Automatische Stoffdruckmaschine Im Hauptpatent ist eine automatische Stoffdruck maschine beschrieben, bei welcher der zu bedruk- kende Stoff schrittweise vorgeschoben wird und nach jedem Stillstand der Druck erfolgt. Nach jedem Druck erfolgt ein weiterer Vorschub und dann wieder ein Druck.
Die vorliegende Vorrichtung bringt nun eine Ver besserung mit sich. Sie kennzeichnet sich dadurch, dass sie eine Anzahl von Erhitzern aufweist, die auf den Querstäben des Mutterrahmens aufruhen.
Die Maschine für den Stoffdruck nach dem Hauptpatent weist ein endloses Band auf, das in Zeitabständen von einer Lage zur nächsten bewegt wird. Der auf diesem endlosen Band ruhende Stoff wird in den Ruhepausen automatisch durch Schablo nen hindurch bedruckt. Die hilfsweise Trocknung ge schieht nun zweckmässig derart, dass die Erhitzer sich automatisch auf die Schablone senken, zu dem Zweck, die Farbpaste, welche bei dem vorhergegangenen Druckvorgang auf den Stoff aufgetragen worden ist, zu trocknen und die Feuchtigkeit aus der Farbpaste schnell zu entfernen. Die Erhitzer werden dabei vor teilhaft auf den Stoff gepresst, und dadurch wird die Farbpaste innerhalb der kurzen Zeit des Stillstandes der Stoffbahn auf dem endlosen Band hinreichend getrocknet, um eine Vermischung der verschiedenen Farbpasten zu vermeiden.
In einem Notfall, wenn das endlose Band, der Stoff und die Schablone durch irgendein Ereignis stillstehen bleiben und Gefahr lau fen, durch die andauernde Erhitzung versengt oder auch bei Ausschaltung der Heizquelle der Erhitzer durch die zurückbleibende Hitze beschädigt zu wer den, können die Erhitzer automatisch durch eine Sicherheitseinrichtung vom Stoff abgehoben werden. Ein Beispiel für eine solche Einrichtung wird später beschrieben.
Durch die erwähnten Vorgänge wird die Farb- paste, die auf dem Stoff aufgetragen ist, in einer zwi schengeschalteten Massnahme während des fortlaufen den Bedruckens des Stoffes so weit getrocknet, dass ein Ineinanderfliessen der verschiedenen Pasten bei der Fortsetzung des Druckes verhindert werden kann. Ausserdem lassen sich Schäden am Stoff durch zu lange dauernde Einwirkung der Erhitzung infolge der automatischen Abhebung der Erhitzer vermeiden, un abhängig von der Lage der Druckrahmen. Dadurch wird ein genauer und schöner Druck erzielt.
Die Erfindung soll an Hand der beigeschlossenen Zeichnungen näher erläutert werden.
Fig. 1 stellt die Seitenansicht einer automatischen Stoffdruckmaschine dar, bei welcher die zwischen geschaltete Trockeneinrichtung vorgesehen ist. \ Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Maschine nach Fig. 1.
Fig. 3 gibt in grösserem Massstab eine Ansicht von oben auf eine Einheit der Trockenvorrichtung wieder.
Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch die Vor richtung nach Fig. 3.
Fig. 5 stellt eine Seitenansicht einer Sicherheits einrichtung an der Trockeneinrichtung zur Vermei dung der Überhitzung dar.
Fig. 6 ist gleichfalls eine Seitenansicht der Sicher heitseinrichtung, gesehen in Richtung des Pfeiles in Fig. 5.
Die Stoffdruckmaschine besitzt wie beim Haupt patent einen Vorschubmechanismus, welcher ein Paar teilweise abgeflachter Zahnräder aufweist, die inter- mittierend miteinander in Eingriff gebracht werden können, wobei an der Achse des einen Zahnrades ein mit einem Schlitz versehenes Hebelrad sitzt und in den Schlitz das Ende einer Kurbel hineinragt, deren anderes Ende mit einer Vorschubwalze gekop- pelt ist, die im Rahmen der Druckmaschine ein gebaut ist und eine zweite Walze mitzieht, mit wel cher sie durch ein endloses Gummiband verbunden ist, das die zu bedruckende Stoffbahn trägt.
In den Fig. 1-4 ist die Stoffdruckmaschine mit den zwischengeschalteten Trocknungseinrichtungen und den Sicherheitsvorkehrungen im einzelnen ge zeigt. Mit 6 ist die Antriebswalze bezeichnet, und 7 stellt die mitgenommene Walze dar. 9 ist das end lose Band, das zwischen den Walzen 6 und 7 aus gespannt ist. 10 bezeichnet den zu bedruckenden Stoff. 14 ist der Mutterrahmen, der sich abwechselnd auf- und abwärts bewegt. la bis 5a stellen die Scha blonen dar, die in den Druckrahmen 1 bis 5 ein gelegt sind.<I>12a, 12b</I> und 12c sind die Erhitzer der Trockenvorrichtung.
