CH383994A - Verfahren zur Herstellung von spirocyclischen Polyketonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von spirocyclischen Polyketonen

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CH383994A
CH383994A CH7488859A CH7488859A CH383994A CH 383994 A CH383994 A CH 383994A CH 7488859 A CH7488859 A CH 7488859A CH 7488859 A CH7488859 A CH 7488859A CH 383994 A CH383994 A CH 383994A
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Arnold Dr Brossi
Max Dr Gerecke
Emilio Dr Kyburz
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Hoffmann La Roche
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  Verfahren zur Herstellung von     spirocyclischen        Polyketonen       Die vorliegende Erfindung betrifft ein     Verfahren     zur Herstellung von     spirocyclischen        Polyketonen    der  Formel  
EMI0001.0006     
    worin     R1,        R2,        R3    und     R4    Wasserstoff,     Alkyl-,          Alkoxy-,        Hydroxygruppen    oder Halogen bedeuten  und     R,    Wasserstoff oder eine niedere     Alkylgruppe     darstellt,

   das dadurch     gekennzeichnet    ist, dass man ein       2-Carbalkoxy-cumaranon-(3)    der Formel  
EMI0001.0018     
    worin     R,    eine niedere     Alkylgruppe    darstellt, an ein       Alkenyl-methyl-keton    der Formel  
EMI0001.0022     
    anlagert und das entstandene     Anlagerungsprodukt            cyclisiert.    Das dabei gebildete     spirocyclische        Poly-          keton    der Formel I wird     gegebenenfalls    in an sich  bekannter Weise in dessen     Enoläther    oder     Enolester     

  überführt.  



  Die als Ausgangsmaterial verwendeten     2-Carb-          alkoxy-cumaranone-(3)    der Formel     II    stellen zum  Teil bekannte Verbindungen dar, welche nach be  kannten Verfahren hergestellt werden können.     Ein     solches besteht z. B. darin, dass     Salicylsäureester    oder  ein im aromatischen Ring entsprechend substituierter       Salicylsäureester,    wie z. B.  



       2-Hydroxy-4,6-dimethoxy-benzoesäureester,          2-Hydroxy-3-methyl-4.,6-dimethoxy-benzoe-          säureester,          2-Hydroxy-3-chlor-4,6-dimethoxy-benzoe-          säureester,          2-Hydroxy-3,5-dichlor-4,6-dimethoxy-benzoe-          säureester     in Gegenwart eines     alkalischen    Kondensationsmittels  mit einem     Halogenessigester    umgesetzt und der er  haltene     Diester    nach     Dieckmann        cyclisiert    wird (vgl.  R.

   C.     Elderfield,        Heterocyclic        Compounds,        Vol.        II,     S. 26, New York, 1951).  



  Als     Alkenyl-methyl-keton    der Formel     III    ver  wendet man     zweckmässigerweise        Methyl-vinyl-keton,          Propenyl-methyl-keton,        Butenyl-methyl-keton    usw.  



  Die Anlagerung des     2-Carbalkoxy-cumaranons-(3)     der Formel     II    an das     Alkenyl-methyl-keton    der For  mel     III    wird vorzugsweise in alkalischem Medium,  z. B. in Gegenwart von     Piperidin,        Natriumalkoholat,          Benzyl    -     trimethyl    -     ammoniumhydroxyd    usw., durch  geführt. Es ist ferner zweckmässig, ein organisches       Lösungsmittel,    z.

   B. einen Alkohol, wie Methanol,  Äthanol usw., oder einen     cyclischen    Äther, wie       Dioxan    oder     Tetrahydrofuran,        anzuwenden.    Das so  erhaltene     Anlagerungsprodukt    lässt sich durch fol  gende Formel darstellen:    
EMI0002.0001     
    Die     Cyclisierung    dieses Esters wird zweckmässig  in einem     geeigneten        Lösungsmittel    wie Methanol,       Athanol,        Benzol,        Dioxan    usw. durch Einwirkung,  vorzugsweise bei Raumtemperatur, eines alkalischen       Kondensationsmittels,    wie z. B.

   Natrium,     Natrium-          alkoholat,        Natriumhydrid    usw., bewirkt.  



