CH384650A - Aus Kunstharzschichtstoff bestehendes Rohr zur elektrischen Isolierung, insbesondere von Sammelschienen - Google Patents

Aus Kunstharzschichtstoff bestehendes Rohr zur elektrischen Isolierung, insbesondere von Sammelschienen

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CH384650A
CH384650A CH517560A CH517560A CH384650A CH 384650 A CH384650 A CH 384650A CH 517560 A CH517560 A CH 517560A CH 517560 A CH517560 A CH 517560A CH 384650 A CH384650 A CH 384650A
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CH
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resin
phenol
dicyandiamide
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impregnated
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CH517560A
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G Crawford Thomas
Riccitiello Michael
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Westinghouse Electric Corp
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
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    • H01B1/00Conductors or conductive bodies characterised by the conductive materials; Selection of materials as conductors
    • H01B1/20Conductive material dispersed in non-conductive organic material
    • H01B1/24Conductive material dispersed in non-conductive organic material the conductive material comprising carbon-silicon compounds, carbon or silicon

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Description


  Aus     Kunstharzschichtstoff    bestehendes Rohr zur elektrischen Isolierung,  insbesondere von     Sammelschienen       Die Erfindung bezieht sich auf ein aus     Kunstharz-          schichtstoffen        bestellendes    Rohr zur elektrischen Iso  lierung,     insbesondere    von     Sammelschienen.     



  Die Bildung von Korona in elektrischen Geräten  begrenzt die     zulässige        Spannung,    da die Korona  erscheinungen zu einer     Zerstörung    der organischen  Isolation von     Hochspannungsteilen    führen, die der  Luft oder anderen     gasförriigen    Medien ausgesetzt  sind.     Koronaerscheinungen    entstehen in elektrischen  Geräten, wenn an der Oberfläche einer elektrischen       Isclierschicht,    die der Luft oder einem anderen Gas  ausgesetzt ist, ein solcher elektrostatischer Spannungs  gradient (eine solche Feldstärke) auftritt, dass die       x..loleküle    der Luft bzw.

   eines anderen Gases chemisch  wie elektrisch in hohem     Masse    angeregt werden. Bei  bestimmten Spannungsgradienten werden aus der  Luft Ozon und Stickstoffoxyd gebildet, die mit Was  serdampf reagieren und oxydierende Säuren bilden,       dii    organische Isolierstoffe zerstören können. Da  aber organische Isolierstoffe den Hauptteil der Iso  lation in     heute    üblichen elektrischen Geräten bilden,  begrenzt damit die Korona die zulässigen Leiter  spannungen in diesen Geräten.

   Die Verwendung von  Spannungen oberhalb der Grenzwerte, bei denen die  Korona einsetzt, kann eine derartig zerstörende Wir  kung auf organische Isolierstoffe von elektrischen  Leitern ausüben, dass in einigen Fällen in der Zeit  von nur wenigen Monaten die Isolation, sofern sie  ganz aus organischen Stoffen besteht, zerstört wer  den kann oder aber so stark beschädigt wird, dass  sie überbrückt ist und den beabsichtigten Zweck nicht  mehr erfüllt.  



  Für die Isolation von Sammelschienen, z. B. von  Sammelschienen in Schaltanlagen, haben sich rohr  förmige Teile aus     Kunstharzschichtstoffen    als ausser  ordentlich geeignet erwiesen. Solche Rohrteile wer-    den vielfach als     Sammelschienenabdeckungen    oder       Sammelschienenrohre    bezeichnet. Bisher wurden sol  che Rohre, um sie vor den zerstörerischen Wirkun  gen der Korona zu schützen, an der Innenfläche mit  einem halbleitenden     überzog,    z.     B.    einem halblei  tenden Anstrich, der ein halbleitendes Material ent  hielt, versehen.  



