Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen mit Chromgerbstoffen Es ist bekannt, Häute und Felle mit kondensier ten Phosphaten oder ihren wasserlöslichen Salzen - den sogenannten Poly- und Metaphosphaten zu gerben und mit mineralischen oder vegetabilischen Gerbstoffen .nachzugerben oder sie mit den konden- sierten Phosphaten und mineralischen Gerbmitteln gleichzeitig zu gerben.
Die Vorteile, :die eine Verwendung von konden sierten Phosphaten bei der Chromlederherstellung mit sich bringt, liegen in einem feinen geschlossenen Narben sowie grösserer Fülle der Leder, die in den stark maskierenden (komplexbildenden) Eigenschaf- ten der kondensierten Phosphate ihre Ursache haben.
In der Praxis der Chromlederhersteilung wird das Verfahren meist so gehandhabt, dass man die Natriumsalze der kondensierten Phosphorsäuren dem Pickel zusetzt.
Es ist auch schon vorgeschlagen wor den, die tierische Haut mit Lösungen von polymeren Phosphaten vorzugerben und sie danach mit einer Lösung von Chromverbindungen nachzugerben. Fer ner ist vorgeschlagen worden, gepickelte Häute und Felle fit wässrigen Lösungen von Salzen von Phos phorsäuren, die Eiweisstoffe zu koagulieren vermö gen, zu entpickeln, jedoch wurden in beiden Fällen die Phosphate im pH-Bereich ihrer Gerbwirkung angewendet. So worden insbesondere für das letztere Verfahren pH-Werte von 1,35 bis 2 genannt.
Es hat sich nun gezeigt, dass die Leder wesentlich voller werden, wenn man die Salze kondensierter Phosphorsäuren nicht im pH Bereich der Gerbwir- kung, sondern im Bereich ihrer Neutralsalzschwellung anwendet, wobei die Leder umso voller und fester narbig werden, je höher der pH-Wert zu Beginn der Chromzugabe liegt, da das Optimum der Neutral- salzschwellung bei etwa 6,5 liegt.
Da die Leder jedoch gleichzeitig auch an Weichheit und Geschmeidigkeit verlieren, wenn der pH-Wert ansteigt, so dreht es sich darum, den für eine bestimmte Lederart günstigsten pH-Wort vor der Chromgerbung einzustellen. Dabei ergab sich die Schwierigkeit, dass namentlich bei kräftigem Hautmaterial insbesondere an den kernigen Stellen die Erreichung eines gleichmässigen pH-Wer tes im Querschnitt der Haut,
das heisst eine gleich- mässige Durchpickelung sehr schwer zu erreichen ist, da die relativ hochmolekularen Phosphate nur lang sam in das Innere :der Haut hineindiffundieren, was zur Folge hat, dass das Leder gerade an den kernigen Stellen nicht richtig durchgerbt und an diesen Stellen hart wird.
Es wurde nun gefunden, dass beim Gerben von Häuten und Fellen mit Chromsalzen eine schnelle und gleichmässige Durchgarbung und ein in den Flanken und im Kern sehr gleichmässiges Leder erhalten wird, wenn man gemäss dem Verfahren nach der Erfindung die gepickelten Blössen in, einem fri schen Bad mit wasserlöslichen Salzen von konden sierten Phosphorsäuren behandelt, wobei die Menge und Art der Phosphate,
gegebenenfalls unter Ver wendung von säurebindenden Hilfsstoffen, so ausge- wählt werden, dass das Bad 0,5 bis 5 % Phosphat, auf das Blössengewicht berechnet, enthält und das Phosphatbad so eingestellt ist,
dass dieses im pH- Bereich der Neutralsalzschwellung der kondensierten Phosphate, das heisst oberhalb pH = 3,8 liegt und danach, vorzugsweise im gleichen Bad, mit Chrom- salzen gerbt.
Als säurebindende Hilfsstoffe kommen beispielsweise Natriumkarbonat, Natriumbikarbonat, Natriumsulfit, Natriumthiosulfat, Ammoniak und des sen Substitutionsprodukte in Betracht.
