CH382109A - Verfahren zur Herstellung eines Färbepräparates - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines FärbepräparatesInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Färbepräparates Zur Herstellung von wässrigen Lösungen von Arylamiden der 2,3-Oxy-naphthoe.säure, wie sie in der Färberei und Druckerei Verwendung finden, wer den diese bekanntlich entweder in der Wärme mit Natronlauge unter Zugabe von Schutzkolloiden oder ohne Erwärmen unter Verwendung von denaturier tem Alkohol, Natronlauge und gegebenenfalls Form aldehyd gelöst. Bei manchen Arylamiden der 2,3 Oxy-naphthoesäure ist die Anwendung besonderer Methoden notwendig. So muss z.
B. das 2-(2',3'-oxy- naphthoylamino)-naphthalin nach dem Heisslösever- fahren durch Anteigen mit einem Schutzkolloid und Natronlauge, Erwärmen der so erhaltenen Paste, Übergiessen mit heissem Wasser und anschliessendem Aufkochen der Lösung gelöst werden.
Nach dem Kaltlöseverfa.hren wird zunächst aus dem 2-(2',3' oxy,naphthoylamino)-naphthalin, denaturiertem Alko hol, Natronlauge und Wasser eine konzentrierte alka lische Lösung hergestellt, die man nach etwa 10 bis 15 Minuten in das Färbebad einrührt, welches seinerseits ein Schutzkolloid und Natronlauge ent hält.
Nach beiden Verfahren erhält man beim 2-(2',3'- Oxy-naphthoylamino)-naphthalin jedoch Färbebäder, die nur eine begrenzte Haltbarkeit besitzen und be reits nach wenigen Stunden infolge Hydrolyse trübe werden. Dies ist besonders dann :der Fall, wenn man zur Herstellung der Färbebäder nicht destilliertes Wasser, sondern Härtebildner enthaltendes Ge brauchswasser mit einer Härte bis zu etwa 15 deutscher Härte verwendet, wie es in der Praxis häufig der Fall ist.
Die Verwendung derartiger trüber Lösungen des 2-(2',3'-Oxy-na#phthoylarnino)-naph- thafins, bei welchen sich das Arylamid schliesslich teilweise abscheidet, ergibt jedoch Färbungen, die eine unbefriedigende Reibechtheit besitzen.
Es wurde nun gefunden, dass man haltbare, in Alkali enthaltendem Wasser klar lösliche Färbeprä parate erhält, wenn man 2-(2',3'-Oxy-naphthoyl- amino)-naphthalin mit dem Kondensationsprodukt aus 1 Mol Formaldehyd und 2 Mol ss-Naphthalin- sulfosäure sowie Äthylendiamintetraessigsäure bzw. deren Alkali- oder Ammoniumsalzen vermischt. Gegebenenfalls können schliesslich ausserdem noch geringe Mengen eines üblichen Netzmittels, z.
B. etwa 0,1 bis 2 Gew.o/o, bezogen auf das Gewicht des Färbepräparats, 2,5-dibutyl-a-naphthalinsulfosaurcs Natrium oder eines anderen Netzmittels verwendet werden. Als Alkalisalze der Äthylendiamintetraessig- säure kommen insbesondere das Natrium- und Ka- liumsalz in Frage. In gleicher Weise ist auch das Ammoniumsalz geeignet.
Das Gewichtsverhältnis zwischen .dem 2-(2',3'- Oxy-naphthoylamino)-naphthalin einerseits und dem Kondensationsprodukt aus Formaldehyd und ss-Naph- thalinsulfosäure und der Äthylendia@mintetraessigsäure und deren Alkalisalzen anderseits sowie auch das Gewichtsverhältnis zwischen dem Kondensationspro dukt aus Formaldehyd und P)-Naphthalinsulfosäure und der Äthylendiamintetraessigsäure bzw. deren Alkalisalzen kann hierbei in weiten Grenzen variieren.
In der Praxis haben sich vornehmlich Mischungs verhältnisse in dem Bereich von etwa 10-70, insbesondere etwa 25-70 Gewichtsteile für a) das 2-(2',3'-Oxy-naphthoylamino)- naphthalin, etwa 20-80, insbesondere etwa 25-65 Gewichtsteile für b) das Kondensationsprodukt aus Formaldehyd und ss-Naphthalinsulfosäure sowie etwa 10-50, insbesondere etwa 10-30 Gewichtsteile für c) die Äthylendiamintetraessigsäure bzw. deren Alkalisalze als geeignet erwiesen.
