Drehkoibenmaschine Es sind Drehkolbenmaschinen bekannt, die zwei gleichsinnig um feste Achsen rotierende Läufer auf weisen, von denen einer innerhalb des anderen angeordnet ist und wobei volumenveränderliche Arbeitsräume von der Innenkontur des Aussenläufers und der Aussenkontur des Innenläufers begrenzt werden. Wenn derartige Maschinen als Verbrennungs motoren betrieben werden, ist eine Kühlung sowohl des Aussen- als auch des Innenläufers erforderlich. Die Kühlung des Innenläufers erfolgt dabei mittels den Läufer durchströmender Kühlflüssigkeit, deren Zu- und Abführung durch die Welle des Innenläufers erfolgt, was keine Schwierigkeiten bereitet, da diese Welle nach aussen geführt werden kann.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Drehkolbenmaschine mit einem feststehenden Gehäuse, dessen mehrbogige innere Mantelfläche zusammen mit Seitenscheiben einen Innenraum begrenzt, welcher senkrecht zu den Seitenscheiben von einer Welle durchsetzt ist, auf deren Exzenter ein mehrzahniger Läufer drehbar gelagert ist, der an seinen Stirnseiten axial bewegliche, an der benachbarten Gehäusewand entlanggleitende Gasdichtungen aufweist und dessen Drehzahl durch ein Getriebe, das aus einem am Läufer befestigten Zahnrad mit Innenverzahnung und aus einem am Gehäuse befestigten Zahnrad mit Aussen verzahnung besteht, in einem festen Verhältnis zur Drehzahl der Welle gehalten ist.
Bei derartigen Maschinen bereitet die Kühlung des Läufers erhebliche Schwierigkeiten, da der Läufer eine planetenartig kreisende Bewegung gegenüber dem Gehäuse ausführt und keine Teile besitzt, die sich nach aussen erstrecken und für die direkte Zu- und Abfüh rung von Kühlflüssigkeit zum bzw. vom Läufer ver wendbar sind. Abgesehen von der Kühlmittelzu- und -abführung tritt bei Maschinen dieser Art das Problem auf, den Übertritt von Kühlflüssigkeit in die Arbeits räume zu verhindern und trotzdem eine ausreichende Schmierung des Lagers des Läufers auf dem Exzenter und des Getriebes zu gewährleisten.
Diese Probleme, die in besonderem Masse bei der Verwendung der Maschine als Verbrennungsmotor auftreten, werden erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Läufer von einer gleichzeitig als Schmiermittel verwendeten Kühl flüssigkeit gekühlt wird und dass die Zu- und Abfüh rung der Kühlflüssigkeit zum bzw. vom Läufer über Ringräume erfolgt, die zwischen relativ zueinander bewegten Teilen angeordnet sind, wobei zwischen den Stirnseiten des Läufers und den Seitenscheiben des Gehäuses ringförmige, von den Gasdichtungen unab hängige Flüssigkeitsdichtungen vorgesehen sind, welche das Getriebe umschliessen und die Räume zur Zu- und Abführung der Kühlflüssigkeit gegenüber den Arbeits räumen abdichten.
Diese Ringräume können zwischen zumindest einer Seitenscheibe des Gehäuses und einer Stirnseite des Läufers oder Exzenters und/oder zwischen Exzenter und Läufer angeordnet sein.
Die Zu- bzw. Abführung der Kühlflüssigkeit zu bzw. von diesen Ringräumen kann über Kanäle in den Seitenteilen geschehen. Es ist jedoch auch möglich, in der Welle und im Exzenter Kanäle und Aussparungen vorzusehen, die am Umfang des Exzenters enden, so dass die Kühlflüssigkeit durch das auf dem Exzenter angeordnete Läuferlager hindurch in den Läufer gelangen kann. Ist dieses Läuferlager als Wälzlager ausgebildet, so ist es zweckmässig, die Anordnung so zu treffen, dass das Lager nur durch einen Flüssigkeits nebel geschmiert wird und nicht im Ölbad läuft.
Dies kann dadurch erreicht werden, dass das Lager aus mindestens zwei nebeneinander angeordneten Reihen von Wälzkörpern besteht und die Kühlmittelzu- oder -abführung durch einen zwischen benachbarten Reihen verbleibenden Ringraum erfolgt, so dass nur ein sehr geringer Teil des gesamten Kühlflüssigkeitsstromes zu dem Lager gelangen kann.
