CH381718A - Vorrichtung zur Behandlung von beschotterten Schienensträngen - Google Patents

Vorrichtung zur Behandlung von beschotterten Schienensträngen

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CH381718A
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CH
Switzerland
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ballast
blade
flap
sleepers
plow
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Application number
CH176761A
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English (en)
Inventor
W Christoff James
Original Assignee
Mannix Co Ltd
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01BPERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
    • E01B27/00Placing, renewing, working, cleaning, or taking-up the ballast, with or without concurrent work on the track; Devices therefor; Packing sleepers
    • E01B27/02Placing the ballast; Making ballastway; Redistributing ballasting material; Machines or devices therefor; Levelling means
    • E01B27/021Placing the ballast; Making ballastway; Redistributing ballasting material; Machines or devices therefor; Levelling means by devices moving underneath the track, e.g. ballast sleighs

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  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Machines For Laying And Maintaining Railways (AREA)

Description


      Vorrichtung    zur Behandlung von     beschotterten        Schienensträngen       Diese     Erfindung    bezieht sich auf eine Vorrich  tung, welche entweder als     Schotterpflug    oder Schot  terschlitten verwendet werden kann.     Schotterpflüge     dienen zur Entfernung von schlechtem Schotter vom       Schotterbett    einer Eisenbahnstrecke. Zwischen das       Schotterbett    und die Schwellen, welche an die Schie  nen befestigt sind, wird ein     Schotterpflug    eingesetzt,  und dieser wird entlang dem Geleise in dieser Lage  durch eine Lokomotive oder eine andere Vorrich  tung wie ein Schleppwagen gezogen.

   Während der  Pflug sich fortbewegt, hebt er die Schwellen vom       Schotterbett,    trägt dieselben und die daran befestig  ten Schienen, während er darunter weggleitet, und  setzt endlich die Schwellen und Schienen wieder auf  das     Schotterbett    oder den Unterbau nach der Vor  richtung ab. Das Gewicht der Schwellen und Schie  nen, welches durch den Pflug getragen wird, ist be  trächtlich, und der Pflug wird deshalb fest gegen  den Schotter gepresst.

   Wenn man den Pflug mit einer  oder mehreren Pflugscharen versieht, ist es möglich,  eine     Schotterschicht    von vorgewählter Tiefe vom       Schotterbett    zu trennen und den Schotter dieser  Schicht auf eine Seite oder auf beide Seiten des       Schotterbettes    und über die Enden der Schwellen  hinauszuschieben, so dass, wenn sich die Schwellen  wieder absetzen, dieser entfernte Schotter leicht ab  geführt werden kann. Die äusseren Kanten des Pflu  ges liegen weiter aussen als die Schwellenenden (siehe  US-Patent Nr. 2<B>921390</B> als Beispiel für einen       Schotterpflug).     



       Schotterschlittenvorrichtungen    sind     ähnlich    den       Schotterpflügen,    in dem Sinne, dass sie ebenfalls zwi  schen     Schottcrbett    und Schwellen eingesetzt werden  und dann in dieser Lage durch eine Lokomotive ge  zogen werden. Schlitten werden verwendet entweder  während des     Verlegens    von neuen Geleisen oder um  eine     Neuschotterung    zu bewerkstelligen nach einer    Operation des     Schotterpflugziehens    in der beschrie  benen Weise.

   Nachdem der Pflug den schlechten  Schotter entfernt hat oder nachdem ein neuer Schie  nenstrang auf dem Unterbau verlegt wurde, wird fri  scher, reiner Schotter auf der Strecke abgeladen, so  dass er auf Schwellen und Schienen zu liegen kommt.  Der Zweck des Schlittens liegt darin, die Schwellen  auf die gewünschte Höhe zu heben und den Schotter  gleichmässig darunter zu verteilen. Normalerweise  wird nachfolgend zusätzlicher Schotter zwischen zwei  benachbarte Wellen abgeladen, wobei diese letzte  Operation üblicherweise von Hand ausgeführt wird,  weil dazu ein Hochheben der Schienen nicht erfor  derlich ist (siehe US-Patent Nr. 2 769 172 als Bei  spiel für einen     Schotterschlitten).     



