CH382842A - Verfahren zum Betrieb eines magnetogasdynamischen Generators mit halboffenem Kreislauf - Google Patents
Verfahren zum Betrieb eines magnetogasdynamischen Generators mit halboffenem KreislaufInfo
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Description
Verfahren zum Betrieb eines magnetogasdynamischen Generators mit halboffenem Kreislauf Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines magnetogasdynamischen Generators mit halb- offenem Kreislauf zur Erzeugung elektrischer Ener gie, durch dessen in einem Magnetfeld liegenden Kanal heisses Arbeitsgas mit hoher Geschwindigkeit strömt, welches beim Eintritt in den Kanal zur Er langung hoher elektrischer Leitfähigkeit durch Bei mischung von Stoffen zusätzlich ionisiert wird. Aus der Literatur sind für magnetogasdynamische Generatoren zwei Ausführungsformen bekannt, näm lich mit geschlossenem und mit offenem Kreislauf. Beim geschlossenen Kreislauf wird das Arbeitsgas mit dem Zusatzstoff in ständigem Umlauf durch den Generator geführt, wobei nichts verlorengeht. Bei der Wahl des Arbeitsgases und des Zusatzstoffes spielen daher wirtschaftliche Überlegungen nur eine unter geordnete Rolle; man wird sich also von physikali schen und chemischen Gesichtspunkten leiten lassen. Zur Vermeidung der Korrosionsgefahr, die bei den auftretenden hohen Temperaturen besonders gross ist, wählt man als Arbeitsgas ein inertes Gas, vorzugs weise ein Edelgas. Als Zusatzstoff käme theoretisch jedes Element der ersten bis dritten Gruppe des Periodischen Systems in Frage, doch ist die Ver wendung von Cäsium wegen seines kleinen lonisie- rungspotentials und auch noch aus anderen Gründen naheliegend. Bei den Projekten wird heute dem Cäsium der Vorzug gegeben. Der Nachteil des Gene rators mit geschlossenem Kreislauf liegt darin, dass die Wärmezufuhr zum Arbeitsgas über Wärmetau scher oder mit Atomenergie an der Stelle der höch sten Temperatur erfolgen muss und daher technisch schwierig durchzuführen ist. Beim offenen Kreislauf wird durch Verbrennung ständig neues Arbeitsgas erzeugt und dem Generator zugeführt. Zusammen mit den Abgasen verlässt auch der Zusatzstoff die Anlage. Die Möglichkeit, dass sich der Zusatzstoff an den nachgeschalteten Wärme tauschern ablagert, wurde bereits in Betracht gezogen, doch sind die so gewonnenen Mengen zweifellos ge ring. Es ergibt sich somit die Notwendigkeit, bei der Wahl des Zusatzstoffes auf äusserste Wirtschaftlich keit zu sehen. Dies führt zur Verwendung von Kaliumverbindungen, die schon bei verhältnismässig kleiner Konzentration eine hohe Leitfähigkeit des Gases bewirken. Andere Zusatzstoffe sind bisher nicht vorgeschlagen worden, da entweder ihre Ein heitspreise zu hoch sind oder sie in sehr grosser Menge verwendet werden müssen, was neben der Verteuerung oftmals auch noch andere Nachteile mit sich bringt. Der Nachteil des Generators mit offenem Kreislauf besteht darin, dass die Zusatzstoffe verloren sind und sie daher möglichst sparsam eingesetzt wer den müssen, wodurch die erreichte elektrische Leit fähigkeit unterhalb des physikalisch möglichen Maxi mums bleibt. Die Erfindung bezweckt die Vereinigung der Vorteile der magnetogasdynamischen Generatoren mit geschlossenem und mit offenem Kreislauf unter Vermeidung der beiderseitigen Nachteile. Dieses Ziel wird dadurch erreicht, dass zur Ionisierung ein Ele ment der ersten bis dritten Gruppe des Periodischen Systems in reiner Form oder als Verbindung ver wendet wird<B>'</B> das nach dem Durchströmen des Gene rators aus dem Arbeitsgas zurückgewonnen wird, während das Abgas in die Atmosphäre entweicht. An Hand der einzigen Figur der Zeichnung wird im folgenden eine beispielsweise Ausführung der Er findung erläutert. Bei<B>1</B> strömt das durch Ver brennung erzeugte hochtemperierte Arbeitsgas zum Generator, dem bei 2 ein Zusatzstoff zur Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit beigemischt wird. Nach- dem das Arbeitsgas unter Energieabgabe den Kanal<B>3</B> des Generators durchflossen hat, wird es in einem Wärmetauscher 4 möglichst weit abgekühlt. Dieser Wärmetauscher kann ein Teil einer Dampfturbinen- anlage, z. B. deren Dampferzeuger, sein oder zur Vorwärmung des Brennstoffes und der Verbren nungsluft für den Generator selbst dienen, aber auch zu einem beliebigen anderen Nutzsystem gehören. Anschliessend durchströmt das Arbeitsgas einen Gas wäscher<B>5,</B> der eine Gasreinigungsanlage bekannter Art sein kann. Bei<B>6</B> wird das nötige Spülwasser zu geführt. Auf diese Weise wird der Zusatzstoff vom Arbeitsgas getrennt und sammelt sich als wässrige Lösung im Sumpf<B>7.