CH382245A - Verfahren zur Herstellung von mit elektrisch leitenden Einlagen versehenen rotationssymmetrischen Isolierkörpern, insbesondere für Kondensatordurchführungen, und nach dem Verfahren hergestellter Isolierkörper - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mit elektrisch leitenden Einlagen versehenen rotationssymmetrischen Isolierkörpern, insbesondere für Kondensatordurchführungen, und nach dem Verfahren hergestellter IsolierkörperInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von mit elektrisch leitenden Einlagen versehenen rotationssymmetrischen Isolierkörpern, insbesondere für Kondensatordurchführungen, und nach dem Verfahren hergestellter Isolierkörper Zur Herstellung von mit Kondensatoreinlagen versehenen Durchführungen aus härtbarem Kunst harz (Giessharz) ist es bekannt, die Isolation und die Einlagen der Durchführung aus mehreren defi nierten Einzelschichten in aufeinanderfolgenden Press-, Giess- oder Spritzvorgängen mit festgelegter Wandstärke herzustellen.
Bei diesem bekannten Ver fahren wird so vorgegangen, dass zunächst die innen liegende Isolationsschicht hergestellt, z. B. gegossen wird, die dann eine nahtlose Hülle um den an Span nung liegenden Durchführungsleiter oder -bolzen bil det. Danach wird auf diese Isolationsschicht eine elek trisch leitende Schicht aufgespritzt oder aufgedampft, um die eine weitere Isolationsschicht aus Giessharz herumgegossen wird, auf welche dann wieder eine elektrisch leitende Schicht aufgebracht wird, und so fort. Es wird also die gesamte Isolation der Durch führung mit ihren Einlagen schichtweise aufeinander folgend von innen nach aussen aufgebaut.
Als Kon- densatoreinlagen können bei diesem bekannten Ver fahren auch Metallgehäuse dienen, die gleichzeitig die Giessformen für die einzelnen Isolierschichten dar stellen. Dieses Herstellungsverfahren ist äusserst um ständlich, zeitraubend und dementsprechend kostspie lig; ausserdem ist es schwierig, dabei das Entstehen von Lufteinschlüssen zwischen den Einlagen und den Isolationsschichten zu vermeiden.
Vorteilhafter ist eine andere, ebenfalls bekannte Art der Herstellung von Kondensatordurchführungen, nämlich nach dem sogenannten Schleudergiessverfah- ren, bei dem als Giessform ein Rohr mit waagrechter Rotationsachse verwendet wird, in welches zunächst die äussere Kondensatoreinlage unter Verwendung von Distanzstücken unverschiebbar und unverdreh- bar eingesetzt wird, worauf bei rotierender Giess- form das härtbare Kunstharz in fliessfähigem Zu stand zur Bildung reiner haNzylindrischen,
die äussere Kondensatoreinlage innen bedeckenden Kunstharz schicht eingeführt wird. Sobald diese Schicht sich so weit verfestigt hat, wie zur Erreichung der Form beständigkeit erforderlich ist, wird die Giessform stillgesetzt und auf die Innenfläche der hohlzylindri schen Kunstharzschicht durch Bestreichen mit Gra phit die nächste Kondensatoreinlage aufgebracht, worauf die Giessform wieder in Rotation versetzt wird, um durch weiteres Einführen von Kunstharz in fliessfähigem Zustand die nächste hohlzylindrische Isolationsschicht herzustellen.
Ist diese genügend er härtet, wird auf ihre Innenfläche nach Stillsetzung der Giessform die dritte Kondensatoreinlage durch Bestreichen mit Graphit aufgebracht, worauf in der beschriebenen Art und Weise die weiteren Kunstharz schichten abwechselnd mit den Kondensatoreinlagen hergestellt werden. Nach Beendigung der letzten Ver fahrensstufe wird die Kondensatordurchführung aus der Giessform entfernt und endgültig durchgehärtet.
Auch bei diesem in einer Vielzahl von Stufen statt findenden Verfahren, bei dem, umgekehrt wie bei dem zuerst beschriebenen, die gesamte Isolation der Durchführung mit ihren Einlagen schichtweise auf einanderfolgend von aussen nach innen aufgebaut wird, ist es jedoch nachteilig, dass nach jeder Ver fahrensstufe die rotierende Giessform stillgesetzt wer den muss, um die Kondensatoreinlagen einbringen zu können.
Letzteres ist auch mit Schwierigkeiten verbunden, insbesondere dann, wenn während des Schleuderns der Kunstharzschichten der Schleuder raum unter Vakuum oder überdruck gehalten wird, weil dann der hermetische Luftabschluss der Giess form jedesmal zum Einbringen einer Kondensator- einlage entfernt und danach wiederhergestellt werden muss.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her stellung von mit elektrisch leitenden Einlagen ver- sehenen rotationssymmetrischen Isolierkörpern, ins besondere für Kondensatordurchführungen, aus härt- barem Kunstharz mittels Schleuderguss,
bei dem härt- bares Kunstharz im fliessfähigen Zustand in die Giess form eingebracht und nach einer zur Erreichung der Formbeständigkeit ausreichenden Verfestigung der Isolierschicht ein leitfähiger Belag aufgebracht wird und anschliessend wieder eine Isolierschicht im Schleudergussverfahren und so abwechselnd ein leit fähiger Belag und eine Isolierschicht aufgebracht werden.