  Die Grundkonstruktion eines     Schotterpfluges    und       eines        Schotterschlittens    haben viel Gemeinsames, wo  bei der Unterschied darin liegt, dass der Pflug Pflug  scharen besitzt, um Schotter wegzuschieben, während  der Schlitten Klappen zum Einebnen des Schotters  aufweist. Auch in anderer Hinsicht arbeiten diese  zwei Vorrichtungen in sehr ähnlicher Weise, weil  jede entlang dem     Schotterbett    bewegt werden muss  und jede ein Teilstück des Schienenstranges zu he  ben und zu tragen hat.

   Beide Vorrichtungen beste  hen im allgemeinen aus einer flachen starren Rah  menkonstruktion, wobei diese Rahmenkonstruktion  aus einer Metallplatte besteht und obere Laufvor  richtungen zum Zwecke einer gleitenden und tragen  den Aufnahme von Schwellen und ferner entweder  Pflugscharen (im Falle eines Pfluges) oder untere  Kufen und     Ausebnungsmesser    (im Falle eines Schlit  tens) aufweist.  



  Die     Pflugscharen    eines Pfluges sind verschieden  von den     Ausebnungsklappen    eines Schlittens, indem  die Pflugscharen nach vorne und unten geneigt sind,  so dass sie sich in den Schotter eingraben, dem der      Pflug begegnet, wobei der Schotter verschoben wird  und nach oben entlang der Oberfläche der Pflug  scharen gleitet. Ferner erstrecken sich die Pflugscha  ren auf eine oder beide Seiten des Pfluges nach rück  wärts, so dass Schotter, der dem     Schotterbett    ent  nommen wird und vor die Pflugschar zu liegen  kommt, gezwungen wird, sich nach rückwärts und       auswärts    entlang der Pflugschar zu bewegen, um  endlich über die äusseren Kanten des Pfluges ausge  stossen zu werden zwecks nachfolgendem Abtrans  port.  



  Im Gegensatz     zu    obigem sind die     Ausebnungs-          klappen    eines Schlittens nach unten geneigt und er  strecken sich nach rückwärts in bezug zur Zugrich  tung des Schlittens, so dass sie sich nicht in den  Schotter eingraben, der ihnen begegnet, sondern ihn  nach unten pressen, wobei sie mit ihren schleppen  den     Kanten    eine     Ausebnungsfunktion    erfüllen.  



  Zufolge des Unterschiedes in der Struktur der       Pflugscharen    und Klappen war es bisher gebräuch  lich,     Schotterpflüge    und     Schotterschlitten    als voll  ständig verschiedene Vorrichtungen zu konstruieren.  



  Das Ziel der vorliegenden     Erfindung    liegt darin,  eine kombinierte Vorrichtung zu schaffen, welche  je nach Bedarf entweder als     Pflug    oder als Schlitten  verwendet werden kann, wobei die gleichen Mittel  entweder als     Pflugscharen    oder als Klappen für  Pflüge- oder     Ausebnungsoperation    eingestellt werden  können.  



  Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine  Vorrichtung zum Behandeln von     beschotterten    Schie  nensträngen mit Schwellen, bestehend aus einem im  wesentlichen     flachen    Rahmenwerk, das zum Ziehen  zwischen dem     Schotterbett    und den Schwellen und  zum Tragen der Schwellen und einem angehobenen  Schienenstrang ausgebildet und mit     mindestens    einer  Klinge versehen ist, welche in einem Winkel zur  Querrichtung der Vorrichtung angeordnet ist, und  zeichnet sich aus durch Mittel, um diese Klinge am  Rahmenwerk beweglich zu halten zwischen einer       Pflugstellung,    in welcher sie sich nach unten und       vorwärts    erstreckt,

   und einer     Schotterausebnungsstel-          lung,    in welcher sie sich nach unten und     rückwärts     erstreckt, und durch Steuermittel zum Bewegen und  Festhalten der . Klinge in und zwischen diesen Stel  lungen, wobei der     Pfeilstellungswinkel    der Klinge  genügend gross ist, um in der Pflugstellung Schotter  zur Seite der Vorrichtung abzulenken.  



  Der Ausdruck  Klinge  wird nachfolgend für  ein Mittel verwendet, das sowohl als     Pflugschar    als  auch als     Ausebnungsmesser    dienen kann.  



  In beiliegender Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es  zeigen:       Fig.    1 einen Grundriss der Vorrichtung mit den  Klingen in gehobener     Nicht-Arbeitsstellung,          Fig.    2 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach       Fig.    1,       Fig.    3 eine Untersicht der Vorrichtung nach     Fig.     1 und 2,         Fig.    4 einen Schnitt nach Linie     IV-IV    der     Fig.    1,

         Fig.    5 einen Teilschnitt durch eine Klinge in Ver  bindung mit den hydraulischen Bewegungsmitteln  nach Linie     V-V    in     Fig.    1,       Fig.    6 einen Schnitt ähnlich     Fig.    5 in einer  ersten Arbeitsstellung der     Ausebnungsposition,          Fig.    7 einen weiteren Schnitt derselben Teile in  einer zweiten Arbeitsstellung, der Pflugposition,       Fig.    8 einen Teilschnitt nach Linie     VIII-VIII     in     Fig.    1,       Fig.    9 einen Schnitt nach Linie     IX-IX    in     Fig.    e,

         Fig.    10 einen Schnitt ähnlich     Fig.    9 mit einer  anderen Lage der Einzelteile,       Fig.    11 einen Grundriss der Vorrichtung während  der Arbeit als Pflug,       Fig.    12 eine Seitenansicht der     Fig.    11,       Fig.    13 eine Ansicht ähnlich     Fig.    12, die Vor  richtung als Schlitten darstellend,       Fig.    14 einen vergrösserten Schnitt der Vorrich  tung als Schlitten, geschnitten nach Linie     XIV-XIV     in     Fig.    1,       Fig.    15 einen schematischen Grundriss mit dem  hydraulischen Leitungsschema für die Bewegung der  Klingen.

    



  Die Vorrichtung 10 besteht aus einem Rahmen  werk in geschweisster Konstruktion mit einer Haupt  platte 11 aus Stahl, an deren Unterseite ein Mittel  steg als nach unten vorstehender Träger 12 ausge  bildet angebracht ist, der in Richtung von vorn  nach hinten auf der Mittellinie der Platte 11 ange  ordnet ist. Dieser Träger 12 sowie eine Mehrzahl  von nach unten vorstehenden Streben 13 dienen da  zu, die Platte 11 mit fünf Kufen 14-18 zu verbin  den. Die äusseren Kufen 14 und 1.8 sind vorn  leicht zugespitzt und nach oben gekurvt und enden  zusammen mit der Mittelkufe 16 an der Vorder  kante 19 der Platte 11. Die Zwischenkufen 15 und  17 erstrecken sich über die Vorderkante 19 der  Platte 11 hinaus, wobei die unteren Flanschen die  ses als     I-Balken    20 und 21 ausgebildeten Paares  die unteren Führungsflächen der Vorrichtung bil  den.

