CH386043A - Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen mit Chromgerbstoffen - Google Patents

Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen mit Chromgerbstoffen

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CH386043A
CH386043A CH361360A CH361360A CH386043A CH 386043 A CH386043 A CH 386043A CH 361360 A CH361360 A CH 361360A CH 361360 A CH361360 A CH 361360A CH 386043 A CH386043 A CH 386043A
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tanning
bath
salts
chromium
phosphates
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CH361360A
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Julius Dipl Ing Kurzendoerfer
Ulrich Feser Fritz
Carl Dr Riess
Original Assignee
Benckiser Gmbh Joh A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/04Mineral tanning
    • C14C3/06Mineral tanning using chromium compounds

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Description


  Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen mit Chromgerbstoffen    Es ist bekannt, Häute     und    Felle mit kondensier  ten Phosphaten oder ihren wasserlöslichen     Salzen     - den sogenannten     Poly-    und     Metaphosphaten      zu gerben und mit mineralischen oder     vegetabilischen     Gerbstoffen     .nachzugerben    oder sie mit den     konden-          sierten    Phosphaten und     mineralischen        Gerbmitteln     gleichzeitig zu gerben.

     Die Vorteile, :die eine Verwendung von konden  sierten Phosphaten bei der     Chromlederherstellung    mit  sich bringt, liegen in einem feinen     geschlossenen     Narben sowie grösserer Fülle der Leder, die in den  stark maskierenden (komplexbildenden)     Eigenschaf-          ten    der kondensierten Phosphate ihre Ursache haben.  



  In der     Praxis    der     Chromlederhersteilung    wird  das Verfahren     meist    so gehandhabt, dass     man    die       Natriumsalze    der     kondensierten    Phosphorsäuren dem  Pickel zusetzt.

   Es ist auch schon vorgeschlagen wor  den, die tierische Haut mit Lösungen von polymeren  Phosphaten     vorzugerben    und sie danach mit einer  Lösung von Chromverbindungen     nachzugerben.    Fer  ner ist vorgeschlagen worden,     gepickelte    Häute und  Felle fit wässrigen Lösungen von     Salzen    von Phos  phorsäuren, die     Eiweisstoffe    zu koagulieren vermö  gen, zu     entpickeln,    jedoch wurden in beiden Fällen  die Phosphate im     pH-Bereich    ihrer     Gerbwirkung     angewendet. So worden insbesondere für das letztere       Verfahren        pH-Werte    von 1,35 bis 2 genannt.

    



  Es hat sich nun gezeigt,     dass    die Leder     wesentlich     voller werden, wenn man die Salze     kondensierter     Phosphorsäuren nicht im     pH    Bereich der     Gerbwir-          kung,    sondern im Bereich ihrer     Neutralsalzschwellung     anwendet, wobei die Leder umso voller und fester  narbig werden, je höher der     pH-Wert    zu     Beginn    der  Chromzugabe liegt, da das Optimum der     Neutral-          salzschwellung    bei etwa 6,5 liegt.

   Da die Leder jedoch  gleichzeitig auch an Weichheit und Geschmeidigkeit    verlieren,     wenn    der     pH-Wert        ansteigt,    so dreht es sich  darum, den für eine     bestimmte    Lederart     günstigsten          pH-Wort    vor der     Chromgerbung        einzustellen.    Dabei  ergab sich die Schwierigkeit,     dass        namentlich    bei       kräftigem        Hautmaterial    insbesondere     an    den kernigen  Stellen die Erreichung eines gleichmässigen pH-Wer  tes im Querschnitt der Haut,

   das heisst eine     gleich-          mässige        Durchpickelung    sehr schwer     zu    erreichen ist,  da die relativ hochmolekularen Phosphate nur lang  sam in das Innere :der Haut     hineindiffundieren,    was  zur Folge hat, dass das Leder gerade an den kernigen  Stellen nicht richtig durchgerbt und an diesen Stellen  hart     wird.     



