CH383399A - Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazinen

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CH383399A
CH383399A CH679960A CH679960A CH383399A CH 383399 A CH383399 A CH 383399A CH 679960 A CH679960 A CH 679960A CH 679960 A CH679960 A CH 679960A CH 383399 A CH383399 A CH 383399A
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sulfamyl
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hydrazine
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water
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CH679960A
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Ernst Dr Jucker
J Dr Lindenmann Adolf
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Sandoz Ag
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  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)
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  Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazinen
Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Hydrazinen der Formel I,
EMI1.1     
 worin R einen unsubstituierten oder substituierten, gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffrest bedeutet, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein   3 - Sulfamyl -4- halogen - benzoylchlorid    mit einem Hydrazin der Formel II    R-NH-NH,    II umsetzt.



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann beispielsweise wie folgt durchgeführt werden: Eine Suspension von 3-Sulfamyl-4-chlor-benzoylchlorid in Chloroform wird mit einer Lösung eines Hydrazins der Formel II in Triäthylamin und Chloroform versetzt und während 24-48 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt.



  Hierauf wird zur Trockne abgedampft, der Rückstand in Essigester aufgenommen und mit Wasser gewaschen. Nach Trocknen über Magnesiumsulfat wird der Essigester unter vermindertem Druck abgedampft und das gebildete neue Hydrazin-Derivat nach bekannten Methoden gereinigt.



   Die neuen Hydrazin-Derivate sind bei Raumtemperatur feste, kristallisierte Verbindungen. Sie zeichnen sich durch interessante, therapeutisch verwertbare pharmakodynamische Eigenschaften aus.



  Sie sollen in die Therapie als Diuretica, Natriumuretica und Chloruretica eingeführt werden, wobei für ihre therapeutische Verwendung besonders wichtig ist, dass ihre Wirkung auch nach peroraler Verabreichung eintritt. Sie stellen aber auch wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung von Medikamenten dar.



   In den nachfolgenden Beispielen erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden.



   Beispiel 1    l-Isopropyl-2-(3'-sulfamyl-4'-chlor-benzoyl)-    hydrazin
Zu einer Lösung von 5,0 g Isopropylhydrazin und 6,1 g Triäthylamin in 180   cm3    Chloroform wird innert einer Stunde eine Suspension von 15,0 g   3 - Sulfamyl -4-chlor - benzoylchlorid    in 120   cm3    Chloroform bei 20-250 unter Rühren zugegeben und das Reaktionsgemisch anschliessend 48 Stunden bei Zimmertemperatur weitergerührt. Darauf wird zur Trockne eingedampft, der Rückstand in 300   cm3    Essigsäureäthylester aufgenommen und mit total 100   cm3    Wasser gewaschen. Nach Trocknen über Magnesiumsulfat wird der Essigsäureäthylester im Vakuum abdestilliert und der dunkelbraune, ölige Rückstand mit überschüssiger methanolischer Salzsäure versetzt.

   Man konzentriert die Lösung auf ein kleines Volumen und lässt bei Zimmertemperatur stehen, wobei sich das   I-Isopropyl-2-(3 '-sulfamyl-    4'-chlor-benzoyl)-hydrazin-hydrochlorid langsam kristallin auszuscheiden beginnt. Nach 24 Stunden wird abfiltriert und das Hydrochlorid aus   äthanol      Ather    umkristallisiert. Smp.:   206-2070    (Zers.).



   Beispiel 2    1 -Phenyl-2-(3'-sulfamyl-4'-chlor-benzoyl)    hydrazin
Zu einer Lösung von 6,5 g Phenylhydrazin und 6,1 g Triäthylamin in 180   cm3    abs. Chloroform wird  innert einer Stunde eine Suspension von 15,0 g   3-Sulfamyl4-chlor-benzoesäurechlorid    in 120 cm abs. Chloroform bei   20-25"    unter Rühren zugegeben und das Reaktionsgemisch anschliessend 48 Stunden bei Zimmertemperatur weitergerührt. Darauf wird zur Trockne abgedampft, der Rückstand in ungefähr 300   cm3    Essigsäureäthylester aufgenommen und mit Wasser gut gewaschen.

