Zeichenlineal Das Zeichenlineal gemäss dem Patentanspruch des Hauptpatentes ist dadurch gekennzeichnet, dass an den Enden eines Vierkantstabes je eine Verdickung vorhanden ist, zum Zwecke, den zwischen diesen Ver dickungen befindlichen Teil des Lineals im Abstand von der Zeichenfläche zu halten, um ein Klecksen zu vermeiden.
Die weitere Ausbildung dieses Lineals besteht darin, dass sein Stab aus durchsichtigem Stoff besteht und dass am einen Ende des Stabes, zwischen zwei im Abstand voneinander angeordneten, durchsichtigen Teilen ein mit bei Durchtritt von Licht farbig erschei nenden Füllkörpern versehener Raum gebildet ist, zwecks Erzeugung von Kaleidoskopbildern.
Die nachfolgende Beschreibung der vier Figuren auf der Zeichnung nimmt speziell Rücksicht auf die Erklärung aller Details von Beispielen dieses Zeichen lineals. Wesentlich, jedoch untergeordneter Natur sind auch die Spezialskala und die gekürzte Länge auf 20 cm sowie ein sogenanntes Transporteurdreieck. A11 diese Eigenschaften zusammengenommen ergeben erst das für den praktischen Gebrauch zweckmässige In strument. Die Zeichnung veranschaulicht verschie dene Ausführungsbeispiele, die zum Teil verschiedene Merkmale aufweisen.
Fig. 1 zeigt die Grundform eines Zeichenlineals mit geschnittenen Enden. Er besitzt einen allseits scharfkantig geschliffenen und polierten, vierkantigen Plexiglaskörper 1 von 1 cm2 Querschnitt und 20 cm Länge. Diesem sind an beiden Enden die Verdickun gen oder die Muffen 2a und 2b aufgesteckt. Sie beste hen in diesem Fall aus farbigem Weichkunststoff, thermisch verformt, und verleihen dem Stabkörper den Papierabstand sowie Eigenschaften gegen das Ausrutschen. Diese beiden Muffen<I>2a</I> und<I>2b</I> haften auf dem Stab durch elastische Spannung.
Genügt das bei Muffe 2b nicht, so kann beim Aufstecken etwas durchsichtiger optischer Kitt zwecks Verleimung auf das entsprechende Linealende gegeben werden. Die geschnittenen Enden zeigen auch, dass sich in den Muffen insgesamt drei dünne, quadratisch gestanzte Plättchen 3a, 3b und 3c (Fig. la, 1b, 1c) innerhalb des über den Stabkörper hinaus vorstehenden Teils der Muffen befinden. Diese werden in vorgesehene Nuten eingelegt, bevor die Muffen auf den Stab ge steckt werden. Das Plättchen 3a besteht z. B. aus schwarz eloxiertem Aluminium von etwa 0,5 mm Dicke und besitzt in der Mitte ein Guckloch 14.
Es könnte auch aus farblos durchsichtigem Zelluloid ohne Guckloch sein. Der dicke Pfeil zeigt an, dass durch dieses Loch und axialen Einblick in den Stab körper das Kaleidoskop gesehen werden kann, dessen farbige Motive beim axialen Drehen des Stabes sich ständig verändern. Die Plättchen 3b und 3c stellen Fensterehen dar aus Polaroid Folie gestanzt, von etwa 0,8 mm Dicke, zur Aufnahme der farbig durchsich tigen Füllkörper 4. Diese werden zweckmässig aus optisch durchsichtigem Zelluloid von 0,1 mm Dicke und im Durchmesser von etwa 4 mm gestanzt und müssen gegenüber herkömmlichen Kaleidoskopen in der Anzahl exakt abgefüllt werden.
