CH383436A - Bremsleitungsauslass für indirekt wirkende Druckluftbremsen - Google Patents
Bremsleitungsauslass für indirekt wirkende DruckluftbremsenInfo
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Description
Bremsleitungsauslass für indirekt wirkende Druckluftbremsen Die Erfindung betrifft einen Bremsleitungsauslass für indirekt wirkende Druckluftbremsen, bei dem ein Entlüftungsventil für die Bremsleitung wahlweise durch Betätigung eines von Hand bedienbaren, mit einem Hilfsventil gekuppelten Notbremsorgans oder mittels einer an die Bremsleitung angeschlossenen pneumatischen Vorrichtung geöffnet werden kann, wobei die letztere mit zwei Druckkammern, mit einem diese Kammern verbindenden,
ein Drosselorgan zur Erzeugung eines Druckunterschiedes zwischen den Drücken in den beiden Kammern bei deren Entlüftung enthaltenden Leitungsstück und mit einem auf den Druckunterschied ansprechenden Betätigungsorgan versehen ist.
Bei einem bekannten Bremsleitungsauslass dieser Art ist das Hilfsventil nicht nur mit dem Notbrems- organ, sondern auch mit dem Betätigungsorgan der pneumatischen Vorrichtung gekuppelt, so dass eine Betätigung des Notbremsorgans nur möglich ist unter gleichzeitiger Mitnahme des Betätigungsorgans der pneumatischen Vorrichtung. Die hierbei infolge der in entgegengesetzten Richtungen auf das Betätigungs organ wirkenden Drücke in den beiden Druckkam mern auftretenden Widerstände erschweren die Hand habung des Notbremsorgans durch den Fahrgast, so dass sich diese Bremsleitungsauslässe nicht ein geführt haben.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung dieses Nachteils. Erfindungsgemäss enthält das Leitungs stück eine zum Drosselorgan in Reihe angeordnete Durchflusseinrichtung, deren Durchlassquerschnitt in Richtung auf die eine über das Hilfsventil unmittel bar entlüftbare Druckkammer kleiner ist als in ent gegengesetzter Richtung, und ferner ist das Leitungs stück zwischen dem Drosselorgan und der Durch lasseinrichtung sowohl an die Bremsleitung als auch über das mit dem Betätigungsorgan verbundene Ent lüftungsventil an die Aussenluft angeschlossen.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes ist nachfolgend anhand der Zeichnung be schrieben. An die den ganzen Zug durchlaufende Bremsleitung 5 ist über eine Zweigleitung 6 die in einem Ventilgehäuse 9 untergebrachte Ventil kammer 11 angeschlossen, die nach oben von einer Zwischenwand 12 abgeschlossen ist und in einer Auslassöffnung 15 grossen Querschnitts mündet, über die die Bremsleitung 5 bei einer Schnellbremsung rasch entlüftet werden kann. Die Auslassöffnung 15 wird normalerweise von einem Entlüftungsventil ab geschlossen, das durch einen festen Ventilsitz 14 und einen beweglichen Ventilkörper 17 gebildet wird.
Die Zwischenwand 12 bildet eine gasdichte Füh rung für einen den Ventilkörper 17 tragenden, an einer Membran 26 befestigten Stössel 27. Eine Dros selbohrung 28 verbindet die Ventilkammer 11 mit einer zwischen der Wand 12 und der Membran 26 befindlichen Kammer 29. Eine schwache Feder 31 belastet die Membran 26 zusammen mit dem in der Kammer 32 vorhandenen Druck. Eine Hilfs- leitung 33 durchläuft den ganzen Wagen und steht mit der Kammer 32 in unmittelbarer Verbindung. Über eine Drosselbohrung 34 und ein Rückschlag ventil 18 ist auch die Kammer 11 mit der Kammer 32 verbunden, so dass die Kammer _11 einen Teil eines die Kammer 29 und 32 verbindenden Leitungs stückes bildet.
Das Rückschlagventil 18 gestattet den Luftdurchtritt von der Kammer 32 nach der Kammer 11, sperrt aber in umgekehrter Richtung. Die Dros- selbohrung 34 und das Rückschlagventil 18 bilden zusammen eine Durchflusseinrichtung, die eine rasche Entlüftung der Kammer 32 nach der Ventilkammer 11 und eine langsame Auffüllung der letztern aus der Bremsleitung 5 ermöglicht. An die Leitung 33 sind an verschiedenen Stellen des Wagens Notbremsorgane 35 angeschlossen.
Diese bilden Entlüftungsventile für die Hilfsleitung 33 und können durch Ziehen an einem mit dem Ventil körper 36 in Antriebsverbindung stehenden Hand griff 37 entgegen dem Druck einer Feder 38 geöffnet werden.
Die Arbeitsweise des Auslasses nach Fig. 1 ist die folgende: Bei gelöster Bremse herrscht in der Kammer 11 infolge ihrer unmittelbaren Verbindung mit der Bremsleitung 5 der normale Betriebsdruck. Über die Drosselbohrung 34 überträgt sich dieser Druck in die Kammer 32, in die Leitung 33 und über die Drosselbohrung 28 in die Kammer 29, so dass die Membran 26 von den Drücken in den beiden Kammern 29 und 32 in entgegengesetztem Sinn belastet wird. Die Membran 26 befindet sich zwar bei gelöster Bremse hinsichtlich der in den Kam mern 29 und 32 wirkenden Drücke im Gleichge wicht, wird aber von der Feder 31 belastet, so dass der Ventilkörper 17 des Entlüftungsventils auf sei nem Sitz aufliegt und die Kammer 11 von der Au ssenluft abschliesst.