   Nach Trocknen über Magnesiumsulfat wird der Essigsäureäthylester im Vakuum abdestilliert und der Rückstand, das l-Phenyl  2- (3'-sulfamyl-4'-chlor-benzoyl)-hydrazin,    aus EssigsäureäthylesterjPetroläther zur Kristallisation gebracht. Nach Umkristallisieren aus   MethanoljPetrol-    äther schmilzt das Hydrazin-Derivat bei   185-187 .   



   Beispiel 3    1-(4"-Chlor-phenyl)-2-(3'-sulfamyl-4'-chlor-    benzoyl)-hydrazin
Zu einer Lösung von 8,5 g 4-Chlor-phenylhydrazin und 6,1 g Triäthylamin in 200 cm Chloroform wird innert 1 Stunde eine Suspension von   15,0    g 3-Sulfamyl-4-chlor-benzoylchlorid in 180   cm3    Chloroform bei   20-250    unter Rühren zugegeben und das Reaktionsgemisch anschliessend 50 Stunden bei Zimmertemperatur weitergerührt. Darauf wird zur Trockne abgedampft, der Rückstand in 300   cm3    Essigsäureäthylester aufgenommen und mit total 200   cm3    Wasser gewaschen.

   Nach Trocknen über Magnesiumsulfat wird der Essigsäureäthylester im Vakuum abdestilliert und der Rückstand, das 1-(4" Chlorphenyl)-2-   (3' - sulfamyl-4'-chlor - benzoyl)-hy-    drazin, mit Methanol kristallisiert und aus Methanol Petroläther umkristallisiert. Smp.:   224-225".   



   Beispiel 4    1 -(4"-Nitro-phenyl)-2-(3'-sulfamyl-4'-chlor    benzoyl)-hydrazin
Zu einer Lösung von   9,1 g    4-Nitro-phenylhydrazin und 6,1 g Triäthylamin in 280   cm3    Chloroform wird innert einer Stunde eine Suspension von 15,0 g 3-Sulfamyl-4-chlor-benzoylchlorid in 20   cm3    Chloroform bei   20-25"    unter Rühren zugegeben und das Reaktionsgemisch anschliessend 48 Stunden bei Zimmertemperatur weitergerührt. Darauf wird zur Trockne abgedampft, der Rückstand mit 300 cm Essigsäureäthylester und 200 cm3 Wasser versetzt.



  Man filtriert ab, trennt im Filtrat den Wasserteil ab und vereinigt den Filterrückstand mit dem Essigesteranteil. Man verdampft zur Trockne und kristallisiert den Rückstand, das   1-(4"-Nitro-phenyl)-2-(3'-sulf-      3 myl-4'-chlor-benzoyl)-hydrazin,    aus Aceton um.



     Smp.: 283284C.   



   Beispiel 5    1-(4"-Sulfamyl-phenyl)-2-(3'-sulfamyl-4'-chlor-    benzoyl)-hydrazin
Zu einer Suspension von   11,0    g 4-Sulfamylphenylhydrazin und 6,1 g Triäthylamin in 200   cm3    Chloroform wird innert 1 Stunde eine Suspension von 15,0 g   3-Sulfamyl-Schlor-benzoylchlorid    in 180   cm3    Chloroform bei   20-25     unter Rühren zugegeben und das Reaktionsgemisch anschliessend 48 Stunden bei Zimmertemperatur weitergerührt. Darauf wird zur Trockne abgedampft, der Rückstand in 300   cm3    Essigsäureäthylester aufgenommen und mit total 200 cm3 Wasser gewaschen.

   Nach Trocknen über Magnesiumsulfat wird der Essigsäureäthylester im Vakuum abdestilliert und der Rückstand, das    1 - (4" - Sulfamyl-phenyl) -2 (3' - sulfamyl - 4' - chlor-    benzoyl)-hydrazin, aus   Methanol'Sther    kristallisiert und aus demselben Lösungsmittelgemisch   umknstallü    siert. Smp. bei   176"    Beginn der Zersetzung.