  Diese halbleitenden Anstriche sind jedoch nur  schwierig aufzubringen. Ihre     Verwendbarkeit    ist des  halb recht begrenzt. Insbesondere ist es schwierig,  sie auf die     Innenfläche    von Rohrteilen mit einem  nur geringen Querschnitt als im wesentlichen gleich  mässigen und deckenden Anstrich aus halbleitender  Farbe aufzubringen.  



  Ausserdem wird ein solcher halbleitender über  zog oft zerkratzt, zerbrochen oder     anderweitig    ent  fernt oder beschädigt, wenn die     Sammelschlenen-          abdeckung    über die Sammelschiene geschoben wird.  Dieser Zustand ist äusserst unbefriedigend, da die  Stellen der     Sammelschienenabdeckung,    die auf diese  Weise den     LUberzug    verlieren, den zerstörerischen  Wirkungen der Korona ausgesetzt sind, so dass sich  oft sehr schnell Fehler der Isolationseigenschaften  der     Sammelschienenabdeckungen    ergeben.  



  Ziel der Erfindung ist es, aus     Kunstharzschicht-          stoff    hergestellte Rohrteile zu schaffen, die für die  Verwendung an elektrischen Leitern, insbesondere an  Sammelschienen, dadurch besonders geeignet sind,  dass sie die     Koronabildung    bei diesen Leitern ver  hindern.  



  Erfindungsgemäss ist das aus     Kunstharzschicht-          stoffen    hergestellte Rohr in einer inneren halblei  tenden Schicht und einer äusseren isolierenden Schicht  aufgebaut, wobei für beide Schichten das gleiche  Harz verwendet ist und die halbleitenden Eigen-           schaften    durch einen Zusatz von     amorphem    Kohlen  stoff zum Harz erreicht sind.  



  Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen  Rohres werden anhand der Zeichnungen erläutert.       Fig.    1 eine schematische Darstellung einer Ein  richtung, die für das Auftragen eines Harzüberzuges  auf die als Träger eines Schichtstoffes dienenden  Bahnen, z. B. Fasermatten, geeignet ist.  



       Fig.    2 zeigt in vergrössertem Querschnitt Papier  bahnen, die mit Harz im     3-Zustand        (Resol)    versehen  sind.  



  In     Fig.3    ist in perspektivischer Ansicht das  Rollen eines Rohres dargestellt.  



       Fig.    4 zeigt in perspektivischer Ansicht ein fertig  gestelltes Rohr.  



  In     Fig.    5 ist der Querschnitt einer Sammelschiene  mit einem Rohr als     Sammelschienenabdeckung    dar  gestellt.  



  Das Rohr nach der Erfindung besteht aus     einer     halbleitenden     inneren    Schicht und einer äusseren  nichtleitenden oder Isolierschicht. Die rohrförmigen  Teile können beispielsweise so hergestellt sein, dass  zumindest eine Lage einer Faserbahn mit einem  reaktionsfähigen     halöleitenden    Phenolharz behandelt  und auf einen Dorn aufgewickelt wird. Auf diese  Weise wird die innere     Schicht    hergestellt. Danach  wird eine äussere nichtleitende Schicht aufgebracht,  indem Faserbahnen mit reaktionsfähigem Phenolharz  über die zuerst gebildete Schicht aufgewickelt wer  den. Das so zusammengesetzte Rohr wird dann  durch eine Warmhärtung gehärtet.

   Dann wird das  Rohr von dem Dorn abgestreift und die äussere  Schicht kann dann, falls erwünscht, mit Maschinen  bearbeitet werden. Die innere und die äussere Schicht  des zusammengesetzten Rohres werden vorzugsweise  mit     Hilfe    von Papier, z. B. Kraftpapier,     Alphazellu-          Iosepapier    oder einem gleichwertigen festen Papier,  hergestellt, das mit einem Phenolharz behandelt wird.  Dadurch ergibt sich ein     zusammengesetztes    Rohr  ausserordentlich guter Festigkeit und guter elektri  scher     Eigenschaften.    Es können auch andere Faser  bahnen verwendet werden, wie z. B. Baumwolle,  Segeltuch oder Batist.  



