CH386738A - Drehkalender zum Bestimmen der empfängnisfreien und empfänglichen Tage der Frau - Google Patents
Drehkalender zum Bestimmen der empfängnisfreien und empfänglichen Tage der FrauInfo
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Description
Drehkalender zum Bestimmen der empfängnisfreien und empfänglichen Tage der Frau Zur Konzeptionsverhütung sind verschiedene Möglichkeiten gegeben, wie die Verwendung von Pessaren, Präservativen, chemischen Mitteln usw. Ihnen allen aber haftet der Nachteil an, dass sie unhygienisch, unnatürlich, unästhetisch und oft auch gesundheitsschädlich sind.
Mit der Kenntnis der Lehre Knaus-Ogino von der zeitlich beschränkten Empfängnisfähigkeit der Frau wäre diesen L7belständen weitgehend abgehol fen, wenn nicht deren richtige Anwendung wegen der relativ komplizierten und oft auch selbst von gebildeten Leuten falsch durchgeführten Berechnung einem Grossteil der Bevölkerung Schwierigkeiten be reiten würde. Ausserdem muss bei einer Berechnung der empfängnisfreien und empfänglichen Tage eine genaue Kenntnis der Lehre an sich vorhanden sein. Sie besagt: 1. Die Ovulation erfolgt in der Regel am 15. Tage vor dem Eintritt der Menstruation.
2. Das weibliche Ei ist nach erfolgter Ovulation höchstens 24 Stunden lang befruchtungsfähig.
3. Die männlichen Samenzellen sind innerhalb der weiblichen Geschlechtsorgane höchstens zwei Tage befruchtungsfähig.
Es folgt also daraus zwischen zwei Menstruatio- nen eine fruchtbare Zeit von maximal drei Tagen, entfallend auf den Tag der Ovulation und die zwei Tage, die der Ovulation vorangehen.
In Rücksichtnahme auf mögliche ausserordent liche Schwankungen sollte dieses Zeitintervall um je einen Tag nach vorne und hinten erweitert werden.
Die Berechnung der unempfänglichen und emp fänglichen Zeiträume für einen kommenden Menstrua tionszyklus, ausgehend vom wahrnehmbaren Beginn der Menstruation, erfolgt unter Berücksichtigung des erfahrungsgemäss längsten und kürzesten anzuneh- tuend möglichen Zeitintervalles (Zyklus) bis zum Ein treffen der nächsten Menstruation.
Es wurden mit Hilfsmitteln verschiedener Art schon Versuche unternommen, eine Vereinfachung der Anwendung dieser hier nur in ihren gröbsten Zügen wiedergegebenen Lehre Knaus-Ogino zu erzie len. Resultiert aus diesen Versuchen haben bis heute aber nur Instrumente, die entweder nur erlauben, von ausgewählten Menstruationszyklen ausgehend den unfruchtbaren und fruchtbaren Zeitabschnitt zu berechnen oder konstruktiv sehr kompliziert oder in der Handhabung ebenso umständlich sind wie die Berechnung selbst.
Die richtige Anwendung der Lehre Knaus-Ogino erfordert die Berücksichtigung der bei jeder Frau individuellen und verschiedenen Menstruationszyklus- Variationsmöglichkeiten und ist dann nicht mehr mit Sicherheit anzuwenden, wenn die Schwankungen zu gross sind.
Der erfindungsgemässe Drehkalender vereinigt in sich die Vorteile, dass er 1. individuell für jede Frau, gleichgültig, welche Schwankungen der Zeitabschnitt zwischen zwei Menses aufweist, durch eine einfache Manipulation die unfruchtbaren und fruchtbaren Tage berech nen lässt, 2. bei zu grossen Schwankungen der zwischen zwei Menses liegenden Zeitabschnitte, wenn also die Anwendung der Lehre Knaus-Ogino nicht mehr möglich ist, dies dadurch anzeigt, dass er ent sprechend grosse Sicherheitsgrenzen angibt, 3.
einfach ist in der Konstruktion und 4. leicht zu handhaben ist und auch von Leuten ver wendet werden kann, denen die Lehre Knaus- Ogino dem Inhalt nach nicht genau bekannt ist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Drehkalenders veranschau- licht. Er besteht aus drei in einem couvertartigen Etui befindlichen, gegen den Betrachter im Radius ab nehmenden Scheiben, die mit dem Etui zusammen in der Mitte geöst und also gegen. letzteres und sich selbst beliebig drehbar sind.
Und zwar sind zur Erzielung einer ihrem Zweck nach schwereren Be weglichkeit der zwei kleineren Scheiben, diese zu nächst mit der Vorderseite des Etuis gesondert geöst und darauf durch die Öse hindurch eine alle drei Scheiben sowie Vorder- und Hinterseite des Etuis zusammenhaltende Niete eingebracht.
Das Etui, dessen Vorderteil an der rechten oberen Ecke so angeschnitten ist, dass die drei Scheiben von Hand gedreht werden und ausserdem die Ablesungen stattfinden können, hat ausser einer Schutzfunktion die Aufgabe, durch den linken Ausschnittrand 2, der genau in Richtung Zentrum verläuft, eine Startlinie für die drei im folgenden noch zu beschreibenden Skalen auf der grössten, mittleren und kleinsten Scheibe zu bilden.
Zur besseren Markierung dieser Startlinie ist ausserdem, über sie hervorragend, die entsprechenden Ausschnitte für die bezifferten Skalen im Etui bis zur Startlinie freilassend, ein zentrifugal gerichteter Pfeil 2a in der Breite des ersten Sektors auf das Etui aufgezeichnet.