Beson- ders hervorgehoben seien Färbepräparate, denen etwa folgende Mischungsverhältnisse für die 3 Komponenten zugrunde liegen:
EMI0002.0002
<I>a.v.</I>
<tb> 50 <SEP> : <SEP> 30 <SEP> : <SEP> 20
<tb> 50 <SEP> : <SEP> 20 <SEP> : <SEP> 30
<tb> 67 <SEP> : <SEP> 23 <SEP> : <SEP> 10
<tb> 25 <SEP> : <SEP> 65 <SEP> : <SEP> 10 Die so erhältlichen Färbepräparate lassen sich unmittelbar für die Zwecke der Färberei und Drucke rei verwenden. Beispielsweise können sie durch ein faches Einrühren in mit Natronlauge versetztes Wasser von 90 C gelöst werden, wobei die Zeitdauer des Auflösens gegenüber dem seitherigen Verfahren wesentlich verkürzt wird.
Die so erhatltenen Lösungen bleiben nach dem Erkalten tagelang klar, auch dann, wenn zu ihrer Herstellung Wasser mit einer Härte bis zu etwa 15 deutscher Härte verwendet wird. Durch Verdünnen dieser Lösungen mit kaltem, hartem oder weichem Wasser auf die für die Färberei notwendige Konzen tration erhält man ebenfalls beständige Lösungen, deren Haltbarkeit auch durch Zugabe von z. B. Na triumchlorid nicht beeinträchtigt wird. Ausserdem be sitzen die damit hergestellten Färbungen eine sehr gute Reibechtheit.
Es ist bereits bekannt, dass Äthylendiamintetra- essigsäure zur Bindung der Härtebildner in Wasser Verwendung finden kann. Man hat auch schon Äthylendiamintetraessigsäure den Färbebädern zur besseren Ausfärbung und Erhöhung der Haltbarkeit zugesetzt. Es sind ausserdem andere Verfahren be kannt, bei denen Dispergiermittel, so u. a. auch das Kondensationsprodukt aus Formaldehyd und ss-Naph- thalinsulfosäure, zur Erzielung besserer Löslichkeit den Grundierungsbädern zugesetzt worden ist.
Aus diesen bekannten Verfahren lässt sich das erfindungs gemäss-- Verfahren, das auf der gemeinsamen Ver wendung von Äthylendiamintetraessigsäure oder deren Alkalisalzen und dem Kondensationsprodukt aus Formaldehyd und p-Naphthalinsulfosäure be ruht, jedoch nicht herleiten, da durch alleinige Zugabe von Äthylendiamintetraessigsäure oder deren Alkalisalzen oder :
durch alleinigen Zusatz des Kondensationsproduktes aus Formaldehyd und ss-Naphthalinsulfosäure keine klaren, haltbaren Färbebäder mit 2 - (2',3'- Oxy-naphthoylamino) - naphthalin erhalten werden können. Auch bei Ver wendung von Äthylendiamintetraessigsäure zusam men mit anderen bekannten Dispergiermitteln wird der Effekt der nach dem erfindungsgemässen Ver fahren hergestellten Färbepräparate nicht erzielt.
<I>Beispiel</I> 50 g 2-(2',3'-Oxy-naphthoylamino)-naphthalin wurden mit 35 g des Kondensationsproduktes aus 1 Mol Formaldehyd und 2 Mol ii-Naphthalinsulfo- säure und 15 g äthylendiamintetraessigsaurem Na trium innig vermischt.
Das so erhältliche Gemisch ist in heissem, Natron lauge enthaltendem Wasser, gegebenenfalls unter Zu gabe von etwa 1@ bis 1 % eines Netzmittels, klar löslich. Mit dem vorstehend beschriebenen Gemisch wurde beispielsweise durch Lösen in 4 Liter heissem Wasser (etwa 90 C), das 224 cm3 Natronlauge von 38 B6 und 0,5 g 2,5-dibutyl-a-naphthalinsulfosaurc.s Natrium .enthielt, ein Färbebad hergestellt, das auch beim Stehen keine Trübung infolge Hydrolyse zeigte. Die Lösung kann unmittelbar zum Färben von pflanz lichen Fasern verwendet werden.
In der nachstehenden Tabelle sind weitere erfin dungsgemäss erhältliche Farbepräparate beschrieben:
EMI0002.0046
2-(2',3'-Oxy-naphthoylamino)- <SEP> Kondensationsprodukte <SEP> aus <SEP> Formaldehyd <SEP> äthylendiamintetraessigsaures
<tb> naphthalin <SEP> und <SEP> ss-Naphthalinsulfosäure <SEP> Natrium
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Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines haltbaren, in Alkali enthaltendem Wasser klar löslichen Färbe präparates, dadurch gekennzeichnet, dass man. 2-(2',3'- Oxy-naphthoylamino)-naphthalin mit dem Konden- sationsprodukt aus 1 Mol Formaldehyd und 2 Mol ss Naphthalinsulfos.'äure sowie Äthylendiamintetra- essigsäure bzw. einem Alkali- oder Ammoniumsalz derselben vermischt.
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1959
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