Bei Betätigung eines der beiden in Fig. 1 dar gestellten Notbremsorgane 35 werden die Hilfslei tung 33 und die Kammer 32 unmittelbar mit der Aussenluft verbunden. Da die Kammer 32 und die Hilfsleitung 33 nur geringe Volumen besitzen, ist es zu ihrer raschen Entleerung notwendig, dass eine Nachspeisung von Druckluft aus der Bremsleitung 5 unterbleibt. Hierzu dient die aus dem Rückschlag ventil 18 und der Drosselbohrung 34 bestehende Einrichtung, die in der Richtung von der Ventil kammer 11 nach der Hilfsleitung 33 nur einen gerin gen Luftdurchtritt gestattet.
Der in dieser Weise zustande kommende Druckunterschied zwischen den Kammern 29 und 32 verschiebt die Membran 26 entgegen der Wirkung der Feder 31 und öffnet da durch das Entlüftungsventil 17. Die Ventilkammer 11 und damit auch die Bremsleitung 5 entleeren sich nun rasch über die Auslassöffnung 15 von grossem Querschnitt in die Aussenluft, was in den einzelnen Wagen des Zuges die Steuerventile zum Ansprechen bringt und die Bremsung des Zuges zur Folge hat.
Wird vom Lokomotivführer in der Bremsleitung 5 der Druck zwecks Einleitung einer Betriebs- oder Vollbremsung erniedrigt, so fällt hierbei auch der Druck in der Ventilkammer 11. Bei dieser Art von Bremsungen ist aber der Druckabfall ein so lang samer, dass zwischen der sich über die Drosselboh rung 28 entleerenden Kammer 29 und der sich über das Rückschlagventil 18 entleerenden Kammer 32 kein genügend grosser Druckunterschied entsteht, um die Betätigung der Membran 26 zu bewirken. Zu dem wird der Ventilteller 17 von dem auf seine Oberseite wirkenden Druck auf seinem Sitz gehalten.
Wird aber vom Lokomotivführer eine Schnell bremsung vorgenommen, so entleert sich die Brems- leitung 5 rascher als vorangehend beschrieben. Die Kammer 32 entleert sich über das in dieser Richtung einen ungehinderten Durchfluss ermöglichende Rück schlagventil 18 ebenfalls in die Bremsleitung 5, wäh rend die Entleerung der Kammer 29 durch die Drosselbohrung 28 verzögert wird. Zwischen den Kammern 29 und 32 entsteht daher ein für die Betätigung der Membran 26 genügender Druckun terschied, so dass der Stössel 27 den Ventilkörper 17 von seinem Sitz abhebt.
Die weitere Entleerung der Kammer 11 und der Bremsleitung 5 erfolgt nun in der vorangehenden beschriebenen Weise über die Auslassöffnung 15 in die Aussenluft und unterstützt damit die ursprünglich vom Lokomotivführer ein geleitete Drucksenkung. Nach vollständiger Entlee rung der Bremsleitung 5 und der Kammern 11, 29 und 32 wird das Entlüftungsventil 17 durch die Feder 31 geschlossen.
Bei der Auffüllung der Bremsleitung 5, nachdem diese infolge öffnens des Entlüftungsventils 17 voll ständig entleert worden war, gelangt Druckluft über die Drosselbohrung 28 und 34 auch in die Kammern 29 und 32 und auch in die Leitung 33.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Bremsleitungsauslass für indirekt wirkende Druck luftbremsen, bei dem ein Entlüftungsventil für die Bremsleitung wahlweise durch Betätigung eines von Hand bedienbaren, mit einem Hilfsventil gekuppel- ten Notbremsorgans oder mittels einer an die Brems leitung angeschlossenen pneumatischen Vorrichtung geöffnet werden kann, wobei die letztere mit zwei Druckkammern, mit einem diese Kammern verbin denden, ein Drosselorgan zur Erzeugung eines Druck unterschiedes zwischen den Drücken in den beiden Kammern bei deren Entlüftung enthaltenden Lei tungsstück und mit einem auf den Druckunterschied ansprechenden Betätigungsorgan versehen ist, da durch gekennzeichnet,dass das Leitungsstück eine zum Drosselorgan (28) in Reihe angeordnete Durch flusseinrichtung enthält, deren Durchlassquerschnitt in Richtung auf die eine über das Hilfsventil (36) un mittelbar entlüftbare Druckkammer (32) kleiner ist als in entgegengesetzter Richtung, und dass ferner das Leitungsstück zwischen dem Drosselorgan (28) und der Durchflusseinrichtung sowohl an die Brems leitung (5) als auch über das mit dem Betätigungs organ (26) verbundene Entlüftungsventil (17) an die Aussenluft angeschlossen ist.UNTERANSPRUCH Bremsleitungsauslass nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Durchflusseinrichtung ein gegen das Entlüftungsventil (17) öffnendes Rück schlagventil (18) und eine das letztere überbrückende Drosselbohrung (34) umfasst.
Priority Applications (3)
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Publications (1)
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Family
ID=4286977
Family Applications (1)
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| CH504360A CH383436A (de) | 1960-05-03 | 1960-05-03 | Bremsleitungsauslass für indirekt wirkende Druckluftbremsen |
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| NL (2) | NL111084C (de) |
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Also Published As
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