Einen besonders feinen Narben erhält man durch die Verwendung der kondensierten Phosphate in Form ihrer Komplexsalze, insbesondere mit Alumi- nium und Chrom, die zweckmässig durch Vermischen von warmen oder kalten Lösungen der Phosphate und der Metallsalze vor Zugabe der Häute herge stellt werden.
Von den kondensierten Phosphaten sind in, erster Linie die löslichen oder löslich gemachten Alkalisalze der Pyrophosphorsäure, Polyphosphorsäuren, Meta- phosphorsäuren einschliesslich deren salzartigen Ver bindungen mit anorganischen oder organischen Re sten, wie z. B.
Ammonium, Hydroxylamin, Hydrazin sowie deren Substitutionsprodukte sowie Komplexe von Phosphaten mit Erdalkalien oder anderen gege benenfalls bakterizid, fungizid und/oder insektizid wirkenden Metallen sowie Imidophosphate, wie sie durch Kondensation von Harnstoff mit Phosphor säure oder auf anderem Weg entstehen, geeignet.
Schliesslich können die kondensierten Phosphorsäu ren oder ihre Komplexsalze auch mit solchen anorga nischen und/oder organischen Basen oder Gruppen salzartig verbunden sein, die, wie z. B. Oxychinolin- oder Oxychinaldin-Derivate, algizide, bakterizide, fungizide Eigenschaften oder sonst eine die Gerbung oder Färbung des Leders günstig beeinflussende Wir kung besitzen können.
Nach der Chromgerbung können die Leder in bekannter Weise weiterbehandelt werden. Die so her gestellten Leder zeichnen sich durch dichte Faser struktur, einen feinen glatten, festanliegenden Narben sowie guten Griff und Fülle aus.
Um zu vermeiden, dass die durch die Neutral salzschwellung der Phosphate erzielte Fülle der Leder beim Trocknen teilweise wieder verloren geht, können nach dem erfindungsgemässen Verfahren behandelte Leder nach dem Falzen oder Spalten einer Behand lung mit den gleichen oder höhermolekularen Phos phaten unterworfen und anschliessend im gleichen oder getrennten Bad mit basischen Chrom- und/oder Aluminiumsalzen oder vegetabilischen und/oder syn thetischen Gerbstoffen nachgegerbt werden.
Auf diese Weise wird nicht nur ein Verlust an Fülle beim Trocknen verhindert, sondern werden darüber hinaus Leder von aussergewöhnlicher Fülle und mildem Griff erhalten. Die Fettung kann dabei entweder nach der Phosphatbehandlung oder nach der Nachgerbung, gegebenenfalls nach beiden, erfolgen.
Durch die Nachbehandlung mit Lösungen von kondensierten Phosphaten erübrigt sich die Neutra lisation der Leder, so dass kein zusätzlicher Arbeits- prozess erforderlich ist. Die Phosphate werden infolge ihrer grossen Affinität zum Chrom sehr weitgehend von der Lederfaser gebunden, die ihrerseits nun wie der eine grosse Affinität zum Chrom besitzt, so dass bei einer Chromnachgerbung dieses sehr schnell und reichlich gebunden wird.
Die so behandelten Leder weisen eine erhebliche Qualitätsverbesserung hinsichtlich Fülle und Griff gegenüber einer normalen Chromgerbung auf.
<I>Beispiel 1</I> Rindshäute werden in üblicher Weise mit Koch salz und Schwefelsäure gegickelt derart, dass der End-pH-Wert der Flotte zwischen 3,2 und 3,8 liegt. Hierauf lässt man die Blössen mit einer Lösung von 1 % Grahamsalz in 80 % Wasser von 20 C so lange laufen,
bis sich das pH-Gleichgewicht zwischen Blössenschnitt und Flotte oberhalb des isoelektrischen Punktes (über pH = 5) eingestellt hat. Danach erfolgt Chromgerbung mit einem 4/12-basischen Chrom extrakt im gleichen Bad.
