CH385212A - Verfahren zur Herstellung von 5-Allyl-5-(B-oxypropyl)-barbitursäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 5-Allyl-5-(B-oxypropyl)-barbitursäure

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CH385212A
CH385212A CH861760A CH861760A CH385212A CH 385212 A CH385212 A CH 385212A CH 861760 A CH861760 A CH 861760A CH 861760 A CH861760 A CH 861760A CH 385212 A CH385212 A CH 385212A
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barbituric acid
allyl
oxypropyl
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Heusser Jean
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Hommel Ag
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      Verfahren    zur Herstellung von     5-Allyl-5-(ss-oxypropyl)-barbitursäure       Es ist bekannt, dass durch Einführung von     Sub-          stituenten    in die     Seitenketten    von     Barbitursäurederi-          vaten,    die narkotischen Eigenschaften verlorengehen.

    Durch Einführen einer OH-Gruppe in einen     Allyl-          rest    der     Diallylbarbitursäure,    wobei die Doppelbin  dung aufgehoben wird, wird die narkotische Wirkung    der     Diallylbarbitursäure    stark abgeschwächt, wobei  aber interessanterweise der zentralsedative Effekt  erhalten bleibt.

   Die     5-Allyl-5-(ss-oxypropyl)-barbi-          tursäure    bildet sich auf folgende Weise aus der     Diallyl-          barbitursäure:     
EMI0001.0016     
    Die zentralsedativen Eigenschaften der Substanz  werden therapeutisch ausgenützt, indem     diese    Verbin  dung eingesetzt wird bei Krankheiten, die durch eine       diencephale        überregbarkeit    des     Zwischenhirnes    her  vorgerufen werden, wie z. B. Migräne oder     Cepha-          lea        vasomotorica.     



  Von ganz besonderem Interesse ist nun die anti  konvulsive Eigenschaft der Verbindung, die durch  folgende experimentelle Untersuchungen bestätigt  wurde. Im nachfolgenden wird die     5-Allyl-5-(l-oxy-          propyl)-barbitursäure    kurz mit HH 184 bezeichnet.  



  HH 184 wurde an der etwa 100 Gramm schweren  Ratte geprüft. In     Vorversuchen    wurde festgestellt, dass  nach einer Injektion     ip    von 45 mg/kg     Pentamethylen-          tetrazol    alle Tiere vom Krampf befallen wurden.  Diese Dosierung bewirkte nach etwa 2 Minuten den         Krampfanfall,    der bis 20 Minuten     dauerte,    wobei  50 /o der Tiere nach 4 bis 15 Minuten starben. Bei  den überlebenden Tieren zeigten sich nach dem  Krampfanfall Lähmungserscheinungen, die bis zu  einer Stunde andauerten.  



  Zur Bewertung der Behandlung wurde so vor  gegangen, dass etwa 1 Stunde nach der     subcutanen     Applikation von 111 1184 das     Pentamethylentetrazol     (45 mg/kg     ip)    gegeben wurde. Anschliessend wurde  die Krampfintensität und die Dauer der Lähmung ge  messen. Das beste Bild über die antikonvulsive Wirkung  wird aus der Veränderung der     überlebensquote    bei  der     DL.,    des     Pentamethylentetrazols    gewonnen.  



  Die Resultate mit HH 184 bei verschiedenen Do  sierungen sind in der folgenden Tabelle zusammen  gefasst:    
EMI0002.0001     
  
    Krampfauslösung <SEP> Behandlung <SEP> Gestorben <SEP> starke <SEP> Krämpfe <SEP> Lähmungen
<tb>  (durchschnittlich) <SEP> (durchschnittlich)
<tb>  45 <SEP> mg/kg <SEP> Pentamethylentetrazol <SEP> - <SEP> 50 <SEP> 3 <SEP> Min. <SEP> 30-60 <SEP> Min.
<tb>  45 <SEP> mg/kg <SEP> Pentamethylentetrazol <SEP> 250 <SEP> mg/kg <SEP> HH <SEP> 184 <SEP> 10 <SEP> 1 <SEP> Min. <SEP> 10-60 <SEP> Min.
<tb>  45 <SEP> mg/kg <SEP> Pentamethylentetrazol <SEP> 375 <SEP> mg/kg <SEP> HH <SEP> 184 <SEP> 0 <SEP> - <SEP> keine
<tb>  45 <SEP> mg/kg <SEP> Pentamethylentetrazol <SEP> 500 <SEP> mg/kg <SEP> HH <SEP> 184 <SEP> 0 <SEP> - <SEP> Leichte
<tb>  Erregungszustände       <I>Überlebensquote:

  </I>  Die krampfauslösende Dosierung wurde so ein  gestellt, dass     501/o    der unbehandelten Tiere am  Krampfanfall starben. Die Behandlung     mit    250 mg/kg  HH 184 bewirkte, dass nur noch     101/9    der Tiere am  Anfall starben. Bei 375     mg/kg    HH 184 traten über  haupt keine Todesfälle mehr auf.  



