CH384209A - Verfahren zur Herstellung schwerbrennbarer Mischpolymerisate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung schwerbrennbarer Mischpolymerisate

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CH384209A CH6386858A CH6386858A CH384209A CH 384209 A CH384209 A CH 384209A CH 6386858 A CH6386858 A CH 6386858A CH 6386858 A CH6386858 A CH 6386858A CH 384209 A CH384209 A CH 384209A
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    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/68Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen
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    • C08G63/6824Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen containing halogens derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/6828Polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds in which at least one of the two components contains aliphatic unsaturation

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung schwerbrennbarer Mischpolymerisate
Schwerbrennbare Mischpolymerisate aus monomeren Vinylverbindungen, insbesondere Styrol, und polymerisierbaren, halogenhaltigen, ungesättigten Polyester, gegebenenfalls mit Zusatz von Antimon  oderlund    Phosphorverbindungen, sind bekannt. Dabei sind die Polyester durch Polykondensieren von Diolen mit   ass-ungesättigten Dicarbonsäuren    bzw. deren Anhydriden, z. B. Maleinsäue oder Fumarsäure, und halogenhaltigen Dicarbonsäuren bzw. deren Anhydriden, z. B. Tetrachlorphthalsäure oder Hexachlorendomethylentetrahydrophthalsäure, hergestellt.



   Solche Polyester sind aber in der Regel gefärbt.



  Ferner ergeben sie mit monomeren Vinylverbindungen, z. B. Styrol, verhältnismässig viskose Lösungen, was sich in manchen Fällen bei der Verarbeitung, besonders beim Tränken von Glasgeweben, ungünstig auswirkt. Schliesslich besitzen die ausgehärteten Endprodukte in der Regel geringere mechanische Festigkeiten als solche, die unter Verwendung halogenfreier Polyester hergestellt sind.



   Es wurde nun gefunden, dass man schwerbrennbare Mischpolymerisate aus olefinisch ungesättigten Monomeren und halogenhaltigen, olefinisch   ungesät-    tigten Polyestern dadurch erhält, dass man Polyester aus Diolen und Dicarbonsäuren verwendet, deren Diolreste mindestens zum Teil Reste von oxyalkylierten, kernhalogenierten Diphenolen und deren Dicarbonsäurereste mindestens zum Teil Reste von a,   -    olefinisch ungesättigten Dicarbonsäuren sind.



   Die so erhältlichen Mischpolymerisate können sich, ausser durch ihre Schwerbrennbarkeit bzw.-entflammbarkeit, ferner insbesondere durch hohe mechanische Festigkeit, ausgezeichnete Wärmebeständigkeit, hervorragende Wasser-und insbesondere   Heisswasser-    beständigkeit, klare Durchsichtigkeit und Farblosigkeit auszeichnen.



   Zum Aufbau der erwähnten Polyester geeignete oxalkylierte, kernhalogenierte Diphenole, die nach bekannten Verfahren durch Kernhalogenieren der entsprechenden Diphenole und Umsetzen der Halogenierungsprodukte mit Alkylenchlorhydrinen oder   Al-    kylenoxyden erhältlich sind, sind z.

   B. :
1,4-Dioxyäthyl-tetrachlorhydrochinon,
1,4-Dioxypropyl-tetrachlorhydrochinon,
4,4'-Dioxyäthoxy-3,3', 5-trichlordiphenyl,
4,4'-Dioxyäthoxy-3,3', 5,5'-tetrachlordiphenyl,
4,4'-Dioxyäthoxy-octachlordiphenyl,
4,4'-Dioxypropoxy-3,3', 5,5'-tetrachlordiphenyl,
4,4'-Dioxyäthoxy-3,3'-dichlordiphenylsulfon und insbesondere oxalkylierte, kernhalogenierte
Dioxydiarylalkane, wie
4,4'-Dioxyäthoxy-3,3', 5,5'-tetrachlor diphenylmethan,
4,4'-Dioxyäthoxy-3,3'-dichlordiphenylpropan,
4,4'-Dioxyäthoxy-3,3', 5,5'-tetrachlor diphenylpropan,
4,4'-Dioxypropoxy-3,3', 5,5'-tetrachlor diphenylpropan,
4,4'-Dioxyäthoxy-3,3', 5,5'-tetrachlor diphenylcyclohexan,
4,4'-Dioxyäthoxy-3,3', 5,5'-tetrabrom diphenylpropan oder
4,4'-Dioxypropoxy-3,3',   5,    5'-tetrabromdi phenylpropan.