Besonders sorgfältig ist der Läufer bei der Verwen dung der Maschine als Verbrennungsmotor zu kühlen; denn in diesem Fall weist der Läufer zur Abdichtung der einzelnen Arbeitsräume voneinander ein Dicht system auf, das unter anderem aus radial- und axial beweglichen Dichtleisten besteht, die in achsenparalle- len Nuten an den Scheitelkanten des Läufers ange ordnet sind. Um diese Dichtungen betriebsfähig zu halten, ist es notwendig, die Scheitelkanten, in denen die Dichtungen angeordnet sind, gut zu kühlen, und es sind zu diesem Zweck im Läufer Hohlräume vor gesehen, die sich bis in die achsenfernen Zonen erstrecken.
Wenn bei bestimmten Maschinenbauarten auf Grund konstruktiver Gegebenheiten eine Erstrek- kung des Kühlflüssigkeitsstromes in diese achsenfernen Zonen nicht möglich ist, so werden diese Zonen vor teilhaft mit dem durch das Kühlsystem erfassten Bereich des Läufers durch mit besonders gut wärmeleit fähigen bzw. wärmetransportierenden Mitteln gefüllte Räume in wärmeleitende Verbindung gebracht.
Auf diese Weise ist es dann möglich, die Wärme von den Randzonen über die Leitmittel, welche beispielsweise durch Kupferstäbe, Natriumfüllung oder dergleichen bekannte Mittel dargestellt werden können, nach innen zu führen und von dort über das Durchfluss- kühlsystem abzuführen.
Die mit der Kühlflüssigkeit in Verbindung ste henden Räume sind dabei gegenüber den Arbeits räumen durch Flüssigkeitsdichtungen abgedichtet, die zwischen den Seitenscheiben des Gehäuses und den Stirnseiten des Läufers angeordnet sind. Diese Flüssig keitsdichtungen sind vorzugsweise als dünnwandige, elastisch vorgespannte Ringe ausgebildet, die unter Wirkung des Kühlflüssigkeitsdruckes stehen können und durch diesen gegen die Seitenscheiben des Gehäuses gedrückt werden.
Diese Flüssigkeitsdichtungen können dadurch ent lastet werden, dass im Hohlraum des Läufers eine fest stehende Leitung angeordnet wird, die mit ihrem radial äusseren Ende zumindest während eines Teiles einer Umdrehung des Läufers im Hohlraum radial ausser- halb der im Läufer vorgesehenen Bohrung zur Auf nahme des Exzenters mündet und mit ihrem radial inneren Ende in axialer Richtung über eine Stirnwand des Läufers und die angrenzende Stirnwand des Gehäuses herausgeführt ist.
Wenn die Leitung mit ihrem äusseren Ende in die im Hohlraum des Läufers befindliche Kühlflüssigkeit, die infolge der Zentrifugal wirkung einen Flüssigkeitsring bildet, eintaucht, so wird die Kühlflüssigkeit auf Grund des zentrifugalen Druckes durch die Leitung nach innen zu abgeführt. Die Leitung begrenzt also den Flüssigkeitsstand im Läufer derart, dass ein Austreten von Kühlflüssigkeit aus dem Läufer durch die Bohrung zur Aufnahme des Exzenters und entlang den Seitenwänden des Läufers zu den Arbeitsräumen verhindert wird. Sie wirkt gleichzeitig als eine Art Pumpe und verursacht eine Zirkulation der Kühlflüssigkeit durch den Läufer, so dass eine eigene Kühlmittelpumpe entfallen kann.
In der praktischen Ausführung ist die Leitung in Form eines Kanals in einer feststehenden, im Hohlraum des Läufers angeordneten Scheibe vorgesehen. Selbst verständlich können auch mehrere Leitungen bzw. Kanäle vorgesehen werden. Zur Begünstigung des Kühlmitteleintritts können diese Kanäle spiralförmig verlaufen.