  Es wurde nun gefunden,     dass    beim Gerben von  Häuten und Fellen mit     Chromsalzen    eine schnelle  und     gleichmässige        Durchgarbung    und     ein    in den  Flanken und im Kern sehr     gleichmässiges    Leder  erhalten wird, wenn man gemäss dem     Verfahren    nach  der Erfindung     die        gepickelten    Blössen     in,    einem fri  schen Bad mit     wasserlöslichen    Salzen von konden  sierten Phosphorsäuren behandelt, wobei die Menge  und Art der Phosphate,

       gegebenenfalls    unter Ver  wendung von säurebindenden     Hilfsstoffen,    so     ausge-          wählt        werden,        dass        das        Bad        0,5        bis    5     %        Phosphat,     auf das     Blössengewicht        berechnet,    enthält und     das          Phosphatbad    so     eingestellt    ist,

       dass    dieses     im        pH-          Bereich    der     Neutralsalzschwellung    der     kondensierten     Phosphate, das heisst oberhalb     pH    = 3,8 liegt und  danach, vorzugsweise im gleichen Bad, mit     Chrom-          salzen    gerbt.

   Als     säurebindende        Hilfsstoffe    kommen  beispielsweise Natriumkarbonat,     Natriumbikarbonat,          Natriumsulfit,        Natriumthiosulfat,    Ammoniak und des  sen     Substitutionsprodukte    in Betracht.  



  Einen besonders feinen     Narben    erhält man durch  die Verwendung der kondensierten Phosphate     in     Form ihrer     Komplexsalze,    insbesondere mit Alumi-           nium    und Chrom, die zweckmässig durch     Vermischen     von warmen oder kalten     Lösungen    der     Phosphate     und der     Metallsalze    vor Zugabe der Häute herge  stellt werden.  



  Von den kondensierten Phosphaten sind     in,    erster  Linie die löslichen oder löslich gemachten     Alkalisalze     der     Pyrophosphorsäure,    Polyphosphorsäuren,     Meta-          phosphorsäuren    einschliesslich deren     salzartigen    Ver  bindungen mit     anorganischen    oder organischen Re  sten, wie z. B.

   Ammonium,     Hydroxylamin,        Hydrazin          sowie    deren     Substitutionsprodukte    sowie Komplexe  von Phosphaten     mit        Erdalkalien    oder anderen gege  benenfalls bakterizid,     fungizid    und/oder     insektizid          wirkenden    Metallen sowie     Imidophosphate,    wie sie  durch Kondensation von Harnstoff mit Phosphor  säure oder auf anderem Weg entstehen, geeignet.

    Schliesslich können die kondensierten Phosphorsäu  ren oder ihre Komplexsalze auch mit solchen anorga  nischen und/oder organischen Basen oder Gruppen       salzartig    verbunden     sein,    die, wie z. B.     Oxychinolin-          oder        Oxychinaldin-Derivate,        algizide,    bakterizide,       fungizide    Eigenschaften oder sonst eine die     Gerbung     oder Färbung des Leders günstig     beeinflussende    Wir  kung besitzen können.  



  Nach der     Chromgerbung    können die Leder in       bekannter        Weise    weiterbehandelt werden. Die so her  gestellten Leder zeichnen sich durch dichte Faser  struktur, einen feinen     glatten,    festanliegenden Narben  sowie guten     Griff    und     Fülle    aus.  



  Um zu     vermeiden,    dass die durch die Neutral  salzschwellung der Phosphate erzielte Fülle der Leder  beim Trocknen teilweise wieder verloren geht,     können     nach dem     erfindungsgemässen        Verfahren        behandelte     Leder nach dem     Falzen    oder Spalten einer Behand  lung mit den gleichen oder     höhermolekularen    Phos  phaten unterworfen und     anschliessend    im gleichen  oder getrennten Bad     mit    basischen Chrom- und/oder  Aluminiumsalzen oder vegetabilischen und/oder syn  thetischen Gerbstoffen nachgegerbt werden.

   Auf diese  Weise wird nicht nur ein Verlust an Fülle beim  Trocknen verhindert, sondern werden     darüber    hinaus  Leder von     aussergewöhnlicher    Fülle und     mildem          Griff    erhalten. Die     Fettung    kann dabei     entweder    nach  der     Phosphatbehandlung    oder nach der     Nachgerbung,          gegebenenfalls    nach beiden, erfolgen.  



  Durch die Nachbehandlung mit Lösungen von       kondensierten    Phosphaten     erübrigt    sich die Neutra  lisation der Leder, so dass kein     zusätzlicher        Arbeits-          prozess    erforderlich ist. Die Phosphate werden     infolge     ihrer grossen     Affinität    zum Chrom sehr weitgehend  von der     Lederfaser    gebunden, die     ihrerseits    nun wie  der eine grosse Affinität zum Chrom besitzt, so     dass     bei einer     Chromnachgerbung    dieses sehr schnell und  reichlich gebunden wird.  