   Die Stege dieser     1-Balken    enden rückwärtig  an Punkten 22 bzw. 23 etwas hinter der Vorder  kante 19 der Platte 11. Die     Oberflanschen    24 der       I-Balken    20, 21 sind nach unten und vorwärts  geneigt und stossen vorn mit den Unterkufen 15  und 17 zusammen. Zugespitzte Enden 37, 38 über  ragen die vordern Teile 25, 26 der Oberkufen 27,  28, wobei die Vorderenden 25, 26 durch die obern  Flanschen der     1-Balken    getragen werden. Die Ober  kufen 27, 28 verlaufen nach rückwärts von ihren  vordern Enden 25, 26 entlang der Oberseite der  Vorrichtung und bilden Flächen, entlang welchen  die Schwellen während des     Durchziehens    der Vor  richtung unter dem Schienenstrang gleiten.  



  Die vordern Enden der äusseren Unterkufen 14  und 18 sind mit kurzen     1-Balken    29 und 30 aus  gestattet, wobei die unteren Flanschen derselben aus  den vordern Enden der Unterkufen 14, 18 gebildet       sind    und wobei die     obern    Flanschen 31 und 32      derselben unter den vordern Querkanten der Platte  11 liegen. Zugösen 33 und 34 sind an der Ober  fläche der vordern Aussenkanten der Platte 11 vor  gesehen, wobei diese Ösen mit Löchern 35, 36 ver  sehen sind, um Zughaken an den Enden von Zug  kabeln aufzunehmen, wie aus der nachfolgend be  schriebenen     Fig.    11 ersichtlich.  



  Die Vorrichtung ist mit vier     klingentragenden          pflugscharenartigen    Klappen     40-43    ausgestattet. Die  vordern Klappen 40, 42 sind mittels Scharnieren 44,  45 an den Vorderkanten von länglichen Ausschnit  ten 46, 47 befestigt, welche Ausschnitte in die Platte  11 geschnitten sind. Diese Scharniere erstrecken sich  nach rückwärts und nach aussen von einem Punkt  in der Nähe des Mittelbalkens 12 zu einem Punkt  aussen an den Seitenkanten der Vorrichtung. Das  weitere Paar von Klappen 41, 43 ist mittels Schar  nieren 48, 49 an den hinteren Kanten der Platte 11  angebracht, wobei diese hintere Kante in     V-Form     mit Spitze nach vorn und mit der Achse des V in  der Schlittenachse in die Platte 11 geschnitten ist.

    Jede der Klappen 40-43 trägt eine Klinge 50-53,  und jede Klappe wird gesteuert durch einen hydrau  lischen Zylinder 55-58, wobei jeder Zylinder einen  entsprechenden Kolben 59-62 aufweist.  



  Die     Fig.    5-7 zeigen in grösserem Massstab eine  solche Klappe 41 mit einer Klinge 51, wobei die  anderen Klappen und Klingen analog angeordnet  und ausgebildet sind. Die Klinge 51 ist mittels  Schrauben und Muttern an der Klappe 41 befestigt.  Der Kolben 60 ist schwenkbar an der Klappe 41  mittels einer Gabel 63 befestigt; das Zylinderende  56 ist schwenkbar mittels einer Gabel 64 an einem  Querträger 67 befestigt, welcher seinerseits quer über  den rückwärtigen Teil der Vorrichtung zwischen den  Enden der obern Kufen 27 und 28, an der Vor  richtungsunterseite, angeordnet ist.

   Wie aus     Fig.    1  ersichtlich, sind die zwei vordern Zylinder 55 und  57 an der Platte 11 an der Rückseite der zwei Aus  schnitte 46, 47 befestigt, während die weiter hinten  liegenden Zylinder 46, 48 am Querträger 67 be  festigt sind.  



  Zur Vereinfachung sind in den bisher beschrie  benen Figuren keine hydraulischen Verbindungen  dargestellt; das hydraulische Schema ist separat in       Fig.    15 dargestellt. Die Zufuhr von Flüssigkeit in  das hintere Ende des Zylinders 56 durch eine     öff-          nung    65 bewegt den Kolben 60 und die Teile in die  in     Fig.    6 dargestellte Lage, so dass die Klappe 41  mit der Klinge 51 in die     Ausebnungsstellung    be  wegt werden.