Es empfiehlt sich, die Hauptfarben Rot, Gelb, Blau, und Violett, allenfalls farblos, einzufüllen. Durch über- deckung dieser Füllkörper entstehen alle anderen Farben. Die Fensterehen 3b und 3c werden in ver schiedener Lage eingesetzt in bezug auf ihre licht polarisierenden Eigenschaften. Dadurch entsteht ein dunkler Bildhintergrund, und die Farbkörper erschei nen leuchtend durch die Polarisierung. Anstelle der Polaroid -Folie können die beiden Fensterehen auch aus durchsichtigem Zelluloid bestehen ohne polarisie rende Eigenschaften. Dann entsteht ein heller Bildhin tergrund.
Um das Zeichenlineal praktisch zu gestalten, besitzt es auf seiner dem Papier zugekehrten Längs- Seite eine aufgedruckte Millimeterskala 5 von total 14 cm Länge mit der Ziffernbezeichnung 0-1-2-3-4 5-6-7-8-9-0 in Spiegeldruck. Die Skala befindet sich in der Längsmitte des Lineals gleichmässig ver teilt gegen beide Enden hin. Um die spiegelnden Eigenschaften des Linealkörpers nicht zu stören, darf die Skala diesem nicht eingeprägt werden. Sie wird von oben her im Durchblick durch den Stabkörper nahe auf dem Papier deutlich lesbar gesehen, was für das Zeichnen günstig ist. Eine weitere Zeichenerleichte rung stellt das Transporteurdreieck 6 dar für das Skiz zieren.
Es ist auf der Oberseite des Stabkörpers links ausserhalb der Skala aufgedruckt. Mit seiner Hilfe können Winkel von 30, 45 und 60 Grad eingestellt werden. Ausserhalb der rechten Skalenseite befindet sich ein Platz 7 für ein Markenzeichen.
Die weiteren Fig. 2, 3 und 4 setzen alle den glei chen Stabkörper 1 voraus, wie er für Fig. 1 beschrie ben wurde. Es können aber auch die Skala 5 und das Dreieck 6 weggelassen werden, oder es kann der Stab länger sein. Die Kaleidoskopfüllung 4 ist auch jeweils die gleiche.
Fig. 2 zeigt ein Beispiel mit Linealverdickungen aus optisch durchsichtigem Hartkunststoff, thermisch verformt, die auf die geschliffenen und polierten Stirn seiten des geschnittenen, gezeichneten Stabkörpers optisch durchlässig aufgeleimt sind. Wenn die Lineal verdickung 12a mit Guckloch 14 beim Verleimen Schwierigkeiten macht, so kann das Guckloch auch weggelassen werden. Die Verdickung 12b nach Fig. 2a besitzt im Gegensatz zur Verdickung 12a einen Hohl raum für die Farbkörper 4.
Dieser wird durch ein auf- klebbares Plättchen 13 nach Fig. 2b nach dem Ein füllen der Kaleidoskopfüllung geschlossen. Dieses Ausführungsbeispiel nach Fig.2 kennzeichnet sich durch die dem Linealkörper 1 im Aussehen gleich gehaltenen Linealverdickungen. Als einfach und ge diegen eignen sich diese für die Bestückung der ska lenlosen, 30 cm langen Stäbe. Von Nachteil ist die Zerbrechlichkeit der Verdickungen bei starkem Stoss.
Fig. 3 zeigt zwei weitere Konstruktionen. Die Ver dickungen<I>22a</I> und<I>22b</I> bestehen aus vorfabrizierten Hülsen aus farbigem mittelhartem Kunststoff, im ther mischen Pressverfahren hergestellt. Sie haften beim Aufpressen auf den Linealkörper durch die noch be stehende Elastizität des Materials. Masstoleranzen der Linealstäbe im Querschnitt werden auch auf diese Weise ausgeglichen. Die Hülse 22a muss, da sie nicht durchsichtig ist, unbedingt das Guckloch 14 aufwei sen. Die Hülse 22b wird vor dem Aufpressen auf das Lineal fertig zusammengestellt.