Alle drei Scheiben sind entsprechend der An zahl Tage des zweiten Kalenderhalbjahres ganz (Scheibe 3) oder teilweise (Scheiben 4 und 5) in Sek toren eingeteilt, die 1g4 des Kreisumfanges ent sprechen. Es bedeutet also ein Sektor immer einen Tag. Auf der grössten Scheibe 3 befindet sich, im Uhr zeigersinn laufend, für je ein halbes Jahr, auf zwei verschiedenen Radien, mit dem 1. Januar auf dem äusseren Radius beginnend und beim Übergang Juni- Juli auf den inneren Radius wechselnd, eine Monats skala 3a.
Die mittlere Scheibe 4 ist im Gegenuhrzeiger sinn durch etwa 7 mm breite, verschiedenfarbige Kreisringsektoren am Aussenrand gekennzeichnet, und zwar zunächst dreizehn Sektorteile 4a mit der einen Farbe (z. B. grün), die zudem noch mit der Auf schrift bis nächste Periode unfruchtbar versehen sind. Dann folgen fünf Sektorteile 4b mit einer anderen Farbe (z. B. rot).
Daran anschliessend setzt sich der Kreisringsektor 4c, etwa 1/s cm in Richtung Zentrum verschoben, in der für die fünf vorangehen den Sektorteile 4b verwendeten Farbe bis etwa zum 60sten Sektor fort. In dem dadurch am Rand der mittleren Scheibe 4 freigewordenen, parallel verlau fenden Abschnitt zählt, mit 19 beginnend, eine Zah lenskala 4d die weiteren Sektorabschnitte.
Die kleinste Scheibe 5 legt sich über die mittlere Scheibe 4 so, dass sie den nach innen verschobenen Kreisringsektor 4c der Mittelscheibe gerade über deckt. über 1/3 des Umfanges ist am Aussenrand ein Kreisringsektorabschnitt, genau passend auf den nach innen verschobenen Farbkreisringsektor 4c der mittle- ren Scheibe 4,
angeschnitten. Links anschliessend befindet sich im Gegenuhrzeigersinn wiederum die Sektorabschnitte zählend, mit 19 beginnend und bis etwa 60 führend, eine Zahlenskala 5a. Darunter, parallel verlaufend, eine 7 mm breiter Kreisring- sektorauschnitt 5b mit der Farbmarkierung für die unfruchtbaren Tage, wie der Kreisringsektor 4a.
Die mittlere Scheibe 4 dient der Indikation der unempfänglichen Zeit nach der empfänglichen sowie der Abgrenzung der empfänglichen Zeit nach hinten unter Berücksichtigung des längsten möglichen Zy klus. Die kleinste Scheibe 5 grenzt unter Berücksich- tigung des möglichen kürzesten Zyklus die empfäng liche Zeit nach vorne ab, indem sie vom Kreisring sektor 4c einen entsprechenden Abschnitt freilässt und zeigt den unempfänglichen Zeitabschnitt vor dem empfänglichen an.
Der mögliche längste und der mögliche kürzeste Zyklus sind abzuleiten aus der Beobachtung der indi viduellen Zykluszeiten über mindestens ein Jahr.
Die Einstellung der empfängnisfreien und empfäng lichen Tage für den kommenden Zyklus erfolgt nun in ganz einfacher Weise so, dass auf den durch den Pfeil 2a markierten Startsektor (anschliessend an die Startlinie) genau übereinander, auf der grossen Scheibe 3 das Datum des ersten Tages der Menses, auf der mittleren Scheibe 4 die Anzahl Tage des längsten Zyklus und auf der kleinsten Scheibe 5 die Anzahl Tage des kürzesten Zyklus eingestellt werden. Dadurch treten automatisch die durch bestimmte Farben gekennzeichneten Abschnitte für die frucht baren Tage (z. B. rot) und die durch eine andere Farbe (z. B. grün) gekennzeichneten Sektoren für die unfruchtbaren Tage auf Scheibe 4 und 5 auf.
Da auf der Scheibe 3 die Monatsskala direkt anliegt, können leicht datummässig die empfänglichen und empfäng nisfreien Tage abgelesen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Drehkalender zur Bestimmung der empfängnis freien und empfänglichen Tage der Frau, gekenn zeichnet durch drei sowohl bezüglich einer Start linie (2) als auch relativ zueinander drehbare, je eine Skala tragende Scheiben, wobei die im Durch messer grösste Scheibe (3) eine Monatsskala trägt und zur Einstellung des Datums des Beginns der letzten Menses dient, während die beiden anderen Scheiben zum Einstellen der dem längsten bzw.kürzesten Zyklus entsprechenden Zeitabschnitte dienen, das Ganze derart,dass nach Einstellung der drei Scheiben bezüglich der Startlinie auf der Monats skala sowohl der Zeitabschnitt der empfängnisfreien Tage als auch der Zeitabschnitt, in dem eine Empfäng nis möglich ist, ablesbar sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Drehkalender nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die drei Scheiben (3, 4 und 5) in einem Etui (1) untergebracht sind, welches zu- gleich dem Schutz der Scheiben dient, als auch die Startlinie (2) bildet. 2.Drehkalender nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Skala der im Durchmesser grössten Scheibe in 184 gleiche Teile geteilt und infolgedessen die Monatsskala (3a) auf zwei verschiedenen Radien zu je einem Kalender halbjahr angeordnet ist. 3. Drehkalender nach Patentanspruch und Unter ansprüchen1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei kleineren Scheiben (4 und 5) mit der Vorderseite des Etuis gesondert geöst sind und in diese Öse hinein eine alle drei Scheiben sowie die Vorder- und die Hinterseite des Etuis zusammenhaltende Niete eingebracht ist.
Priority Applications (1)
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1960
- 1960-10-06 CH CH1124860A patent/CH386738A/de unknown
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