   Andere Diole, durch die die erwähnten oxalkylierten, kernhalogenierten Diphenole zum Teil ersetzt werden können, sind z. B. :   Athylenglykol,      Diäthylen-    glykol, 1,2-Propylenglykol und 1,3-Butandiol.



   An a,   ss-ungesättigten    Dicarbonsäuren, die für den Aufbau der Polyester in Frage kommen, seien genannt : hauptsächlich Maleinsäure und Fumarsäure, ferner Itaconsäure und Citraconsäure. 



   Neben diesen ungesättigten Dicarbonsäuren   kön-    nen zur Herstellung der Polyester auch noch andere Dicarbonsäuren mitverwendet werden, so z. B. Bern  steinsäure,    Phthalsäure, Terephthalsäure, Tetrachlorphthalsäure, Tetrahydrophthalsäure und Hexachlorendomethylentetrahydrophthalsäure.



   Polyester, die ausschliesslich aus halogenierten Diolen der erwähnten Art und Malein-oder Fumarsäure aufgebaut sind, haben einen Erweichungspunkt oberhalb von etwa   100 ,    lassen sich leicht pulverisieren und mit z. B. Styrol zu Pressmassen weiterverarbeiten. Durch Mitverwendung anderer Diole hingegen sinkt der Erweichungspunkt der ungesättigten Polyester z. B. auf etwa   60-70 ,    was für die Weiterverwendung, z. B. als Giessharze, den Vorteil hat, dass sie sich in der Schmelze schon bei nur mässig erhöhter Temperatur mit den olefinisch ungesättigten Monomeren, insbesondere Styrol, mischen lassen, wodurch man die Zugabe allzu grosser Stabilisatormengen, die namentlich die Kalthärtung verzögern würden, vermeiden kann.

   Ein weiterer Vorteil der Mitverwendung der erwähnten Diole besteht in einer Verkürzung der Veresterungszeit und damit in der Möglichkeit, besonders helle Polyester herstellen zu können.



   Die neuen, olefinisch ungesättigten Polyester stellen gewöhnlich praktisch farblose, klare, spröde Harze dar, die leicht in monomeren Vinylverbindungen, z. B.



  Styrol, ferner in Methylstyrol, Divinylbenzol, Methylmethacrylat, Vinylbenzoat und Diallylphthalat, zu vergleichsweise niedrigviskosen Lösungen gelöst und in dieser Form vorteilhaft z. B. als Giessharze verwendet werden können.



   Zur Auslösung der Mischpolymerisation kann man in üblicher Weise Katalysatoren oder Katalysatorkombinationen zugeben, so z. B. Säureperoxyde, wie Benzoylperoxyd, oder für die Kalthärtung z. B.



  Kobaltnaphthenat und Cyclohexanonperoxyd.



   Wie beim Mischpolymerisieren der bekannten halogenhaltigen, ungesättigten Polyester mit monomeren Vinylverbindungen kann man zur Erhöhung der Schwerentflammbarkeit den Mischungen auch bei dem vorliegenden Verfahren mit Vorteil Antimonverbindungen, z. B. Antimontrioxyd oder, insbesondere zur Herstellung klar durchsichtiger Polymerisate, in den Gemischen lösliche organische   Antimonverbin-    dungen gemäss den belgischen Patenten Nrn. 568 215 und   568 216    zusetzen. So lassen sich nach den Bedingungen der DIN-Vorschrift 4102, Blatt 3, und der ASTM 635-44 als schwerentflammbar zu bezeichnende Produkte schon mit einem Chlorgehalt von 14-15% und einem Gehalt an Antimonverbindungen von etwa 5% herstellen.



   Durch Einlagern von Glasschnitzeln,-matten oder -geweben lassen sich die mechanischen Eigenschaften der Mischpolymerisate in bekannter Weise verbessern.



