CH382109A - Verfahren zur Herstellung eines Färbepräparates - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Färbepräparates

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CH382109A
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naphthalene
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CH8044159A
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Karl Dipl Ing Jellinek
Wittenberger Walter
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Hoechst Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines Färbepräparates    Zur Herstellung von     wässrigen    Lösungen von       Arylamiden    der     2,3-Oxy-naphthoe.säure,    wie sie in  der Färberei und Druckerei Verwendung finden, wer  den diese bekanntlich entweder in der Wärme mit  Natronlauge unter Zugabe von Schutzkolloiden oder  ohne Erwärmen unter Verwendung von denaturier  tem Alkohol, Natronlauge und gegebenenfalls Form  aldehyd gelöst. Bei manchen     Arylamiden    der 2,3  Oxy-naphthoesäure ist die Anwendung besonderer  Methoden notwendig. So muss z.

   B. das     2-(2',3'-oxy-          naphthoylamino)-naphthalin    nach dem     Heisslösever-          fahren    durch     Anteigen    mit einem Schutzkolloid und  Natronlauge, Erwärmen der so erhaltenen Paste,  Übergiessen mit heissem Wasser und anschliessendem  Aufkochen der Lösung gelöst werden.

   Nach dem       Kaltlöseverfa.hren    wird zunächst aus dem 2-(2',3'  oxy,naphthoylamino)-naphthalin,     denaturiertem    Alko  hol, Natronlauge und Wasser eine konzentrierte alka  lische Lösung hergestellt, die man nach     etwa    10 bis  15 Minuten in das Färbebad einrührt, welches  seinerseits ein     Schutzkolloid    und Natronlauge ent  hält.  



  Nach beiden Verfahren erhält man beim     2-(2',3'-          Oxy-naphthoylamino)-naphthalin    jedoch Färbebäder,  die nur eine begrenzte Haltbarkeit besitzen und be  reits nach wenigen Stunden infolge Hydrolyse trübe  werden. Dies ist besonders dann :der Fall,     wenn    man  zur Herstellung der Färbebäder nicht destilliertes  Wasser, sondern Härtebildner enthaltendes Ge  brauchswasser mit einer Härte bis zu etwa 15   deutscher Härte verwendet, wie es in der Praxis  häufig der Fall ist.

   Die Verwendung derartiger trüber  Lösungen des     2-(2',3'-Oxy-na#phthoylarnino)-naph-          thafins,    bei welchen sich das     Arylamid    schliesslich  teilweise abscheidet, ergibt jedoch Färbungen, die  eine unbefriedigende Reibechtheit besitzen.

      Es wurde nun gefunden, dass man haltbare, in  Alkali     enthaltendem    Wasser klar lösliche Färbeprä  parate erhält, wenn man     2-(2',3'-Oxy-naphthoyl-          amino)-naphthalin    mit dem Kondensationsprodukt  aus 1     Mol    Formaldehyd und 2     Mol        ss-Naphthalin-          sulfosäure    sowie     Äthylendiamintetraessigsäure    bzw.  deren     Alkali-    oder     Ammoniumsalzen        vermischt.     Gegebenenfalls können schliesslich ausserdem noch  geringe Mengen eines üblichen     Netzmittels,    z.

   B. etwa  0,1 bis 2     Gew.o/o,    bezogen auf das Gewicht des  Färbepräparats,     2,5-dibutyl-a-naphthalinsulfosaurcs     Natrium oder eines anderen Netzmittels verwendet  werden. Als     Alkalisalze    der     Äthylendiamintetraessig-          säure    kommen insbesondere das Natrium- und     Ka-          liumsalz    in Frage. In gleicher Weise     ist    auch das       Ammoniumsalz    geeignet.  



  Das Gewichtsverhältnis zwischen .dem     2-(2',3'-          Oxy-naphthoylamino)-naphthalin    einerseits und dem  Kondensationsprodukt aus Formaldehyd     und        ss-Naph-          thalinsulfosäure    und der     Äthylendia@mintetraessigsäure     und deren     Alkalisalzen    anderseits sowie auch das  Gewichtsverhältnis zwischen dem Kondensationspro  dukt aus     Formaldehyd    und     P)-Naphthalinsulfosäure     und der     Äthylendiamintetraessigsäure    bzw. deren       Alkalisalzen    kann hierbei in weiten     Grenzen    variieren.

    



  In der Praxis haben sich vornehmlich Mischungs  verhältnisse in dem Bereich von  etwa 10-70, insbesondere etwa 25-70 Gewichtsteile  für     a)    das     2-(2',3'-Oxy-naphthoylamino)-          naphthalin,          etwa    20-80, insbesondere etwa 25-65 Gewichtsteile  für b) das Kondensationsprodukt aus Formaldehyd  und     ss-Naphthalinsulfosäure    sowie  etwa 10-50, insbesondere etwa 10-30     Gewichtsteile     für c) die     Äthylendiamintetraessigsäure    bzw.  deren     Alkalisalze    als geeignet erwiesen.

   Beson-           ders    hervorgehoben seien Färbepräparate, denen  etwa folgende Mischungsverhältnisse für die  3 Komponenten zugrunde liegen:  
EMI0002.0002     
  
    <I>a.v.</I>
<tb>  50 <SEP> : <SEP> 30 <SEP> : <SEP> 20
<tb>  50 <SEP> : <SEP> 20 <SEP> : <SEP> 30
<tb>  67 <SEP> : <SEP> 23 <SEP> : <SEP> 10
<tb>  25 <SEP> : <SEP> 65 <SEP> : <SEP> 10       Die so erhältlichen Färbepräparate lassen sich  unmittelbar für die Zwecke der Färberei und Drucke  rei verwenden. Beispielsweise können sie durch ein  faches     Einrühren    in mit Natronlauge versetztes  Wasser von 90  C gelöst werden, wobei die Zeitdauer  des     Auflösens    gegenüber dem seitherigen     Verfahren     wesentlich verkürzt wird.  