Ihre Anzahl kann in geeigneter Weise geändert werden, in Abhängigkeit von ver schiedenen Bedingungen, wie beispielsweise der Zahl der verwendeten Farbpasten. Die Erhitzer ruhen auf den Stäben 15 auf, welche quer zu dem Mutter rahmen 14 angeordnet sind (Fig.3). Die Teile 8 stellen Betten dar, die in geeigneter Weise unter der Unterseite des endlosen Bandes 9 gegenüber den Er- hitzern befestigt sind, und werden von dem Maschi nenrahmen getragen. Irgendeine geeignete Wärme quelle, wie Gas, Elektrizität usw. wird den Erhitzern zugeführt.
In der Anordnung, die in den Fig. 3 und 4 gezeigt wird, ist elektrischer Strom als Wärmequelle benutzt. Eine Anzahl von durch überzüge geschütz ten Drähten 11 ist im Inneren der Erhitzer 12a usw. vorgesehen. Jeder Erhitzer ist mit zwei Griffen 22, einem Thermometer 23 zur Messung der inneren Temperatur und einem Regler 24 zur automatischen Einstellung der Temperatur ausgestattet. Ferner sind an jedem Erhitzer Anschlussstücke 25 für die Heiz drähte angebracht.
Wenn der Mutterrahmen 14 durch einen beson deren Mechanismus in der Richtung der in Fig. 1 eisichtlichen Pfeile nach oben bewegt und vorüber gehend in der oberen Lage festgehalten wird, werden die Treibwalze 6, das endlose Band 9 und die Mit läuferwalze 7 durch einen anderen Mechanismus um einen Schritt vorgeschoben, und zu gleicher Zeit wird die Stoffbahn 10, die durch die Pressrolle 13 gleich mässig auf dem endlosen Band 9 aufgeklebt worden ist, ebenfalls um einen Schritt vorgezogen.
Sobald nun das endlose Band 9, die Stoffbahn 10, die Antriebs walze 6, die Mitläuferwalze 7 und die Pressrolle 13 vorübergehend stillstehen, senkt sich der Mutterrah men 14, und der Druck auf dem von dem endlosen Band 9 mitgeführten Stoff 10 wird durch die Scha blonen la usw. hindurch mit Hilfe von über die Schablonen gleitenden Spachteln ausgeführt. Die am Mutterrahmen 14 befestigten Erhitzer 12a usw. gehen gleichfalls nach abwärts, und ihre untere Fläche kommt in Berührung mit der eben auf den Stoff 10 aufgetragenen Farbpaste. Die gegenseitige Lage der Schablonen und der Erhitzer kann durch Austausch der Erhitzer oder der Schablonen geändert werden.
Durch die Einwirkung der Erhitzer kann die Farb- paste auf dem Stoff 10 vollständig getrocknet werden. Die untere Fläche der Erhitzer, die als Wärmeüber- tragungsfläche benutzt wird, kann aus einem flachen und weichen Metallblatt bestehen. Es ist aber auch möglich, ein unebenes, rauhes Blech, das mit Hilfe eines mit Vorsprüngen versehenen Werkzeuges her gestellt wurde, zu benutzen. Die Fläche kann ferner aus einem Drahtnetz bestehen oder aus einer isolie renden Substanz gewonnen werden, indem man bei spielsweise das Drahtnetz mit einem Überzug aus einer Siliconlösung überzieht.
Die Anbringung einer unebenen Fläche oder eines Drahtnetzes bezweckt, zu verhindern, dass die Begrenzungslinien des Druckes durch die infolge der Pressung durch eine glatte Fläche breitgedrückte Farbpaste ungeau werden, be sonders dann, wenn mit einer dickflüssigen Paste ge druckt wird. Ausserdem erleichtert eine unebene Fläche die Verdampfung der Feuchtigkeit und den Austritt des Dampfes durch die kleinen Zwischen räume, welche eine solche Fläche bietet.
Einen besonderen Vorteil bringt die Anwendung der Sicherheitseinrichtung mit sich, welche dazu be stimmt ist, den Stoff und das endlose Band vor dem Ansengen und der Schädigung bei zu lange andauern der Erhitzung zu schützen. Die Erhitzer stehen in engstem Kontakt mit dem Stoff, und eine unzulässige Erhitzungsdauer kann bei einem durch eine Betriebs störung während des Druckens hervorgerufenen Still stand der Maschine eintreten, auch wenn bei einem solchen Stillstand die Zufuhr des Heizmittels zum Erhitzer abgeschnitten wird, denn der Erhitzer ist heiss und kühlt viel zu langsam ab.
Die Sicherheitseinrichtung, wie sie in Fig. 3 und 4 dargestellt ist, besteht aus Trägersegmenten 16, die an mehreren Stellen an den Erhitzern 12a usw. an gebracht sind. An der Unterseite dieser Trägerseg mente 16 sind bogenförmige Blattfedern 17 vorgese hen, die sich auf die Stäbe 15 stützen, so dass die Erhitzer 12a usw. dauernd durch die Federkraft in der Richtung der Pfeile in Fig. 4 nach oben gedrückt werden. Die Erhitzer werden so in der erhöhten Lage gehalten, die durch die strichpunktierte Linie C in Fig. 4 angedeutet ist. Eine überhitzung des Stoffes und des endlosen Bandes kann damit wirksam ver mieden werden.