   Beispiel 1
In einem Glaskolben mit Rührer, Wasserabscheider und Thermometer wird ein Gemisch von 454 Gewichtsteilen (1,0 Mol) 4,4'-Dioxyäthoxy-3,3', 5,5'tetrachlordiphenylpropan und 108 Gewichtsteilen   (1,      1    Mol) Maleinsäureanhydrid unter Rühren und   tuber-    leiten von   sauerstofffreiem    Stickstoff erhitzt. Zur Veresterung wird das Gemisch 4 Stunden bei   180  und    4 Stunden bei   200"gehalten,    bis kein Wasser mehr abdestilliert, wobei in den letzten 2 Stunden die   Rühr-    geschwindigkeit erhöht und der Stickstoffstrom ver  stärkt    wird.

   Man erhält ein farbloses, klares, sprödes Harz mit dem Erweichungspunkt   111     und der   Säure-      zahl 17.   



   Dieses Harz wird 65% ig in Styrol gelöst, die farblose Lösung mit   0,    01% Hydrochinon stabilisiert, mit   4%      Benzoylperoxydpaste    (50%   ig in Dimethylphthalat)    versetzt und 30 Minuten bei   809 aufbewahrt.    Es entsteht ein wasserklares Mischpolymerisat mit einem Gesamtchlorgehalt von 17,3% und den in der später folgenden Tabelle angegebenen Eigenschaften.



   Beispiel 2
In einem Glaskolben mit Rührer, Wasserabscheider und Thermometer wird ein Gemisch von 454 Gewichtsteilen (1,0 Mol) 4,4'-Dioxyäthoxy-3,3', 5,5'  tetrachlordiphenylpropan    und 128 Gewichtsteilen (1,1 Mol) Fumarsäure unter Rühren und   Uberleiten    von sauerstofffreiem Stickstoff erhitzt. Zur Veresterung wird das Gemisch 4 Stunden bei   175-180     und 5 Stunden bei   195-200"gehalten,    bis kein Wasser mehr abdestilliert, wobei in den letzten 3 Stunden die Rührgeschwindigkeit erhöht und der Stickstoffstrom verstärkt wird. Man erhält ein farbloses, klares,   sprö-    des Harz mit dem Erweichungspunkt   101"und    der Säurezahl 30.



   Dieses Harz wird 65%   ig    in Styrol gelöst und mit 0,02% Hydrochinon stabilisiert. Es entsteht ein klares Giessharz mit einem Chlorgehalt von 17,3%, welches nach mehreren Stunden vollkommen kristallin wird.



  Wird diese klebfreie, krümelige Masse mit 30-40% Glasschnitzeln und/oder sonstigen Füllstoffen und   4%    Benzolperoxydpaste gut durchgemischt, so entsteht eine Pressmasse, die in der Wärme unter Druck in wenigen Minuten vollkommen aushärtet. Die aus dieser Pressmasse hergestellten Formstücke haben hohe Festigkeit, wie aus der nachfolgenden Tabelle zu ersehen ist, gute Wärmebeständigkeit und ausgezeichnete Heisswasserbeständigkeit. Ein Prüfkörper aus 75 Gewichtsteilen des Mischpolymerisates und 25 Gewichtsteilen Glasschnitzeln ergibt bei einer Prüfung nach ASTM 635-44 eine Brenndauer von 46 Sekunden. Nach Zusatz von 5% Antimontrioxyd tritt sofortiges Verlöschen ein.



   Beispiel 3
In einem   l-Liter-Kolben    mit Rührer, Thermometer und Wasserabscheider wird ein Gemisch von 908 Gewichtsteilen (2,0 Mol) 4,4'-Dioxyäthoxy-3,3', 5,5'-tetrachlordiphenylpropan, 11 Gewichtsteilen (0,1 Mol)   Diäthylenglykol    und 216 Gewichtsteilen (2,2 Mol) Maleinsäureanhydrid unter Rühren und   tuber-    leiten von sauerstofffreiem Stickstoff erhitzt. Zur Ver esterung wird das Gemisch 3 Stunden bei   175     und 4 Stunden bei   195     gehalten, bis kein Wasser mehr abdestilliert, wobei gegen Ende der Veresterung die   Ruhrgeschwindigkeit    erhöht und der Stickstoffstrom verstärkt wird. Man erhält ein schwach gelbliches, klares, sprödes Harz mit dem Erweichungspunkt   85     und der Säurezahl 26.