  Die     erfindungsgemäss    gebildeten     spirocyclischen          Polyketone    der     Formel    I sind saure Verbindungen.  Sie werden aus den     wässrigen    Lösungen ihrer     Alkali-          salze    am besten durch Zugabe von Säuren, wie Essig  säure,     Salzsäure    usw. freigesetzt.

   Sowohl das     Anlage-          rungsprodukt    der Formel IV wie auch das     spiro-          cyclische        Polyketon    der Formel I besitzen zum min  desten ein     asymmetrisches        Kohlenstoffatom.    Falls     R,     eine niedere     Alkylgruppe    bedeutet, liegen zwei       Asymmetriezentren    vor,

   und es sind deshalb zwei       stereoisomere        Racemate    zu     erwarten.    Es können auch  die     isomeren        Racemate    der genannten Verbindungen  hergestellt werden, welche vor oder nach der     Cycli-          sierung    durch     fraktionierte    Kristallisation oder durch       Chromatographie    an Aluminiumoxyd getrennt wer  den können.  



  Die erfindungsgemäss erhaltenen     spirocyclischen          Polyketone    können gegebenenfalls in an sich bekann  ter Weise durch Behandeln mit     Alkylierungsmitteln,     wie     Diazomethan,        Dimethylsulfat    usw., oder mit       Acylierungsmitteln,    wie     Essigsäureanhydrid,        Propion-          säureanhydrid    usw., in ein Gemisch zweier     stellungs-          isomerer        Mono-enoläther        resp.        Mono-enolester    über  geführt werden,

   die sich durch fraktionierte     Kristalli-          sation    oder durch     Chromatographie    an Aluminium  oxyd trennen lassen.  



  Die erfindungsgemäss hergestellten     spirocyclischen          Polyketone    sowie deren     Enoläther    und     Enolester    be  sitzen     fungistatische    und     bakteriostatische    Wirkungen  und sollen     als        Heilmittel    oder als Zwischenprodukt  zur Darstellung von Heilmitteln Verwendung finden.  <I>Beispiel 1</I>  10 g     2-Carbomethoxy-4,6-dimethoxy-cumaranon-          (3)    (hergestellt nach J.     Chem.        Soe.1954,    Seite 434)  werden in 150 ml Methanol unter schwachem Er  wärmen gelöst.

   Hierauf kühlt man die Lösung auf  25  ab, versetzt mit 4 ml einer     35d/oigen    Lösung von       Benzyl-trimethyl-ammoniumhydroxyd    und tropft  unter Rühren und Kühlen 3,26 ml     Methyl-vinyl-keton     zu. Aus der Lösung beginnen sich bald Kristalle ab  zuscheiden. Nach 4 Stunden Stehenlassen bei Raum  temperatur wird gekühlt und anschliessend filtriert.  Man erhält 9,7 g     2-Carbomethoxy-2-(3'-oxo-n-butyl)-          4,6-dimethoxy-cumaranon-(3)    vom     Smp.    117-119 .

      Das     UV-Spektrum    in Feinsprit zeigt Maxima bei  209     my    und 287     mit        (,-    = 21<B>500</B> und 22 600).  



  Zur     Cyclisierung    werden 7,5 g des     Anlagerungs-          produktes    in 80 ml absolutem Methanol warm ge  löst und nach dem Kühlen auf 25  mit 23,3 ml einer       1n        Natriummethylatlösung    in Methanol versetzt.  Nach 40stündigem Stehenlassen bei Raumtemperatur  und unter Stickstoffatmosphäre wird die Reaktions  lösung im     Wasserstrahlvakuum    eingeengt, mit Wasser  verdünnt und durch Extraktion mit Benzol von un  löslichen Bestandteilen befreit. Die wässerige Phase  wird abgetrennt und mit Kohle entfärbt, filtriert und  mit Essigsäure     lackmussauer    gestellt.

