CH387765A - Magnetogasdynamischer Generator für schwefelhaltige Brennstoffe - Google Patents
Magnetogasdynamischer Generator für schwefelhaltige BrennstoffeInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K44/00—Machines in which the dynamo-electric interaction between a plasma or flow of conductive liquid or of fluid-borne conductive or magnetic particles and a coil system or magnetic field converts energy of mass flow into electrical energy or vice versa
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Description
Magnetogasdynamischer Generator für schwefelhaltige Brennstoffe Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Be trieb eines magnetogasdynamischen Generators mit halboffenem Kreislauf zur Erzeugung elektrischer Ener gie, durch dessen in einem Magnetfeld liegenden Kanal heisses Arbeitsgas mit hoher Geschwindigkeit strömt, welches beim Eintritt in den Kanal zur Erlangung hoher elektrischer Leitfähigkeit durch Bei mischung von Stoffen zusätzlich ionisiert wird, wobei zur Ionisierung ein Element der ersten bis dritten Gruppe des Periodischen Systems in reiner Form oder als Verbindung verwendet wird, das nach dem Durchströmen des Generators aus dem Arbeitsgas zurückgewonnen wird,
während das Abgas in die Atmosphäre entweicht, nach Patent Nr. 382 842.
Durch die Verfeuerung üblicher Brennstoffe wer den in einem magnetogasdynamischen Kraftwerk be züglich des Schwefeldioxydgehaltes der Abgase die gleichen Schwierigkeiten verursacht wie bei einem konventionellen Kraftwerk. Schwefeldioxyd ist nicht nur lästig, sondern für Lebewesen und Pflanzen ein deutig schädlich, wobei eine scharfe Grenze zwischen Störung und Schädigung nicht gezogen werden kann. Manche Genehmigungsbehörden im Kraftwerksbau lassen grössenordnungsmässig nur noch 0,5 mg Schwefeldioxyd pro Nm- Abgas kurzzeitig zu. Diese Verordnungen können jederzeit verschärft werden, wodurch die Verwendung stark schwefelhaltiger Brennstoffe vermehrt in Frage gestellt wäre.
Es wurde bereits vorgeschlagen, dem Arbeitsgas eines magnetogasdynamischen Generators zur Er höhung der elektrischen Leitfähigkeit ein Element der 1. bis 111. Gruppe des Periodischen Systems in jeder gewünschten Menge beizumischen, das in reiner Form oder als Verbindung, beispielsweise als Oxyd oder Karbonat, verwendet werden kann. Diese Zusatzstoffe haben die Eigenschaft, bei Vorhanden sein von Schwefeloxyden im Arbeitsgas in schwefel- haltige Verbindungen überzugehen. Da der Zusatz stoff in beliebiger Menge zugesetzt werden kann, wird er erfindungsgemäss dem Arbeitsgas zumindest in jener Menge beigemischt, die genügt, um Schwefel oxyde im Arbeitsgas zu binden.
Das so gewonnene Produkt ist industriell ver wertbar, also nicht verloren. Aus naheliegenden Gründen ist man aber bestrebt, das zurückgewonnene Zusatzmaterial neuerlich dem Arbeitsgas vor dem Generator zuzuführen, wie auch schon vorgeschlagen wurde, was im allgemeinen nach Ausscheidung von wasserunlöslichen Verunreinigungen ohne weiteres möglich ist. Bei Anwesenheit von Schwefeldioxyd ist die neuerliche Zufuhr des zurückgewonnenen Zu satzmaterials jedoch nicht zulässig. Selbst bei grösstem Überschuss an Zusatzstoff würde dieser durch die ständig wiederholte Verwendung kein Schwefeldioxyd mehr binden können, das nun unvermindert und unbehindert mit den Abgasen ins Freie ausströmen würde.
Um trotzdem schwefelhaltige Brennstoffe ohne Belästigung der Umgebung verwenden und den Zu satzstoff dauernd im Kreislauf zu führen, wird bei einer Ausführungsform der Erfindung der im zu rückgewonnenen Zusatzstoff enthaltene Schwefel durch Aufbereitung des Zusatzstoffes vor seiner neuerlichen Beimischung in das Arbeitsgas zumindest teilweise daraus entfernt. Es stehen dafür bereits entwickelte Aufbereitungsmethoden der chemischen Verfahrenstechnik zur Verfügung, die in den Kreis lauf des Zusatzstoffes ausserhalb des Generators ein geschaltet werden können.
Die notwendige Kapazität einer solchen Anlage richtet sich nach der in der Zeiteinheit dem magnetogasdynamischen Generator zugeführten Schwefelmenge, da verständlicherweise in der gleichen Zeiteinheit die gleiche Menge wieder ausgeschieden werden muss. Es lassen sich hierbei zwei grundsätzliche Aus führungsformen des Verfahrens nach der Erfindung unterscheiden. Ist die im Brennstoff enthaltene Schwefelmenge im Verhältnis zur Zusatzmenge gross, dann ist es zweckmässig, den gesamten zurückgewon nenen Zusatzstoff durch die Aufbereitungsanlage zu schicken, wobei an die chemische Einheitlichkeit des behandelten und wieder einsatzfähigen Zusatzstoffes keine besonderen Ansprüche gestellt werden.