Zur Rückkühlung der Kühlflüssigkeit kann die erwärmte Kühlflüssigkeit nach Austritt aus dem Gehäuse gegen unabhängig gekühlte Flächen der Maschine geführt werden. Hierfür können beispiels weise Maschinendeckel mit Wasserkühlung, Schwung- oder Lüfterräder verwendet werden. Eine besonders intensive Rückkühlung der erwärmten Kühlflüssigkeit wird erzielt, wenn die Kühlflüssigkeit mit hoher Geschwindigkeit und in möglichst fein verteilter Form gegen derartig unabhängig gekühlte Flächen geschleu dert wird. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die Kühlflüssigkeit seitlich aus dem Gehäuse bzw.
radial aus der Kurbelwelle austritt und durch den Flüssigkeitsdruck bzw. durch Fliehkraftwirkung gegen die gekühlten Flächen geschleudert wird.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung im Prinzip dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine Drehkolbenmaschine im Längsschnitt gemäss Linie 1-1 in Fig. 2; Fig. 2 einen Querschnitt durch eine Drehkolben maschine gemäss Linie 2-2 in Fig. 1;
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Läufer der Drehkolbenmaschine; Fig. 4 einen Querschnitt durch einen anders aus geführten Läufer einer Drehkolbenmaschine; Fig. 5, 6 und 7 verschiedene Ausführungsmöglich keiten der Erfindung an einer im Längsschnitt im Prinzip dargestellten Drehkolbenmaschine; Fig. 8 einen Längsschnitt durch eine Kreiskolben maschine mit Kühlflüssigkeitsrückkühlung; Fig. 9 eine andere Ausführungsform der Erfindung mit zwei getrennten Kühlkreisläufen;
Fig. 10 eine Drehkolbenmaschine mit Schöpf- scheibe im Längsschnitt entlang Linie 10-10 in Fig. 11; Fig. 11a einen Querschnitt entlang Linie lla-lla in Fig. 10; Fig. 11b einen Schnitt gemäss Linie llb-llb in Fig. 10;
Fig. 12 und 13 Einzelheiten der Fig. 10 in ver schiedenen Ausführungen, und Fig. 14 einen Längsschnitt durch eine Drehkolben maschine mit geteiltem Exzenterlager.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 und 2 besteht die Maschine aus einem Gehäuse, das sich aus den Seitenscheiben 1, 2 und dem dazwischen angeord neten Mantel 3 zusammensetzt. Das Gehäuse um- schliesst Arbeitsräume 4. In dem Gehäuse ist eine Welle 5 bei 21 und 22 gelagert, auf deren Exzenter 6 ein Läufer 7 bei 14 drehbar angeordnet ist. Mit der Seitenscheibe 2 ist ein aussenverzahntes Rad 8 fest verbunden, in welches ein mit dem Läufer 7 festver bundener innenverzahnter Zahnkranz 9 eingreift. Dieses Getriebe 8, 9 erzwingt ein bestimmtes Dreh zahlverhältnis des Läufers 7 zur Welle 5, das im Aus führungsbeispiel 3:1 beträgt.
Der Läufer 7 vollführt bei seiner Drehung auf dem Exzenter 6 der sich eben falls drehenden Welle 5 eine planetenförmig kreisende Bewegung gegenüber dem Gehäuse. Auf der Welle 5 sind Ausgleichsgewichte 10 angeordnet.
Zur Kühlung des Läufers 7 ist ein Flüssigkeits kreislauf vorgesehen. Die Kühlflüssigkeit strömt dabei durch eine Bohrung 11 in der Seitenscheibe 1 des Gehäuses zu einem Ringraum 12 und von da aus über eine Bohrung 13 zu der Lagerstelle 14 des Läufers 7 auf dem Exzenter 6. Über einen Ringraum 12' tritt die Kühlflüssigkeit in die Bohrungen 15 des Läufers 7 über, durchströmt diese, gelangt zu einem weiteren Ringraum 12" an der Lagerstelle 14 und wird von hier durch die Bohrungen 17, 18 in der Welle 5 abgeführt. Von der Bohrung 18 gelangt die Kühlflüssigkeit in einen Raum 19 und von da aus über einen Absaug- anschluss 20 in einen nicht dargestellten Ölkühler. Der nötige Druck wird durch eine nicht dargestellte Pumpe erzeugt.
In den Raum 19 kann auch der Anteil der Kühlflüssigkeit gelangen, der an dem äusseren Stirnende der Lagerbüchse 21 austritt. Ebenso wird das aus der Lagerstelle 22 nach aussen austretende Lecköl in dem Raum 23 gesammelt und über die Absaugöffnung 24 der Pumpe und dem Ölkühler zugeführt.