   Das ausgeschie  dene     4,6-Dimethoxy-grisantrion-(3,2',4')    wird     abfil-          triert,    mit Wasser gewaschen und getrocknet. Nach       Umlösen    aus Essigester schmilzt es bei 204-206 .  Ausbeute 1,4 g. Das     UV-Spektrum    in Feinsprit zeigt       Maxima    bei 210     m,ci    und 283     my    (a = 23 300 und  <B>31</B>400). Das     UV-Spektrum    in alkoholischer 0,01n  Natronlauge zeigt ein Maximum bei 286     m1    (a     =     <B><I>50000).</I></B>  



  500 mg     4,6-Dimethoxy-grisantrion-(3,2',4')    wer  den in 50 ml absolutem Methanol gelöst und     bei     Raumtemperatur     mit    überschüssiger ätherischer     Di-          azomethanlösung    versetzt (70 ml einer     1,8o/oigen     Lösung). Nach dem Aufhören der Stickstoffentwick  lung wird im     Wasserstrahlvakuum    eingeengt und der  Rückstand aus     Essigester-Petroläther        zur    Kristallisa  tion gebracht.

   Nach mehrmaligem     Umlösen    aus Essig  ester erhält man 150 mg     4,6,2'-Trimethoxy-grisen-          (2')        -dion-    (3,4') vom     Smp.    162-163 . Das     UV-          Spektrum    in Feinsprit zeigt Maxima bei 230, 247  und 284     my        (E    = 18 900, 17 100 und 25 200).  



  Aus den Mutterlaugen kann nach dem Einengen  und     Chromatographieren    an Aluminiumoxyd (Akt.       II,    neutral) ein zweites     Isomeres    mit einem Gemisch  von     BenzoljÄther    (4: 1)     eluiert    werden. Es schmilzt  nach dem     Umlösen    aus     Isopropyläther    bei 128-130 .  Das UV-Spektrum in Feinsprit zeigt Maxima bei  <I>254</I>     m,u    und 284     my    (r - 17 700 und 24 400). Es  handelt sich um das     4,6,4'-Trimethoxy-grisen-(3')-          dion-(3,2').     



  <I>Beispiel 2</I>  15 g     2-Carbomethoxy-4,6-dimethoxy-cumaranon-          (3)    (hergestellt nach J.     Chem.        Soc.   <I>1954,</I> Seite 434)  werden in 200 ml Methanol unter schwachem Er  wärmen gelöst und nach dem Abkühlen auf 25  mit  6     ml    einer     35fl/oigen    Lösung von     Benzyl-trimethyl-          ammoniumhydroxyd    versetzt. Hernach werden 5 g       Methyl-propenyl-keton    zugegeben. Nach 5stündigem  Schütteln bei Raumtemperatur wird das Reaktions  gemisch gekühlt und filtriert. Man erhält 10 g weisse  Kristalle.

   Nach dem     Umlösen    aus     Essigester-Petrol-          äther    und anschliessend aus Methanol erhält man  1,5 g     2-Carbomethoxy-2-(1'-methyl-3'-oxo-n-butyl)-          4,6-dimethoxy-cumaranon-(3)    vom     Smp.    194-195 .  Das UV-Spektrum in Feinsprit zeigt ein Maximum  bei 288     m,1    .     (E    - 23 400).  



  Durch Einengen der Mutterlaugen und     Umlösen     des Rückstandes aus Methanol erhält man 4,5 g des      bei 140-141      schmelzenden        Isomeren.    Das     UV-Spek-          trum    in Feinsprit zeigt ein Maximum bei 288     my          (e    - 23 400).  



  Zur     Cyclisierung    werden 3,4 g des     Isomeren    vom       Smp.    140-141  in 20     ml    absolutem Methanol warm  gelöst und nach dem Kühlen auf 25  mit 15 ml einer  In     Natriummethylatlösung    in Methanol versetzt.  Nach 10stündigem     Schütteln    bei Raumtemperatur  und unter Stickstoffatmosphäre wird die Reaktions  lösung im     Wasserstrahlvakuum    eingeengt, mit Wasser  verdünnt und durch Extrahieren mit Benzol von un  löslichen Bestandteilen befreit. Die wässerige Phase  wird abgetrennt und mit Kohle entfärbt,     filtriert,    und  mit verdünnter Salzsäure angesäuert.

   Das sich aus  scheidende Öl wird in Essigester aufgenommen. Nach  dem Abdampfen des letzteren fallen Kristalle aus,  welche filtriert und     anschliessend    aus Methanol um  gelöst werden. Man erhält 400 mg     4,6-Dimethoxy-          6'-methyl-grisantrion-(3,2',4')    vom     Smp.    233-234 .  Das     UV-Spektrum    in Feinsprit zeigt Maxima bei  211     m .    und 284     mu        (e        =    22 600 und 34 000).