   Dieses Harz wird   65%    ig in Styrol gelöst, die klare Lösung mit 0,01% Hydrochinon stabilisiert, mit 4% Benzoylperoxydpaste versetzt und 30 Minuten bei 75  aufbewahrt. Es entsteht ein fast wasserklares Mischpolymerisat, welches 16,8% Chlor enthält. Es besitzt die in der Tabelle angegebenen Eigenschaften.



   Beispiel 4
In einem 2-Liter-Kolben mit Rührer, Thermometer und Wasserabscheider wird ein Gemisch von 1362 Gewichtsteilen (3,0 Mol) 4,4'-Dioxyäthoxy-3,3', 5,5'-tetrachlordiphenylpropan, 68,2 Gewichtsteilen (1,1 Mol) Athylenglykol, 106 Gewichtsteilen (1,0 Mol)   Diäthylenglykol    und 514 Gewichtsteilen (5,25 Mol) Maleinsäureanhydrid unter Rühren und   tYberleiten    von   sauerstofffreiem    Stickstoff erhitzt. Zur Veresterung wird das Gemisch 5 Stunden bei   180-185     und 2,5 Stunden bei   185-190     gehalten, bis kein Wasser mehr abdestilliert, wobei in den letzten 2 Stunden die Rührgeschwindigkeit erhöht und der Stickstoffstrom verstärkt wird.

   Man erhält ein fast farbloses, sprödes Harz mit dem Erweichungspunkt   67     und der   Säure-    zahl 29. Dieses Harz wird 70% ig in Styrol gelöst und mit 0,01 % Hydrochinon versetzt. Man erhält ein klares, fast farbloses Giessharz mit einem Chlorgehalt von 14,2%, das nach Zugabe von 0,1 % Cobaltnaphthalnat und 4% Cyclohexanonperoxydpaste   (50%    ig in Dimethylphthalat) innerhalb kurzer Zeit in der Kälte zu einem klaren Mischpolymerisat härtet. Mit 4% Benzoylperoxydpaste bei 80  erfolgt die Aushärtung zu einem klaren Mischpolymerisat mit den in der Tabelle aufgeführten Eigenschaften in 20-30 Minuten.



   Beispiel S
Ein Gemisch von 567,5 Gewichtsteilen (1,25 Mol) 4,4'-Dioxyäthoxy-3,3', 5,5'-tetrachlordiphenylpropan, 85,3 Gewichtsteilen (1,37 Mol) Athylenglykol und 257 Gewichtsteilen (2,62 Mol) Maleinsäureanhydrid wird, wie bei den vorhergehenden Beispielen beschrieben, 4 Stunden bei   175     und 4 Stunden bei   185-190     verestert, bis kein Wasser mehr abdestilliert. Während der letzten beiden Stunden wird die   Rührgeschwindig-    keit erhöht und der Stickstoffstrom verstärkt. Es entsteht ein farbloses, klares, sprödes Harz mit dem Erweichungspunkt 75  und der Säurezahl 30.



   Dieses Harz wird 70% ig in Styrol gelöst und mit 0,01% Hydrochinon stabilisiert. Es entsteht ein klares, farbloses, niedrigviskoses Giessharz mit einem Chlorgehalt von 14,6%, welches sich unter den üblichen Bedingungen zu einem klaren Mischpolymerisat mit den in der Tabelle aufgeführten Eigenschaften härten lässt.



   Beispiel 6
Ein Gemisch von 328,3 Gewichtsteilen (0,66 Mol), 4,4'-Dioxyäthoxy-3,3', 5,5'-tetrachlordiphenylcyclohexan, 14,5 Gewichtsteilen (0,23 Mol) Athylenglykol und 81,6 Gewichtsteilen (0,83 Mol) Maleinsäureanhydrid wird, wie in den vorhergehenden Beispielen beschrieben, 4 Stunden bei   175     und 4 Stunden bei   185-190     verestert, bis kein Wasser mehr abdestilliert. Während der letzten beiden Stunden wird die Rührgeschwindigkeit erhöht und der Stickstoffstrom verstärkt. Es entsteht ein farbloses, klares,   sprö-    des Harz mit dem Erweichungspunkt   106  und    der Säurezahl 15.