Es ist also nicht notwendig, dass absolute Schwefelreinheit erreicht wird, wodurch sich verhältnismässig einfache Anlagen ergeben. Ist die im Brennstoff enthaltene Schwefelmenge gering, dann genügt es, nur einen Teil des zurückgewonnenen Zusatzstoffes von Schwe fel zu reinigen und das so aufbereitete Material dem restlichen Teil vor dem neuerlichen Einbringen in den Generator wieder beizumischen. Die Entnahme des zu reinigenden Teils kann kontinuierlich oder in Chargen erfolgen.
Die Wirkungsweise einer zweckmässigen Aufbe reitungsanlage sei beispielsweise beschrieben. Dem Arbeitsgas des magnetogasdynamischen Generators werde Pottasche zur Ionisierung zugeführt. Die Ein richtung zur Abscheidung des Zusatzstoffes aus den Abgasen liefert die wässrige Lösung eines Gemisches von Kalisalzen, aus dem beim Einengen Kaliumsulfat ausfällt. Der Niederschlag wird abgetrennt und als wässrige Suspension an einem in Ammoniumform vorliegenden festen oder flüssigen Kationenaustau- scher aufgezogen.
Es resultiert eine Lösung von vorwiegend Ammonsulfat, das ein wertvolles Neben produkt darstellt. Der Ionenaustauscher wird mit 10 1/o igem Ammoniak regeneriert und das Eluat Kali lauge durch Umsetzen mit Abgas in Pottasche über geführt, die nun neuerlich dem Arbeitsgas beige mischt werden kann.
Der Schwefel fällt in einer gewerblich verwert baren Form an, z. B. technisch rein, als Schwefel säure oder als Düngemittel. Der Ertrag dieser Pro dukte kommt von den Kosten der Aufbereitungs anlage in Abzug. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass auch der neu angelieferte Zusatzstoff im all gemeinen vor der Verwendung einer Vorbehand- lung bedarf; beispielsweise muss Kaliumchlorid rest los entchlort werden. Die dazu benötigte Anlage kann durch die Schwefelausscheidung und die da durch ermöglichte Wiederverwendung des Zusatz stoffes entsprechend klein und billig ausgeführt wer den, wenn sie nur die unvermeidlichen Verluste an Zusatzstoff ersetzen muss. In letzterem Fall kann sogar schwefelhaltiger Zusatzstoff, z.
B. Kaliumsulfat, zur Deckung der Verluste zugeführt werden, wenn sich das als wirtschaftlich günstig erweisen sollte, da nach der Rückgewinnung des Zusatzstoffes selbst verständlich auch dieser Schwefelanteil in der Auf bereitungsanlage entzogen wird. Ferner ist noch zu beachten, dass nunmehr auch stark schwefelhaltige Brennstoffe, die besonders billig erhältlich sind, be denkenlos verwendet werden können. Neben den gesundheitlichen Notwendigkeiten sprechen noch ge wichtige andere, korrosionstechnische Vorteile für die Aufbereitung des zurückgewonnenen Zusatzstof fes. Auch ist zu bemerken, dass durch die Bindung des Schwefeldioxydes keine Hochkamine mehr be nötigt werden.
Bei Berücksichtigung aller genannten Faktoren zeigt sich, dass die zusätzliche Aufbe reitungsanlage sich weitgehend bezahlt macht, in den meisten Fällen sogar noch wirtschaftliche Vor teile bringt und damit die Kosten des erzeugten Stromes senkt.
Es ist zweckmässig, gleichzeitig mit dem Schwefel auch noch andere, aus irgendeinem Grunde störende Begleitelemente, z. B. das korrosive Vanadium, aus zuscheiden. Die Möglichkeit hierfür ergibt sich da durch, dass auch Vanadium durch die Elemente der I. bis III. Gruppe gebunden wird und somit abgezo gen werden kann. Die Beimischung dieser Zusatz stoffe zum Arbeitsgas zwecks Reinhaltung der Luft wäre selbstverständlich auch bei konventionellen Kraftwerken anwendbar, doch ergibt sich gerade bei magnetogasdynamischen Kraftwerken, bei denen Zu satzstoffe aus anderen Gründen unerlässlich sind, eine wirtschaftlich tragbare Lösung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Betrieb eines magnetogasdynami- schen Generators nach dem Patentanspruch I des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass dem Arbeitsgas der Zusatzstoff zumindest in jener Menge beigemischt wird, die genügt, um Schwefel oxyde im Arbeitsgas zu binden. UNTERANSPRCCHE 1. Magnetogasdynamischer Generator nach Pa tentanspruch und mit neuerlicher Zuführung des zurückgewonnenen Zusatzstoffes zum Arbeitsgas vor dem Generator, dadurch gekennzeichnet, dass der im zurückgewonnenen Zusatzstoff enthaltene Schwefel durch Aufbereitung des Zusatzstoffes vor seiner neuerlichen Beimischung in das Arbeitsgas zumindest teilweise daraus entfernt wird.2. Magnetogasdynamischer Generator nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Entfernung des Schwefels aus dem zurückgewonnenen Zusatzstoff eine Aufbereitungs anlage verwendet wird. 3. Magnetogasdynamischer Generator nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass nur ein Teil des zurückgewon nenen Zusatzstoffes aufbereitet und dem restlichen Teil vor dem neuerlichen Einbringen in den Genera tor wieder beigemischt wird.
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