<I>Beispiel 2</I> Kalbblössen werden in üblicher Weise gegickelt, derart, dass der End-pH-Wert der Flotte bei etwa 3,5 liegt. Hierauf lässt man die Flotte ablaufen und arbeitet danach mit einem Flottenvolumen von ca. 80 %, wobei man gleichzeitig 0,75 % eines schwach alkalisch reagierenden Natriumpolyphosphatglases zusetzt.
Nach Einstellung des Gleichgewichtes über pH 5 gibt man 2 % Chromalaun zu und gerbt einige Zeit später mit einer basischen Glucosebrühe.
<I>Beispiel 3</I> Gepickelte Schafblössen werden mit 3 % Gra- hamsalz und 100 % Wasser von 25 bis 2711 C bewegt und das pH-Gleichgewicht bei einem pH-Wert über 5 eingestellt.
Danach wird kurz gespült und in fri schem Bad ohne Salzzusatz in üblicher Weise mit basischen Chrombrühen gegerbt.
<I>Beispiel 4</I> Rindsblössen für Schuhoberleder werden in be kannter Weise mit Kochsalz und Schwefelsäure ge- pickelt derart, dass der End-pH-Wert der Pickelflotte bei etwa 3 bis 3,2 liegt.
Hierauf lässt man die Pickel flotte ab und behandelt im neuen Bad mit ca. 80 oio Wasser von 20 C und 1 % eines Natriumpolyphos- phats mittlerer Kettenlänge, wobei der pH-Wert auf etwa 3,8 bis 4 ansteigt.
Nach etwa einer Stunde führt man die Chromgerbung im gleichen Bad in üblicher Weise durch, mit einer Basizität von 33 % beginnend.
Das so hergestellte Chromleder hat einen feinen Narben, gute Fülle und einen milden Griff.
<I>Beispiel 5</I> Pickelspalte von Rindshäuten für Velour werden mit 3 % eines Natriumpolyphosphats mittlerer Ket- tenlänge,
ca. 200 % Wasser von 30 bis 35 C und 1 bis 1,5 1% Soda behandelt, so dass sich ein pH-Wert von 4,2 bis 4,3 im Gleichgewicht mit der Haut ein stellt.
Nach Stehen über Nacht wird gespült und danach in üblicher Weise chromgegerbt.
Man erhält ein volles Velourleder von mildem Griff und guter Reissfestigkeit.
<I>Beispiel 6</I> Rindsblössen werden in üblicher Weise gegickelt, wobei man einen End-pH-Wert von ca. 4 anstrebt. Danach werden sie in getrenntem Bad mit einem Gemisch aus 1 % Chromalaun bei einem pH-Wert von 4 eine Stunde behandelt, wonach man im gleichen Bad in üblicher Weise mit basischen Chromsalzen ausgerbt.
Die Bereitung des Chromalaun-Polyphosphatge- misches geschieht in der Weise, dass man die noch warmen konzentrierten Lösungen zusammengibt und das Gemisch vor der Zugabe zu den Blössen eine Weile stehen lässt, bis die Komplexbildung sich voll zogen hat.
<I>Beispiel 7</I> Rindsblössen werden, wie in Beispiel 1, 2 und 4 angegeben, gegerbt und nach dem Falzen bzw. Spal- ten gespült. Hierauf werden die Leder mit 2 % eines Natriumpolyphosphatglases, wie z.B. Grahamsalz oder Natriumpentapolyphosphat, in Wasser von ca.
36 C 1 bis 1 1/2 Stunden laufen gelassen und gegebenenfalls nach einer Zwischenfettung mit 2 0/0 Chromoxyd in Form einer 50 % basischen Chrom- sulfatbrühe gegerbt.
<I>Beispiel 8</I> Rindsblössen, die, wie in Beispiel 1 und 4 angege ben, gegerbt wurden, werden nach dem Falzen oder Spalten ca. 1 1/2 Stunden mit einer Lösung von 3 0/0 eines höhermolekularen Polyphosphats bei etwa 37 C behandelt. Danach gerbt man die Leder mit vegetabilischen oder synthetischen Gerbstoffen oder Gemischen aus diesen beiden aus.