Zu diesem Zweck wird das Magazin 34, nach Fig. 3d, aus optisch durchsich tigem Hartkunststoff mit den farbigen Füllkörpern 4 eingefüllt in die vorfabrizierte Hülse 22b geschoben. Alsdann wird durch ein thermisches Pressverfahren die Hülse so gebördelt, dass das Magazin festsitzend ein geschlossen ist. Dann erst erfolgt die Montage der Muffen auf den Linealkörper.
Die Hülsen 32a und 32b nach Fig. 3a und 3b be stehen aus Metall, z. B. gezogenem Messing oder Bronze usw. und sind blank und oberflächenveredelt. Beide Hülsen sind vorfabriziert die gleichen, werden aber verschieden weiterbehandelt. Entsprechend der Zeichnung erhält die Hülse 32a ein Fensterchen 3b aus Polaroid;,-Folie eingelegt und mit Gesenkpresse zugebördelt. Es könnte aber auch ein Fensterchen aus gewöhnlichem durchsichtigem Zelluloid sein.
Die Hülse 32b erhält das Magazin 35 aus optisch durch sichtigem Hartkunststoff, das mit den farbigen Füll körpern 4 eingefüllt und mit einem Fensterchen 3c (Fig. 3c), aus Polaroid -Folie abgedeckt wird. Als dann wird auch diese Hülse unter der Gesenkpresse zugebördelt. Anstelle des Magazins 35 könnte das Magazin 34 eingeführt werden. Auch könnte das Ma gazin 34 beidseitig mit den Fensterchen 36 und 3c beklebt werden, was aber einen verlängerten Bördel- rand der Hülse 32 bedingen würde. Desgleichen ver hält es sich bei der Hülse 22b.
Die so vorfabrizierten metallenen Hülsen 32a und 32b müssen infolge Tole ranzen der Linealkörper Plustoleranzen aufweisen. Dadurch können sie weder aufgepresst noch festhal tend aufgesteckt werden. Die Befestigung dieser Lineal verdickungen erfolgt deshalb durch optisches Ver kitten an der Stirnseite des Linealkörpers. Auf diese Weise bekommt das noch lose eingelegte Fensterchen 3b der Hülse 32a erst seine starre Verbindung mit der Hülse und dem Linealkörper.
Fig. 4 zeigt in vergrösserter perspektivischer Dar stellung die Muffe 2b aufgeschnitten. Dadurch wird nochmals gezeigt, wie die Fensterchen 3b und 3c ein gebettet liegen, zur Aufnahme der Füllkörper 4 im entstandenen Zwischenraum von 1,5 bis 2 mm Ab stand. Ferner wird auch gezeigt, dass das Fensterchen 3b dazu benötigt wird, Stösse der Muffe gegen den Linealkörper hin abzufangen, um so das Kaleidoskop vor dem Zusammendrücken zu schützen.
Die Durchsicht der farbig durchsichtigen Füllkör per 4 durch die Polaroid -Filter 3b und 3c in 90 Grad gedrehter Koordinatenlage wird durch die so genannte Polarisation herbeigeführt. Sie bewirkt z. B., dass ein Füllkörperchen 4 aus farblos lackiertem dün nem Zelluloid gestanzt, im Polaroid -Kaleidoskop weiss gesehen wird infolge Depolarisation von polari siertem Licht. Überdecken sich mehrere Hauptfarb- körperchen aus farbig durchsichtig lackiertem Zellu loid bestehend, so entsteht schwarz. In dieser Weise entstehen auch die Nebenfarben orange, grün und In digo sowie die Mischfarben braun und grau usw.