   Die Zufuhr von weiterer Druckflüs  sigkeit durch die Öffnung 65 bewirkt, dass der Kol  ben 60 in seine vollausgefahrene Stellung     (Fig.    7)  bewegt wird, was bewirkt, dass die Klappe mit  Klinge sich in ihrer     Pflugstellung    befinden. Zur  Rückführung der Klappe mit Klinge entweder in  die     Ausebnungsstellung    nach     Fig.    6 oder in die  Ruhelage nach     Fig.    5 kann die Druckflüssigkeit  durch eine andere Öffnung 66 im Zylinder 56 zu  geführt werden.    An einer Platte 70 an der Oberseite der Platte  11 sind vier Hauptzylinder 71 angeordnet, wobei je  der Zylinder durch eine Handsteuerung 72     betätig-          bar    ist.

   Die zwei rückwärts gelegenen     Hauptzylinder     71 steuern den     Zufluss    von     Druckflüssigkeit        in    Lei  tungen 75, 76     (Fig.    15). Die Leitung 75 führt je  von einem Hauptzylinder 71 zum rückwärtigen Ende  jeder der rückwärtigen Arbeitszylinder 56 und- 58  und eine Leitung 76 zum vordern Ende von jedem  dieser Arbeitszylinder. Analoge Leitungen 77, 78       führen    von jedem der vordern     Hauptzylinder    71 zu  den entsprechenden Enden jedes vordern Arbeitszy  linders 55, 57, welche die Klingen 50, 52 steuern.  



  Vor dem Mittelträger 12     (Fig.    8-10) ist die  Fortsetzung dieser Träger bildenden Klappe 80 an  geordnet. Diese Klappe 80 ist oben an der Platte 11  und an der Unterkufe 16 mittels eines vertikalen  Bolzens 81 schwenkbar gelagert. Dieser     Bolzen    81  ist in einer Hülse 82 am rückwärtigen Ende der  Klappe 80 befestigt. Die Klappe 80 ist auf diese  Weise schwenkbar zwischen der Stellung nach     Fig.    8  und 9 und einer anderen Stellung nach     Fig.    10, wo  bei die letztere Stellung die voll ausgefahrene dar  stellt.

   Nach dem Bestimmen der für die Arbeit be  nötigten Stellung der Klappe 80 kann diese in dieser  Stellung durch einen weiteren     Bolzen    83, welcher  durch die Platte 11 und eine Hülse 84 hindurch  greift, festgehalten werden. Zum Festhalten des Bol  zens 83 in verschiedenen Stellungen in der Platte 11  ist eine Mehrzahl von Löchern 85 vorgesehen, welche  Löcher in einem Bogen um die Schwenkachse 81  angeordnet sind. Wenn die Vorrichtung als Schlitten  verwendet wird, ist die Klappe 80 völlig in Zug  richtung     (Fig.    9) ausgerichtet. Zur Verwendung der  Vorrichtung als Pflug kann die Klappe auf die eine  oder andere Seite bis zur     Extremstellung        (Fig.    10)  bewegt und gesichert werden.

   Sie wirkt dann als  eine Verlängerung der Klinge 50 nach vorn.  



       Fig.    11 und 12 zeigen die Arbeitsweise der Vor  richtung als     Pflug.    Die Vorrichtung wird unter den  Schienenstrang und alle Klingen in die Stellung nach       Fig.    7 gebracht. Die Vorrichtung wird dann mittels  Kabel 90 an eine Zugstange 91 angehängt, welch  letztere mittels weiterer Kabel 92 mit einer Zugvor  richtung 93, 94 verbunden wird, welche querver  schiebbar am rückwärtigen Ende eines flachen Wa  gens 95 angeordnet ist. Die Steuerung der Querbe  wegung der Anhängevorrichtung 93 entlang der  Stange 94 wird durch die Gewindestange 96 und eine  Kurbel 97 bewirkt.