  Es können bekannte warmhärtende     Phenolharze          verwendet    werden. Solche Harze werden aus Phenol,       Kresol    oder     Kresolsäure    hergestellt, das mit einem  Aldehyd, wie z. B.     Acetaldehyd,    Formaldehyd,     Para-          formaldehyd    oder anderen Polymeren von Formal  dehyd üblicherweise in Gegenwart eines alkalischen  Katalysators, wie z. B. Ammoniak,     Natriumhydroxyd,          Kalziumoxyd    oder     Bariumhydroxyd,    reagiert.

   Als  flüchtiges Lösungsmittel kann     Athanol,    Methanol,       Toluol    oder     Xylol        zugesetzt    werden, um einen im  prägnierfähigen Lack zu erhalten. Der Feststoff  gehalt des Lackes kann von 20 bis zu 60     Gew. la     variiert werden.  



  Ein übliches Phenolharz wird beispielsweise  durch die Reaktion von 1     Mol    Phenol und 0,9 bis  1,7     Mol    Formaldehyd in einem verschlossenen Reak  tionsgefäss im     Rückfluss    während mindestens einer    Stunde hergestellt. Danach wird unter Vakuum de  hydriert bei einer Temperatur, die     100     C nicht über  steigt.  



  Zur Herstellung des zusammengesetzten Schicht  stoffes wird vorzugsweise ein Phenolharz verwendet,  das nicht nur gute physikalische und elektrische  Eigenschaften besitzt, sondern ausserdem gute flamm  widrige Eigenschaften aufweist. Daher können die  Rohre     vorteilhaft    auch in Schaltgeräten und ähnlichen  elektrischen Apparaten verwendet werden, die unter  Umständen dem beim Öffnen elektrischer Kontakte  entstehenden Lichtbogen ausgesetzt sind.  



  Ein für diesen Zweck besonders geeignetes Harz  ist das in der amerikanischen Patentschrift Nummer  2<B>801</B> 672 angegebene     Phenol-Dicyandiamid-Formal-          dehydharz.    Dieses     Phenol-Dicyandiamid-Formalde-          hydharz    erhält man durch die Reaktion von Phenol,       Dicyandiamid    und Formaldehyd in den Verhältnissen  von 1     Mol    Phenol, von 0,8 bis 2     Mol        Dicyandiamid     und 0,9 bis 1,5     Mol    Formaldehyd pro     Moi    des  Phenols und     Dicyandiamids.    Dabei ist Wasser vor  handen,

   das gewöhnlich als Teil der     wässrigen    Form  aldehydlösung (37 bis     4011h)    zugeführt wird und       mindestens        1011/o    des Gewichtes der Reaktionsstoffe  ausmacht. Der Anteil des Wassers soll jedoch nicht  das Gewicht der Reaktionsstoffe überschreiten.  



  Die Mischung lässt man unter alkalischen Ver  hältnissen während mindestens einer halben Stunde  sich umsetzen. Vorzugsweise wird die Umsetzung  im     Rückfluss    und bei einer     Rückflusstemperatur    von  ungefähr 100 C 1 bis 2 Stunden fortgesetzt. Dann  wird unter Vakuum dehydriert, bis im wesentlichen  das ganze Wasser entfernt ist. Die Temperatur soll  dabei     l00     C nicht überschreiten. Anschliessend wird  ein flüchtiges Lösungsmittel zugefügt, um einen  imprägnierfähigen Lack zu schaffen. Hierfür sind  beispielsweise Methanol,     Äthanol,    Benzol,     Toluol     und     Xylol    und Mischungen von zwei oder mehr der  genannten Stoffe     geeignet.     



