CH383253A - Schneckendosiermaschine - Google Patents
SchneckendosiermaschineInfo
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Description
Schneckendosiermaschine Die Erfindung bezieht sich auf die vorteilhafte Ausbildung des Dosierschneckenantriebes in Schnekkendosiermaschinen. Bei bekannten Schneckendosiermaschinen erfolgt der taktweise Antrieb der Dosierschnecken von einem kontinuierlich umlaufenden Motor her über eine Kupplung, beispielsweise eine Reibungskupplung, die zeitlich oder in Abhängigkeit von der gewünschten Anzahl von Schneckenumdrehungen gesteuert wird. Bei einer zeitlichen Steuerung bewirkt der beim Kuppeln auftretende Schlupf zwischen treibendem und getriebenem Kupplungsteil erfahrungsgemäss eine nicht in jedem Falle konstante Anzahl von Schnekkenumdrehungen je Dosierung, so dass die Gewichte der abgefüllten Mengen mehr oder weniger grosse Differenzen aufweisen. Man ging deshalb dazu über, die Kupplung für die Dosierschnecke in Abhängigkeit von der gewünschten Drehzahl derselben zu steuern, was über eine an die Schneckenwelle angeschlossene Zähleinrichtung erfolgt. Diese Ausführungsform benötigt jedoch einen grossen technischen Aufwand und ist dadurch verhältnismässig kostspielig. Um diese Nachteile bei Schneckendosiermaschinen auszuschalten, ist nunmehr gemäss der Erfindung der den Antrieb für die Dosierschnecken übertragenden Kupplung eine Synchronisiereinrichtung zugeordnet, die vor dem Einkuppeln der betreffenden Dosierschnecke die Umlaufbewegungen des getriebenen und des treibenden Kupplungsteiles aneinander angleicht. Mittels einer solchen z. B. über eine Kurvenscheibe steuerbaren Synchronisiereinrichtung wird nicht nur erreicht, dass eine Reibungskupplung nur noch durch geringe oder gar keine Drehzahldifferenzen zwischen getriebenen und treibenden Teilen belastet wird und somit auch kein nennenswerter Schlupf entsteht, sondern dass diese Synchronisiereinrichtung ausserdem auch die Verwendung von formschlüssigen Kupplungen ermöglicht, die man bisher infolge ihres harten Eingriffes nur selten verwenden konnte. Der neue synchronisierte Antrieb gemäss der Erfindung ermöglicht damit sowohl für form- wie auch für kraftschlüssig arbeitende Kupplungen die Verwendung einfacher Zeitsteuerungen, ohne dass deren obengenannten Nachteile in Kauf genommen werden müssen. Einzelheiten und Vorteile ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand schematischer Zeichnungen. Fig. 1 zeigt den Querschnitt durch eine erfindungsgemässe Schneckendosiermaschine mit umlaufenden Dosiervorrichtungen. Fig. 2 ist ein Teilschnitt gemäss Linie A-A der Fig. 1. Fig. 3 und 4 sind weitere Ausführungsbeispiele für den Antriebsteil von Dosierschnecken im Querschnitt. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 sind mehrere, aus Dosierschnecke 1, Füllstutzen 2 und Trichter 3 bestehende Schneckendosiervorrichtungen kreisförmig an einer kontinuierlich umlaufenden Trommel 4 angeordnet. Die Trommel 4 ist gleichachsig zur Umlenktrommel 5 einer ebenfalls stetig umlaufenden Fördereinrichtung bekannter Art angeordnet, welche die zu füllenden Verpackungsbehäl- ter P der Maschine fortlaufend zuführt. Das abzufüllende Gut gelangt durch ein zentrales Zuführrohr 40 in die Trommel 4 und von dort aus in die Trichter 3 zu den Dosierschnecken 1. Der zum Abfüllen und Abmessen der gewünschten Füllgutmengen erforderliche Antrieb der Dosierschnecken 1 erfolgt mittels der umlaufenden Trommel 4 und einen ortsfest am Maschinengestell 6 angeordneten Zahnkranz 7 über - je Dosiervorrichtung - ein Zahnrad 