   Das       UV-Spektrum    in alkoholischer 0,01n Natronlauge  zeigt ein Maximum bei 287     nu.        (e        =    43 500).    <I>Beispiel 3</I>  24,5 g     2-Carbomethoxy-4,6-dimethoxy-7-chlor-          cumaranon-(3)    werden in 1,8 1 Methanol warm ge  löst. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur werden  7 ml einer 35     '/eigen    Lösung von     Benzyl-trimethyl-          ammonium-hydroxyd    und 11 ml     Methylvinylketon     zugegeben und die     Lösung    20 Stunden bei Raum  temperatur stehengelassen.

   Das Lösungsmittel wird  sodann im Vakuum     entfernt    und der     Rückstand    zwi  schen Benzol und verdünnter Salzsäure     verteilt.    Die       benzolische    Lösung wird     mit    verdünnter Natronlauge  geschüttelt, neutral gewaschen und eingedampft. Der  Rückstand wird aus Methanol umgelöst. Man erhält  18 g 2 -     Carbomethoxy    - 2-(3' -     oxo-n-butyl)-4,6-di-          methoxy-7-chlor-cumaranon-(3)    vom     Smp.    138-139 .  Das     UV-Spektrum    in Feinsprit zeigt Maxima bei  237, 291 und 325 mg     (e    = 13 400, 21<B>800</B> und  5300).  



  Zur     Cyclisierung    werden 10 g des     Anlagerungs-          produktes    in 500 ml     abs.    Methanol warm gelöst,  dann bei     Zimmertemperatur    mit 53 ml     1n        Natrium-          methylatlösung    in Methanol versetzt und 18 Stunden  stehengelassen. Die weitere Aufarbeitung erfolgt wie  in Beispiel 1 beschrieben. Man erhält ein Rohpro  dukt, aus welchem durch     Umlösen    aus Methanol  1,3 g     4,6-Dimethoxy-7-chlor-grisantrion-(3,2',4')    vom       Smp.    240-241      (Zers.)    gewonnen werden.

   Das     UV-          Spektrum    in Feinsprit zeigt Maxima bei 233, 288  und 324     mu        (e    = 17 500, 30 500 und 5500). Das       UV-Spektrum    in alkoholischer 0,01n Natronlauge       zeigt    Maxima bei 232, 288 und 324     m,u        (a    = 16 100,  47 000 und 6100).  



  1,2 g     4,6-Dimethoxy-7-chlor-grisantrion    (3,2',4')  werden in 230 ml     abs.    Methanol gelöst und mit  überschüssiger ätherischer     Diazomethanlösung    ver-    setzt. Nach dem Aufhören der Stickstoffentwick  lung wird die Lösung im Vakuum eingedampft. Der  Rückstand löst sich nur     zum    Teil in etwa 20-30 ml  Benzol. Der unlösliche Teil wird     abfiltriert    und aus  Methanol umgelöst. Man erhält 0,3 g     4,6,2'-Tri-          methoxy    - 7 -     chlor-grisen-(2')-dion-(3,4@    vom     Smp.     228-229 .

   Das     UV-Spektrum    in Feinsprit zeigt  Maxima bei 236, 252, 290 und 324     mu        (E    = 26 400,  17 400, 23 800 und 5600).  



  Der     benzollösliche    Teil wird an     Aluminiumoxyd     (Aktivität     I)        chromatographiert.    Mit     Benzol    wird  dabei das     4,6,4'-Trimethoxy-7-chlor-gris,en-(3')-dion-          (3,2')        eluiert.    Es wird aus Essigester umgelöst. Man  erhält 0,2 g vom     Smp.    207-208 . Das UV-Spektrum  in Feinsprit zeigt Maxima bei 233, 260, 289 und  324     m,u        (e   <I>=</I> 20 800, 20 400, 21<B>700,</B> 5500).  



  Das als Ausgangsmaterial dienende     2-Carbo-          methoxy-4,6-dimethoxy-7-chlor-cumaranon(3)    kann  auf folgende Weise hergestellt werden:  10 g     3-Chlor-4,6-dimethoxy-salicylsäure    (herge  stellt nach J.     Chem.        Soc.   <I>1952,</I> 3975) werden in  200     ml        Dimethylformamid    gelöst und mit 5,0 g     Na-          triumbicarbonat    und 5,5 ml     Dimethylsulfat    während  14 Stunden bei 60  gerührt. Alsdann wird das Lö  sungsmittel im Vakuum entfernt und der Rückstand  mit Wasser versetzt.