  Das     Phenol-Dicyandiamid-Formaldehydharz    kann  auch so hergestellt werden, dass das Phenol zum  Teil oder gänzlich durch     Kresol    ersetzt ist. Das       Kresol    kann     m-Kresol,        p-Kresol,    Mischungen von       m-p-Kresol    oder     m-p-Kresol        undeinergeringenMenge          o-Kresol    sein. Obwohl die Reaktion in einigen Fällen  ohne den Zusatz eines Katalysators abläuft, wird emp  fohlen, einen alkalischen Katalysator, wie z. B. Ammo  niak,     Natriumhydroxyd,    Natriumkarbonat, Kalzium  oxyd oder     Bariumhydroxyd,    zu verwenden.

   Der Kata  lysator kann in Mengen bis zu etwa     5t14    des Gewich  tes des Phenols     verwendet    werden.  



  Das folgende Beispiel zeigt die Herstellung eines       Phenol-Dicyandiamid-Formaldehydharzes.     <I>Beispiel 1</I>  In ein mit Dampf beheiztes Reaktionsgefäss, das  mit einem     Rührer    und einer     Rückflusssäule    ausge  rüstet ist, werden die folgenden Mengen gegeben:    
EMI0003.0001     
  
    Phenol <SEP> 227 <SEP> kg
<tb>  Dicyandiamid <SEP> 227 <SEP> kg
<tb>  Formaldehyd <SEP> (37 <SEP> 0/a) <SEP> 526,6 <SEP> kg
<tb>  Ammoniak <SEP> (28 <SEP> %) <SEP> 10,2 <SEP> kg       Der Ammoniak und das Formaldehyd werden  miteinander gemischt, bevor sie     zusammen    mit dem  Rest der Mischung in das     Reaktionsgefäss        eingefüllt     werden.

   Die Mischung hat eine     pH-Wert    von unge  fähr 7,5. Sie wird langsam aufgeheizt. Bei 800 C  erfolgt eine     exothermische    Reaktion. Die Temperatur  steigt deshalb auf     annähernd    950 C. Dann wird  zusätzliche Wärme zugeführt, um einen     Rückfluss    der  Mischung zu veranlassen. Die Mischung wird unge  fähr 75 Min. im     Rückfluss    gehalten und dann unter  einem Vakuum von ungefähr 71 mm     Hg    dehydriert.  Bei dem Dehydrieren gelangt die Temperatur all  mählich auf etwa     75     C. Durch das Dehydrieren unter  Vakuum wird im wesentlichen das ganze Wasser  entfernt. Dazu sind etwa 90 Min. erforderlich.

      <I>Beispiel 11</I>  Zu dem heissen Reaktionsprodukt nach Beispiel  I werden 277 kg 95     0higes    Äthanol und 133,9 kg  destilliertes Wasser zugefügt. Der Lack wird dann  so lange gerührt, bis eine vollständige Lösung er  reicht ist. Danach wird der Lack auf Raumtemperatur  abgekühlt. Die Lackmischung enthält ungefähr  52     Gew.O/o    Harzbestandteile. Das spezifische Gewicht  der Mischung ist bei 250C ungefähr 1,112. Die  Viskosität bei 250C beträgt ungefähr 55 bis 120       Centipoise    und die Härtezeit bei 153  C etwa 21 Min.  



  Das vorstehend     beschriebene        Phenol-Dicyandi-          amid-Formaldehydharz    wird auch vorzugsweise zur  Herstellung der     Harzlackmischung    verwendet, die  zur Herstellung der halbleitenden inneren Schicht  des rohrförmigen Schichtstoffes verwendet wird. Für  jeden Gewichtsanteil des     Phenol-Dicyandiamid-Form-          aldehydharzes    werden ungefähr 0,05 bis 0,10 Ge  wichtsteile eines Materials zugesetzt, das die halb  leitenden Eigenschaften vermittelt. Als solches Mate  rial kann vorzugsweise feinverteilter Russ, z. B. Aze  tylenruss, Graphit, Holzkohle, gemahlener Koks oder  ähnliches einzeln oder in Mischungen von zwei oder  mehr Bestandteilen verwendet werden.