<I>Beispiel 9</I> Nach Beispiel 2 chromgegerbte Kalbfelle werden nach dem Falzen gespült und im Fass bei ca. 100 % Flotte mit 2 % eines kondensierten Phosphates nach Art des Grahamsalzes eine Stunde laufen gelassen und
hierauf im gleichen Bad mit 2 0/0 Chromoxyd in Form einer 50 0/0 basischen Glucosebrühe nachge gerbt.
<I>Beispiel 10</I> Rindshäute werden in üblicher Weise mit Koch salz und Schwefelsäure gapickelt derart, dass der End-pH-Wert der Flotte zwischen 3,2 und 3,8 liegt.
Hierauf lässt man die Blössen mit einer Lösung von 1 % Grahamsalz in 80 % Wasser von 200 C 1 Stunde laufen, wobei sich ein pH-Wert des Bades von etwa 3,8 bis 4 einstellt. Danach erfolgt eine normale Chromgerbung, die mit einem 4/12 basischen Chrom extrakt im gleichen Bad beginnt.
Die so gegerbten Leder werden nach dem Falzen gespült und mit 2 0/0 eines Natriumpolyphosphatglases, wie z.B. Graham- salz, Natriumpentapolyphosphat und ähnliche, in Wasser von ca. 36 C behandelt. Das Phosphat wird gelöst durch die hohle Achse des Fasses zugegeben.
Nach 1 bis 11/2 Stunden gibt man ca. 2% Chromoxyd in Form einer 45 % basischen Chromsulfatbrühe zu und lässt noch etwa 2 Stunden laufen. Die Mengenangaben beziehen sich auf das Falzge wicht.
<I>Beispiel 11</I> Kalbblössen werden in üblicher Weise gepickelt derart, dass der End-pH-Wert der Flotte bei etwa 3,5 liegt. Hierauf lässt man die Flotte ablaufen und behandelt im neuen Bad mit ca. 80,% Wasser, wobei man gleichzeitig 0,
75 % eines schwach alkalisch rea- gierenden Natriumpolyphosphatglases zusetzt wobei sich ein pH-Wert von über 4 einstellt. Nach ca. 45 Minuten gibt man 2 % Chromalaun zu und gerbt einige Zeit später mit einer basischen Glucosebrühe.
Die so chromgegerbten Kalbfelle werden nach dem Falzen gespült und im Fass bei ca. 100 % Flotte mit 2 % eines kondensierten Phosphates nach Art des Grahamsalzes eine Stunde <RTI
ID="0003.0166"> laufengelassen und hierauf im gleichen Bad mit 2 % Chromoxyd in Form einer 50 % basischen Glucosebrühe nachgegerbt.
<I>Beispiel 12</I> Nach Beispiel 4 oder 5 gegerbte Rindleder werden nach dem Falzen, gegebenenfalls nach einem Zwi schenspülen mit 2 1/2 <B>0/0</B> eines Natriumpolyphosphat- glases mittlerer Kettenlänge in ca.
200 0/0 Wasser von 40 11 C eine Stunde laufen gelassen, und anschlies- send mit 2 % Aluminiumoxyd in Form einer ca. 75 % basischen Aluminiumchloridbrühe nachgegerbt.
Auf diese Weise hergestellte Velourleder weisen bei grosser Fülle eine sehr gute Färbbarkeit und fei nen Schliff .auf.
<I>Beispiel 13</I> Rindsblössen für Schuhoberleder werden in bekannter Weise mit Kochsalz und Schwefelsäure gepickelt, derart, dass der End pH-Wert der Pickel flotte bei etwa 3 bis 3,2 liegt.
