Zapfstelle zur Abgabe verschiedener Flüssigkeitssorten mit Registriervorrichtung für jede Sorte Die übliche Ausrüstung von an einem Strassen rand angeordneten Treibstofftankstellen besteht im wesentlichen aus einem Vorratstank, einer Pumpe und einer aus Einem Treibstoffmesser und einem von diesem mechanisch betätigten Zähler gebildeten Einheit sowie einen Lieforschlauch. Wenn eine Tank stelle zum gleichzeitigen Abgeben des gleichen Trelb- stoffe.s durch mehr als einen Schlauch eingerichtet ist,
ist jeder Sehlauch mit einem separaten Treibstoff messer und Zähler versehen. Eine einzige Pumpe, in der Regel eine Tauchpumpe, fördert den Treibstoff aus denn Vorratstank zu einer Rohrverzweigung und von da zu den separaten Treibstoffmessern.
Es sind bereits Einrichtungen zur Abgabe von Treibstoff an Servicosbationen beschrieben worden, bei welchen die Anzeigemittel in etwelcher Distanz von der Abgabeeinrichtung angeordnet und von einer Messeinrich.tung durch einen selbstsynchronisierenden Motorgenerator betätigt wird.
Die Erfindung betrifft eine Zapfstelle zur Abgabe verschiedener Flüssigkeitssorten mit Registriervor- richtung für jede Sorte, welche dadurch gekennzeich net ist, dass sie für jede Flüssigkeitssorte mindestens einen Abgabeschlauch, dessen freies Ende mit einem Handstück mit Zapfhahn versehen ist, eine Anzeige vorrichtung und eine der Zahl der verschiedenen abzugebenden Flüssigkeitssorten entsprechende Zahl von Zählern aufweist, die je mit einem elektrischen Impulsgeber gekuppelt sind,
welche Inmpulsgeber während des Laufes das zugeordneten Zählers Strom impulse an die Anzeigevorrichtung abgeben und diese dadurch betätigen, wobei Mittel vorgesehen sind, um einen der vorhandenen Zähler .auszuwählen und niit der Anzeigevorrichtung in Verbindung zu bringen, so dass diese die Menge der durch den gewählten Zähler entnommenen Flüssigkeit anzeigt.
Diese Zapfstelle ist insbesondere zur Verwendung bei der Abgabe von Treibstoffen bestimmt, nament lich für Tankstellen, an welcher eine Reihe von flüssigen Treibstoffen verschiedener Art und Qualität abgegeben werden.
In der Zeichnung sind zwei .beispielsweise Aus- führungsformen des Erfindungsgegenstandes schema tisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht einer Zapfstelle zur Abgabe von zwei verschiedenen Treibstoffen mit Registriervorrichtung für jeden Treibstoff, und Fig. 2 das Schaltschema einer Zapfstelle zur Ab gabe von vier verschiedenen Flüssigkeiten mit Registriervorrichtung für jede Flüssigkeit.
Ein Unterflurvorratstank 1 ist mit einer Tauch pumpe 2 und einer Entnahmeleitung 3 versehen, durch welch letztere der Treibstoff :einer Entlüftungs- und Filtri.ervorrichtung 4 und von dieser durch eine Leitung 5 einem Treibstoffzähler 6 zugeleitet wird.
Vom Treibsto@ffzähl:er 6 gelangt der Treibstoff über ein automatisches Abschlussvenbil! 7 und eine starre Leitung 8 in einen Schlauch 9, dessen freies Ende mit einem Handstück 10 mit Zapfhahn, der mittels eines Drückers geöffnet werden kann, versehen ist.
Der Treibstoffzähler 6 kann dazu vorgesehen sein, ein vorausbestimmtes Volumen Treibstoff durch fliessen zu lassen, welches durch eine Vorrichtung 11 bestimmt wird, die mittels einer Welle 12, an deren Ende ein Einstellknopf 13 sitzt, !eingestellt wird. Wenn der Treibstoffzähler 6 arbeitet, dreht er eine Welle 14.