   Vorzugsweise  wird von den oben genannten Kohlenstoffen Azety  lenruss verwendet.  



  Um eine im wesentlichen gleichförmige Ver  teilung des Russes über den Imprägnierlack zu     er-          reichen,        wird        empfohlen,        ungefähr    5     bis    9     Gew        1%     eines     emulgierenden    Stoffes zu verwenden. Die Ge  wichtsprozente beziehen sich dabei auf das Gewicht  des Russes.

   Als Beispiel geeigneter     emulgierender     Stoffe seien genannt:     Kalziumstearit,        Monoäthanol-          oleat,        Aminoäthanolamin,        Kaliumstearit    und derglei  chen.  



  Im folgenden ist ein Beispiel eines imprägnier  fähigen halbleitenden Lackes angegeben, der zur  Behandlung von fasrigen Bahnen geeignet ist.    <I>Beispiel 1I1</I>  Auf<B>103</B> kg des     Phenol-Dicyandiamid-Formal-          dehydharzlackes    nach Beispiel     II    werden 3,17 kg  Azetylenruss, 0,227 kg     Kalziumstearit    und 20,

  65 kg       95        %        iges        Äthanol        zugefügt.        Diese        Mischung        wird     in eine     Kugelmühle    gegeben und     mindestens    eine  Stunde, vorzugsweise mehr als drei Stunden, ge  mahlen. Dadurch erhält man eine     imprägnierfähige     Lackmischung, bei der die     Azetylenrusskomponente     im wesentlichen gleichmässig verteilt ist.

   Der Lack  hat bei 250 C ein spezifisches Gewicht von ungefähr  1,050 bis etwa<B>1,160,</B> eine Viskosität von ungefähr  300 bis 800     Centipoise,    einen     'reproduzierbaren          Feststoffgehalt        von        ungefähr        54        bis        56        %,.     



  Wie die     Fig.    1 der Zeichnung zeigt, ist mit 10 ein  Apparat für die Behandlung von fasrigen Bahnen  mit Harzmischungen bezeichnet. An einem Ende des  Apparates 10 ist eine Rolle 12 vorgesehen, auf die  eine gewisse Länge Papier 14 aufgewickelt ist. Das  Papier     kann    entweder Kraftpapier,     Alphazellulose-          papier    oder ein gleichwertiges festes Papier sein.  Vorzugsweise wird Kraftpapier     mit    einer Dicke von  ungefähr 0,076 bis 0,152     mm    verwendet.  



  Das Papier 14 wird von der Rolle 12 abgezogen  und in eine     Lacktränkpfanne    16 unterhalb einer  Rolle 18 geführt, die in den Imprägnierlack 20 ein  taucht. Als Imprägnierlack 20 dient der Phenol  Dicyardiamid-Formaldehydharzlack nach Beispiel     1I     oder der halbleitende Lack nach Beispiel     III,    je  nachdem, ob das zu imprägnierende Papier als  innere halbleitende Schicht oder als äussere Isolier  schicht des rohrförmigen Teiles dient.  



  Das Papier 14 wird mit Imprägnierlack 20  getränkt. Danach wird es aus dem Lack heraus  gezogen und zwischen zwei Druckrollen 22 geführt.  Durch die Einstellung der Druckrollen wird die  Harzmenge des     Papieres    gesteuert. Die Unterseite  der bearbeiteten Papierbahn wird schliesslich über  einen Kratzer 24 geführt, so dass unter Umständen  an der Oberfläche haftendes Harz von der einen  Seite der behandelten Papierbahn abgestreift wird.  



  Die Papierbahn mit dem aufgebrachten Harz  gelangt dann in einen Ofen 26, in dem elektrische  Heizelemente 28 oder andere geeignete     Heizvor-          richtungen    vorgesehen sind. In diesem Ofen wird  das Lösungsmittel des Lackes verdampft. Die     Lö-          sungsmitteldämpfe    entweichen durch den Abzug 30  des Ofens. Das aus dem Ofen kommende Produkt  31 besteht aus Papier, das mit Harz im     B-Zustand          (Resol)    versehen ist. Das Papier kann zu einer  Rolle 34 aufgewickelt und so     gelagert    werden oder  es kann zu Formen verarbeitet oder anderweitig  weiter verwendet werden.  



