an der Flanke 18 der Klinke 14, muss  aber die Zahnscheibe 24 zum Spannen des Ver  schlusses um 1800 gegenüber der Stellung in     Fig.    1  gedreht werden. Die Vorsehung der Übersetzung 2 : 1  zwischen der Spannachse 25 und der Welle 23 hat  den Vorteil, dass einer vollen Drehung der Spann  achse 25 eine halbe Drehung der Welle 23 ent  spricht, was die Handhabung vereinfacht und vor  allem bei Antrieb der Spannachse 25 durch einen  Motor zweckmässig ist. Ausserdem wird durch diese  Übersetzung die zum Nachspannen der Feder 5  benötigte Kraft infolge des grösseren Spannweges  kleiner, was auch als vorteilhaft empfunden wird.  



  Zum Auslösen des Verschlusses ist eine Vor  richtung vorgesehen, welche abwechselnd die Klinken  13 und 14 entsprechend der Stellung der Lamelle 4  und der Spannwelle 25 in Richtung der Pfeile 20  bzw. 21 schwenkt. Diese     Auslösevorrichtung    be  steht aus einem     Auslösehebel    28, der unter dem       Einfluss    einer     Rückstellfeder    29 kraftschlüssig an  einen Anschlag 30 anliegt     (Fig.    2). Das eine Ende  des     Auslösehebels    28 sitzt an einer im Gehäuse  drehbar gelagerten Achse, die auf einem Teil ihrer  Länge als     Mitnehmer    31 mit rechteckigem Quer  schnitt ausgebildet ist.

   Dieser ragt durch einen  Schlitz 32 eines     Auslösesteuerhebels    33 hindurch und  trägt am freien Ende einen Gewindezapfen 41. Der  freie Endteil des Hebels 33 ist mit einem Schlitz 34  versehen, in den ein Stift 35 des Hebels 7 eingreift.  Beim Drehen der Welle 25 wird entsprechend der  Schwenkbewegung des Hebels 7 der Hebel 33 in  seiner Längsrichtung gegenüber dem     Mitnehmer    31  in eine solche Lage verschoben, dass beim Schwenken  des     Auslösehebels    28 im Sinne der durch den Pfeil  36 bestimmten Druckkraft das andere Ende 37 des  Hebels 33 je nach Stellung der Lamelle 4 entweder  am Ende 39 der Klinke 14 oder am Ende 38 der  Klinke 13     (Fig.    1) angreift und die entsprechenden  Klinken 14 oder 13 in Richtung des Pfeils 21 bzw.

        20 schwenkt. Dadurch wird die Lamelle 4 in der  bereits vorangehend erläuterten Weise zum Ablauf  freigegeben.  



  Für manche Spezialkameras ist es wünschens  wert, dass der Verschluss zur Einstellung der Kamera  in geöffnetem Zustand gehalten werden kann. Zu  diesem Zwecke ist ein einarmiger Hebel 40 um den  Zapfen 41 des Hebels 28 schwenkbar gelagert.  Beim Schwenken des Hebels 40 in dem durch die  Druckkraft gemäss dem Pfeil 42 bestimmten Sinn  gelangt der andere Endteil des Hebels 40 von  unten her zur Anlage an beiden Enden 38 und 39  und schwenkt beide Klinken 13 und 14 in Richtung  der Pfeile 20 bzw. 21, so dass die Lamelle 4 bis in  die     Offenstellung    auspendeln kann, ohne von einer  der Klinken 13, 14 gefangen zu werden.

   Der Hebel  40 steht gemäss     Fig.    1 unter dem Einfluss einer       Rückstellfeder    43, welche die Tendenz hat, ihn  ausserhalb des Klinkenbereiches zu     halten.     