   Es bleiben 7,5g Kristalle vom       Smp.        179-181     ungelöst, die     abfiltriert    werden. Nach       Umlösen    aus Methanol erhält man reinen     3-Chlor-          4,6    -     dimethoxy    -     salicylsäure    -     methylester    vom     Smp.          185-186 .     



  Die     Veresterung    kann auch wie folgt durchge  führt werden:  10 g     3-Chlor-4,6-dimethoxy-salicylsäure    werden  warm in 100 ml     Dimethylformamid    gelöst. Man gibt  80     ml    Methanol hinzu und bringt die Temperatur  auf 50 .

   Beim Zugeben von 10 g     Di-(cyclohexyl)-          carbodiimid        steigt    die Temperatur auf     etwa    60 , und  es     kristallisiert    sofort ein Gemisch von     Di-(cyclo-          hexyl)        harnstoff    und     3-Chlor-4,6-dimethoxy-salicyl-          säure-methylester    aus. Man rührt noch 4 Stunden bei  Raumtemperatur weiter, kühlt auf 0" ab und filtriert  den Niederschlag ab. Aus diesem wird der Ester  durch Lösen in eiskalter     Natrium-hydroxydlösung          und    Ausfällen mit Säure gewonnen.

   Man erhält  10,5 g     3-Chlor    - 4,6 -     dimethoxy-salicylsäure-methyl-          ester    vom     Smp.    185-186 .  



  100 g     3-Chlor-4,6-dimethoxy-salicylsäure-methyl-          ester    werden in 1250 ml     Dimethylformamid    warm  gelöst und mit 47,5 ml     Bromessigsäure-methylester     und 75g wasserfreiem     Kaliumcarbonat    22- Stunden  auf 60  erwärmt. Die anorganischen Salze werden       abfiltriert    und das Filtrat im Vakuum eingeengt. Man  nimmt den Rückstand     in    Benzol auf und wäscht ihn  mit     Natriumhydroxydlösung    und anschliessend mit  Wasser. Nach Abdampfen des Benzols wird der  Rückstand aus     Isopropyläther    umgelöst.

   Man erhält  110-120 g     2-(Carbomethoxy-methoxy)-3-chlor-4,6-          dimethoxy-benzoesäure-methylester    vom     Smp.    80  bis<B>8</B> 1 .      Man gibt 15,2 g Natrium zu 400 ml     Toluol    und       erhitzt    das Ganze auf 100 bis 105 .

   Bei dieser Tempe  ratur tropft man unter     intensivem    Rühren 1 ml ab  solutes Methanol, dann eine Lösung von 150 g  2 -     (Carbomethoxy    -     methoxy)        -3-chlor-4,6-dimethoxy-          benzoesäure-methylester    in 400 ml     Toluol    ein und       rührt    noch 4 Stunden bei 100  weiter. Der Nieder  schlag wird     abfiltriert    und zwischen verdünnter Salz  säure und Essigester     verteilt.    Nach Eindampfen der  neutral gewaschenen     Essigesterlösung    wird der Rück  stand aus Methanol umgelöst.

   Man erhält 88 bis 90 g  2 -     Carbomethoxy-4,6-dimethoxy-7-chlor-cumaranon-          (3)    vom     Smp.    146-149 .  



  Auf analoge Weise erhält man:  aus     5-Chlor-4,6-dimethoxy-salicylsäure     (J.     Chem.        Soc.   <I>1952,</I> 3975)  den     5-Chlor-4,6-dimethoxy-salicylsäure-          methylester,        Smp.    140 ,  den     2-(Carbomethoxy-methoxy)-5-chlor-4,6-          dimethoxy-benzoesäure-methylester,          Smp.        108 ,    und  das     2-Carbomethoxy-5-chlor-4,6-(Emethoxy-          cumaranon-(3),        Smp.    l41-142 ,  aus     3,5-Dichlor-4,6-dimethoxy-salicylsäure     (J.