  Die Wärmebehandlung im Ofen 26 wird ausge  führt, um das imprägnierte Papier mit einer      Grün-          heit     von etwa 3 bis 12      /0    zu erhalten. Die      Grün-          heit     wird dadurch bestimmt, dass ein Stapel kleiner  Stücke des mit dem Harz behandelten     Papieres    in  eine heisse Presse gebracht und bei einer Temperatur  von ungefähr 1750 C und einem Druck von 7     at         5 Min. lang gepresst wird.

   Dann wird das Gewicht  des     Harzes        bestimmt,    das aus dem Stapel gedrückt  wurde, d. h. desjenigen Harzes, das über den Rand  des     Papieres    selbst hinausgetreten ist. Dabei wird  das Verhältnis des ausgeschiedenen Harzes     zu    dem  gesamten Gewicht der Probe     betimmt.     



  Wie in     Fig.    2 in einem Querschnitt in grossem  Massstab dargestellt ist, besteht das behandelte Bahn  material 31 aus einem Trägerkörper 40, der voll  ständig mit Harz im     B-Zustand    imprägniert ist. Auf  der Oberseite trägt der     Trägerkörper    eine Ober  flächenschicht 42 aus Harz. Die Unterseite 44 der  behandelten Bahn ist im wesentlichen frei von Harz.       Aui    der Seite 44 befindet sich gewöhnlich nur eine  sehr geringe Harzmenge, da es nicht zweckmässig  ist, dort das gesamte Harz mit dem Kratzer 24  abzustreifen.

   Die Bahn 32 ist nach dem Passieren  des Kratzers mit einem     Harzverhältnis    von 2,0 bis  2,5     ir.Zi)rägrtiert.    Das Harzverhältnis ist definiert als       düs    Gewicht der     imprägnierten    Bahn im Verhältnis       zun        i    Gewicht der unbehandelten Bahn. Das     Träger-          matrial    32 enthält daher etwa<B>100</B> bis     1500h,    des  Eigengewichtes an Harz. Bei der Herstellung von  Rohrteilen wird     vorzugsweise    ein Harzverhältnis von  2,30 bis 2,45 verwendet.  



  Die zusammengesetzten rohrförmigen Schicht  stoffe werden dadurch hergestellt, dass mindestens  eine Lage Trägermaterial, das mit dem halbleitenden  Lack im     B-Zustand    versehen ist, auf einen geeigneten  Dorn     aufgewickelt        wird.    Dadurch wird die innere  Schicht gebildet. Anschliessend wird die äussere  Schicht aufgebracht. Zu diesem Zweck wird eine       2,1Iehrzahl    von Lagen Bahnmaterials, das mit nicht  leitendem Harz getränkt ist, auf die erste innere  Lage     aufgewickelt.     



  In     Fig.3    ist das Aufwickeln schematisch dar  gestellt. Um einen Stahldorn 50 wurde zunächst eine       Papierbahn,.    gewickelt, die     mit    dem halbleitenden       P1ienol-Dicyandiamid-Formaldehyd    behandelt wurde,  um eine innere Schicht 52 zu bilden. Der Dorn ist       vorzugsweise    massiv ausgebildet. Auf den Dorn 50       können    so viele Lagen des mit halbleitendem Lack       behandelten    Kraftpapiers gewickelt werden, wie     er-          wünscl=t    ist. Wie gefunden wurde, ist im allgemeinen  eine Lage des mit halbleitendem Lack behandelten       hraftpapieres    ausreichend.

