CH386082A - Bauplatte aus Beton - Google Patents
Bauplatte aus BetonInfo
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Description
Bauplatte aus Beton Die Erfindung bezieht sich auf eine Bauplatte aus Beton, die für den Aufbau der Decke von Verkehrs flächen, insbesondere von Fahrbahnen, für die Aus kleidung von Becken oder dergleichen bestimmt ist.
Die Vorzüge von aus vorgeformten Bauplatten aus Beton bestehenden Decken für Fahrbahnen, an dere Verkehrsflächen, Becken, Behälter usw. gegen über an Ort und Stelle hergestellten sind bekannt; sie liegen sowohl in der besseren, gleichbleibenden Qualität, der billigeren Herstellung und nicht zuletzt in der Möglichkeit, derartige Decken unmittelbar nach ihrer Verlegung zu belasten.
Bei bekanntgewordenen Bauplatten, die zu Fahr bahndecken aneinanderschliessbar und an ihren Stoss stellen mit federartigen Vorsprüngen bzw. mit diesen zusammenwirkenden, nutartigen Ausnehmungen ver sehen sind, werden die aus der Belastung des Bau werkes entspringenden Kräfte an den Stossstellen in sehr ungünstiger Weise von einer Platte auf die an grenzende übertragen. Die aufeinanderliegenden Flankenflächen der Federn bzw. Nuten sind gegen über der Oberfläche des aus solchen Betonplatten hergestellten Oberbaues geneigt, so dass auch bei der Übertragung von senkrecht auf die Oberfläche wir kenden Kräften eine parallel zu dieser wirkende Kom ponente entsteht.
Andere, zum Zusammenfügen mit tels einer Nut-Feder-Verbindung eingerichtete Plat tenelemente müssen nach Art eines Ziegelverbandes verlegt werden, bei dem immer je sieben Elemente aneinanderstossen, so dass keine durchlaufenden Fu gen ausgebildet werden können. Weder bei der einen noch bei der anderen Art von Bauplatten sind Vor kehrungen getroffen, die einzelnen Platten miteinan der zu verbinden und aus solchen einen Oberbau aufzubauen, in dem in vorbestimmten Abständen Dehnfugen angeordnet werden können, welche des- sen vorhersehbare Veränderungen auffangen und un schädlich machen können.
Ziel der Erfindung ist es, die erwähnten Mängel zu beheben und eine Ausbildung einer Bauplatte anzugeben, deren Gestaltung die gleichmässige. Über tragung von senkrecht auf die Oberfläche einer Platte gegen den Unterbau wirkenden Kräften auf eine an stossende Platte gewährleistet, ohne dabei Kraftkom ponenten entstehen zu lassen, die im Sinne einer gegenseitigen Verschiebung der Platten wirken. Zwei oder mehr Bauplatten sollen zu Plattenfeldern zu sammenschliessbar sein.
Die erfindungsgemässe Bauplatte, an deren Schmal flächen zum Zusammenfügen mit wenigstens einer anderen gleichgestalteten Bauplatte eine Nut oder eine Feder angeordnet ist, die über die ganze Länge dieser Flächen reichen, ist dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die der Basisfläche des Plattenkörpers näher liegende Flankenfläche der Federn als auch der Nuten mit dieser Basisfläche einen Winkel ein schliessen, wobei der Neigungswinkel der Federflanke kleiner ist als der Neigungswinkel der Nutenflanke,
dass die anderen Flankenflächen der Federn und der Nuten als zu der Basisfläche parallele Abstützflächen ausgebildet sind und dass in dem Plattenkörper durchlaufende Kanäle zur Aufnahme von Verspan nungsorganen angeordnet sind.
Die Anwendung der erfindungsgemässen Bau platte zum Aufbau der Decke von Verkehrsflächen, insbesondere Fahrbahnen, oder der Auskleidung von Becken ist dadurch gekennzeichnet, dass die Decke bzw. Auskleidung in Felder aufgeteilt und zur Aus bildung der einzelnen Felder eine Anzahl aneinander stossender Bauplatten mittels in deren Kanäle lose eingeführter Verspannungsorgane lösbar verbunden sind. Die Erfindung ist im folgenden an Hand einer beispielsweisen Ausführungsform näher erläutert, die in der Zeichnung dargestellt ist.
In dieser zeigt Fig. 1 eine erfindungsgemässe Bauplatte in schaubildlicher Ansicht, Fig. 2 drei aneinandergereihte Platten nach Fig. 1, von denen die beiden äusseren geschnitten sind, Fig.3 eine Draufsicht auf die Anordnung nach Fig. 2, Fig. 4 ein Detail der Fig. 2 und Fig. 5 eine Fahrbahn mit einer Decke aus erfindungsgemässen Bauplatten.