Um zu vermeiden, dass die aus dem Läuferlager 14 seitlich austretende Kühlflüssigkeit entlang den Stirn seiten des Läufers 7 in die Arbeitsräume 4 gelangt, sind an den Stirnseiten des Läufers 7 ringförmige Flüssig keitsdichtungen 32 vorgesehen, die federnd vor gespannt sind und durch den Flüssigkeitsdruck an die angrenzende Seitenwand des Gehäuses gedrückt werden. Die Flüssigkeitsdichtungen 32 umschliessen das Lager 14 des Läufers 7 auf dem Exzenter 6, das Getriebe 8, 9 und die am Exzenter 6 und am Läufer 7 vorgesehenen Zu- und Ablauföffnungen für die Kühl flüssigkeit.
Die Zirkulation der Kühlflüssigkeit kann durch die auftretenden Fliehkräfte unterstützt werden, wenn die Ausflussöffnung in an sich bekannter Weise auf einen grösseren Radius gelegt wird als die Einströmöffnung.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist auch der Läufer 7 von Kühlflüssigkeit durchströmt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auf diese Durch strömung des Läufers verzichtet werden, besonders wenn die in Fig. 2 dargestellten achsenfernen Zonen 25 einen relativ geringen Abstand von dem Umfang des Exzenters 6 besitzen. Dabei kommen die Kanäle 15 in Fortfall und die Kühlflüssigkeit strömt unmittelbar von dem Kanal 13 über das Lager 14 zu dem Kanal 17. Ferner können anstelle der Bohrung 13 zum Transport des Kühlmittels an die Stirnseite des Läufers axiale Nuten in der entlasteten Zone des Lagers 22 dienen. Dabei tritt die Kühlflüssigkeit dann in einen Ring- raum 31 und von dort aus wiederum zu der Lager stelle 14.
Der Ringraum 31 ist gegenüber den Arbeitsräumen 4 durch die Dichtungen 32 abgedichtet.
Wie in Fig. 2 dargestellt, werden besonders die achsenfernen Zonen 25 durch Anordnung der Boh rungen 15 in unmittelbarer Nähe der an den Läufer kanten untergebrachten Dichtelemente 26 intensiv gekühlt.
Um eine starke Kühlung der achsenfernen Zonen 25 des Läufers 7 und der hierin angeordneten Dicht elemente 26 zu erreichen, können nach dem Aus führungsbeispiel gemäss Fig. 3 in der Nähe dieser Zonen Hohlräume 27 angeordnet werden, die über Kanäle 28 aus einem Ringraum 30 zwischen dem Läufer 7 und dem Exzenter 6 mit Kühlflüssigkeit versorgt werden.
Da es bei Läuferformen mit extrem vom Exzenter 6 entfernten Kantenzonen und dadurch bedingtem relativ geringem Querschnitt des Läufers schwierig ist, Kühlflüssigkeitsbohrungen ausreichenden Durch messers unterzubringen, können, wie aus Fig. 4 ersichtlich, Hohlräume 29 im Läufer 7 vorgesehen werden, die sich an die Querschnittskontur des Läufers annähern und sich von den achsenfernen Zonen 25 bis in die Nähe der Lagerfläche 14 des Exzenters 6 erstrecken. Diese Räume sind mit gut wärmeleitenden bzw. wärmetransportierenden Medien, beispielsweise Natrium, gefüllt. Statt dessen können auch Kupfer stäbe an diesen Stellen angeordnet sein.
Die bei dieser Konstruktion von der Natriumfüllung an die innere Randzone des Läufers gebrachte Wärme wird von der den Ringraum 30 durchströmenden Kühlflüssigkeit abgeführt.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 5 erfolgt der Zu- und Ablauf der Kühlflüssigkeit nicht durch die Welle 5, sondern durch die Seitenscheiben 1 und 2 des Gehäuses. Die Kühlflüssigkeit wird durch die Kanäle 33 im Seitenteil 1 zugeführt und gelangt über den Ringraum 34 im Seitenteil 1 in die Kanäle 35 im Exzenter 6, die an der Lagerstelle 14 in einem Ring raum 35' enden. Aus diesem Ringraum 35' tritt die Kühlflüssigkeit in die Kanäle 37 im Läufer 7 über und wird von hier über einen Ringraum 36' an der Lager stelle 14, die Kanäle 36 im Exzenter 6, den Ring raum 38' und die Ablaufkanäle 38 abgeleitet.