       Chem.        Soc.   <I>1952,</I> 3975)  den     3,5-Dichlor-4,6-dimethoxy-salicylsäure-          methylester,        Smp.    120 ,  den     2-(Carbomethoxy-methoxy)-3,5-dichlor-4,6-          dimethoxy-benzoesäure-methylester,          Smp.    88-89 , und  das     2-Carbomethoxy-5,7-dichlor-4,6-dimethoxy-          cumaranon-(3),        Smp.    175-176 .  



  <I>Beispiel 4</I>  12,7 g     2-Carbomethoxy-4,6-dimethoxy-7-chlor-          cumaranon-(3)        (hergestellt    nach den Angaben in Bei  spiel 4) werden in 850 ml     abs.    Methanol gelöst,  hernach 6,35 ml einer     35a/aigen    Lösung von     Benzyl-          trimethyl-ammoniumhydroxyd    und 6,35     ml        Propenyl-          methyl-keton    zugegeben.

   Anschliessend     rührt        man     während 4 Stunden bei Raumtemperatur. 2-Carbo       methoxy-2-(1'-methyl-3'-oxo-n-butyl)-4,6-dimethoxy-          7    -chlor -     cumaranon    - (3)     kristallisiert    in Form eines  der beiden     möglichen        stereoisomeren        Racemate     spontan aus der     Reaktionslösung    aus. Nach dem Ab  filtrieren und     Umlösen    aus Methanol erhält man  7,3 g des einen     stereoisomeren        Racemates    vom       Schmelzpunkt    180 .

   Aus dem Filtrat kann das zweite       stereoisomere        Racemat    vom     Smp.    165-167  gewon  nen werden.  



  Zur     Cyclisierung    werden 36 g des höher schmel  zenden     Isomeren    (aus mehreren Ansätzen gewon  nen) in 2,9 1     abs.    Methanol gelöst und     mit    72 ml  einer In     Natriummethylatlösung    in Methanol ver  setzt.     Anschliessend    rührt man während 17 Stunden  unter Stickstoffatmosphäre bei Raumtemperatur.  Dann wird bei 20-30  im     Wasserstrahlvakuum    ein  geengt und der Rückstand in Wasser gelöst. Die un  löslichen Anteile werden mit     Benzol    extrahiert.

   Hier  auf stellt man die wässerige Lösung durch Zugabe    von     verdünnter        Salzsäure    kongosauer und extrahiert  das gebildete     Triketon    mit Essigester. Nach dem  Einengen des     Essigesterextraktes    und     Aufkochen    des  Rückstande mit Essigester kristallisieren 20 g von       rae.    4,6 -     Dimethoxy    - 7 -     chlor-6'-methyl-grisantrion-          (3,2',4')    vom     Smp.    233-235 . Das UV-Spektrum in  Feinsprit zeigt Maxima bei 230, 289 und 322 mg       (E    = 18 000, 30 750 und 5 500).

   Dasjenige in alko  holischer 0,1n Natronlauge bei 230, 290 und 322     m,u          (@    = 17 000, 45 000. und 6100).  



  Zur Überführung in den     Enoläther    wird das     Tri-          keton    in der 100fachen Menge Methanol gelöst und  unter Rühren bei 0-5  mit überschüssiger ätherischer       Diazomethanlösung    versetzt. Anschliessend wird im       Wasserstrahlvakuum    eingeengt und der Rückstand  zweimal aus Methanol umgelöst. Man erhält     4,6,2'-          Trimethoxy-7.-chlor-6'-methyl-grisen-(2')-dion-(3,4')     vom     Smp.    247-248 . Das UV-Spektrum in Feinsprit       zeigt    Maxima bei 236, 252 und 324     m,ci        (E    = 25 500,  17 350, 23 300 und 5560).

      <I>Beispiel 5</I>    1 g     2-Carbäthoxy-2-(3'-oxo-n-butyl)-4,6-dimeth-          oxy-cumaranon-(3)    (Schmelzpunkt 90-92 , hergestellt  aus     2-Carbäthoxy-4,6-dimethoxy-cumaranon-(3)    und       Methyl-vinyl-keton    analog den Angaben in Beispiel 1  und in J.     Chem.        Soc.   <I>1954,</I> Seite 434) wird in 50     ml          abs.    Methanol gelöst und unter Stickstoffatmosphäre  und Eiskühlung mit 2 ml 2n     Natriummethylatlösung     in Methanol versetzt.