   Beispiel 6    i-Phenyl-2-(3'-sulfamyl-4'-fluor-benzoyl)-hydrazin   
Eine Suspension von 4,6 g 3-Sulfamyl-4-fluor   benzoyl-chlorid in 50 cm ; Chloroform wird unter    Rühren innert 30 Minuten mit 4,2 g Phenylhydrazin versetzt, wobei die Temperatur auf   35"    steigt. Anschliessend wird das Reaktionsgemisch noch 20 Stunden bei 20-250 weitergerührt. Man filtriert ab, schlämmt den Filterrückstand in 50   cm    warmem Wasser (etwa   30-320)    auf, rührt die Suspension kurze Zeit und filtriert ab. Nach Trocknen im Vakuum bei   20-250    wird der Filterrückstand, das 1-Phenyl-2-(3'sulfamyl-4'-fluor-benzoyl)-hydrazin, aus Methanol umkristallisiert. Smp.:   179-180 .   



   Das als Ausgangsmaterial verwendete 3-Sulfamyl4-fluor-benzoylchlorid wird wie folgt hergestellt: a)   3-Chlorsulfonyl-4-fluor-benzoesäure:   
Eine Lösung von 14,0 g 4-Fluor-benzoesäure in   52,0    g Chlorsulfonsäure wird während 10 Stunden auf   1300    erhitzt. Darauf wird die Lösung auf Zimmertemperatur abgekühlt und auf Eis gegossen, wobei sich die 3-Chlorsulfonyl-4-fluor-benzoesäure ausscheidet. Man filtriert ab, nimmt den Filterrückstand in Äther auf, trennt von etwas Wasser ab und trocknet die   Atherlösung    über Magnesiumsulfat. Die   Atherlösung    wird sodann konzentriert und mit Petrol äther versetzt, wobei sich die 3-Chlorsulfonyl-4-fluorbenzoesäure kristallin ausscheidet.

   Nach Umkristallisieren aus   Benzol Petroläther    schmilzt die Säure bei   138-1390.    b)   3-Sulfamyl-4-fluor-benzoesäure:   
14,1 g 3-Chlorsulfonyl-4-fluor-benzoesäure werden unter Rühren und starker Kühlung langsam mit 150   cm3    einer absoluten, gesättigten äthanolischen Ammoniaklösung versetzt, wobei vollständige Lösung eintritt. Anschliessend wird die Reaktionslösung noch 2 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt.

   Man engt die Lösung ein versetzt den entstandenen Brei mit etwa 150   cm3    Äther und filtriert   ab.    Der Filterrückstand, die 3-Sulfamyl-4-fluor-benzoesäure, wird nach Trocknen im Vakuum direkt wieder verwendet. c)   3-Sulfamyl-4-fluor-benzoylchlorid:   
Eine Mischung von 15,5 g 3-Sulfamyl-4-fluorbenzoesäure (Rohprodukt) und 31,0   g    Thionylchlorid wird eine Stunde auf   100"    erhitzt. Darauf wird das Reaktionsgemisch im Vakuum zur Trockne eingedampft, der Rückstand zweimal mit je 150   cm3    Benzol ausgekocht und von Ungelöstem abfiltriert.  



  Das Benzol wird sodann im Vakuum abdestilliert und der Rückstand, das   3-Sulfamyl-4-fluor-benzoyl-    chlorid, aus Benzol umkristallisiert.   Smp.: 115-116".   



   Beispiel 7    1-(3"-Sulfamyl-phenyl)-2-(3'-sulfamyl-4'-chlor-    benzoyl)-hydrazin
Zu einer Suspension von 5,5 g 3-Sulfamyl-phenylhydrazin und 3,0 g Triäthylamin in 300   cm3    Chloro  f'orm    werden innert einer Stunde unter Rühren bei   20-25    7,5 g   3 -Sulfamyl-4-ehlor-benzoylchlorid    zugegeben und das Reaktionsgemisch anschliessend 48 Stunden bei Zimmertemperatur weitergerührt. Darauf wird zur Trockne abgedampft, der Rückstand mit 300 cm Essigsäureäthylester und 200   cm3    Wasser versetzt und durchgeschüttelt, bis vollkommene Lösung eingetreten ist. Man trennt die Schichten, trocknet die   Essigsäureäthylesterlösung    über Magnesiumsulfat und destilliert das Lösungsmittel im Vakuum ab.