  Die so     erhatltenen    Lösungen bleiben nach dem  Erkalten     tagelang    klar, auch     dann,        wenn    zu ihrer  Herstellung Wasser mit einer Härte bis zu etwa 15   deutscher Härte verwendet wird. Durch Verdünnen  dieser Lösungen mit kaltem, hartem oder weichem  Wasser auf die für die Färberei notwendige Konzen  tration erhält man ebenfalls beständige Lösungen,  deren Haltbarkeit auch durch Zugabe von z. B. Na  triumchlorid nicht beeinträchtigt wird. Ausserdem be  sitzen die damit hergestellten Färbungen eine sehr  gute Reibechtheit.  



  Es ist bereits bekannt, dass     Äthylendiamintetra-          essigsäure    zur Bindung der Härtebildner in Wasser  Verwendung finden kann. Man hat auch schon       Äthylendiamintetraessigsäure    den Färbebädern zur  besseren Ausfärbung und Erhöhung der Haltbarkeit       zugesetzt.    Es sind ausserdem andere     Verfahren    be  kannt, bei denen     Dispergiermittel,    so u. a. auch das  Kondensationsprodukt aus Formaldehyd und     ss-Naph-          thalinsulfosäure,    zur     Erzielung    besserer Löslichkeit    den     Grundierungsbädern    zugesetzt worden ist.

   Aus  diesen bekannten Verfahren lässt sich das erfindungs  gemäss-- Verfahren, das auf der     gemeinsamen    Ver  wendung von     Äthylendiamintetraessigsäure    oder  deren     Alkalisalzen    und dem Kondensationsprodukt  aus Formaldehyd und     p-Naphthalinsulfosäure    be  ruht, jedoch nicht herleiten, da durch alleinige  Zugabe von     Äthylendiamintetraessigsäure    oder  deren     Alkalisalzen    oder :

  durch alleinigen Zusatz  des Kondensationsproduktes aus Formaldehyd und       ss-Naphthalinsulfosäure    keine klaren, haltbaren  Färbebäder mit 2 - (2',3'-     Oxy-naphthoylamino)        -          naphthalin    erhalten werden können. Auch bei Ver  wendung von     Äthylendiamintetraessigsäure    zusam  men mit anderen bekannten     Dispergiermitteln    wird  der     Effekt    der nach dem     erfindungsgemässen    Ver  fahren hergestellten Färbepräparate nicht erzielt.  



  <I>Beispiel</I>  50 g     2-(2',3'-Oxy-naphthoylamino)-naphthalin     wurden mit 35 g des Kondensationsproduktes aus  1     Mol    Formaldehyd und 2     Mol        ii-Naphthalinsulfo-          säure    und 15 g     äthylendiamintetraessigsaurem    Na  trium innig vermischt.  



  Das so erhältliche Gemisch ist in heissem, Natron  lauge enthaltendem Wasser, gegebenenfalls unter Zu  gabe von etwa     1@    bis 1 % eines Netzmittels, klar  löslich. Mit dem vorstehend     beschriebenen    Gemisch  wurde beispielsweise durch Lösen in 4 Liter heissem  Wasser (etwa 90  C), das 224     cm3    Natronlauge von  38      B6    und 0,5 g     2,5-dibutyl-a-naphthalinsulfosaurc.s     Natrium .enthielt, ein Färbebad hergestellt, das auch  beim Stehen keine Trübung infolge Hydrolyse zeigte.  Die Lösung kann unmittelbar zum Färben von pflanz  lichen Fasern verwendet werden.  



  In der nachstehenden Tabelle sind weitere erfin  dungsgemäss erhältliche     Farbepräparate    beschrieben:  
EMI0002.0046     
  
    2-(2',3'-Oxy-naphthoylamino)- <SEP> Kondensationsprodukte <SEP> aus <SEP> Formaldehyd <SEP> äthylendiamintetraessigsaures
<tb>  naphthalin <SEP> und <SEP> ss-Naphthalinsulfosäure <SEP> Natrium
<tb>  25 <SEP> Gewichtsteile <SEP> 65 <SEP> Gewichtsteile <SEP> 10 <SEP> Gewichtsteile
<tb>  25 <SEP>   <SEP> 45 <SEP>   <SEP> 30 <SEP>  
<tb>  67 <SEP>   <SEP> 23 <SEP>   <SEP> 10 <SEP>  
<tb>  10 <SEP>   <SEP> 80 <SEP>   <SEP> 10 <SEP>  
<tb>  10 <SEP>   <SEP> 40 <SEP>   <SEP> 50 <SEP>  
<tb>  50 <SEP>   <SEP> 20 <SEP>   <SEP> 30 <SEP>  
<tb>  50 <SEP>   <SEP> 30 <SEP>   <SEP> 20 <SEP>

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines haltbaren, in Alkali enthaltendem Wasser klar löslichen Färbe präparates, dadurch gekennzeichnet, dass man. 2-(2',3'- Oxy-naphthoylamino)-naphthalin mit dem Konden- sationsprodukt aus 1 Mol Formaldehyd und 2 Mol ss Naphthalinsulfos.'äure sowie Äthylendiamintetra- essigsäure bzw. einem Alkali- oder Ammoniumsalz derselben vermischt.
CH8044159A 1958-11-12 1959-11-10 Verfahren zur Herstellung eines Färbepräparates CH382109A (de)

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