Hierauf lässt man die Pickelflotte ab und behandelt im. neuen Bad mit ca. 80 % Wasser von 20 C und 1 % eines Natrium- polyphosphates mittlerer Kettenlänge, wobei der pH- Wert auf etwa 3,
8 bis 4 ansteigt. Nach etwa 1 Stunde führt man die Chromgerbung in. gleichem Bad in üblicher Weise durch, mit einer Basizität von 33,()/o beginnend. Diese Leder werden nach dem Falzen oder Spalten ca. 11/2 Stunden mit einer Lösung von 3 b/o eines höhermolekularen Natriumpolyphos- phates bei etwa 370 C behandelt.
Danach gerbt man die Leder mit vegetabilischen oder synthetischen Gerbstoffen oder Gemischen aus diesen beiden aus.
Als synthetische Gerbmittel kommen übliche Gerbmittel in. Betracht und besonders solche, die kationaktive Eigenschaften haben. Derartige synthe tische Gerbstoffe werden durch Kondensation von Salzen des Ammoniaks oder von Aminen mit Pheno- len und Aldehyden gewonnen.
Process for tanning hides and skins with chrome tanning agents It is known to tan hides and skins with condensed phosphates or their water-soluble salts - the so-called poly- and metaphosphates, and to re-inherit them with mineral or vegetable tanning agents or with the condensed phosphates and tanning mineral tanning agents at the same time.
The advantages: the use of condensed phosphates in the production of chrome leather lies in the fine, closed grain and greater abundance of the leather, which is due to the strongly masking (complex-forming) properties of the condensed phosphates.
In the practice of chrome leather production, the process is usually handled by adding the sodium salts of the condensed phosphoric acids to the pimple.
It has also been suggested that animal skin be tanned with solutions of polymeric phosphates and then tanned with a solution of chromium compounds. Furthermore, it has been proposed to unpickle pecked hides and pelts in aqueous solutions of salts of phosphoric acids, which are able to coagulate proteins, but in both cases the phosphates were used in the pH range of their tanning action. For the latter process in particular, pH values of 1.35 to 2 have been given.
It has now been shown that the leathers become considerably fuller if the salts of condensed phosphoric acids are used not in the pH range of the tanning effect, but in the range of their neutral salt swelling, whereby the leather becomes more full and grained, the higher the pH The value at the beginning of the chromium addition is because the optimum of the neutral salt swelling is around 6.5.
However, since the leathers lose their softness and suppleness at the same time when the pH value rises, it is important to set the most favorable pH for a certain type of leather before chrome tanning. The difficulty arose that, especially with strong skin material, especially in the pithy areas, the achievement of a uniform pH value in the cross-section of the skin,
This means that even pecking is very difficult to achieve, as the relatively high molecular weight phosphates only slowly diffuse into the interior of the skin, which means that the leather is not tanned properly in the pithy areas and is hard in these areas becomes.
It has now been found that when hides and pelts are tanned with chromium salts, rapid and uniform sheathing and a leather that is very uniform in the flanks and in the core is obtained if, according to the method according to the invention, the pecked pelts are obtained in a fresh bath treated with water-soluble salts of condensed phosphoric acids, whereby the amount and type of phosphates,
optionally using acid-binding auxiliaries, selected so that the bath contains 0.5 to 5% phosphate, calculated on the pelt weight, and the phosphate bath is adjusted so that
that this is in the pH range of the neutral salt swelling of the condensed phosphates, i.e. above pH = 3.8 and then tanned with chromium salts, preferably in the same bath.
Suitable acid-binding auxiliaries are, for example, sodium carbonate, sodium bicarbonate, sodium sulfite, sodium thiosulfate, ammonia and their substitution products.
A particularly fine grain is obtained by using the condensed phosphates in the form of their complex salts, in particular with aluminum and chromium, which are expediently produced by mixing warm or cold solutions of the phosphates and the metal salts before adding the skins.
Of the condensed phosphates are primarily the soluble or solubilized alkali metal salts of pyrophosphoric acid, polyphosphoric acids, metaphosphoric acids including their salt-like compounds with inorganic or organic Re most such. B.
Ammonium, hydroxylamine, hydrazine and their substitution products as well as complexes of phosphates with alkaline earths or other possibly bactericidal, fungicidal and / or insecticidal metals and imidophosphates, such as those formed by condensation of urea with phosphoric acid or in another way, are suitable.