   Der Rückstand, ein rotes Ö1, wird sodann mit Aceton angerieben, wobei sich das 1-(3"-Sulfamyl  phenyl) -2-(3'-sulfamyl-4'hlor-benzoyD -hydrazin    kristallin ausscheidet. Man filtriert ab und kristallisiert das Hydrazin-Derivat aus   Methanol/Äther    um. Smp.:   230-233O    (Beginn der Zers.).



   Beispiel 8    1-(3"-Sulfamyl-4"-chlor-phenyl)-2-(3'-sulfamyl-   
4'-chlor-benzoyl)-hydrazin
Eine Suspension von 3,8 g 3-Sulfamyl-4-chlorphenylhydrazin-hydrochlorid in 75   cm3    Chloroform wird mit 3,0 g Triäthylamin versetzt. Darauf werden innert 30 Minuten bei   20-25O    3,7 g 3-Sulfamyl-4chlor-benzoylchlorid unter Rühren zugegeben und das Reaktionsgemisch anschliessend 72 Stunden bei Zimmertemperatur weitergerührt. Sodann wird im Vakuum zur Trockne abgedampft, der Rückstand mit 600   cm3    Essigsäureäthylester und 200   cm3    Wasser versetzt und unter Erwärmen gut durchgeschüttelt, wobei fast vollkommene Lösung eintritt.



  Man trennt die Schichten, trocknet die Essigsäure äthylesterlösung über Magnesiumsulfat und destilliert das Lösungsmittel im Vakuum ab. Der Rückstand wird in wenig Methanol aufgenommen. Nach längerem Stehen bei Zimmertemperatur scheidet sich das   
1 - (3" - Sulfamyl-4"-chlor - phenyl)-2-(3'-sulfamyl-4'-    chlor-benzoyl)-hydrazin kristallin aus.



   Der Rückstand, nach Abdestillieren des Essigsäureäthylesters, kann auch über Aluminiumoxyd chromatographiert werden, wobei das   1-(3"-Sulfamyl-       4" - chlor - phenyl) -2- (3'-sulfamyl-4'-chlor-benzoyl)-    hydrazin mit einem Lösungsmittelgemisch Chloro  form ! Methanol    1:1 eluiert wird.



   Das Hydrazin-Derivat schmilzt nach Umkristalli sieren aus Methanol bei 267-2690 unter Zersetzung.



   Das als Ausgangsmaterial verwendete 3-Sulfamyl4-chlor-phenylhydrazin-hydrochlorid wird wie folgt hergestellt: a) 207 g   3-Amino-6-chlor-benzolsulfonsäureamid    in 500   cm3    Wasser werden unter Eiskühlung und starkem Rühren mit 255 g wässeriger   30 lloiger    Salzsäure versetzt und anschliessend bei 0 bis   5o    mit 250   cm3    4n Natriumnitritlösung diazotiert.

   Nach Zugabe von 110 g festem Kochsalz rührt man noch 30 Minuten bei dieser Temperatur und trägt anschlie ssend das abfiltrierte Diazoniumsalz bei 2 bis 50 rasch in eine schwach   phenolphthaleinalkalisch    reagierende Bisulfitlösung, hergestellt aus 750   cm3      400/einer    Natriumbisulfitlösung und wässeriger, etwa   300/oiger    Natronlauge, ein.

   Nach   1 stündigem    Rühren im Eisbad erwärmt man das Reaktionsgemisch langsam auf Zimmertemperatur und erhitzt dasselbe anschliessend während einer weiteren Stunde auf   80".    Dann lässt man bei dieser Temperatur vorsichtig so viel wässerige   300/obige    Salzsäure zulaufen, bis die Reaktions Lösung kongosauer ist, erhitzt weiter auf   95O    und hält so lange bei dieser Temperatur, bis kein   SO2    mehr entweicht. Man versetzt mit Tierkohle, filtriert die heisse Lösung und dampft das Filtrat am Wasserstrahlvakuum ein. Der Rückstand wird nach dem Trocknen erschöpfend mit heissem Methanol extrahiert. Durch Einengen der methanolischen Lösung erhält man das 3 Sulfamyl-4-chlor-phenyl-hydrazinhydrochlorid, welches aus Wasser oder Wasser Äthanol umkristallisiert werden kann.