  Um den Verschluss von der     Offenstellung    für die  Aufnahmen wieder in die geschlossene Stellung über  zuführen, ist ein um einen Zapfen 44 drehbarer,  unter dem Einfluss einer     Zweischenkel-Schrauben-          feder    stehender gegabelter Hebel 45 vorgesehen.  Dieser weist auf der Oberseite zwei Kurvenstücke  49 bzw. 50 auf. Der eine Gabelschenkel 46 ragt in  die Bewegungsbahn zweier Stifte 47, 48 hinein, die  sich in einander diametral gegenüberliegenden Stel  lung an der Kurbelscheibe 24 sitzen und bei jeder  halben Umdrehung der Scheibe 24 eine entsprechende  Schwenkbewegung des Hebels 45 bewirken.

   Dadurch  wird bei jeder Spannbewegung der Hebel 45 so um  seine Schwenkachse 44 verstellt, dass entweder das  Kurvenstück 49 oder das Kurvenstück 50 am Stift  6 zur Anlage kommt und ihn je nach der Stellung  der Kurbel 22, 24 auf die Flanke 17 oder 18  hebt.  



  Das Ausführungsbeispiel gemäss     Fig.    3 unter  scheidet sich von demjenigen nach den     Fig.    1 und 2  hauptsächlich dadurch, dass zur Freigabe und Ab  deckung der     Verschlussöffnung    102 in der Grund  platte 101 zwei um Zapfen 103 bzw. 104 drehbare  Lamellen 105 bzw. 106 dienen, die zusammen  Schmetterlingsform aufweisen. Sie sind mit je einem  Stift 107 bzw. 108 versehen, an dem eine Feder  109 bzw. 110 angreift. Zum Fangen des Stiftes 107  sind die Klinken 111, 112 und zum Fangen des  Stiftes 108 die     Klinken   <B>113,</B> 114 vorgesehen. Die  Wirkungsweise der Klinken 111, 112, 113, 114 ist  die gleiche wie die der Klinken 13, 14 beim Aus  führungsbeispiel nach     Fig.    1.

   Jedoch sind die Klinken  111, 112 bzw. 113, 114 gegeneinander in der Höhe  versetzt, um ihre Auslösung in der richtigen Reihen  folge dadurch zu erleichtern.  



  Das Spannen der Antriebsfedern 109, 110 er  folgt mittels einer gemeinsamen Kurbelstange 115,  die einen Längsschlitz 116 aufweist, durch den ein  Kurbelzapfen 117 der Zahnscheibe 118 hindurch  geführt ist. Mit der Zahnscheibe 118 kämmt wieder  ein mit der Spannachse 119 verbundenes Zahnrad    120. Die Wirkungsweise der     Spannvorrichtung    ist  die gleiche wie bei der     Ausführungsform    nach       Fig.    1.  



  Auf der Achse 121 der Zahnscheibe 118 ist eine  weitere Zahnscheibe 123 drehbar gelagert, wobei  das eine Ende einer die Achse 121 umgebenden       Torsionsschraubenfeder    122     mit    der Zahnscheibe  118 verbunden ist, wogegen das andere Ende an  der     Zahnscheibe    123 angreift. Die Zahnscheibe 123  steht     mit    einem weiteren Zahnrad 124 in     Eingriff,     das auf einer Welle 125 sitzt.

   Am Zahnrad 124  sitzen einander diametral gegenüberliegende Zapfen  126, 127, vor die sich wechselweise ein unter Feder  einfluss stehender Auslöser 128 legt und dadurch  die Zahnräder 124, 123 am Ablauf     hindert.    Beim  Spannen der Antriebsfedern 109 bzw. 110     wird    auch  die     Torsionsfeder    122     mitgespannt,    so dass sie nach  Freigabe des Zahnrades 124 durch den Auslöser 128  die Zahnräder 123, 124 und die Welle 125 in Um  drehung versetzt. Nach einer Drehung um 180   kommen die Zahnräder 123, 124 und die Welle 125  jedoch wieder zur Ruhe, da sich der Auslöser 128  wieder an einem der Stifte 126, 127 fängt.  