An den Seiten der Erhitzer ragen Sperrklinken 18 hervor (Fig.4). Gegenüber diesen Sperrklinken 18 liegen die Sperrhebel 19a, die in die Klinken passen und mit einem elektrischen Magnetschalter 19 derart verbunden sind, dass sie frei um den Zapfen 20 ge schwenkt werden können. Die Sperrhebel 19a wer den dauernd durch den Stift 21a gedrückt, der durch die Feder 21 betätigt ist. Wenn der Betrieb der Ma schine zum Stillstand kommt, wird der Sperrhebel 19a ausser Eingriff mit der Sperrklinke 18 durch die Ein wirkung des Stiftes 21a gebracht, da gleichzeitig die Erregung des Magnetschalters 19 aufhört. Der elek trische Magnetschalter ist in den Stromkreis der Ma schine eingebaut und wird daher gleichzeitig mit der Maschine stromlos.
Dadurch wird der Sperrhebel 19a in die Lage gestossen, welche in Fig. 5 durch die strichpunktierte Linie angedeutet ist. Die Bewegung wird durch den Anschlag 19b begrenzt. Die Erhitzer werden daher nach oben in die Stellung gezogen, welche mit C bezeichnet ist (Fig. 4 und 5), und der Stoff empfängt keine Hitze mehr.
Wenn dagegen die Maschine wieder arbeitet, wird der elektrische Ma gnetschalter 19 erregt, und die Erhitzer werden durch Pressung von Hand aus oder mechanisch durch einen geeigneten Mechanismus hinuntergedrückt. Die Sperr klinken 18 treten infolge der Erregung des Magnet schalters 19 in Verbindung mit den Sperrhebeln 19a und kommen dadurch in die Stellung, die in Fig. 4 durch die voll ausgezogene Linie dargestellt ist. Diese Stellung bildet die Normallage für die Trocknung des bedruckten Stoffes.
Der Eingriff der Klinken 18 mit den Hebeln 19a wird also durch den Druck des Stiftes 21a im selben Augenblick aufgehoben, in dem die Erregung des Magnetschalters 19 aussetzt. Die Erhitzer werden, sobald der Betrieb der Maschine durch irgendeinen Zwischenfall unterbrochen wird, durch den Druck der Blattfedern 17 nach oben geschoben. Beim Wie derbeginn des Bedruckens setzt die Aufheizung der Erhitzer ein, und die elektrischen Magnetschalter werden erregt. Die Hebel 19a werden infolge der Er regung der Magnetschalter 19 nach vorwärts gescho ben und gelangen in Eingriff mit den Klinken 18.
Im normalen Betrieb der Stoffdruckmaschine wer den die Erhitzer zusammen mit dem Mutterrahmen immer gehoben und gesenkt und trocknen dadurch die Farbpaste auf dem bedruckten Stoff. Wenn der Mutterrahmen durch irgendeinen Unfall in seiner tie fen Stellung festgehalten wird, werden die Erhitzer, wie erwähnt, hochgezogen, um eine Überhitzung oder Schädigung des Stoffes zu vermeiden.
Bei einer Stoffdruckmaschine, welche mit einer Vorrichtung der beschriebenen Art ausgestattet ist, kann die zwischengeschaltete Trocknung der bedruck ten Oberfläche des Stoffes in kürzester Zeit mit einer einfachen Konstruktion, nämlich durch Benutzung der vertikalen Bewegungen des Mutterrahmens und durch direkte Heizeinwirkung, vollzogen werden. Es wird also keine Trocknung durch Bestrahlung oder Kon vektion oder einer Kombination dieser Mittel erfor derlich.
Die Trocknung der Farbpaste bei einer sol chen Stoffdruckmaschine kann auch ohne direkte Be rührung mit der Bodenfläche der Erhitzer und daher auch unter Vermeidung eines Festklebens von Farb- paste an dieser heissen Fläche geschehen, wenn man die Bodenfläche des Erhitzers mit einem isolierenden Material überzieht.
Die Anwendung der zwischengeschalteten Trok- kenvorrichtung gestattet auch, einen anderen Nachteil bei Stoffdruckmaschinen zu beseitigen, nämlich das Festkleben des bedruckten Stoffes am endlosen Band infolge des Durchtrittes von wasserlöslicher Farb- paste durch den Stoff nach dessen Unterseite. Diese Schwierigkeit tritt fast immer beim Bedrucken von dünnen Geweben auf. Sie wird durch die sofort ein setzende Trocknung aufgehoben, und damit fallen die mühevollen Arbeiten der Loslösung des durch die Farbpaste am Band festgeklebten Gewebes weg.
Man hat sich früher damit geholfen, dass man unter das zu bedruckende, dünne Gewebe, also zwischen dem Gewebe und dem endlosen Band, einen anderen Stoff, vorzugsweise ein Baumwollgewebe, einlegte. Auch diese zeitraubende Arbeit ist nun überflüssig geworden. Das beschriebene Verfahren gewährleistet einen genauen und klaren Druck.