CH383400A - Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten

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CH383400A
CH383400A CH1267660A CH1267660A CH383400A CH 383400 A CH383400 A CH 383400A CH 1267660 A CH1267660 A CH 1267660A CH 1267660 A CH1267660 A CH 1267660A CH 383400 A CH383400 A CH 383400A
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water
hydrazine derivatives
hydrochloric acid
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CH1267660A
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Ernst Dr Jucker
J Dr Lindenmann Adolf
John Dr Gmuender
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Sandoz Ag
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Sulfonamiden der Formel I,
EMI1.1     
 worin R Chlor, Brom oder Fluor oder eine Trifluormethylgruppe bedeutet, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man Verbindungen der Formel II,
EMI1.2     
 diazotiert und anschliessend reduziert.



   Die Reduktion kann z. B. ausgeführt werden, indem man die Diazoniumsalzlösung mit einer solchen von Zinnchlorür in Salzsäure mischt oder mit Alkalibisulfit behandelt und ansäuert.



   Die als Ausgangsmaterial verwendeten Verbindungen der Formel II, welche bisher unbekannt waren, können z. B. hergestellt werden, indem man 3-Nitro-6-chlor-benzol-sulfonsäureamid in kleinen Portionen zu einer Mischung von Eisen in wässeriger Salzsäure zugibt, wobei die Reaktionstemperatur etwa   800    betragen soll. Das Reaktionsgemisch wird hierauf während etwa 2 Stunden auf höhere Temperatur, vorzugsweise auf   80-900,    erhitzt und hierauf nach üblicher Methode aufgearbeitet.



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird beispielsweise wie folgt ausgeführt: Man diazotiert beispielsweise 3-Sulfamyl-4-chlor-anilin nach bekannten Methoden und trägt das Diazoniumsalz in eine schwach   phenolphthaieinalkalisch    reagierende Bisulfitlösung ein. Nach etwa stündigem Rühren im Eisbad wird das Reaktionsgemisch langsam auf Zimmertemperatur erwärmt und hierauf während etwa einer Stunde auf   80    erhitzt. Nach Zugabe von Salzsäure bis zur kongosaueren Reaktion erhitzt man weiter auf etwa   954,    bis kein Schwefeldioxyd mehr entweicht. Hierauf wird das 3-Sulfamyl-4-chlor-phenylhydrazin als Hydrochlorid nach bekannten Methoden isoliert und gereinigt.



   Man kann aber auch so verfahren, dass man beispielsweise die diazotierte 3-Amino-6-chlor-benzolsulfonsäureamidlösung unter Rühren bei etwa   0"    zu einer Lösung von Zinnchlorid in   kann.    Salzsäure zutropfen lässt und hierauf das Reaktionsgemisch nach üblichen Methoden aufarbeitet.



   Die neuen Sulfonamide und ihre Salze sind bei Raumtemperatur feste, kristallisierte Verbindungen.



  Sie zeichnen sich durch interessante, therapeutisch verwertbare pharmakodynamische Eigenschaften aus.



  Sie sollen in die Therapie als Diuretica, Natriumuretica und Chloruretica eingeführt werden, wobei für ihre therapeutische Verwendung besonders wich  tig    ist, dass ihre Wirkung auch nach peroraler Verarbeichung eintritt. Sie stellen aber auch wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung von Medikamenten dar.



   In den nachfolgenden Beispielen erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden.  



   Beispiel 1    3 -Sulfamyl-4-chlor-phenylhydrazin-hydrochlorid   
207 g 3-Sulfamyl-4-chlor-anilin in 500   cm3    Wasser werden unter Eiskühlung und starkem Rühren mit 255 g wässeriger   300/einer    Salzsäure versetzt und anschliessend bei 0 bis   5o    mit 250   cm3    4n Natriumnitritlösung diazotiert. Nach Zugabe von 110 g festem Kochsalz rührt man noch 30 Minuten bei dieser Temperatur und trägt anschliessend das abfiltrierte Diazoniumsalz bei 2 bis   5o    rasch in eine schwach phenolphthaleinalkalisch reagierende Bisulfitlösung, hergestellt aus 750   cm3    400/oiger Natriumbisulfitlösung und wässeriger etwa   300/oiger    Natronlauge, ein.