Finally, the condensed Phosphorsäu or their complex salts can also be connected in a salt-like manner with those inorganic and / or organic bases or groups, such as. B. Oxychinolin- or Oxychinaldin derivatives, algicidal, bactericidal, fungicidal properties or otherwise a beneficial effect on the tanning or coloring of the leather we can have effect.
After chrome tanning, the leathers can be further treated in a known manner. The leathers produced in this way are characterized by a dense fiber structure, a fine, smooth, tightly fitting grain as well as good grip and fullness.
In order to avoid that the fullness of the leather achieved by the neutral salt swelling of the phosphates is partially lost again during drying, leathers treated by the process according to the invention can be subjected to a treatment with the same or higher molecular weight phosphates after folding or splitting and then in the same or a separate bath can be retanned with basic chromium and / or aluminum salts or vegetable and / or synthetic tanning agents.
In this way, not only is a loss of fullness prevented during drying, but leather of exceptional fullness and mild feel is also obtained. Fatting can take place either after the phosphate treatment or after retanning, if necessary after both.
The aftertreatment with solutions of condensed phosphates eliminates the need to neutralize the leather, so that no additional work process is required. As a result of their great affinity for chromium, the phosphates are very largely bound by the leather fiber, which in turn has a great affinity for chromium, so that it is bound very quickly and abundantly when it is retanned.
The leathers treated in this way show a considerable improvement in quality in terms of body and feel compared to normal chrome tanning.
<I> Example 1 </I> Cattle hides are coated in the usual way with sodium chloride and sulfuric acid in such a way that the final pH of the liquor is between 3.2 and 3.8. The pelts are then left to run with a solution of 1% graham salt in 80% water at 20 ° C.
until the pH equilibrium between peel and liquor is above the isoelectric point (above pH = 5). This is followed by chrome tanning with a 4/12 basic chrome extract in the same bath.
<I> Example 2 </I> Veal pelts are coiled in the usual way, in such a way that the final pH of the liquor is about 3.5. The liquor is then allowed to run off and a liquor volume of approx. 80% is then used, with 0.75% of a weakly alkaline sodium polyphosphate glass being added at the same time.
After the equilibrium has been set above pH 5, 2% chrome alum is added and tanned some time later with a basic glucose broth.
<I> Example 3 </I> Pickled sheep pelts are agitated with 3% graham salt and 100% water from 25 to 2711 ° C. and the pH equilibrium is set at a pH value above 5.
This is followed by a short rinse and tanning in a fresh bath without added salt in the usual way with basic chrome broths.
<I> Example 4 </I> Cattle hide for shoe upper leather are pimped in a known manner with common salt and sulfuric acid in such a way that the final pH value of the pimple liquor is about 3 to 3.2.
The pimple is then drained off and treated in the new bath with approx. 80,000 water at 20 ° C. and 1% of a sodium polyphosphate of medium chain length, the pH rising to approx. 3.8 to 4.
After about an hour, the chrome tanning is carried out in the same bath in the usual way, starting with a basicity of 33%.
The chrome leather produced in this way has a fine grain, good body and a mild feel.
<I> Example 5 </I> Pimple cracks from cowhides for velor are made with 3% of a sodium polyphosphate of medium chain length,
Approx. 200% water at 30 to 35 C and 1 to 1.5 1% soda treated so that a pH value of 4.2 to 4.3 is in equilibrium with the skin.
After standing overnight, it is rinsed and then chrome-tanned in the usual way.
A full suede leather with a mild feel and good tear resistance is obtained.
<I> Example 6 </I> Beef pelts are curled in the usual way, aiming for a final pH of about 4. They are then treated in a separate bath with a mixture of 1% chrome alum at a pH of 4 for one hour, after which they are rubbed in the same bath in the usual way with basic chromium salts.
The chrome alum polyphosphate mixture is prepared in such a way that the concentrated solutions which are still warm are combined and the mixture is left to stand for a while before adding to the pelts until the complex has been fully formed.