Erfindungsgemäss werden die oben geschil derten Nachteile und Schwierigkeiten der bekannten Herstellungsverfahren dadurch vermieden, dass die einzelnen leitfähigen Beläge in Form eines fliessfähi- gen, verfestigbaren, leitenden oder durch entspre chende Zusätze leitend gemachten Materials im Schleudergussverfahren hergestellt und nach ihrer Verfestigung jeweils wieder eine Isolierschicht aufge bracht wird.
Auf diese Art und Weise können also mit elektrisch leitenden Einlagen versehene, rotations symmetrische Isolierkörper, insbesondere für Kon- densatordurchführungen, wesentlich einfacher und in kürzerer Zeit hergestellt werden als mit den oben erwähnten bekannten Verfahren; denn das Herstel lungsverfahren gemäss der Erfindung braucht nicht in einzelnen getrennten Stufen zu erfolgen, sondern kann fortlaufend in einem Zuge durchgeführt wer den, ohne dass, wie bei dem an zweiter Stelle er wähnten bekannten Schleudergiessverfahren, die Giessform nach jeder einzelnen Stufe stillgesetzt wer den muss.
Als elektrisch leitendes Material zur Herstellung der leitenden Einlagen (leitenden Schichten) wird vorzugsweise härtbares, durch entsprechende Zusätze leitfähig gemachtes Kunstharz verwendet, zweckmä ssig das gleiche, jedoch mit leitenden Zusätzen ver sehene Kunstharz wie für die Isolationsschichten, z.
B. ein ohne Abspaltung flüchtiger Bestandteile härtbares Kunstharz, wie Epoxyharz. Als besonders vorteilhaft ist bei dem Verfahren gemäss der Erfin dung die Verwendung einer rohrförmigen Giessform empfehlenswert, deren lichter Durchmesser sich an beiden Enden verjüngt, so dass die axiale Länge der Isolationsschichten und der leitenden Einlagen von aussen nach innen zwangläufig bei der Herstellung des Isolierkörpers grösser wird.
Da bei dem Ein schleudern, insbesondere der leitenden Einlagen, in eine solche an den beiden Enden verjüngte Giessform es ziemlich unvermeidbar ist, dass die Enden (Ränder) der einzelnen leitenden Einlagen von der Zylinder form etwas abweichen, weil unter dem Einfluss der Zentrifugalkraft die sich noch in fliessfähigem Zu stand befindende leitende Schicht an beiden Enden im Durchmesser etwas verjüngen wird, empfiehlt es sich,
nach Entfernung des Isolierkörpers aus der Giessform und nötigenfalls weiterer Härtung des Iso- lierkörpers diesen an seinen beiden sich konisch ver jüngenden Enden gleichmässig oder in Stufen durch Abdrehen derart zu bearbeiten, dass die von der Zy linderform abweichenden Enden (Ränder) der ein zelnen leitenden Einlagen entfernt werden. Danach werden die so bearbeiteten Enden des Isolierkörpers mit einem durch Tauchen, Spritzen oder Angiessen hergestellten Kunstharzüberzug versehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von mit elektrisch leitenden Einlagen versehenen rotationssymmetri schen Isolierkörpern, insbesondere für Kondensator durchführungen, aus härtbarem Kunstharz mittels Schleuderguss, bei dem härtbares Kunstharz im fliess fähigen Zustand in die Giessform eingebracht und nach einer zur Erreichung der Formbeständigkeit aus reichenden Verfestigung der Isolierschicht ein leit fähiger Belag aufgebracht wird und anschliessend wie der eine Isolierschicht im Schleudergussverfahren und so abwechselnd ein leitfähiger Belag und eine Iso lierschicht aufgebracht werden, dadurch gekenn zeichnet, dass die einzelnen leitfähigen Beläge in Form eines fliessfähigen,verfestigbaren, leitenden oder durch entsprechende Zusätze leitend gemachten Ma terials im Schleudergussverfahren hergestellt und nach ihrer Verfestigung jeweils wieder eine Isolierschicht aufgebracht wird. 1I. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellter Isolierkörper. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass als elektrisch leitendes Material zur Herstellung der leitenden Einlagen härtbares, durch entsprechende Zusätze leitfähig gemachtes Kunstharz verwendet wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Herstellung der leitenden Einlagen das gleiche, je doch mit leitenden Zusätzen versehene Kunstharz, wie für die Isolationsschichten, vorzugsweise ein ohne Abspaltung flüchtiger Bestandteile härtbares Kunst harz, z. B. Epoxydharz, verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch die Verwendung einer rohrförmigen Giessform, deren lichter Durchmesser sich an beiden Enden verjüngt, so dass die axiale Länge der Isola tionsschichten und der leitenden Einlagen von aussen nach innen zwangläufig bei der Herstellung des Iso- lierkörpers grösser wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach Ent fernung des Isolierkörpers aus der Giessform und nötigenfalls weiterer Härtung des Isolierkörpers die ser an seinen beiden sich konisch verjüngenden En- den gleichmässig oder in Stufen durch Abdrehen der art bearbeitet wird, dass die von der Zylinderform abweichenden Ränder der einzelnen leitenden Ein lagen entfernt werden und dass danach die so bear beiteten Enden des Isolierkörpers mit einem durch Tauchen, Spritzen oder Angiessen hergestellten Kunst harzüberzug versehen werden.
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