   Nach   1 stündigem    Rühren im Eisbad erwärmt man das Reaktionsgemisch langsam auf Zimmertemperatur und erhitzt dasselbe anschlie ssend während einer weiteren Stunde auf   800.    Dann lässt man bei dieser Temperatur vorsichtig so viel wässerige   300/obige    Salzsäure zulaufen, bis die Reak  tionslösung    kongosauer ist, erhitzt weiter auf   95e    und hält so lange bei dieser Temperatur, bis kein   SO2    mehr entweicht. Man versetzt mit Tierkohle, filtriert die heisse Lösung und dampft das Filtrat am Wasserstrahlvakuum ein. Der Rückstand wird nach dem Trocknen erschöpfend mit heissem Methanol extrahiert.

   Durch Einengen der methanolischen Lösung erhält man das   3-Sulfamyl-4-chlor-phenylhydrazin-    hydrochlorid, welches aus Wasser oder   Wasser      Äthanol    umkristallisiert werden kann. Smp. 217 bis   219     (Zers.).



   Beispiel 2
3-Sulfamyl-4-chlor-phenylhydrazin-hydrochlorid
10,3 g   3-Amino6-chlor-benzolsuffonsäureamid,      susrendiert    in einer Mischung von 34   cm3    Wasser und 11,3   cm3    konz. Salzsäure, werden unter Rühren innert 20 Minuten bei   09    mit einer Lösung von   3,8    g Natriumnitrit in 10,0   cm3    Wasser diazotiert, wobei vollständige Lösung eintritt. Anschliessend wird unter weiterem Rühren bei   0"    eine Lösung von 30,5 g Zinnchlorid in 51   cm3    konz. Salzsäure zugetropft.



  Das Reaktionsgemisch wird sodann 30 Minuten bei 0o und 60 Minuten bei Zimmertemperatur weitergerührt. Man filtriert darauf von einem gelben Niederschlag ab, dampft das Filtrat im Vakuum zur Trockne ein und dampft den   Rückstand    im Vakuum zur Entfernung von restlichem Wasser dreimal mit je 150-200   cm3    Äthanol ab. Darauf wird der Rückstand mit 80 cm Äthanol aufgekocht, filtriert, und das Filtrat mit 700-800   cm3    Äther versetzt. Man filtriert nochmals von ausgeschiedenen anorganischen Salzen ab und dampft das Filtrat zur Trockne ein.



  Aus   ÄthanollÄther    lässt sich nun aus dem Rückstand das 3-Sulfamyl-4-chlor-phenylhydrazin-hydrochlorid kristallisieren, das nach Umkristallisieren bei   217-219     unter Zersetzung schmilzt.



   Das als Ausgangsmaterial verwendete 3-Amino6-chlor-benzolsulfonsäureamid kann wie folgt hergestellt werden: 400 g   Eisen-    werden mit 40 cm konz.



  Salzsäure durchmischt und nach Zugabe von 700   cm3    Wasser auf 800 erwärmt. Darauf werden unter gutem Umrühren 237 g   3 -Nitro-6-chlor-benzolsulfonsäure-    amid in kleinen Portionen derart zugegeben, dass die Reaktionstemperatur etwa   80t)    beträgt. Nachdem das Reaktionsgemisch eine weitere Stunde auf   80"    und eine Stunde auf   90t    erhitzt worden ist, filtriert man nach dem Abkühlen den unlöslichen, schwarzen Niederschlag ab, wäscht ihn mit Wasser und extrahiert ihn zweimal mit je einem Liter siedendem Athanol. Nach dem Abdampfen des Äthanols im Wasserstrahlvakuum erhält man als kristallinen Rückstand das   3-Amino-6-chlor-benzolsulfonsäureamid    vom Smp.   167-169t.      

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Sulfonamiden der Formel I, EMI2.1 worin R Chlor, Brom oder Fluor oder eine Trifluormethylgruppe bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel II, EMI2.2 diazotiert und anschliessend reduziert.
CH1267660A 1960-11-11 1960-11-11 Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten CH383400A (de)

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ES0271861A ES271861A1 (es) 1960-11-11 1961-11-09 Procedimiento de obtencion de nuevos derivados de la hidrazina

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