Die in den Fig. 1 bis 3 veranschaulichte Bau platte besteht aus einem Plattenkörper 1 aus Beton, der unbewehrt, bewehrt oder vorgespannt sein kann. Er weist eine rechteckige Basisfläche 2 auf, der eine ebenfalls rechteckige Aussenfläche gegenüberliegt. Bei aus solchen Bauplatten aufgebautem Oberbau eines Bauwerkes, z. B. einer dichtenden Verkleidung, ru hen die einzelnen Plattenkörper mit ihren Basisflächen auf einem vorbereiteten Unterbau 3 auf, wogegen die Aussenflächen die Oberfläche des Bauwerkes bil den. Die Schmalflächen 4, 5, 6, 7 bestehen aus einer senkrecht zu der Basis- und zu der Aussenfläche ver laufenden Seitenfläche 10, die beispielsweise die halbe Breite der Schmalfläche einnimmt.
Ausser mit einer solchen Seitenfläche sind die an einer Seiten kante aneinandergrenzenden Schmalflächen 6 und 7 je mit einer Nut 8 versehen. Die von der diagonal gegenüberliegenden Seitenkante ausgehenden Schmal flächen 4 bzw. 5 tragen Federn 9. Die Querschnitte sowohl der Federn als auch der Nuten weichen von der Rechteckform ab. Die von der Basisfläche ent fernter liegenden Flankenflächen der Nuten 8 bzw.
Federn 9, mit denen aneinanderstossende Plattenkör per, deren Nuten und Federn ineinandergefügt sind, aufeinander aufruhen, sind als parallel zu den Basis flächen verlaufende Abstützflächen 11 bzw. 12 aus gebildet. Die näher der Basisfläche liegenden Flan kenflächen 13 bzw. 14 der Nuten bzw.
Federn schlie ssen mit der Basisfläche einen Winkel /l bzw. u ein, und zwar die Federflanken 14 einen kleineren Winkel (a) als die Nutenflanken 13 (Winkel /i). überdies ist die Ausbildung so getroffen, dass die Stirnflächen der Federn am Nutengrund nicht anliegen. Die beschrie bene Gestaltung der Nuten bzw.
Federquerschnitte ermöglicht, von der Belastung des Oberbaues im Be trieb herrührende, also im wesentlichen senkrecht gegen den Unterbau des Bauwerkes wirkende Kräfte, an den Stossstellen von untereinander verbundenen Bauplatten mit Sicherheit von einer auf die angren zenden Bauplatten zu übertragen, ohne dabei Kräfte entstehen zu lassen, die parallel zu den Basisflächen wirken.
Die zum Aufeinanderliegen bestimmten Abstütz- flächen von Federn und Nuten können mit Metall auflagen, beispielsweise in Form von mit dem Be tonkörper mittels eingebetteter Krampen 16 verbun dener Flacheisen 15, versehen sein.
Um zwei oder mehrere solcher Bauplatten zu einem Feld verbinden zu können, sind die Beton körper mit parallel zu den Schmalflächen angeordne- ten, durchlaufenden Kanälen 17, 18, für Verspan nungsorgane, versehen. Die Ausmündungen dieser Kanäle liegen im Bereich der Seitenflächen 10. Der Plattenkörper kann an diesen Stellen Ausnehmungen 19 aufweisen. Die Verspannungsorgane 21 können als in diesen Kanälen lose liegende Stahlstäbe, Stahl seile oder dergleichen ausgebildet sein, deren Länge entsprechend der Anzahl von zu einem Feld zusam menzuschliessender Bauplatten abgepasst ist und die z.
B. mit Gewinde versehene Enden tragen, auf welche mit Muttergewinde versehene Druckstücke 22 der Verbindungsstücke 23 aufschraubbar sind. Diese Druckstücke liegen auf gegebenenfalls dauernd mit dem Betonkörper verbundenen, als Widerlager wir kenden Druckplatten 20 an, welche die Zugspannung der Stäbe auf die einzelnen Körper übertragen und deren Zusammenhalt zu einer Einheit sichern. Fel der, deren einzelne Platten mittels lose eingeführter Verspannungsorgane miteinander verbunden sind, können auch wieder zerlegt werden, ohne dass die einzelnen Plattenkörper eine Zerstörung zu erfahren brauchen.
Um mit erfindungsgemässen Bauplatten leichter hantieren zu können, ist es vorteilhaft, sie mit einer Anzahl, z. B. vier Öffnungen zu versehen, in welche Haken eingreifen können.
Die beispielsweise für den Oberbau einer einbah- nigen Strasse bestimmten Bauplatten können in einer ortsfesten Fabrik oder in einer fahrbaren Anlage hergestellt werden. Der Antransport an die Baustelle erfolgt mit Hilfe von Lastwagen entweder von der Fabrik oder von einem Lagerplatz aus. An der Bau stelle wird zunächst je ein Anfangs- und ein Endwi- derlager 24 bzw. 25 hergestellt, die als in Aushebun gen des Grundes verankerte Betonleisten ausgebildet sein können, deren obere Fläche in der Sollhöhe des aufzubringenden Oberbaues liegt.