  Auf der Welle 125 sind vier Hebel 129, 130,  131, 132 in einer solchen Höhe und in solchen  Winkeln gegenseitig versetzt angeordnet, dass bei  einer vollen Umdrehung der Welle 125 der Hebel  129 die     Klinke    113, der Hebel 130 die     Klinke    114,  der Hebel 131 die Klinke 111 und der Hebel 132  die Klinke 112 zur wechselweisen Freigabe der  Stifte 107, 108 betätigt. Bei einer halben Um  drehung werden demgemäss nur jeweils die Klinken  111, 113 oder die Klinken 112, 114 betätigt. Stehen  dabei die Hebel 129 und 131 senkrecht übereinan  der und beide um 180  versetzt gegenüber den  senkrecht     übereinanderstehenden    Hebeln 130, 132,  dann werden die beiden Lamellen 105, 106 gleich  zeitig zum     Verschlussablauf    freigegeben.

   Da die  beiden Lamellen 105, 106 zusammen Schmetterlings  form haben, erfolgt dieser     Verschlussablauf    genau  wie beim Ausführungsbeispiel gemäss den     Fig.    1 und  2, das heisst, dass zuerst die eine Lamelle die Öffnung  102 freigibt und dann die andere Lamelle die     öff-          nung    102 wieder abdeckt. Beim nächsten     Verschluss-          ablauf    gibt dann die andere Lamelle die Öffnung  102 zuerst frei, während die erste Lamelle die     öff-          nung    102 wieder abdeckt.  



  Zur     Änderung    der     Verschlusszeit    ist es vorteil  haft, die beiden Lamellen 105, 106 nicht gleich  zeitig freizugeben, sondern beispielsweise die zur  Abdeckung dienende Lamelle erst später auszulösen.  Dies kann in einfacher Weise dadurch erreicht wer  den, dass die Hebel 129, 131 bzw. 130, 132 nicht  starr senkrecht übereinander angeordnet sind, viel  mehr der von ihnen eingeschlossene Winkel ver  änderbar ist. Hierzu können beispielsweise die Hebel  131, 130 auf einer nicht näher dargestellten Hülse  133 und die Hebel 129, 132     unmittelbar    auf der  Welle 125 befestigt sein.

   Die Verstellung der Hülse  133 und Welle 125 gegeneinander kann durch Stifte      134, 135 an der Hülse 133 erfolgen, welche in zwei  von einer Reihe von Löchern in der Welle 125  wechselweise eingreifen können. Die Löcher in der  Welle<B>125</B> sind in der Zeichnung nicht sichtbar.  



  Es können ferner Mittel zur     Offenhaltung    des  Verschlusses zwecks Einstellung der Kamera analog  zum Ausführungsbeispiel gemäss     Fig.    1 oder Mittel  zur      Ball -Einstellung    vorgesehen sein.  