  Die so behandelten     Leder    weisen eine erhebliche       Qualitätsverbesserung        hinsichtlich    Fülle und     Griff     gegenüber einer normalen     Chromgerbung    auf.

      <I>Beispiel 1</I>       Rindshäute    werden in üblicher Weise mit Koch  salz     und    Schwefelsäure gegickelt     derart,    dass der       End-pH-Wert    der Flotte zwischen 3,2 und 3,8     liegt.     Hierauf lässt man die Blössen mit einer Lösung von  1     %        Grahamsalz        in        80        %        Wasser        von        20         C        so     lange laufen,

   bis sich das     pH-Gleichgewicht    zwischen       Blössenschnitt    und Flotte oberhalb des     isoelektrischen     Punktes (über     pH    = 5) eingestellt hat. Danach     erfolgt          Chromgerbung    mit einem     4/12-basischen    Chrom  extrakt im gleichen Bad.  



  <I>Beispiel 2</I>       Kalbblössen    werden in     üblicher    Weise gegickelt,  derart, dass der     End-pH-Wert    der Flotte bei etwa  3,5 liegt. Hierauf lässt man die Flotte ablaufen und  arbeitet danach mit einem Flottenvolumen von ca.       80        %,        wobei        man        gleichzeitig        0,75        %        eines        schwach          alkalisch        reagierenden        Natriumpolyphosphatglases     zusetzt.

   Nach     Einstellung    des Gleichgewichtes über       pH    5     gibt        man    2     %        Chromalaun        zu        und        gerbt        einige     Zeit später mit einer basischen     Glucosebrühe.     



  <I>Beispiel 3</I>       Gepickelte        Schafblössen        werden        mit    3     %        Gra-          hamsalz        und        100        %        Wasser        von        25        bis        2711        C        bewegt     und das     pH-Gleichgewicht    bei einem     pH-Wert    über  5 eingestellt.

   Danach wird kurz gespült und in fri  schem Bad ohne     Salzzusatz    in üblicher Weise     mit     basischen Chrombrühen gegerbt.  



  <I>Beispiel 4</I>       Rindsblössen    für Schuhoberleder werden in be  kannter Weise mit     Kochsalz    und     Schwefelsäure        ge-          pickelt    derart, dass der     End-pH-Wert    der     Pickelflotte     bei etwa 3 bis 3,2 liegt.

   Hierauf lässt man die Pickel  flotte ab und behandelt im neuen Bad     mit    ca. 80     oio          Wasser        von        20         C        und    1     %        eines        Natriumpolyphos-          phats    mittlerer Kettenlänge, wobei der     pH-Wert    auf  etwa 3,8 bis 4 ansteigt.

   Nach etwa einer Stunde     führt     man die     Chromgerbung    im gleichen Bad in     üblicher          Weise        durch,        mit        einer        Basizität        von        33        %        beginnend.     



  Das so hergestellte     Chromleder    hat einen feinen  Narben, gute Fülle und einen     milden        Griff.     



  <I>Beispiel 5</I>       Pickelspalte    von     Rindshäuten    für     Velour    werden       mit    3     %        eines        Natriumpolyphosphats        mittlerer        Ket-          tenlänge,

          ca.        200        %        Wasser        von        30        bis        35         C        und     1     bis        1,5        1%        Soda        behandelt,        so        dass        sich        ein        pH-Wert     von 4,2 bis 4,3 im Gleichgewicht mit der Haut ein  stellt.

   Nach Stehen über     Nacht    wird gespült und  danach in üblicher Weise chromgegerbt.  



  Man erhält ein volles     Velourleder    von mildem  Griff und guter Reissfestigkeit.  



  <I>Beispiel 6</I>       Rindsblössen    werden in     üblicher    Weise gegickelt,  wobei man     einen        End-pH-Wert    von ca. 4 anstrebt.      Danach werden sie in getrenntem Bad mit einem       Gemisch        aus    1     %        Chromalaun        bei        einem        pH-Wert     von 4 eine Stunde behandelt, wonach man im gleichen  Bad in üblicher Weise mit basischen     Chromsalzen     ausgerbt.  