   Der Zweck dieser querverstell  baren Anhängevorrichtung ist die     Bewegbarkeit    der  Zugstange 91 auf die eine oder andere Seite, um       Geleisekurven    zu kompensieren und damit der Pflug  10 nicht die Kurve schneidet.  



  Diese Kombination wird unter dem Geleise und  diesem entlang durch eine Lokomotive 98 gezogen.  Wie aus     Fig.    12 ersichtlich, wird der Pflug dazu  verwendet, um das     Schotterbett    auf eine vorbe  stimmte Tiefe     abzupflügen.    Etwas vor dem Pflug 10  liegen die Schwellen 99 auf einer     Schotterschicht         100, welche auf dem Untergrund 101 liegt. Der vor  rückende     Pflug    10 gleitet über den Untergrund<B>101,</B>  hebt die Eisenbahnschienen vor dem Pflug hoch und       pflügt    den Schotter 100 nach den beiden Aussensei  ten der Bahnstrecke     (Fig.    11).

   Auf der Rückseite  des     Pfluges    setzt sich der Schienenstrang auf den       Untergrund    101 ab.  



  Damit der Pflug richtig funktioniert, ist es not  wendig, dass die Klingen einen beträchtlich nach  rückwärts weisenden     Pfeilstellungswinkel    haben, das  ist der Winkel zwischen den     Klingenscharnieren    44,  45, 48, 49 zur Querachse der Vorrichtung. In der  Zeichnung ist die Vorrichtung mit einem Winkel  von 45  für jede Klinge     dargestellt.    Dieser Winkel  kann aber auf Kosten der Wirksamkeit etwas ver  kleinert werden. Mit einem Winkel von weniger als  etwa 30  wird die Vorrichtung überhaupt nicht  mehr pflügen, sondern selbst bei Pflugstellung der  Klingen vertikal nach oben gehoben. Sie bewegt  sich dann auf dem Schotter, wobei der Schotter  nicht mehr zur Seite geschoben wird.

   Ein Pfeilwin  kel von etwa 30  zur Querachse stellt deshalb das  Minimum dar; ein grösserer Winkel im Bereich von  45  ist     vorteilhafter.    Der Winkel kann beträcht  lich vergrössert werden, soweit es die Pflugwirkung       betrifft,    aber ein Winkel von mehr als 45  hat  eine unnötige Länge der Vorrichtung und weitere  Nachteile zur Folge.  



  Die Klappe 80 dient zum Ausgleich von Schot  terbettunregelmässigkeiten. Es ist nicht ungewöhnlich,  dass auf dem     Schotterbett    Stellen entstehen, an denen  sich an den einen Schwellenenden mehr Schotter an  sammelt als an den anderen. In diesem Falle wird  das vordere Ende der Klappe so geschwenkt und  festgehalten, dass sie nach derjenigen Seite des       Schotterbettes    weist, an der mehr Schotter liegt, so  dass etwas Schotter von dieser Seite quer hinüber zur  anderen Seite geschoben wird, mit dem Ergebnis,  dass letzten Endes ungefähr gleichviel Schotter zu  beiden Seiten des     Untergrundes    deponiert wird.  



  Beim beschriebenen     Ausführungsbeispiel    ist die  Klappe 80 als     gelenkig    beweglich dargestellt, die  Platte-kann aber auch vollständig abnehmbar ange  ordnet sein. Eine abnehmbare Platte ist dann vor  teilhaft, wenn eine     grosse    Menge von Schotter von  einer Bettseite zur anderen geschoben werden soll,  in welchem Falle sie durch eine längere Klappe er  setzt werden kann, als sie in den Zeichnungen dar  gestellt ist.  