8, eine Klauenkupplung 9, 10 sowie weitere miteinander kämmende Zahnräder 11, 12 auf die Welle 13 der betreffenden Dosierschnecke 1. Der treibende Teil 9 der genannten Kupplung ist auf einer mit dem getriebenen Teil 10 dieser Kupplung gemeinsamen Achse 14 axial verschiebbar gelagert und wird von einem ortsfest am Maschinengestell 6 angebrachten Kurvenring 15 über einen mit einer Rolle 16 versehenen Hebel 17 gesteuert, welcher an der Trommel 4 schwenkbar gelagert ist und an einem in einer Muffe 18 des verschiebbaren Kupplungsteiles 9 gelagerten Gleitring 19 angreift. Das Einkuppeln erfolgt unter der Wirkung einer Zugfeder 20, die den Hebel 17 und damit den zugeordneten Kupplungsteil 9 im Verlauf des niedrigen Teiles des Kurvenringes 15 auf der Abfüllstrecke nach unten zieht und mit dem Kupplungsteil 10 in Eingriff bringt. Damit das Einkuppeln der beiden Kupplungsteile 9 und 10 stossfrei und ohne Auftreten von Schlupf oder Rutschen erfolgen kann, erhält der vor dem Einkuppeln stillstehende Kupplungsteil 10 und damit auch die ebenfalls in Ruhe befindliche Dosierschnecke 1 bereits vor dem Einsetzen des Kupplungsvorganges eine der Umlaufzahl des treibenden Kupplungsteiles 9 angepasste Umlaufbewegung. Zu diesem Zweck ist der getriebene Kupplungsteil 10 über einen Freilauf 21 mit einem Hebel 22 verbunden, der eine Rolle 23 hält, so dass diese Rolle 23 beim Umlauf der Trommel 4 auf den erhöhten Teil einer Kurvenschiene 24 (Fig. 2) aufläuft und derart dem Hebel 22 eine Schwenkbewegung erteilt. Diese Schwenkbewegung wird über den in diesem Drehsinn sperrenden Freilauf 21 auf den getriebenen Kupplungsteil 10 übertragen, so dass bei nur geringer Relativbewegung der beiden Kupplungsteile 9 und 10 gegeneinander ein stossfreies und ausserdem genau geregeltes Einrücken der Kupplung 9, 10 erzielt wird. Um ein Abfüllen bei fehlendem Verpackungsbehälter P zu vermeiden, ist vorgesehen, dass die Kurvenschiene 24 aus dem Bereich der Rollen 23 der Hebel 22 herausschwenkbar ist. Ausserdem ist es zu diesem Zweck möglich, den Hebel 17 für das Einrücken des Kupplungsteiles 9 entgegen der Kraft der Zugfeder 20 mittels eines nicht dargestellten, verschwenkbaren Anschlages zu sperren. Die Grösse der durch die Schwenkbewegung der Hebel 22 eingeleiteten Umlaufzahl der zunächst noch stillstehenden Kupplungsteile 10 kann für höhere Drehzahlen dieses umlaufenden Kupplungsteiles noch dadurch gesteigert werden, dass zwischen jeden Hebel 22 und zugeordneten Kupplungsteil 10 ein geeignetes Übersetzungsgetriebe eingeschaltet wird. Bei den Ausführungsbeispielen der Fig. 3 und 4 erfolgt das Synchronisieren durch die Einrückbewegung der axial verschiebbaren, treibenden Kupplungsteile 27 selbst. Zu diesem Zweck sitzt jeder Kupplungsteil 26 bzw. 27 auf einem zugeordneten Schraubenstück 29 bzw. 30 und ist mit einem entsprechenden Muttergewinde versehen. Im einzelnen erhält beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3 der getriebene Kupplungsteil 26 bei seiner Abwärtsbewegung auf der zunächst noch stillstehenden Schraube 29 eine sich steigernde Drehbewegung, wird anschliessend mit dem treibenden Kupplungsteil 31 formschlüssig verbunden und überträgt dann die Drehbewegung über die Schraube 29 auf die unmittelbar mit letzterer verbundene Dosierschneckenwelle 13. Demgegenüber wird beim Ausführungsbeispiel der Fig. 4 die Umlaufbewegung des treibenden Kupplungsteiles 27 durch die Einrückbewegung auf der Schraube 30 zunächst verzögert, bis seine Klauen oder Zähne mit denen des vorerst noch stillstehenden Kupplungsteiles 32 gerade