Durch die Dichtungen 32, die die Ringräume 34, 38' und die Lagerfläche 14 umschliessen, wird dabei.ein Übertreten der Kühlflüssigkeit in die Arbeitsräume 4 verhindert.
Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 6 unter scheidet sich von demjenigen gemäss Fig. 5 lediglich dadurch, dass die Ringräume 34, 38' in den Stirnseiten des Exzenters 6 angeordnet sind.
Ebenso ist eine Anordnung der Ringräume 34, 38' in den Stirnseiten des Läufers 7 möglich, wie dies in Fig. 7 dargestellt ist. Der Kühlflüssigkeitszulauf erfolgt wiederum durch die Kanäle 33 in der Seiten scheibe 1 und der Ablauf durch die Kanäle 38 in der Seitenscheibe 2.
Fig. 8 zeigt zwei Möglichkeiten der Rückkühlung der Kühlflüssigkeit. In einer Maschine ähnlicher Bauart ist die Rückführungsleitung der Kühlflüssigkeit mit 38 bezeichnet. In der linken Hälfte der Fig. 8 ist der Kanal 38 mit einem Kanal 39 in einer Schwung- scheibe 40 auf der Welle 5 verbunden. Die rückgeführte Kühlflüssigkeit wird bei 40a durch die Zentrifugalkraft ausgeschleudert und trifft auf eine Wand 41 des Gehäuses, die einen Hohlraum 42 aufweist, der von einem unabhängigen Kühlkreislauf durchströmt wird.
Der Ablauf der rückgekühlten Kühlflüssigkeit erfolgt bei 43.
Im rechten Teil der Fig. 8 ist die Rückführungs bohrung 38 mit Kanälen 44 in einer Schwungscheibe 45 verbunden, die ebenfalls mit der Welle 5 umläuft und mit Lüfterflügeln 46 versehen ist. Bei dem Durch strömen der durch die erzeugte Luftströmung gekühl ten Schwungscheibe 45 wird die erwärmte Kühl flüssigkeit rückgekühlt und strömt durch einen Kanal 47 in der Welle 5 ab.
Durch die in Fig. 8 gezeigten Möglichkeiten ent fällt die Notwendigkeit der Anordnung eines geson derten Rückkühlers.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 9 ist der Läufer 7 ähnlich vorhergegangener Beispiele mit einer Durchflusskühlung versehen, wobei die Zuleitung der Kühlflüssigkeit bei 72 durch die Seitenscheibe 2 hin durch in einen Ringraum 73 des Läufers 7 und von da aus durch die Bohrungen 74 zu einem weiteren Ringraum 75 und durch die Auslassbohrung 76 strömt.
Zur zusätzlichen Abführung der von dem Läufer 7 aufgenommenen Wärme ist der Exzenter 6 mit einer separaten Durchflusskühlung ausgestattet, wobei das Kühlmittel dieses Kreislaufes durch ein in die Welle 5 eingesetztes Rohr 77 in die zentrische Bohrung 78 eintritt und von da aus in Kanäle 79 in dem Exzenter 6 und durch eine Vielzahl nahe der Peripherie des Exzenters 6 angeordneter Kanäle 80 strömt, wodurch die Lagerfläche 14 intensiv gekühlt wird. Die Ableitung der Kühlflüssigkeit erfolgt durch Bohrungen 81 und den Ringraum 82 zwischen dem Rohr 77 und der Welle 5.
In Fig. 10 bis 13 ist eine Drehkolbenmaschine gezeigt, bei welcher Massnahmen zur Begrenzung des Flüssigkeitsstandes im Hohlraum des Läufers vor gesehen sind.
Der wiederum mit 7 bezeichnete Läufer ist mit einem Hohlraum 85 versehen, dem Kühlflüssigkeit durch eine zentrische Bohrung 86 in der Welle 5 über einen radial zum Umfang des Exzenters 6 sich erstrek- kenden Kanal 87 und über einen Ringraum 88, in dem ein Rollenlager als Läuferlager angeordnet ist, zuge führt wird. Die den Ringraum 88 und das Getriebe 8, 9 umgebende Flüssigkeitsdichtung ist in den Fig. 10 und 12 mit 32 bezeichnet. Zur Abführung der Kühl flüssigkeit aus dem Läufer und zur Erzielung einer Zirkulation ohne Zuhilfenahme einer Pumpe ist in dem Hohlraum 85 des Läufers 7 eine feststehende Scheibe 89 angeordnet, die sich in einem Rohrstück 90 fortsetzt, welches mit der Seitenwand 2 des Gehäuses fest ver bunden ist.