  Wenn der Pflug tief pflügt, wird die Klappe vor  teilhaft in Zugrichtung gestellt. Es ist nur zweck  mässig, die Klappe     in    einer ihrer Seitenlagen zu ver  wenden, wenn ein     verhältnismässig    flacher Pflug  schnitt vorgenommen wird.  



  Die Möglichkeit feiner Einstellung der Klingen  stellungen mittels der hydraulischen     Steuerung    und  die Möglichkeit, jede Klinge     zurückzuziehen    oder in  jede Zwischenstellung zwischen den Endstellungen  festzuhalten, ist von beträchtlichem praktischem Wert,  wenn die Vorrichtung als     Pflug    verwendet wird. Beim    Vorrücken auf dem     Schotterbett    kann es vorkom  men, dass man einem Streckenstück begegnet, das  einen anderen     Pfeilstellungswinkel    der Klingen er  fordert. An einer Stelle mag der Schotter lehmig  sein, z. B. wenn die Entwässerung schlecht ist, und  an anderer Stelle mag der Schotter hart und in ganz  anderem Zustand sein.

   Diese verschiedenen Bedin  gungen erfordern verschiedene     Pfeilstellungswinkel,     um den besten Pflugeffekt zu erreichen.  



  Wenn die Vorrichtung als Schlitten verwendet  wird, werden die Klingen in die     Nivellierstellung     nach     Fig.    6 eingestellt.     Fig.    13 ist eine Ansicht  ähnlich     Fig.    12, aber die     Beschotterungsoperation     darstellend, d. h. die Verwendung der Vorrichtung  als Schlitten. Es ist angenommen, dass der Schot  teruntergrund vor der Vorrichtung 10 von Schotter  freigepflügt wurde, so dass die Schwellen 99 direkt  auf dem Untergrund 101 liegen. Von einem     flachen     Güterwagen wurde frischer Schotter 102 auf den  Schienenstrang abgeworfen, welcher Schotter zwi  schen und auf die Schwellen zu liegen kommt.

   Wäh  rend des Vorrückens des Schlittens 10, gezogen  durch Zugkabel 90 und einer Zugkombination, wie  bereits in     Fig.    11 und 12 beschrieben, hebt er den  Schienenstrang vor sich her auf, wobei der Schotter  102 in Haufen auf dem Unterbau liegen bleibt. Die  Haufen des Schotters 102 werden durch die Klingen  zu einer verhältnismässig glatten     Schotterschicht    103  auf der Rückseite des Schlittens     ausgeebnet.    Die  Schwellen 99 werden auf diese Schicht<B>103</B> hinter  dem Schlitten abgesetzt, und nachträglich wird fri  scher Schotter von Hand zwischen diese Schwellen  gelegt.

   Ein     Schotterschlitten    kann ebenfalls verwendet  werden zum einfachen Anheben eines Schienen  stückes auf seinem alten Schotter ohne     vorgängige          Pflugoperation.    Die Klappe 80 wird immer gerade  eingestellt, wenn die Vorrichtung als Schlitten ver  wendet wird.  



  Eine besondere     Beschotterungsoperation    ist in       Fig.    14 dargestellt. Dieses Ausführungsbeispiel zeigt  eine besondere Mittelklappe 86 zum     Schotteraus-          ebnen,    welche Klappe mittels eines Scharniers 87  an der Unterseite der Platte 11 bei der Rückkante des  Trägers 12 schwenkbar befestigt ist. Diese Klappe  86 wirkt mit den Enden der Klinge 51 und deren  Klappe 41 zusammen. Wenn die Vorrichtung zum  Pflügen verwendet wird, nimmt die Klappe 86 die  Stellung entsprechend den gestrichelten Linien in       Fig.    14 ein.