ineinandergreifen, und dann durch eine Verlangsamung der Einrückbewegung wieder gemeinsam mit dem anlaufenden Kupplungsteil 32 auf die Betriebsdrehzahl der Förderschnecke beschleunigt. Der Antrieb der Dosierschnekkenwelle 13 erfolgt dabei über eine Antriebswelle 33, mit welcher die Schraube 30 fest verbunden ist. Gegenüber den in den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen verwendeten Klauen- und Zahnkupplungen können mit dem gleichen vorteilhaften Ergebnis auch Reibungskupplungen Verwendung finden. Hierbei tritt dann der beim Arbeiten mit solchen Kupplungen normalerweise vorhandene Schlupf infolge der Synchronisierung nicht auf, so dass auch in einem solchen Falle eine hohe Abmessgenauigkeit erzielt wird. Ergänzend wird bemerkt, dass die erfindungsgemässe Synchronisierung ohne weiteres auch bei einer stationären Schneckendosiervorrichtung vorgesehen werden kann, wobei die Bewegungen zum Eingreifen der Kupplungsteile ineinander und zum Erzeugen der Anlaufdrehung dann zweckmässig von umlaufenden Kurvenscheiben abgeleitet und gesteuert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schneckendosiermaschine, deren Dosierschnecken je über eine Kupplung angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kupplung eine Synchronisiereinrichtung zugeordnet ist, die vor dem Einkup peln der betreffenden Dosierschnecke die Umlaufbewegung des getriebenen und des treibenden Teiles der Kupplung einander angleicht.UNTERANSPRÜCHE 1. Schneckendosiermaschine nach Patentanspruch, mit umlaufenden Schneckendosiervorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronisiereinrichtung jeweils aus einem von einer ortsfesten Kurvenschiene (24) gesteuerten, an einem die Dosiervorrichtungen tragenden, in der Maschine umlaufenden Teil (4) angeordneten Schwenkhebel (22) und einem zwischen den Schwenkhebel (22) und den zu synchronisierenden, angetriebenen Kupplungsteil (10) geschalteten Freilauf (21) besteht, so dass der Schwenkhebel (22) durch seine von der Kurvenschiene (24) bewirkte Schwenkbewegung den zu nächst stillstehenden, angetriebenen Kupplungsteil (10) in Drehung versetzt.2. Schneckendosiermaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet dass einer der beiden Kupplungsteile (26; 27) mit einem Innengewinde versehen und axial verschiebbar auf einem mit einem entsprechenden Gewinde versehenen Schraubenstück (29; 30) so gehalten ist, dass beim Einkuppeln diesem Kupplungsteil (26; 27) eine Drehbewegung überlagert wird.3. Schneckendosiermaschine nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der axial verschiebbare Kupplungsteil (26) der Dosierschneckenwelle (13) direkt mittels eines auf dieser Welle (13) befestigten Schraubenstückes (29) zugeordnet ist und derart die überlagerte Drehbewegung zum Angleich der Umlaufzahl dieses Kupplungsteiles (26) an die Betriebsdrehzahl veranlasst.4. Schneckendosiermaschine nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der axial verschiebbare Kupplungsteil (27) einer mit einem Schraubenstück (30) versehenen Zwischenwelle (33) zugeordnet und die überlagerte Drehbewegung zur Antriebsrichtung dieser Welle (33) entgegengesetzt gerichtet ist, so dass der axial verschiebbare Kupplungsteil (27) beim Einkuppeln zunächst zum Stillstand oder nahezu zum Stillstand gebracht wird.5. Schneckendosiermaschine nach Unteranspruch 1 gekennzeichnet durch eine Halterung für die orts- feste Kurvenschiene (24) derart, dass dieselbe mit dem Schwenkhebel (22) ausser Eingriff gebracht werden kann.
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