Mühle für Kaffee, Gewürze, Nüsse und dergleichen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Mühle für Kaffee, Gewürze, Nüsse und dergleichen und ist eine vorteilhafte Weiterentwicklung der im Patentanspruch des Hauptpatentes beschriebenen Mühle. Diese Mühle ist dadurch gekennzeichnet, dass der Anker des elektromagnetischen Vibrators mit einer Sackklemmeinrichtung zusammenwirkt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Vibrier- und Klemmeinrichtung der Mühle und Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1.
Im Gehäuse 4, welches am Mantel der Mühle be festigt ist, befindet sich eine Magnetspule 26 die zur Lotrechten geneigt und mittels Schrauben 67 am Ge häuse 4 befestigt ist. Das Gehäuse 4 ist oben mit ei nem Deckel 68 verschlossen, während es unten eine Öffnung für das das Mahlgut abführende Ausführ- rohr 6 und einen Schlitz 51 für die Befestigungs schrauben 52 einer ungefähr rechtwinklig gebogenen, das Ausführrohr 6 tragenden Blattfeder 53 aufweist.
Die Blattfeder 53 ist mittels einer Klemmplatte 54 am Gehäuse 4 verschiebbar gehalten, wobei der eine Schenkel 53a ins Innere des Gehäuses 4 ragt und dort mit dem Mantel des Ausführrohres 6 beispiels weise durch Nieten 69 starr verbunden ist. Das Aus führrohr 6 ist mittels dieser Feder 53 so befestigt, dass es frei schwingen kann. Es ist zu diesem Zwecke zwischen dem angeschrägten obern Teil des Aus führrohres 6 und dem Mantel der Mühle ein geringer Zwischenraum vorhanden. Am Rohr 6 sind gemäss Fig.2 zwei seitlich abstehende, einander diagonal gegenüberliegende Rippen 55 angebracht, an die je ein mit einem Bolzen 57 versehener Lagerteil 56 an geschraubt ist.
Diese Bolzen 57 dienen zur Aufnahme eines als zweiarmiger Hebel 58 ausgebildeten Ankers, der am einen Ende einen oder zwei Polschuhe 59 und am anderen Ende eine Sackklemmvorrichtung, bestehend aus einer Blattfeder 60 und einem Gum mizapfen 61, trägt. Der Hebel 58 ist um die beiden Bolzen 57 als Drehaxe schwenkbar und wird mittels der Magnetspule 26 verschwenkt, wenn diese mit dem Wechselstromnetz verbunden wird.
Es hat sich gezeigt, dass besonders intensive Schwingungen des Ausführrohres möglich sind, wenn die Lagerstellen des Hebels 58 je mit einer Gummi büchse 62, die im Lagerauge des Hebels 58 einge setzt ist, versehen wird. Anstelle von Gummi liesse sich auch ein anderes, federndes Material verwenden.
In der Ruhestellung nimmt der Hebel 58 die in Fig. 1 gestrichelt dargestellte Lage ein, in der das abgewinkelte Federende 60 der Sackklemmvorrich- tung am Gehäuse der Mühle ansteht. In dieser Stel lung kann der Papiersack 40 oder dergleichen über das freie untere Ende des Ausführrohres 6 geschoben werden. Dadurch, dass das Ende der Feder 60 am Mantel der Mühle anliegt, wird vermieden, dass die Tüte oder der Sack versehentlich hinter die Fe der geschoben werden könnte, in welcher Lage er nicht mehr geklemmt würde.
Durch Betätigung des Bedienungsorgans des Vibrators, beispielsweise ei nes nicht eingezeichneten elektrischen Schalters, zieht die Magnetspule 26 den Polschuh 59 an, wodurch der Hebel 58 mit der Sackklemmvorrichtung in die in Fig. 1 in ausgezogenen Linien dargestellte Lage gelangt. Dabei wird der Gummizapfen 61 der Blatt feder 60 gegen das Ausführrohr 6 gepresst und die frei hängende Tüte 40 festgehalten.
Der Hebel 58 ist in seinen Abmessungen und in seiner Anordnung zusammen mit der Charakteristik der Feder 60 so ausgeführt, dass der Polschuh 59 in der angezogenen Lage den Kern der Magnetspule 26 nicht ganz berührt. Der Hebel 58 beginnt nun unter dem Einfluss der Magnetspule, die durch Wechsel strom gespiesen wird, zu schwingen, da der Polschuh 59 abwechslungsweise gegen die Spule gezogen und infolge seiner Schwerkraft sich von dieser wieder etwas entfernt. Zur Unterstützung der Schwerkraft kann zwischen dem Schwinghebel 58 und dem Ge häuse 4 zusätzlich eine den Polschuh-Hebelarm von der Magnetspule 26 wegdrückende, nicht eingezeich nete Feder vorgesehen werden.
Die Schwingbewegungen des Hebels 58 werden sodann über die Gummibüchse 62 einerseits und die Feder 60 mit dem Zapfen 61 anderseits auf das Ausführrohr 6 übertragen, das dadurch in Vibratio- nen versetzt wird.
Der Antriebsmotor der Mühle wird zweckmässi- gerweise durch den gleichen elektrischen Schalter wie der Vibrator eingeschaltet. Falls zwei verschie dene Schalter vorgesehen sein sollten, ist dafür zu sorgen, dass der Antriebsmotor der Mahlscheibe nicht in Funktion gesetzt werden kann, bevor die Sack haltevorrichtung eingeschaltet ist. Das gemahlene Gut gelangt nun von den Mahlscheiben durch das Ein trittsrohr 65 in Pfeilrichtung E in das Abführrohr 6. Infolge den Vibrationen des Rohres 6 kann sich das Mahlgut nicht an den Rohrwänden absetzen und fällt in den Papiersack 40, wo es durch die Schüttel bewegungen etwas komprimiert wird.
Dies ist na mentlich deshalb wichtig, weil sonst das Mahlgut welches üblicherweise in die gleiche Tüte abgefüllt wird wie das körnige, ungemahlene Gut - einen grösseren Raum einnehmen würde, am Schluss des Mahlprozesses bis in das Abführrohr hineinragt, was beim Wegnehmen der Tüte zu Verschüttungen führt. Durch die ständigen Vibrationen der frei hängenden Tüte erfolgt ein fortwährendes Komprimieren des gemahlenen Gutes, weshalb der von ihm eingenom mene Raum üblicherweise nur unwesentlich grösser ist als derjenige, den das ungemahlene Gut einnimmt.
Durch Ausschalten der Stromzufuhr fällt der Hebel 58 in seine untere Ruhelage zurück, wodurch die Tüte 40 weggenommen werden kann.