  Die Bereitung des     Chromalaun-Polyphosphatge-          misches    geschieht in der     Weise,    dass man die noch  warmen konzentrierten Lösungen     zusammengibt    und  das Gemisch vor der Zugabe zu den Blössen eine  Weile stehen lässt, bis die Komplexbildung sich voll  zogen hat.  



  <I>Beispiel 7</I>       Rindsblössen    werden, wie in Beispiel 1, 2 und 4  angegeben, gegerbt und nach dem     Falzen    bzw.     Spal-          ten        gespült.        Hierauf        werden        die        Leder        mit    2     %        eines          Natriumpolyphosphatglases,    wie     z.B.        Grahamsalz     oder     Natriumpentapolyphosphat,    in Wasser von  ca.

       36     C 1 bis 1     1/2    Stunden laufen gelassen und  gegebenenfalls nach einer     Zwischenfettung    mit 2 0/0       Chromoxyd        in        Form        einer        50        %        basischen        Chrom-          sulfatbrühe    gegerbt.  



  <I>Beispiel 8</I>       Rindsblössen,    die, wie in Beispiel 1 und 4 angege  ben, gegerbt wurden, werden nach dem Falzen oder  Spalten ca. 1     1/2    Stunden mit einer Lösung von 3 0/0  eines     höhermolekularen    Polyphosphats bei etwa       37     C behandelt. Danach gerbt man die Leder mit  vegetabilischen oder synthetischen Gerbstoffen oder  Gemischen aus diesen beiden aus.  



  <I>Beispiel 9</I>  Nach Beispiel 2 chromgegerbte Kalbfelle werden       nach        dem        Falzen        gespült        und        im        Fass        bei        ca.        100        %          Flotte        mit    2     %        eines        kondensierten        Phosphates        nach     Art des     Grahamsalzes    eine Stunde laufen gelassen und  

  hierauf im gleichen Bad mit 2 0/0 Chromoxyd in  Form einer 50 0/0     basischen        Glucosebrühe    nachge  gerbt.  



  <I>Beispiel 10</I>       Rindshäute    werden in üblicher Weise mit Koch  salz und     Schwefelsäure        gapickelt    derart, dass der       End-pH-Wert    der Flotte zwischen 3,2 und 3,8 liegt.

    Hierauf lässt man die Blössen mit einer Lösung       von    1     %        Grahamsalz        in        80        %        Wasser        von        200        C    1  Stunde laufen, wobei sich ein     pH-Wert    des Bades von  etwa 3,8 bis 4     einstellt.    Danach erfolgt eine normale       Chromgerbung,    die mit einem 4/12 basischen Chrom  extrakt im gleichen Bad beginnt.

   Die so gegerbten  Leder werden nach dem     Falzen        gespült    und mit 2 0/0  eines     Natriumpolyphosphatglases,    wie     z.B.        Graham-          salz,        Natriumpentapolyphosphat    und ähnliche, in  Wasser von ca. 36          C behandelt. Das Phosphat     wird     gelöst durch die hohle Achse des Fasses zugegeben.

         Nach    1     bis        11/2        Stunden        gibt        man        ca.        2%        Chromoxyd          in        Form        einer        45        %        basischen        Chromsulfatbrühe        zu     und     lässt    noch etwa 2     Stunden    laufen.    Die Mengenangaben beziehen sich auf das Falzge  wicht.  



  <I>Beispiel 11</I>       Kalbblössen    werden in üblicher     Weise        gepickelt     derart, dass der     End-pH-Wert    der Flotte bei etwa  3,5     liegt.    Hierauf lässt man die Flotte ablaufen und       behandelt        im        neuen        Bad        mit        ca.        80,%        Wasser,        wobei          man        gleichzeitig        0,

  75        %        eines        schwach        alkalisch        rea-          gierenden        Natriumpolyphosphatglases    zusetzt wobei  sich ein     pH-Wert    von über 4     einstellt.    Nach ca. 45       Minuten        gibt        man    2     %        Chromalaun        zu        und        gerbt     einige Zeit später mit einer basischen     Glucosebrühe.     



  Die so chromgegerbten Kalbfelle werden nach       dem        Falzen        gespült        und        im        Fass        bei        ca.        100        %        Flotte          mit    2     %        eines        kondensierten        Phosphates        nach        Art        des          Grahamsalzes    eine Stunde  <RTI  

   ID="0003.0166">   laufengelassen    und hierauf       im        gleichen        Bad        mit    2     %        Chromoxyd        in        Form        einer          50        %        basischen        Glucosebrühe        nachgegerbt.     