Die ersten Bau platten werden an das Anfangswiderlager angelegt, hierauf wird in Einbaurichtung eine Bauplatte nach der anderen an die jeweils vorhergehende angesetzt und eine bestimmte Anzahl von diesen zu je einem Feld verspannt. (Schematische Darstellung in Fig. 5). Das Anfangswiderlager kann in die Verspannung der ersten Felder mit einbezogen werden. Zwischen den einzelnen Bauplatten werden Pressfugen und zwichen je zwei Feldern wird eine Raumfuge 26 angeordnet. Die Freihaltung des lichten Raumfugenabstandes wird während des Einbauvorganges durch Einsetzen von Keilen erreicht, welche nach Abschluss des ganzen Einbauvorganges wieder entfernt werden.
Um einen einwandfreien Anschluss der dem Endwiderlager zu nächst liegenden Bauplatten zu gewährleisten, wird die letzte Pressfuge, 27, schräg zur Einbaurichtung an gelegt und die Verspannung dieser Bauplatten senk recht zur übrigen Verspannungsrichtung vorgenom men.
Nach durchgeführtem Fugenverschluss ist es mög lich, einzelne Bauplatten oder ganze Felder nach be kannten Verfahren mit einem Unterpressmaterial, wie Beton, Bitumen, Sand oder ähnlichen Materialien, zu Unterpressen. Das Unterpressen kann über die Mon tageöffnungen, welche zur Vereinfachung des Ein bauvorganges vorgesehen sind, erfolgen. Unmittelbar nach Abschluss aller Einbauvorgänge ist der verlegte Strassenoberbau sogleich voll benützungsfähig.
Bei einem Oberbau, dessen Breite diejenige der Bauplatten übertrifft und der dementsprechend aus nebeneinanderliegenden Feldern aufgebaut werden muss, ist es vorteilhaft, auch nebeneinanderliegende Elemente dieser Felder miteinander zu verspannen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Bauplatte aus Beton für den Aufbau der Decke von Verkehrsflächen, insbesondere von Fahr bahnen, für die Auskleidung von Becken oder dergleichen, an deren Schmalflächen zum Zu sammenfügen mit wenigstens einer anderen gleich gestalteten Bauplatte eine Nut oder eine Feder ange ordnet ist, die über die ganze Länge dieser Flächen reichen, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die der Basisfläche (2) des Plattenkörpers (1) näherliegende Flankenfläche der Federn (9) als auch der Nuten (8) mit dieser Basisfläche einen Winkel (a bzw.ss) einschliessen, wobei der Neigungswinkel (a) der Federflanke (14) kleiner ist als der Neigungswinkel (ss) der Nutenflanke (13), dass die anderen Flanken flächen der Federn und der Nuten als zu der Basis fläche parallele Abstützflächen (11, 12) ausgebildet sind und dass in dem Plattenkörper durchlaufende Kanäle (17, 18) zur Aufnahme von Verspannungs- organen (21) angeordnet sind. 1I. Anwendung der Bauplatte nach Patentan spruch I zum Aufbau der Decke von Verkehrsflä chen, insbesondere von Fahrbahnen, oder der Aus kleidung von Becken, dadurch gekennzeichnet, dass die Decke bzw.Auskleidung in Felder aufgeteilt und zur Ausbildung der einzelnen Felder eine An zahl aneinanderstossender Bauplatten mittels in deren Kanäle lose eingeführter Verspannungsorgane (21) lösbar verbunden sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Bauplatte nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Abstützflächen (11, 12) mit Metallauflagen (15) versehen sind. z.Bauplatte nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zwei an einer Seitenkante an einandergrenzende Schmalflächen (6, 7) je mit einer Nut (8), die von der diagonal gegenüberliegenden Seitenkante ausgehenden Schmalflächen (4, 5) je mit einer Feder (9) versehen sind, dass jede Schmalfläche eine an die Aussenfläche der Bauplatte grenzende Seitenfläche (10) aufweist, und dass die durchlaufen den Kanäle parallel zu den Schmalflächen angeordnet und in den Bereich der Seitenflächen verlegt sind. 3.Bauplatte nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einer Schmal fläche an den Ausmündungsstellen der Kanäle Aus- nehmungen (19) und als Widerlager wirkende Druckplatten (20) zur Abstützung der Verspannungs- organe vorgesehen sind. 4. Anwendung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die zu monolithisch wirkenden Feldern verspannten Bauplatten (1) nach dem Ver legen und Ausrichten mit einem Unterpressmaterial unterpresst werden.
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