       Krampfzustände:     Die Behandlung mit 250 mg/kg HH 184 be  wirkte eine durchschnittliche Verkürzung des starken  Krampfanfalles auf 1     Minute    gegenüber 3     Minuten     bei unbehandelten Tieren, und setzte auch die  Krampfintensität wesentlich herab.  



       Lähmungsdauer:     Die Dauer der     Lähmung,    die sich anschliessend  an den Krampf einstellte, wurde durch die Behand  lung     mit    375 mg/kg     HH    184 praktisch aufgehoben.  Die Dosis von 500     mg/kg    HH 184 erzeugte sogar  anstelle der Lähmung einen kurz     dauernden    Erre  gungszustand (motorische Unruhe). Die Lähmungs  erscheinungen bei den überlebenden Kontrollen  dauerten durchschnittlich 30-60     Minuten.     



  Die     5-Allyl-5-(ss-oxypropyl)-barbitursäure    wird  hergestellt durch Anlagerung von Wasser an eine       Allylseitenkette    der     Diallylbarbitursäure.    Die Anlage  rung von Wasser geschieht erfindungsgemäss durch  Umsetzen der     Diallylbarbitursäure    mit Schwefelsäure  und Umsetzen des     Schwefelsäureanlagerungsproduk-          tes    mit Wasser.     Vorteilhaft    für den Prozess ist die Ein  haltung gewisser Temperaturbedingungen, da sonst  wesentliche Anteile von Nebenprodukten entstehen.       Ferner    ist die vollständige     Entfernung    aller Schwefel  säurereste wichtig.  



  <I>Beispiel</I>  18 kg     Diallylbarbitursäure    werden in ein auf 0  C  abgekühltes Gemisch von 30,8 kg     konz.    Schwefelsäure    und 1,68 kg Wasser eingetragen. Die Eintragungszeit  soll 45     Minuten    nicht überschreiten, und die Tem  peratur beim Eintragen 25  C nicht übersteigen.  



  Das     Reaktionsgemisch    wird nun eine halbe Stunde  gerührt, dann auf 45 kg Eis gegossen und anschliessend  bis zur vollständigen Lösung erwärmt, wozu eine  Temperatur von etwa 85  C benötigt wird. Nun kühlt  man ab und lässt 24 Stunden stehen.  



  Das ausgefallene Rohprodukt wird gut von der       wässrigen    Säure abgetrennt und im Vakuum bei etwa  50  C getrocknet. Das trockene Rohprodukt wird, nun  in der doppelten Menge Äthanol gelöst und mit Na  triumsulfat     sice.    getrocknet. Die Alkohollösung wird  3 Stunden am     Rückfluss    gekocht und anschliessend im  Vakuum die Hälfte des Alkohols     abdestilliert.    Die  konzentrierte Lösung wird in die dreifache Menge  Leichtbenzin (Fraktion 80-95  C) gegossen.  



  Nach dem Abkühlen und mindestens     24stündigem     Stehen wird das     Reinprodukt    vom Lösungsmittel  gemisch getrennt, mit Leichtbenzin ausgewaschen  und getrocknet.  



  Der Schmelzpunkt beträgt 158-162  C.  



  Anstelle des     Leichtbenzins    lassen sich auch andere  organische Lösungsmittel verwenden, wie z. B.     Benzol.     Die     5-Allyl-5-(Pi-oxypropyl)-barbitursäure    kann in  üblichen Zubereitungen     parenteral    oder per os ver  abfolgt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 5-Allyl-5-(-f-oxy- propyl)-barbitursäure, dadurch gekennzeichnet, dass man Diallylbarbitursäure mit Schwefelsäure umsetzt, das erhaltene Reaktionsprodukt mit Wasser reagieren lässt, die Schwefelsäure im Rohprodukt durch Kochen mit Alkohol entfernt, und die Reinsubstanz mit einem organischen Lösungsmittel ausfällt.
CH861760A 1960-07-28 1960-07-28 Verfahren zur Herstellung von 5-Allyl-5-(B-oxypropyl)-barbitursäure CH385212A (de)

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CH492161A CH410963A (de) 1960-07-28 1961-04-26 Verfahren zur Herstellung von 5-Allyl-5-(B-oxypropyl)-barbitursäure
GB27541/61A GB953387A (en) 1960-07-28 1961-07-28 5-allyl-5-(ª‰-hydroxypropyl)-barbituric acid and a process for the production thereof
US129539A US3169907A (en) 1960-07-28 1961-08-07 Method of relieving migraine with 5-allyl-5-(beta-hydroxy-propyl)-barbituric acid

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