   In dieser Lage steht sie etwas unter der  Fläche der Klingen 51 und 53 vor und ist geeignet,  einen     flachen,    vertieften Kanal entlang der Mittel  linie des     Untergrundes    des     Schotterbettes    zu bilden.  Dies ist in der Praxis keineswegs ein Nachteil, son  dern es ist von Vorteil, der Tendenz zur Bildung  einer nach oben vorstehenden Mittelwelle in Zug  richtung zu begegnen. Eine solche Mittelwelle be  steht dann, wenn die     Schotterhöhe    entlang der Mit  tellinie höher ist als aussen, so dass die Schwellen  infolge dieser Mittelwelle vermehrter Biegebeanspru  chung ausgesetzt sind. Eine Mittelwelle muss deshalb      sorgfältig vermieden werden, selbst auf das Risiko  einer Abweichung in die entgegengesetzte Richtung  hin.  



  Ein bedeutender Vorteil der beschriebenen Kon  struktion liegt darin, dass man in sehr kurzer Zeit  die Vorrichtung von     Pflug    auf Schlitten und umge  kehrt umstellen kann, ohne dass es notwendig ist,  die Vorrichtung vom     Geleisestrang    zu entfernen. In  der Praxis zeigt sich oft der Fall, dass bei Verwen  dung der Vorrichtung als     Schotterschlitten    zwecks       Hebens    des Schienenstranges auf altem Schotter ein  Schienenstück angetroffen wird, welches besonders  schlecht ist und entfernt werden sollte. Mit einem  gewöhnlichen     Schotterschlitten    ist dies unmöglich,  ohne zuerst den Schlitten von der Strecke zu entfer  nen und ihn durch einen Pflug zu ersetzen.

   Das Ein  setzen und Entfernen dieser Vorrichtungen ist aber  eine zeitraubende Arbeit, und es ist von Vorteil,  wenn solche Operationen vermieden werden können.  Eine Vorrichtung nach vorliegender Erfindung kann  schnell zur Pflugfunktion für ein schlechtes Schienen  stück umgestellt werden und kann     gleichschnell    in  einen Schlitten rückverwandelt werden, wenn dieses  Teilstück vorbei ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Behandlung von beschotterten Schienensträngen mit Schwellen, bestehend aus einem im wesentlichen flachen Rahmenwerk, das zum Zie hen zwischen dem Schotterbett und den Schwellen und zum Tragen der Schwellen und einem angeho benen Schienenstrang ausgebildet und mit mindestens einer Klinge versehen ist, welche in einem Winkel zur Querrichtung der Vorrichtung angeordnet ist, gekenn zeichnet durch Mittel (41, 48), um diese Klinge (51) am Rahmenwerk (11) beweglich zu halten zwischen einer Pflugstellung, in welcher sie sich nach unten und vorwärts erstreckt, und einer Schotterauseb- nungsstellung, in welcher sie sich nach unten und rückwärts erstreckt,
    und durch Steuermittel (56, 60) zum Bewegen und Festhalten der Klinge in und zwischen diesen Stellungen, wobei der Pfeilstellungs- winkel der Klinge genügend gross ist, um in der Pflugstellung Schotter zur Seite der Vorrichtung ab zulenken. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens ein Paar von verlän gerten Klingen (50, 52 bzw. 51, 53) sich nach rückwärts und auswärts erstreckt von einem Punkt nahe der Längsmittellinie der Vorrichtung zu gegen überliegenden Aussenkanten der letzteren. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine wei tere Klappe (80) vorgesehen ist, die beweglich am Rahmenwerk (11) angeordnet ist zwischen einer ersten Stellung, in welcher sie sich in Zugrichtung erstreckt von der Spitze, gebildet durch die beiden aneinanderliegenden Klingenenden (50, 52) und einer zweiten Stellung, in welcher die Klappe eine nach vorwärts und seitlich gerichtete Verlängerung einer der beiden Klingen bildet, und dass Mittel (83-85) vorgesehen sind, um die Klappe (80) in einer dieser Stellungen festzuhalten.
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