   Nach 13stündigem Rühren bei       Zimmeremperatur    wird auf Eiswasser gegossen und  zur Entfernung der     Neutralteile    mit Benzol ausgezo  gen. Aus der mit     Salzsäure    angesäuerten wässerigen  Lösung werden die sauren Anteile mit Essigester       extrahiert.    Nach dem Einengen wird der Rückstand  aus Essigester umgelöst. Man erhält 280 mg     4,6-Di-          methoxy-grisantrion-(3,2',4'),    welches mit dem in Bei  spiel 1 erhaltenen Endprodukt identisch ist.

      <I>Beispiel 6</I>    500 mg     2-Carbomethoxy-4,6-dimethoxy-cumara-          non-(3)    (hergestellt nach J.     Chem.        Soc.   <I>1954,</I> Seite  434) werden in 40 ml     abs.    Methanol gelöst und mit  1 ml 2,1n     Natriummethylatlösung    in Methanol ver  setzt. Darauf tropft man schnell 0,17     ml        Methyl-          vinyl-keton    ein und     rührt    während 21 Stunden bei  Zimmertemperatur. Das Reaktionsgemisch wird im  Vakuum zur Trockne eingedampft und der Rück  stand zwischen     Benzol-Wasser    verteilt.

   Nach Abtren  nen der     benzolischen    Schicht, welche die     Neutralteile     enthält, wird die wässerige Phase durch Zugabe von  verdünnter     Salzsäure    sauer gestellt. Aus der sauren  Lösung können 140 mg     4,6-Dimethoxy-grisantrion-          (3,2',4')    isoliert werden, welches mit dem im Beispiel  1 erhaltenen Endprodukt identisch ist.  



  <I>Beispiel 7</I>  19 g     2-Carbomethoxy-4,6-dimethoxy-7-methyl-          cumaranon-(3)    werden in     methanolischer    Lösung mit       Methyl-vinyl-keton    in Gegenwart von Benzyl-tri-           methyl-ammoniumhydroxyd    nach den Angaben in  Beispiel 1 umgesetzt. Man erhält 18 g     2-Carbometh-          oxy    - 2 - (3' -     oxo    - n -     butyl)    -4,     6-dimethoxy-7-methyl-          cumaranon-(3)    vom     Smp.    126-127 .

   Dessen nach  den Angaben in Beispiel 1 durchgeführte     Cyclisie-          rung    in Methanol in     Gegenwart    von     Natriummethylat     ergibt 8 g     4,6-Dimethoxy-7-methyl-grisantrion-(3,2',4')     vom     Smp.        250         (Zers.).    Das UV-Spektrum in Fein  sprit zeigt Maxima bei 231, 290 und 326     mu     (Schulter);     e    = 13 200, 29     60(?    und 5100.

   Das     UV-          Spektrum    in     alkoholischer    0,01n Natronlauge zeigt       Maxima    bei 230 (Schulter), 289 und 326 mg  (Schulter);     e    = 10 800, 42 700 und 5100.  



  Die     Methylierung    des     Triketons    mit ätherischer       Diazomethanlösung    in Methanol, nach den Angaben  in Beispiel 2, ergibt ein     Gemisch    zweier     Enoläther.     Die     Kristallisation    aus     Methanol    führt zuerst zur Iso  lierung des schwerer     löslichen        4,6,4'-Trimethoxy-7-          methyl-grisen-(3')-dion-(3,2')    vom     Smp.    195-196 .  Das UV-Spektrum in Feinsprit zeigt Maxima bei  232, 260, 292 und 325     my    (Schulter);     e    = 18 300,  20 900, 23 900 und 5570.

   Die Mütterlauge liefert  nach dem Einengen einen Rückstand, welcher zuerst  mit     0,1n        Sodalösung    behandelt und hernach aus  Methanol umgelöst     wird.    Man erhält dabei das  4,6,2' -     Trimethoxy    - 7 -     methyl        -grisen-(2')-dion-(3,4')     vom     Smp.    205 . Das UV-Spektrum in Feinsprit     zeigt     Maxima bei 234, 250 (Schulter), 291     und    325     my     (Schulter);     e    = 21200, 16 400, 24 600 und 5480.  