Diese Welle 14 treibt eine kreisrunde Platte 15 an, auf deren Oberseite Spuren für einen Satz von Abgreifern 16 in Form von Kontaktbürsten, die in einem Bürstenhalter 17 :gehalten sind, vorge sehen sind. Diese Spuren sind konzentrische Kreis- spuren. Jede Kreisspur der Platte 15 weist abwech selnd elektrisch leitende und nichtleitende Abschnitte auf.
Auf jeder Kreisspur, abgesehen von der Strom- zuleitungsspur, läuft ein Abgreifer 16, wobei während der Drehung der Platte 15 durch die Kontaktbürste jedes Abgreifers 16 eine Stromimpulsreihe abgeleitet wird. Die Zahl der Stromimpulse pro Umdrehung der Platte 15 hängt von der Zahl der Abschnitte ab, in welche die betreffende Kreisspur unterteilt ist. Nach der Arbeit wird die Platte 15 mittels eines Solenoids 27 zurückgestellt.
Sperr- und Schaltvorgänge werden durch eine Schaltstange 18 einsgeleitet, welche in einer fed#er- belasteten pneumatischen Däampfungsvorrichtung 19 endet.
Durch das Wegnehmen des Hanoistückes 10 von seinem Halter wird über einen Hebel 20, eine an diesem angelenkte Stange 21 und eine mit dieser ver bundene Kurbel 22 die Schaltstange 18 betätigt. Durch die Bewegung dieser Schaltstange 18 werden der Reihe nach der Verriegelungsschalter 23, der Einstellschalter 24 für die Platte 15 und das Zähl werk und schliesslich der Wählschalter 25 für die Tauchpumpe 2 und die Platte 15 betätigt und eine Anzeigelampe 30 eingeschaltet.
Die Verriegelung der Schaltstange 18 wird durch ein Solenoid 26 be wirkt.
Die Zapfstelle umfasst ferner ein Impulsgeber- relais 28, ein Zähler- und Anzeigelampenrelais 29 und die bereits erwähnte Anzeigelampe 30.
Der bis hier beschriebene Teil der Zapfstelle stellt die Einrichtung zur Abgabe des einen der beiden Treibstoffe, welche von der Zapfstelle abgegeben werden können, dar. Die Zapfstelle besitzt eine zweite, genau gleich ausgebildete Einrichtung zur Ab gabe des zweiten Treibstofffes. In der Fi.g. 1 sind die Teile dieser zweiten Einrichtung mit den gleichen Bezugszeichen, die zum Unterschied von den entspre chenden Bezugszeichen der Teile der ersterwähnten Einrichtung mit einem A versehen sind, bezeich net.
Die Zapfstelle .besitzt ferner eine Kraftanschluss- dose 31, welche Gleichstrom einer Spannung von 90 Volt abgibt und welche durch eine Zuleitung 41 gespeist wird. Die vorstehend erwähnten Teile sind mit einem abnehmbaren Anzeigegerät durch einen Mehrfachstecker und Steckdose 32 verbunden. Das Anzeigegerät umfasst ebnen Zähler 33 zur Anzeige des Volumens des abgegebenen Treibstoffes und einen Zähler 34 zur Anzeige des Totalpreises der abgegebenen Brennstoffmenge.
Die Zähler 33 und 34 werden elektrisch in Abhängigkeit von den durch die Platte 15 und die Kontaktbürsten 16 übermittel ten Stromimpulsen angetrieben. Die vorn der Steck dose 32 kommenden Leitungen sind mit Widerstän den 36, 37 und 40 und Kondensatoren 35, 38 und 39 versehen.
Zweckmässig sind alle Teile der Zapfstelle ausser den Schläuchen 9, 9A mit ihren Handstücken 10 und 10A, den Einstellknöpfen 13 und 13A, den Hebeln 20 und 20A und den Zählern 33 und 34 unter Flur angeordnet.