</B> Mit der Absprühanlage <B>8</B> wird der Wärmetauscher 4 periodisch gereinigt; auch diese Lösung sammelt sich im Sumpf<B>7.</B> Die gereinigten Abgase entweichen bei<B>9</B> in die Atmosphäre. Die hier beschriebene nasse Gasreinigung hat gegenüber dem elektrischen Gasfiltersystem den Vor teil, die hygroskopische Eigenschaft vieler Zusatz stoffe auszunützen. Die angenähert gesättigte Lösung des Zusatzstoffes wird durch einfache Filtration von Verbrennungsrückständen und anderen unlöslichen Verunreinigungen gesäubert und bei 2 dem Arbeits gas in fester Form wieder zugeführt oder als wässrige Lösung eingespritzt. Auch eine Einbringung gemein sam mit dem Brennstoff oder der Verbrennungsluft ist möglich. In Anlehnung an die Systematik des Gasturbinen- baues wird der beschriebene Vorgang als halboffener Kreislauf bezeichnet, weil das Arbeitsgas in einmali gem Durchgang durch den magnetogasdynamischen Generator geführt wird, während der Zusatzstoff nach dem Durchgang durch den Generator mit Hilfe einer Gasreinigungsanlage vom Arbeitsgas getrennt und neuerlich frischem Arbeitsgas beigemischt wird, also einen geschlossenen Kreislauf beschreibt. Durch die Rückgewinnung sind die unvermeid lichen Verluste an Zusatzstoff nur gering. Somit spielen wirtschaftliche überlegungen nur noch eine untergeordnete Rolle, und es kann daher jeder be liebige Zusatzstoff <B>-</B> es kommen dafür nur die Ele mente der ersten bis dritten Gruppe des Periodischen Systems in Frage<B>-</B> in der Menge eingesetzt werden, die zur Erreichung der optimalen Leitfähigkeit nötig ist. Es können das sowohl die bisher ausschliesslich vorgesehenen Cäsium- und Kaliumverbindungen sein, die nun in erhöhter Konzentration verwendet werden können, als auch Stoffe, die sich durch bessere Korrosionseigenschaften auszeichnen, die aber bisher nicht in Betracht gezogen wurden, weil ihr Ionisie- rungspotential höher liegt als jenes von Cäsium oder Kalium und die daher dem Arbeitsgas in grossen Mengen zugesetzt werden müssen. Der magnetogasdynamische Generator mit halb- offenem Kreislauf ist im Aufbau dem Generator mit offenem Kreislauf ähnlich, umschliesst jedoch auch die Vortelle des Generators mit geschlossenem Kreis lauf. Bei der Wahl des Zusatzstoffes steht nicht mehr die Kostenfrage im Vordergrund; es können in er höhtem Masse sowohl seine physikalischen als auch seine chemischen Eigenschaften berücksichtigt wer den, und die gesamte Anlage kann nach neuen Ge sichtspunkten ausgelegt werden, wodurch die Er reichung des Optimums in greifbare Nähe rückt. So stellt sich der Generator mit halboffenem Kreislauf den beiden bekannten Ausführungen nicht nur als ebenbürtig zur Seite, sondern erweist sich ihnen auf Grund der genannten Vorteile als überlegen.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Verfahren zum Betrieb eines magnetogasdyna- mischen Generators mit halboffenem Kreislauf zur Erzeugung elektrischer Energie, durch dessen in einem Magnetfeld liegenden Kanal heisses Arbeitsgas mit hoher Geschwindigkeit strömt, welches beim Ein tritt in den Kanal zur Erlangung hoher elektrischer Leitfähigkeit durch Beimischung von Stoffen zusätz lich ionisiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ionisierung ein Element der erstenbis dritten Gruppe des Periodischen Systems in reiner Form oder als Verbindung verwendet wird,das nach dem Durch strömen des Generators aus dem Arbeitsgas zurück gewonnen wird, während das Abgas in die Atmo sphäre entweicht. <B>11.</B> Magnetogasdynamischer Generator zur Durch führung des Verfahrens nach Patentanspruch<B>1,</B> ge kennzeichnet durch eine Gasreinigungsanlage zur Rückgewinnung des Zusatzstoffes. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur lonisierung des Arbeitsgases ein Zusatzstoff mit hygroskopischen Eigenschaften ausgewählt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Rückgewinnung des Zu satzstoffes das Arbeitsgas noch weiter abgekühlt wird. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der zurückgewonnene Zusatz stoff dem Arbeitsgas neuerlich zugeführt wird. 4. Generator nach Patentanspruch<B>11,</B> gekenn zeichnet durch einen Gaswäscher zur Rückgewinnung des Zusatzstoffes.
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