  Das     als    Ausgangsverbindung benötigte     2-Carbo-          methoxy-4,6-dimethoxy-7-methyl-cumaranon-(3)    kann  hergestellt werden durch Kondensation von     2-Hy-          droxy    - 3 -     methyl-4,6-dimethoxy-benzoesäure-methyl-          ester    (J.     Chem.        Soc.   <I>1951,</I> 3355) mit Bromessigsäure  methylester, wobei     2-(Carbomethoxy-meth(>xy)-3-          methyl-4,6-dimethoxy-benzoesäure-methylester    vom       Sdp.        150 j0,005    mm erhalten wird.

   Dessen Ring  schluss nach der Methode von     Dieckmann    ergibt das  gewünschte     2-Carbomethoxy-4,6-dimethoxy-7-methyl-          cumaranon-(3)    vom     Smp.    125-126 .    <I>Beispiel 8</I>  Das im 1.     Abschnitt    von Beispiel 4 erhaltene       stereoisomere        Racemat    vom     Schmelzpunkt    165-167   wird wie folgt weiterverarbeitet:

    5 g des     Racemates    werden zwecks     Cyclisierung     in 400 ml     abs.    Methanol gelöst, mit 10 ml einer  frisch hergestellten 2n     Natriummethylatlösung    ver  setzt und 14 Stunden unter Stickstoffatmosphäre ver  rührt. Nach dem Einengen im     Wasserstrahlvakuum     wird zwischen Wasser und Essigester verteilt. Die  wässerige Phase wird angesäuert und mit Äther  extrahiert. Der     Atherextrakt    wird mit Natrium=       bicarbonatlösung    geschüttelt.

   Die     bicarbonatlöslichen     Anteile kristallisieren beim Ansäuern mit     Salzsäure     und ergeben nach     Umlösen    aus     Eisessig-Äther        rac.          4,6-Dimethoxy-7-chlor-6'-methyl-grisantrion-(3,2',4')     vom     Schmelzpunkt    240-242 .

   Bei Behandlung mit       Diazomethan    entsteht ein Gemisch von     rac.        4,6,2'-          Trimethoxy    - 7     -chlor-6'-methyl-grisen-(2')-dion-(3,4@            (rac.        Griseofulvin)    und     rac.    4,6,4' -     Trimethoxy-7-          chlor-6'-methyl-grisen-(3')-dion-(3,2')        (rac.        Isogriseo-          fulvin)

  .        Rac.        Griseofulvin    kann durch     Chromatogra-          phie    an Aluminiumoxyd isoliert werden. Es schmilzt       (sublimiert    und umgelöst aus     Isopropyläther)    bei  216-217 .     UV        Absorptionsmaxima    bei 236, 250  (Schulter), 292 und 325     m,u;   <I>a</I> = 23 300, 16 600,  24 900 und 5820. Das     IR-Spektrum    in     Chloroform-          lösung    ist identisch mit demjenigen von     natürlichem          d-Griseofulvin    in Chloroform.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von spirocyclischen Polyketonen der Formel EMI0005.0114 worin R1, R2, R3 und R4 Wasserstoff, Alkyl-, Alkoxy-, Hydroxygruppen oder Halogen bedeuten und R5 Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe darstellt, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 2-Carbalkoxy-cumaranon-(3)
    der Formel EMI0005.0126 worin R6 eine niedere Alkylgruppe darstellt, an ein Alkenyl-methvl-keton der Formel EMI0005.0131 anlagert und das entstandene Anlagerungsprodukt cyclisiert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man das gebildete spirocyclische Polyketon in dessen Enoläther oder Enolester über führt.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Anlagerungsreaktion und die Cyclisierung in alkalischem Medium in Gegen wart eines organischen Lösungsmittels durchführt. 3.
    Verfahren gemäss Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Anlagerungsreaktion in Methanol unter Zusatz von Benzyl-trimethyl-ammo- niumhydroxydlösung durchführt, 4. Verfahren gemäss Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Cyclisierung in Metha nol unter Zusatz von Natriummethylatlösung durch führt. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und den Unteransprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man vorhandene stereoisomere Racemate vor oder nach der Cyclisierung trennt. 6. Verfahren gemäss den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen isomeren Enoläther und Enolester trennt.
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