Die Scheibe 89 ist mit radial gerichteten Kanälen 91 (Fig. 11a) versehen, die am Umfang der Scheibe in den Hohlraum 85 münden und sich durch das Rohrstück 90 fortsetzen. Wenn der Flüssigkeits stand im Hohlraum 85 des Läufers 7 einen solchen Wert erreicht hat, dass die Mündungen der Kanäle 91 in den Kühlflüssigkeitsring eintauchen, so wird die Kühlflüssigkeit auf Grund des zentrifugalen Druckes durch die Kanäle 91 nach innen gefördert und über den Ringraum 92 in der Seitenwand 2 des Gehäuses, die Bohrung 93, den Raum 94 und den Ausflusskanal 95 nach aussen abgeführt.
Wie ersichtlich, bedeckt die Scheibe 89 den Durch bruch 96 in der rechten Seitenwand des Läufers 7 in jeder Stellung des Läufers und münden die Kanäle 91 an einer Stelle im Hohlraum 85, die bei der Relativ bewegung zwischen Läufer und Gehäuse stets radial ausserhalb des Durchbruchs 96, des Ringraumes 88 und des Getriebes 8, 9 liegt. Da, wie erwähnt, die Kanäle 91 ein Anwachsen des Flüssigkeitsringes nach innen über die Mündungen dieser Kanäle verhindern, wird durch die Scheibe 89 gleichzeitig ein Übertreten von Kühlflüssigkeit durch die Durchbrüche 96, 97 und entlang den Seitenflächen des Läufers 7 zu den Arbeitsräumen weitgehend verhindert.
Fig. 12 zeigt eine Ausführung, bei der die Nabe 90 der Scheibe 89 gleichzeitig die Aussenverzahnung 8' trägt, die mit dem innenverzahnten, am Läufer 7 befestigten Rad 9 in Eingriff ist. Dies ergibt eine bau liche Vereinfachung der Maschine.
In Fig. 13 ist eine Schöpfscheibe 89' im Schnitt dar gestellt, bei welcher die Kanäle 91' spiralförmig ver laufen. Bei Drehung des Läufers in Pfeilrichtung wird die Kühlflüssigkeit, die ja mit dem Läufer umläuft, beim Eintauchen der Scheibe in die Flüssigkeit rascher abgeführt. Die Scheibe 89' wird aus zwei Teilen her gestellt, wobei der eine Teil die vorzugsweise gefrästen Spiralnuten und den Nabenteil aufweist und der andere Teil diese Nuten abdeckt und damit zu geschlossenen Kanälen vervollständigt.
In Fig. 14 ist wiederum die Kurbelwelle mit 5, der Exzenter mit 6 und der Läufer mit 7 bezeichnet. Die Zuführung der Kühlflüssigkeit zum Läufer erfolgt durch eine konzentrische Bohrung 98 in der Kurbel welle 5 und setzt sich in einem radial gerichteten Kanal 99 fort, der am Umfang des Exzenters 6 mündet. Das Lager des Läufers 7 auf dem Exzenter 6 besteht aus zwei Reihen 100 und 101 von Wälzkörpern, die in einem Käfig 102 gehalten sind. Dieser Käfig ist in der Mitte geteilt und weist einen Ringraum 103 auf, durch welchen die Kühlflüssigkeit vom Kanal 99 in die im Läufer 7 angeordneten Kanäle 104 strömen kann. Durch diese Massnahme wird vermieden, dass das Exzenterlager 100, 101 im Ölbad läuft. Dieses Lager wird vielmehr nur von einem sehr geringen Teilstrom geschmiert.
Die Rückführung der Kühlflüssigkeit aus dem Läufer 7 erfolgt durch die Ringräume<B>105,</B> die durch die Flüssigkeitsdichtungen 106 gegenüber den Arbeitsräumen der Maschine abgedichtet sind, und von dort aus durch die Kammern 107 in den Seiten scheiben 1 und 2 des Gehäuses und die Abfluss- bohrungen 108.