Um die Zapfstelle zu benützen, wird das eine der beiden Handstücke 10 oder<I>10A</I> gewählt und von seinem Halter abgenommen. Wenn z. B. das Hand stück 10 benützt wird, wird über den Hebel 20 und die Stange 21 die Schaltstange 18 freigegeben, so dass die Feder der Dämpfungsvorrichtung 19 diese Schaltstange 18 verschiebt. Nachdem diese Schalt stange 18 einen vorbestimmten Weg zurückgelegt hat, werden die die Schaltstange 18A und das Hand stück 10A in seinem Halter verriegelnden Solenoide 26 und 26A (Schalter 23) erregt.
Die Schaltstange 18 bleibt jedoch frei, um ihren Weg zu beenden, weil sie die Sperrklinke bereits passiert hat, aber die Schaltstange 18A wird blockiert. Dieser Mecha nismus bietet Sicherheit dafür, dass selbst dann, wenn das Handstück 10A aus Versehen von seinem Halter abgehoben wird, bovor das Handstück 10 auf seinen Halter zurückgebracht worden ist, der Stromkreis des Zählers 6A bzw. der diesem zu geordneten Pumpe 2A nicht eingeschaltet werden kann, bevor das Handstück 10 auf seinen Halter zurückgelegt wurde und eine neue Wahl getroffen wurde.
Bei der weiteren Bewegung der Schaltstange 18 werden die Zähler 33 und 34 und die Platte 15 zurückgestellt (Schalter 24, Magnete 27, 42, 43), die Platte 15 und schliesslich die Pumpe 2 und die Anzeigelampe 30 (Schalter 25, Relais 28, 29) einge schaltet.
Nachdem der Benützer die benötigte Menge Treibstoff abgefüllt hat, legt er das benützte Hand stück 10 auf seinen Halter zurück. Durch dieses Zurücklegen des Handstückes 10 wird die Pumpe 2 abgestoppt, die Anzeigelampe 30 ausgeschaltet und die Schaltstangen 18 und 18A werden entriegelt. Die Zähler 33 und 34 wenden in dieser Arbeitsstufe nicht zurückgestellt, sondern zeigen weiterhin Volumen und Preis der abgegebenen Treibstoffmenge an, bis wieder eines der Handstücke 10 oder 10A von seinem Hal ter abgehoben wird, was dann bewirkt, dass diese Zähler 33 und 34 auf Null zurückgestellt werden.
Gewünschtenfalls kann ein weiterer Zähler vor ges: hen sein, welcher die in einer Abrechnungs periode total abgegebene Treibstoffmenge und gege- benenfalls die Menge des im betreffenden Vorrats tank noch enthaltenen Treibstoffes anzeigt.
Die. Kontakteinrichtung mit der Platte 15 kann z. B. so ausgebildet sein, dass die. Platte 15 ausser der Zuleitungsspur drei Spuren aufweist, auf welchen je ein Abgreifer 16 läuft. Die eine dieser drei Spuren dient hierbei zur Erzeugung eines Bezugssignals, das z. B. zum Zählen der in einer Abrechnungsperiode vorgekommenen Entnahmen verwendet werden kann. Die beiden anderen Spuren liefern die Stromimpulse zum Antrieb der Zähler 33 und 34.
Auf jeder Platte 15 kann auch nur eine einzige Spur vorhanden sein, wobei dann für jede Abgabe vorrichtung zwei oder mehr Platten übereinander auf einer gemeinsamen Achse angeordnet sind.
Ge- wünschtenfalls kann nur eine dieser Platten fest auf der Achse befestigt sein und können die anderen Platten einen Satz bilden, aus welchem eine Platte oder .mehr Platten ausgewählt und zeitweilig auf der genannten Achse .befestigt wird bzw. werden.