   Dieses Harz wird 70% ig in Styrol gelöst und mit 0,01% Hydrochinon stabilisiert. Es entsteht ein klares, farbloses Giessharz mit einem Chlorgehalt von 16%, welches sich unter den üblichen Bedingungen zu einem klaren Mischpolymerisat mit den in der Tabelle aufgeführten Eigenschaften härten lässt.



   Beispiel 7
Ein Gemisch von 320 Gewichtsteilen (0,66 Mol) 4,4'-Dioxypropoxy-3,3', 5,5'-tetrachlordiphenylpropan, 14,5 Gewichtsteilen (0,23 Mol) Athylenglykol und 81,6 Gewichtsteilen (0,83 Mol)   Maleinsäurean-    hydrid wird, wie in den vorhergehenden Beispielen beschrieben, 4 Stunden bei   180"und    5 Stunden bei   2001, verestert,    wobei zum Schluss der Veresterung die Rührgeschwindigkeit erhöht und der Stickstoffstrom verstärkt wird. Es entsteht ein farbloses, klares, sprödes Harz mit dem Erweichungspunkt   93"und    der Säurezahl 18.



   268 Gewichtsteile dieses Harzes werden in 196 Gewichtsteilen Styrol gelöst und die klare Lösung mit 0,057 Gewichtsteilen Hydrochinon versetzt. Es entsteht nach Härtung mit den üblichen Katalysatoren ein wasserklares Mischpolymerisat mit einem Gesamtchlorgehalt von 15,1% und den in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten mechanischen Eigenschaften.



   Beispiel 8
Ein Gemisch von 283,5 Gewichtsteilen (0,625 Mol) 4,4'-Dioxyäthoxy-3,3', 5,5'-tetrachlordiphenylpropan, 79 Gewichtsteilen (0,125 Mol) 4,4'-Dioxy  äthoxy-3,    3', 5,5'-tetrabromdiphenylpropan, 18 Gewichtsteilen (0,275 Mol) Athylenglykol, 26,5 Gewichtsteilen (0,25 Mol)   Diäthylenglykol    und 122,5 Gewichtsteilen (1,25 Mol) Maleinsäureanhydrid wird wie üblich verestert. Die Veresterung wird 6 Stunden bei   190     und 4 Stunden bei   2000 durchgeführt,    wobei in den letzten beiden Stunden die   Rührgeschwindig-    keit erhöht und der Stickstoffstrom verstärkt wird. Es entsteht ein farbloses, klares, sprödes Harz mit dem Erweichungspunkt 88  und der Säurezahl 16.



   493 Gewichtsteile dieses Harzes und 0,076 Gewichtsteile Hydrochinon werden in 265 Gewichtsteilen Styrol gelöst. Es wird ein dünnflüssiges, klares, farbloses Giessharz mit einem Gesamtchlorgehalt von 11,3% und einem Gesamtbromgehalt von 5,2% erhalten, welches sich unter den üblichen Bedingungen zu einem klaren Mischpolymerisat mit den in der Tabelle aufgeführten mechanischen Eigenschaften härten lässt. Auf Grund des zusätzlichen Bromgehaltes verlöschten Prüfkörper aus 75 Gewichtsteilen dieses Giessharzes und 25 Gewichtsteilen Glasfasern, selbst ohne Zusatz von Antimonverbindungen, nach wenigen Sekunden.