  <I>Beispiel 12</I>  Nach Beispiel 4 oder 5 gegerbte Rindleder werden  nach dem Falzen,     gegebenenfalls    nach einem Zwi  schenspülen mit 2     1/2   <B>0/0</B> eines     Natriumpolyphosphat-          glases    mittlerer Kettenlänge     in    ca.

   200 0/0     Wasser     von 40     11    C eine Stunde laufen gelassen, und     anschlies-          send        mit    2     %        Aluminiumoxyd        in        Form        einer        ca.          75        %        basischen        Aluminiumchloridbrühe        nachgegerbt.     



  Auf diese Weise hergestellte     Velourleder    weisen  bei grosser Fülle eine sehr gute     Färbbarkeit    und fei  nen Schliff .auf.  



  <I>Beispiel 13</I>       Rindsblössen    für Schuhoberleder werden in  bekannter Weise mit     Kochsalz    und Schwefelsäure       gepickelt,        derart,    dass der     End        pH-Wert    der Pickel  flotte bei etwa 3 bis 3,2 liegt.

   Hierauf lässt man die       Pickelflotte    ab und behandelt     im.    neuen Bad mit       ca.        80        %        Wasser        von        20                 C        und    1     %        eines        Natrium-          polyphosphates    mittlerer Kettenlänge, wobei der     pH-          Wert    auf etwa 3,

  8 bis 4     ansteigt.    Nach etwa 1 Stunde  führt man die     Chromgerbung        in.    gleichem Bad in  üblicher Weise durch, mit     einer        Basizität    von     33,()/o          beginnend.    Diese Leder werden nach dem Falzen  oder Spalten ca.     11/2    Stunden mit einer Lösung  von 3     b/o    eines     höhermolekularen        Natriumpolyphos-          phates    bei etwa 370 C behandelt.

   Danach gerbt man  die Leder     mit        vegetabilischen    oder     synthetischen     Gerbstoffen oder Gemischen aus diesen beiden aus.  



  Als     synthetische        Gerbmittel    kommen übliche       Gerbmittel        in.    Betracht und besonders solche, die       kationaktive        Eigenschaften    haben. Derartige synthe  tische Gerbstoffe werden durch     Kondensation    von       Salzen    des     Ammoniaks    oder von     Aminen    mit     Pheno-          len    und Aldehyden gewonnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen mit Chromsalzen, dadurch gekennzeichnet, dass man die gepickelten Blössen in einem frischen Bad mit wasserlöslichen Salzen von kondensierten Phosphor säuren behandelt, wobei die Menge und Art des Phosphates so ausgewählt werden, dass das Bad 0,5 bis 5 % Phosphat, berechnet auf das Blössen- gewicht, enthält und das Phosphatbad so eingestellt wird, dass der pH-Wert oberhalb 3,
    8 im Bereich der Neutralsalzschwellung der kondensierten Phos phate liegt und dass man danach mit Chromsalzen gerbt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Phosphate zusammen mit säurebindenden Stoffen verwendet werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Phosphatbad so eingestellt wird, dass das pH-Gleichgewicht zwischen Blössen- schnitt und Flotte oberhalb des isoelektrischen Punk tes, das heisst oberhalb 5 liegt und anschliessend mit Chromsalzen gegerbt wird. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man nach der Gerbung spült und mit wasserlöslichen Salzen kondensierter Phos phorsäuren nachbehandelt, worauf im gleichen oder getrennten Bad mit einer hochbasischen Chrom- und bzw. oder Aluminiumbrühe nachgegerbt wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die kondensierten Phos phate in Form von Komplexsalzen verwendet. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die kondensierten Phos phate in Form der Komplexsalze des Aluminiums und des Chroms verwendet. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit vegetabilischen und bzw. oder synthetischen Gerbmitteln nachgerbt. 7. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als synthetische Gerbmittel kationaktive Substanzen Verwendung finden.
CH361360A 1959-10-17 1960-06-10 Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen mit Chromgerbstoffen CH386043A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN114277202A (zh) * 2021-11-12 2022-04-05 宁夏西部皮草有限公司 一种高密度羊剪绒生产加工工艺

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