   Als nächstes wird das  mit nichtleitendem P     henol-Dicyandiamid-Formalde-          hyd    behandelte Kraftpapier über die innere Lage 52       gewickelt.    Dies kann in so vielen Lagen geschehen,  wie erforderlich ist, um eine äussere Schicht 54  der     g12wünschten    Stärke zu erhalten. Beim     Aufwickeln     der     Papierbahn    auf den Dorn 50 sollte so viel Zug  und     Druch    angewendet werden, als ohne Zerreissen       d s        Papieres    möglich ist. Für Kraftpapier mit einer  Stärke von 0,089 mm erhält man bei einem Druck  von ungefähr 1,43 kg pro laufenden cm zufrieden  stellende Ergebnisse.

   Die     einzelnen    Lagen des auf  gewickelten     Papieres    können mit Rollen an den  Dorn 50     angepresst    werden.    Der Dorn mit der inneren Schicht 52 und der  äusseren Schicht 54 gewünschter Stärke wird dann  in eine geeignete Form eingebracht und unter Tem  peraturen von ungefähr 140 bis 1600 C oder mehr  bei Drücken in der Grössenordnung von 21 bis 35     a-,     aufgeheizt. Nach einer Zeit von ungefähr 30 Min.

    bis zu mehreren Stunden, je nach der Temperatur  und dem angewendeten Druck sowie der Dicke des  Rohres auf dem Dorn und anderen Faktoren, wird  das im     B-Zustand    befindliche Harz zunächst ge  schmolzen und dann in den endgültigen     unschmelz-          baren    und unlöslichen     C-Zustand        übergeführt.    Dabei  werden die Schichten des durch Rollen hergestellten  Rohres zu einem Schichtkörper hoher Dichte ver  bunden, der völlig mit dem Harz imprägniert ist.  Anschliessend wird der Dorn 5 ausgezogen. Zu diesem  Zweck wird der das Rohr tragende Dorn durch  einen dicht auf dem Dorn sitzenden Ring gezogen.

    Abgesehen von dem Pudern und dem Bearbeiten  auf die gewünschte Grösse und Oberflächengestaltung  ist im wesentlichen keine weitere Nachbehandlung  mehr erforderlich. Vielmehr erhält man bereits durch  das geschilderte Verfahren ein fertig     gehärtetes          Schichtstoffrohr    60 mit einer inneren halbleitenden  Schicht 62 und einer äusseren nichtleitenden Schicht  64, wie in     Fig.    4 dargestellt ist.  



  Wie ohne weiteres ersichtlich ist,     können    auch  an sich bekannte zusammenklappbare Dorne anstelle  des dargestellten massiven Dornes verwendet werden.  



  Im folgenden Beispiel wird die Herstellung des  zusammengesetzten Rohrteiles dargestellt.    <I>Beispiel IV</I>  Kraftpapier mit einer Dicke von 0,089 mm  wird in der     vorbeschriebenen    Weise     mit    dem Harz  lack nach Beispiel<B>111</B> behandelt. Das Kraftpapier       wird        imprägniert,        so        dass        es        mit        etwa        130        %        des     Papiergewichtes mit Harz versehen ist.

   Das Harz  wird in den     B-Zustand    überführt, wobei das Papier       eine         Grünheft         von        ungefähr        10        %        hat.        Das        mit        dem     halbleitenden Lack nach Beispiel     III    behandelte  Papier wird auf einen 1000 C warmen rechteckigen       Dorn    gewickelt, wobei heisse Rollen mit einer Tem  peratur von ungefähr 1400 C verwendet werden.

   Auf  diese Weise wird auf den Dorn 1     1/;,    Lage des be  handelten     Papieres    aufgebracht. Das aufgewickelte  Papier wird mit der Hand angedrückt und geglättet,  bis es haftet. Dann wird das mit nichtleitendem Harz  behandelte Kraftpapier um die erste innere Schicht  gewickelt, so dass sich ein zusammengesetztes Schicht  stoffrohr mit einer Dicke von ungefähr 0,16 cm ergibt.  Der Dorn mit dem rohrförmigen Teil wird dann in  eine Form eingebracht. Dort wird er bis auf eine Tem  peratur von 1500 C aufgeheizt und einem Druck von  ungefähr 35     at    während einer Stunde ausgesetzt. Dann  wird der Dorn mit dem     rohrförmigen    Teil aus der  Form entnommen und auf Raumtemperatur abge  kühlt. Das zusammengesetzte Rohr wird dann vom  Dorn abgestreift.