   Beispiel 9
Ein Gemisch von 131,2 Gewichtsteilen (0,333 Mol) eines Gemisches von 4,4'-Dioxyäthoxy-3,3', 5trichlordiphenyl und 4,4'-Dioxyäthoxy-3,3',   5, 5'-tetra-    chlordiphenyl (Molverhältnis   1    : 1), 75,6 Gewichtsteilen (0,166 Mol) 4,4'-Dioxyäthoxy-3,3', 5,5'-tetrachlordiphenylpropan,   11,    6 Gewichtsteilen (0,182 Mol) Äthylenglykol, 17,6 Gewichtsteilen (0,166 Mol) Di äthylenglykol und 81,6 Gewichtsteilen (0,833 Mol) Maleinsäureanhydrid wird wie üblich verestert. Die Veresterung wird 7 Stunden bei   185-190     und 4 Stunden bei 200"durchgeführt, bis kein Wasser mehr abdestilliert. Während der letzten 3 Stunden wird die Rührgeschwindigkeit erhöht und der Stickstoffstrom verstärkt.

   Es wird ein schwach gelbliches, klares,   sprö-    des Harz mit dem Erweichungspunkt 84  und der Säurezahl 16 erhalten.



   272 Gewichtsteile dieses Polyesters und 0,27 Gewichtsteile Hydrochinon werden in der Wärme in 117 Gewichtsteilen Styrol gelöst. Es entsteht ein schwach gelbliches, klares Giessharz, welches schon bei 80  kristallin wird.



   Ein Gemisch von   1    Gewichtsteil dieses kristallinen Harzes,   1    Gewichtsteil Kreide,   1    Gewichtsteil Glasschnitzeln und 0,04 Gewichtsteilen Benzoylperoxydpaste (50% ig in Dimethylphthalat) wird in der Wärme in einem Kneter gut durchgearbeitet und bei 150  verpresst. Die mechanischen Werte dieser ausgehärteten Pressmasse sind in der Tabelle angegeben.



   Zugfestigkeit Bruchdehnung Biegefestigkeit (Dynstat)
Beispiel nach DIN   53    455 nach DIN 53 455 nach DIN 53 452    kg/cm2 % kg/cm'Winkel o   
1 556 6 1600 14
2   1435    7 2183 32 mit   40  /o    Glasmatte
2 3251 9 2469 62 mit   60 /o    Glasgewebe
3 517 5 1669 15
4 507 5 1720 15
5 591 5 1576 14
6 359 3 1241 13
7 339 3 868 11
8 456 5 1316 15
9 162 1,5 693 10 mit   330/o    Kreide und    33 I/c,    Glasschnitzeln   
Schlagzähigkeit Wärmefestigkeit
Beispiel nach DIN 53453 nach Martens cmkg/CM2 nach DIN 53 ion
0   
1 7,5 1215 132
2 63,2 1650  <  250 mit   40 0/9    Glasmatte
2 75,7 1845    < 250    mit   60 /o    Glasgewebe
3 6,7 1265 121
4 7,

  9 1275 115
5 6,5 1265 121
6 5,7 1315 113
7 5,2 1275 106
8 6,6 1290 117
9 7,0 1852  <  200 mit   33 /o    Kreide und
33   ouzo    Glasschnitzeln

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung schwerbrennbarer Mischpolymerisate aus olefinisch ungesättigten Monomeren und halogenhaltigen, olefinisch ungesättigten Polyester, dadurch gekennzeichnet, dass man Polyester aus Diolen und Dicarbonsäuren verwendet, deren Diolreste mindestens zum Teil Reste von oxalkylierten, kernhalogenierten Diphenolen und deren Dicarbonsäurereste mindestens zum Teil Reste von a, -olefiniscb ungesättigten Dicarbonsäuren sind.
    UNTERANSPRUCHE l. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Polyester der genannten Art verwendet, die ausser den Resten von oxalkylierten, kernhalogenierten Diphenolen noch andere Diolreste enthalten.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Polyester der genannten Art verwendet, die ausser den Resten von a, #-olefinisch ungesättigten Dicarbonsäuren noch andere Dicarbonsäurereste enthalten.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Polyester der genannten Art verwendet, die Reste von oxalkylierten kernhaloge- nierten Di- (oxyaryl)-alkanen enthalten.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man Polyester der genannten Art verwendet, die Reste von 2,2-Bis (4-oxyäthoxy-3, 5-dichlorphenyl)-propan enthalten.
CH6386858A 1957-10-24 1958-09-12 Verfahren zur Herstellung schwerbrennbarer Mischpolymerisate CH384209A (de)

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