Schutzbelag auf einem Holzgegenstand, insbesondere Ski
In der österreichischen Patentschrift Nr. 178 576 ist ein Schutzbelag für Holzteile, insbesondere Ski, angegeben. Dieser Schutzbelag besteht hauptsächlich aus Polyäthylen, das auf der einen Seite mit einem Baumwollgewebe beschichtet ist. Das Polyäthylen besitzt beste Gleiteigenschaften, lässt sich jedoch ohne Zwischenschicht nicht direkt mit dem Holz verbinden. Das auf der einen Seite aufgebrachte Gewebe ermöglicht nun eine Verklebung des Belages mit dem Holz. Diese Skibeläge haben sich bestens bewährt; sie besitzen jedoch noch gewisse Nachteile, die nach vorliegender Neuerung vermieden werden können.
Einer der Nachteile des bekannten Belages ist der, dass das Baumwollgewebe bei nicht wirklich einwandfreier Verleimung im Schneewasser Feuchtigkeit anziehen kann, wodurch sich das Holz an der Skisohle etwas dehnt und der Ski mehr oder weniger die Spannung verlieren kann. Ein weiterer Nachteil ist der, dass das System Polyäthylen-Gewebe dem Ski zwar gute Gleiteigenschaften verleiht, jedoch zur Festigkeit des Skis nichts beiträgt. Die steigenden Anforderungen, die an den Ski gestellt werden, machen es notwendig, nach Möglichkeit das gesamte am Ski verwendete Material zur Erhöhung der Festigkeit desselben zu verwenden.
Es ist weiter bekannt, auf der Skisohle und auch auf der Skioberseite mit Kunstharz getränkte Glasgewebe anzubringen. Da die zur Tränkung von Glasfasern geeigneten Kunstharze eine sehr schlechte Gleitfähigkeit gegenüber Schnee besitzen, ist wiederum die Montage einer eigentlichen Gleitsohle notwendig. Die Montage einer Gleitsohle nach der obgenannten österreichischen Patentschrift Nr. 178 576 kann wiederum nur mittels eines Baumwollgewebes vorgenommen werden, wobei das Gewebe wiederum nur toten Material darstellt, d. h. zur Festigkeit des Skis nichts beiträgt. Ausserdem bildet es eine zusätzliche Gewichtsbelastung und kann auch durch die Aufnahme von Wasser weitere Schwierigkeiten verursachen.
Gerade bei armierten Skiern muss jede zusätzliche Gewichtsbelastung vermieden werden, da Glas und die zur Tränkung notwendigen Kunstharze ohnedies viel schwerer sind als Holz.
Es sind also zwei Arbeitsgänge notwendig, um die zur Verstärkung des Ski gewünschten Glasgewebe und die Sohle aufzubringen. Das Verkleben bzw.
Verpressen der Glasgewebe und Glasmatten gibt dabei die grösseren Schwierigkeiten als das Aufbringen der eigentlichen Gleitsohle. Der hohe Preis von Skiern nach dieser Bauart ist ein Beweis für die schwere und umständliche Verarbeitungsmethode bei der Herstellung von glanzverstärkten Skiern nach den bisher üblichen Methoden.
Nach vorliegender Erfindung kann die Herstellung von glasfaserverstärkten Skiern weitgehend vereinfacht und verbilligt werden.
Die Erfindung betrifft nun einen Schutzbelag auf einem Holzgegenstand, insbesondere Ski, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er aus einer auf eine Glasgewebeschicht einseitig aufgepressten und mit der Gewebeschicht innig verbundenen Schicht aus Polyäthylen besteht, wobei die Glasgewebeschicht mit ihrer anderen, polyäthylenfreien Seite am Holz aufgeklebt ist. Das Glasgewebe ist vom Polyäthylen zweckmässig bis etwa zur Hälfte seiner Dicke durchtränkt.
Das Aufkleben kann mit bekannten Klebemitteln, vorzugsweise mit Kaltleim, erfolgen.
Dieses System der Montage von Glasgeweben hat noch den Vorteil, dass es möglich ist, das Glasgewebe in etwas gedehntem Zustand, d. h. unter Vorspannung auf die Skier zu verleimen. Erst bei einer leichten Vorspannung werden die immer etwas ungleich langen Glasfasern gestreckt, so dass bei einer weiteren Dehnung, d. h. Durchbiegung des Skis, wirklich alle in Längsrichtnng laufenden Glasfäden gedehnt werden und somit zur Festigkeit beitragen.
Dieses Vorspannen war bei den bisherigen Verarbeitungsmethoden nicht möglich, einerseits da meistens nur Glasmatten verwendet wurden und anderseits ist ein gleichmässiges Vorspannen von den im unbeschichteten Zustand ganz weichen Glasgeweben fast unmöglich, da bei einer Streckung der Glasgewebe in Längsrichtung wie bei jedem Gewebe eine Querkontraktion eintritt und es ausserdem rein technisch kaum durchführbar ist, unbeschichtetes Glasgewebe in einer Breite von etwa 10 cm gleichmässig zu klemmen, um ein Vorspannen zu ermöglichen.
Ein mit Polyäthylen einseitig beschichtetes Gewebe kann jedoch leicht vorgespannt werden, da einerseits das Gewebe fester ist und dadurch leicht eingespannt werden kann und anderseits die Fäden der einzelnen Stränge durch das Polyäthylen etwas verklebt sind und sich dadurch bei einer Zugspannung gleichmässig dehnen. Nur durch die Kombination Glasgewebe-Polyäthylen wird es möglich, Glasgewebe in jeder gewünschten Vorspannung auf Skiern zu befestigen.
Die Vorspannung jedoch ist wiederum vorteilhaft, um die elastischen Eigenschaften des Glases voll ausnützen zu können.
In der Zeichnung ist ein ausgebrochenes Stück eines erfindungsgemäss mit einem Schutzbelag versehenen Skis dargestellt.
Auf dem Holz 1 des Skis ist der Schutzbelag, bestehend aus einer äusseren Polyäthylenschicht 2 und einer inneren Glasgewebeschicht 3, aufgeklebt.