        Nach dem     vorbeschriebenen    Beispiel IV wurden  verschiedene     rohrförmige    Teile hergestellt, deren  Oberflächenfestigkeit gemessen wurde. Es konnte  ein     Oberflächenwiderstand    von<B>10000</B> bis 20000     SZ     pro     cm2    gemessen werden.  



  In     Fig.    5 ist ein isolierter elektrischer Leiter 70  dargestellt, der aus dem als Sammelschiene dienen  den Leiter 72 besteht, auf den ein     rohrförmiges          Isolierstoffteil    74 nach der Erfindung aufgebracht ist.  



  Der rohrförmige Schichtstoff nach der Erfindung  kann mit rechteckigen, kreisförmigen oder anderen  Querschnitten, wie z. B.     oktagonal,        hexagonal,    ellip  tisch oder ähnlich, hergestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Aus Kunstharzschichtstoff bestehendes Rohr zur elektrischen Isolierung, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr aus einer inneren halbleitenden Schicht und einer äusseren isolierenden Schicht aufgebaut ist, wobei für beide Schichten das gleiche Harz ver wendet ist, und die halbleitenden Eigenschaften durch einen Zusatz von amorphem Kohlenstoff zum Harz erreicht sind. Il.
    Verfahren zum Herstellen des Rohres nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein in Bahnen vorliegender Trägerstoff im Verhältnis von 2 bis 2,5 Gewichtsteilen von Harz zu Träger stoff mit einer Harzmischung imprägniert wird, die zu einem Gewichtsteil von einem Reaktionsprodukt von praktisch 1 Mol Phenol, 0,8 bis 2 Mol Dicyandi- amid und 0,9 bis 1,5 Mol Formaldehyd pro Mol Phenol und Dicyandiamid gebildet wird,
    das in wässri ger Lösung für mindestens eine halbe Stunde im Rückfluss behandelt und dann unter Vakuum bei einer Temperatur dehydriert wird, die 100 C nicht überschreitet, und die zu 0,5 bis 0,1 Gewichtsteilen aus fein verteiltem amorphem Kohlenstoff besteht, wobei zumindest eine Lage des so imprägnierten Trä gerstoffes auf einen Dorn gewickelt wird, worauf mehrere Lagen eines Trägerstoffes auf die genannte erste Lage gewickelt werden, der mit einem warm härtenden Harz imprägniert ist, das durch Umsetzen von praktisch einem Mol eines Phenols, 0,8 bis 2 Mol Dicyandiamid und 0,
    9 bis 1,5 Mol Formaldehyd pro Mol Phenol und Dicyandiamid imprägniert ist, das in wässriger Lösung für mindestens eine halbe Stunde im Rückfluss behandelt und dann unter Va kuum bei einer Temperatur dehydriert wird, die 100 C nicht überschreitet, und dass der so erhaltene Schichtkörper unter Anwendung von Hitze und Druck derart behandelt wird, dass die Harze in den unschmelzbaren, unlösbaren C-Zustand überführt werden,
    so dass ein einheitlicher Schichtkörper erhal ten wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Rohr nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Phenol-Dicyandiamid-Formaldehyd- harz verwendet ist. 2. Rohr nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass als amorpher Kohlenstoff Azetylenruss verwendet ist. 3. Rohr nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der Kohlenstoffanteil der halbleitenden Schicht 10 bis 50 Gew:0/a der Schicht beträgt. 4. Rohr nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass das Gewichtsverhältnis von Harz zu Trägerstoff 2 bis 2,5 beträgt.
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