   Smp.: 217 bis   219"    (Zers.).    b) 10,3 g 3-Amino-6-chlor-benzolsulfonsäure-    amid, suspendiert in einer Mischung von 34   cm3    Wasser und 11,3   cm3    konz. Salzsäure, werden unter Rühren innert 20 Minuten bei   0"    mit einer Lösung von 3,8 g Natriumnitrit in 10,0   cm3    Wasser diazotiert, wobei vollständige Lösung eintritt. Anschlie ssend wird unter weiterem Rühren bei   0"    eine Lösung von 30,5 g Zinnchlorid in 51   cm3    konz. Salzsäure zugetropft. Das Reaktionsgemisch wird sodann 30 Minuten bei   0"    und 60 Minuten bei Zimmertemperatur weitergerührt.

   Man filtriert darauf von einem gelben Niederschlag ab, dampft das Filtrat im Vakuum zur Trockne ein und dampft den Rückstand im Vakuum zur Entfernung von restlichem Wasser dreimal mit je 150-200   cm3    Äthanol ab. Darauf wird der Rückstand mit 80   cm3    Äthanol aufgekocht, filtriert und das Filtrat mit 700-800   cm3    Äther versetzt. Man filtriert nochmals von ausgeschiedenen anorganischen Salzen ab und dampft das. Filtrat zur Trockne ein. Aus   ÄthanollÄther    lässt sich nun aus dem Rückstand das   3Sulfamyl-4-chlor-phenylhydrazin-    hydrochlorid kristallisieren das nach Umkristallisieren bei   217-219     unter Zersetzung schmilzt.



   3-Amino-6-chlor-benzolsulfonsäureamid wird wie folgt hergestellt: 400 g Eisen werden mit 40   cm3    konz. Salzsäure durchmischt und nach Zugabe von 700   cm3    Wasser auf 800 erwärmt. Darauf werden unter gutem Umrühren 237 g 3-Nitro-6-chlor-benzolsulfonsäureamid in kleinen Portionen derart zugegeben. dass die ReaktionstemPeratur etwa   800    beträgt.



  Nachdem das Reaktionsgemisch eine weitere Stunde auf 800 und eine Stunde auf   90o    erhitzt worden ist, filtriert man nach dem Abkühlen den unlöslichen, schwarzen Niederschlag ab, wäscht ihn mit Wasser  und extrahiert ihn zweimal mit je einem Liter siedendem Äthanol. Nach dem Abdampfen des Athanols im Wasserstrahlvakuum erhält man als kristallinen Rückstand das 3-Amino-6-chlor-benzolsulfonsäureamid vom Smp.   167-169 .   



   Beispiel 9    1 -(4"-Toly1)-2-(3'-sulfamyl-4'-chlor-benzoyl)-    hydrazin
Zu einer Lösung von 4,7 g 4-Tolyl-hydrazinhydrochlorid und 6,0 g Triäthylamin in 150   cm3    Chloroform werden innert 30 Minuten bei   20-25     7,6 g 3-Sulfamyl-4-chlor-benzoylchlorid unter Rühren zugegeben und das Reaktionsgemisch anschliessend 48 Stunden bei Zimmertemperatur weitergerührt.



  Darauf wird im Vakuum zur Trockne abgedampft, der Rückstand in 100   cm3    Essigsäureäthylester aufgenommen und mit total 100   cm3    Wasser gewaschen.



  Nach Trocknen über Magnesiumsulfat wird der Essigsäureäthylester im Vakuum abdestilliert und der Rückstand über Aluminiumoxyd chromatographiert, wobei das   1 - (4" - Tolyl) -2 -      (3'-sulfamyl-4'-chlor-    benzoyl)-hydrazin mit einem Lösungsmittelgemisch von ChloroformlMethanol 9:1 eluiert wird. Nach Umkristallisieren aus Methanol schmilzt das Hydrazin Derivat bei   205-2070.      

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Hydrazinen der Formel I, EMI4.1 <tb> <SEP> CO-NH-NH-R <tb> Halogen) <SEP> 1 <tb> <SEP> SO2NH2 <tb> worin R einen unsubstituierten oder substituierten, gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 3 - Sulfamyl -4- halogen - benzoylchlorid mit einem Hydrazin der Formel II R-NH-NH2 II umsetzt.
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