Gege- benenfalls kann aber auch nur eine einzige Platte 15 vorgesehen sein, welche alle erforderlichen Spuren aufweist und die Abgreife.r können verstellbar ange ordnet sein, derart, dass der Bedienungsmann diese Abgreifer auf diejenigen Spuren der Platte 15 ein stellen kann, welche das richtige Verhältnis der An trieb-- der Zähler 33 und 34 ergeben.
An Stelle einer Platte, deren Spuren in Ab schnitte, die abwechselnd elektrisch leitend oder nichtleitend sind, kann auch ein zylindrischer Kör per oder ein endloses Band .mit zwei oder mehr end losen Spuren vorgesehen sein.
Die Spuren des Kontaktgebers, das heisst der Platte 15, des zylindrischen Körpers oder des end losen Bandes, können auch auf ihrer ganzen Länge elektrisch nichtleitend und dafür mit Hügeln und Tälern versehen sein, wie es z. B. bei Grammophon- platten der Fallist. Auf diesen Spuren läuft in diesen, Falle die Nadel eines Pick -up, welch letzteres die Bewegungen der Nadel in elektrische Stromimpulse umsetzt.
Gegebenenfalls kann auch nur einer der Zähler 33 und 34 durch Stromimpulse eines Impulsgebers angetrieben sein, während der .andere dieser Zähler mit dem durch die Stromimpulse angetriebenen Zäh ler durch ein Getriebe mechanisch gekuppelt ist.
Zweckmässig ist dabei das diese beiden Zähler kuppelnde Getriebe ein solches mit veränderbarer Übersetzung. Der Bedienungsmann hat hierbei die Möglichkeit, durch Wahl des übersetzungsverhält- nisses dieses Getriebes die dem Verhältnis zwischen Volumen und Preis des abzugebenden Treibstoffes entsprechende Relation der Drehgeschwindigkeiten der Zähler 33 und 34 einzustellen.
Während in der Fig. 1 eine Zapfstelle zur Ab gabe von zwei verschiedenen Treibstoffen gezeigt ist, stellt die Fig. 2 das Schaltschema einer Zapfstelle, mit vier Abgabeeinheiten dar. Für alle vier Einheiten sind für entsprechende Teile die gleichen Bezugszeichen wie in der Fig. 1 benützt, wobei die Bezugszeichen der beiden zusätzlichen Abgabeeinheiten mit einem B bzw. einem C versehen sind.
In diesem Schaltschema sind ausser den bereits erwähnten Teilen auch die Rückstellsolenoide 42 und 43 für den Volumenzähler 33 .und den Preis zähler 34, sowie die Erregerspulen 44 und 45 für den Vdlumenzähler 33 und die Erregerspulen 46 und 47 für den Preiszähler 34 dargestellt.
Gewünschtenfalls kann das Anzeigegerät mit einem Summierwerk und/oder einer Registrierkasse mit Druckwerk zum Drucken von Kassenquittungen elektrisch verbunden sein.
Durch Verwendung der beschriebenen Zapfstelle können bei an der Strasse angeordneten Tankstellen zur Abgabe verschiedener Treibstoffe wesentliche Vorteile erzielt werden, z.
B.: 1. Verminderung der Zahl von am Strassenrand an geordneten Pumpen, welche erforderlich sind, um alle Produkte zu liefern; 2. mehr Raum auf dien Verkaufs- Inseln ; 3. Verminderung der für die Parkierung der Fahr zeuge erforderlichen Fläche, da alle Produkte an einer einzigen Zapfstelle erhältlich sind;
4. Sollten am Anzeigegerät Störungen auftreten, so kann dieses in wenigen Minuten leicht durch. ein in Reserve gehaltenes Ersatzgerät ersetzt werden; 5. Die Re#gistriervorrichtungen können aus Teilen zusammengebaut werden, welche auch für andere Anlagen -und Vorrichtungen benützt werden und welche deshalb fertig erhältlich und erprobt sind.