  Es ist     vorteilhaft,    die Antriebsfedern 5 bzw. 109,  110 gemäss     Fig.    4 über einen Kern 51 aus elastisch  nachgiebigem Material zu schieben, um dadurch  Schwingungen der Federn und dabei entstehende       unexakte        Verschlusszeiten    zu verhindern und die Le  bensdauer der Federn zu erhöhen. Weiterhin ist es  zweckmässig, die Hebel 129, 130,<B>131,</B> 132 nicht  massiv, sondern gemäss     Fig.    3 rahmenartig auszu  bilden, da sie dann besser federn und dadurch die  bei der     Verschlussauslösung    auftretenden Stösse etwas  vermindern und ausserdem ihr Widerstandsmoment  dadurch klein gehalten werden kann. Hierdurch  kann die Lebensdauer des Verschlusses noch erhöht  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Photographischer Verschluss mit mindestens einer während des einen Belichtungsvorganges in der einen und während des darauffolgenden Belichtungsvor ganges in entgegengesetzter Richtung bewegten La melle, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Ver- schlusslamelle (105,<B>106)</B> eine sich während des Be lichtungsvorganges zunächst entspannende und dann teilweise unter der Schwungenergie der Lamelle (4; <B>105,</B> 106) neu spannende Antriebsfeder (5; 109, 110) vorgesehen ist, und dass für jede Lamelle (4; 105, 106) zwei Klinken (13, 14; 111, 112,<B>1</B>13, 114) vorgesehen sind, durch welche sie wechselweise nach jedem Verschlussablauf in der teilweise gespannten Stellung der Antriebsfeder (5; 109, 110) gefangen wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verschluss nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Antriebsfeder (5; 109, 110) als Schraubenzugfeder ausgebildet und ihre Endteile zur Vermeidung von Schwingungen über einen Kern (51) aus elastischem Material geschoben sind. 2. Verschluss nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Ende der Antriebsfeder (5; 109,<B>110)</B> über einen Kurbeltrieb (22, 24; 115, <B>118)</B> zwecks Nachspannens der Antriebsfeder (5; 109, 110) mit einer Spannachse (25; 119) verbun den ist. 3. Verschluss nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der Kurbeltrieb derart ausgebil det ist, dass jedem Spannvorgang eine Drehung der Kurbelscheibe (24;<B>118)</B> um 180 entspricht. 4.
    Verschluss nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen der Spannachse (25; 119) und der Kurbelscheibe (24;<B>118)</B> eine Zahnrad übersetzung vorgesehen ist. 5. Verschluss nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens ein mit dem Auslöser (28; 128) verbundener, verstellbarer Hebel (33; 129, 130, 131, 132) zur wechselweisen Freigabe der Lamellen (4; 105, 106) durch eine der Klinken (13, 1.4;<B>111,</B> 112, 113, 114) angeordnet ist. 6. Verschluss nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens ein Schwenkhebel (40) zur Betätigung der Klinken (13, 14) zwecks Offen haltung der Lamelle (4) vorgesehen ist. 7.
    Verschluss nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass durch die Kurbelscheibe (24) ein weiterer Steuerhebel (45) betätigbar ist, über welchen die Lamelle (4) von der geöffneten Stellung beim Spannen des Verschlusses automatisch in eine ge schlossene Stellung überführbar ist. B. Verschluss nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die zwei Klinken (111, 112, 113, 114) für jede Lamelle (105, 106) relativ zueinander axial versetzt angeordnet sind. 9.
    Verschluss nach den Unteransprüchen 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer mit dem Aus löser (128) in Eingriff bringbaren, unter dem Ein fluss einer durch die Spannachse (1l9) zu spannen den Feder (122) stehenden Welle (125) zwei Paare von höhenversetzt angeordneten Hebeln (l29 bis 132) sitzen zur wechselweisen Freigabe der Lamellen (105, 106) durch die entsprechenden Klinken (111 bis 114). 10. Verschluss nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Hebel (130, 132) jedes Hebelpaares zur Auslösung des einen Belichtungs vorganges und der zweite Hebel (129, 131) jedes Hebelpaares zur Auslösung des nachfolgenden Be lichtungsvorganges dient. 11.
    Verschluss nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Hebel (l29, 132) jedes Hebelpaares auf der Welle (125) und der andere Hebel (130, 131) jedes Hebelpaares auf einer mit der Welle (125) gekuppelten Hülse (133) angeord net sind. 12. Verschluss nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass verstellbare Stiftverbindungen (134,<B>135)</B> zwischen Welle (l25) und Hülse (133) vorgesehen sind, so dass je nach ihrer Stellung die Hebel (129 bis 132) der beiden Hebelpaare Ein stellungen zur zeitlich verschiedenen Auslösung der entsprechenden Klinken (l11 bis 114) bzw. der La mellen (105, 106) erhalten. 13. Verschluss nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Lamelle (4) Schmetterlings form aufweist. 14.
    Verschluss nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Lamellen (105, 106) zusammen Schmetterlingsform aufweisen. 15. Verschluss nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Klinken (13, 14; 111 bis 114) aus Kunststoff gefertigt sind.
CH1144560A 1959-10-28 1960-10-12 Photographischer Verschluss CH381084A (de)

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US3492931A (en) * 1965-05-10 1970-02-03 Prontor Werk Gauthier Gmbh Photographic camera with swinging-through shutter blades

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DE1104818B (de) 1961-04-13

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