<I> Example 7 </I> Beef pelts are tanned as indicated in Examples 1, 2 and 4 and rinsed after folding or splitting. The leathers are then treated with 2% of a sodium polyphosphate glass, e.g. Graham salt or sodium pentapolyphosphate, in water of approx.
36 C left to run for 1 to 1 1/2 hours and, if necessary, tanned in the form of a 50% basic chromium sulfate broth after intermediate greasing with 2% chromium oxide.
<I> Example 8 </I> Beef pelts which have been tanned as indicated in Examples 1 and 4 are after folding or splitting for about 1 1/2 hours with a solution of 3% of a higher molecular weight polyphosphate treated about 37 C. The leather is then tanned with vegetable or synthetic tanning agents or mixtures of these two.
<I> Example 9 </I> Calfskins chrome-tanned according to Example 2 are rinsed after shaving and left to run for one hour in a barrel at approx. 100% liquor with 2% of a condensed phosphate in the manner of Graham salt
then retanned in the same bath with 2% chromium oxide in the form of a 50% basic glucose broth.
<I> Example 10 </I> Cattle hides are wrapped in the usual way with sodium chloride and sulfuric acid in such a way that the final pH of the liquor is between 3.2 and 3.8.
The pelts are then allowed to run for 1 hour with a solution of 1% graham salt in 80% water at 200 ° C., a pH of about 3.8 to 4 in the bath. This is followed by normal chrome tanning, which begins with a 4/12 basic chrome extract in the same bath.
The leathers tanned in this way are rinsed after shaving and treated with 2% sodium polyphosphate glass, e.g. Graham salt, sodium pentapolyphosphate and the like, treated in water at approx. 36 ° C. The phosphate is added in solution through the hollow shaft of the barrel.
After 1 to 11/2 hours, approx. 2% chromium oxide is added in the form of a 45% basic chromium sulphate broth and allowed to run for another 2 hours. The quantities given relate to the Falzge weight.
<I> Example 11 </I> Veal pods are peeled in the usual way in such a way that the final pH of the liquor is about 3.5. The liquor is then allowed to run off and treated in the new bath with approx. 80% water, whereby 0,
75% of a weakly alkaline reacting sodium polyphosphate glass is added, whereby a pH value of over 4 is established. After about 45 minutes, 2% chrome alum is added and some time later tanned with an alkaline glucose broth.
The chrome-tanned calfskins are rinsed after folding and placed in a barrel at approx. 100% liquor with 2% of a condensed phosphate similar to the graham salt for one hour <RTI
ID = "0003.0166"> and then retanned in the same bath with 2% chromium oxide in the form of a 50% basic glucose broth.
<I> Example 12 </I> Cowhides tanned according to Example 4 or 5 are after folding, if necessary after intermediate rinsing with 2 1/2 <B> 0/0 </B> of a sodium polyphosphate glass of medium chain length in approx.
200 0/0 water at 40 11 C is allowed to run for one hour, and then retanned with 2% aluminum oxide in the form of an approx. 75% basic aluminum chloride stock.
Velor leathers produced in this way are very full and can be dyed very well and have a fine cut.
<I> Example 13 </I> Cattle hide for shoe upper leather are pecked in a known manner with table salt and sulfuric acid, in such a way that the final pH value of the pimple liquor is about 3 to 3.2.
The pimple liquor is then drained and treated in. new bath with approx. 80% water at 20 C and 1% of a sodium polyphosphate of medium chain length, with the pH value at approx.
8 to 4 increases. After about 1 hour, chrome tanning is carried out in the same bath in the usual way, starting with a basicity of 33%. After folding or splitting, these leathers are treated with a solution of 3 b / o of a higher molecular weight sodium polyphosphate at about 370 ° C. for about 11/2 hours.
The leather is then tanned with vegetable or synthetic tanning agents or mixtures of these two.
Conventional tanning agents and especially those which have cation-active properties are suitable as synthetic tanning agents. Such synthetic tanning agents are obtained by condensing salts of ammonia or amines with phenols and aldehydes.