Eine weitere Möglichkeit, die das Polaroid -Kaleidoskop gleichzeitig vereinfacht, besteht darin, dass anstelle der Farbkörperchen nur eine Anzahl von den be schriebenen farblosen Füllkörperchen eingefüllt wird. Durch Überdeckung derselben in ihren verschieden sten Koordinatenlagen entstehen sonderbarerweise alle Farben im Wechselspiel durch Lichtbrechung. Es entstehen Spektralfarben. Dabei können die Polaroid- filter auf dunklen oder auf hellen Hintergrund ein gestellt werden, indem die Muffe mit Guckloch 14 z. B. umsteckbar montiert wird.
Sinn und Zweck die ses Kleinkaleidoskops liegen darin, dem Betrachter diese interessanten physikalischen Zusammenhänge anschaulich zu machen. Wird das Fensterchen 3b als halb konvexe Linse im Pressverfahren aus Kunststoff geformt, so erhalten die Bilder durch eine Vergrösse rung einen weiteren Effekt.
Es hat sich gezeigt, dass das beschriebene Lineal vor allem geeignet ist, über nasse Tuschelinien ohne Zeitverlust weiterzuzeichnen. Beim Zeichnen von kleinen Schemata, Klischeefiguren oder Details auf grossen Tuscheplänen hat es sich als unentbehrlich er wiesen. Man gewinnt Zeit, weil das unangenehme Warten auf getrocknete Linien wegfällt. Aber als ebenso praktisch hat es sich erproben lassen beim Entwerfen von kleinen Figuren mit dem Bleistift oder dem Kugelschreiber. Von besonderem Reiz jedoch ist das Kaleidoskop. Es vollendet den einfachen Gegen stand zum Liebhaberartikel und dies besonders bei Kindern, denen ein Schreiblineal dieser Art mehr Freude bereitet.
Dies Lineal unterscheidet sich ausserhalb seiner vier Konstruktionsmerkmale in drei Typen, dem Polaroid -, dem Transparent- und dem Spektral- Kaleidoskop. Es können bis zu zwölf Modelle mit Kaleidoskop hergestellt werden. Den Muffen der Fig. 2 und 3 lässt sich stabseits je ein Polaroid -Plätt- chen einkitten. Beim Transparentkaleidoskop werden die Plättchen 3a und<B>3e</B> zweckmässig aus transparen tem Material hergestellt. Gute Resultate haben sich gezeigt bei einem einheitlichen Durchmesser der Füll körper von 4 mm.
Dem Polaroid -Kaleidoskop kön nen davon je zwei Stück der Hauptfarben und zwei farblose eingefüllt werden. Das Transparentkaleido skop zeigt gute Eigenschaften bei der gleichen Fül lung, und das Spektralkaleidoskop arbeitet bei<B>3X5</B> farblosen Füllkörpern richtig. Es vermag die feinste Gradierung in Pastellfarben zu zeigen. Die farblosen Füllkörper dienen dem Polaroid -Kaleidoskop zur Aufhellung der bunten Farbbilder und dem Transpa rentkaleidoskop einer besseren Verteilung der Motiv farbkörper. Diese Zusammensetzung der Füllungen ergibt bei besten Bildern eine einfachste Abfülltech nik der Muffen, durch Stanzen ab fünf dicht überein andergeführten, z.
B. zweiseitig lackierten Viskose bändern von 7 bis 8 mm Breite, im Zwei- oder im Dreitaktverfahren.
Folgende Ausführungsangaben sind günstig: Vor spannung der Muffe nach Fig. 1 = bis 1 mm, Nuten tiefe 0,5 mm und die Nutenbreite 1 mm sowie 1 mm zurückversetzt, ferner der Nutenabstand 2 mm und die Plättchengrösse der Fensterchen 10,5 mm im Quadrat bei einer Dicke von 0,5 bis 0,8 mm aus Plexiglas, Azetat, Viskose oder Polaroid -Folie. Die Farbbänder können eine Dicke von 0,08 bis 0,1 mm aufweisen und müssen absolut durchsichtig sein. Bän der aus synthetischem Kunststoff haben sich noch nicht bewährt infolge elektrostatischer Eigenschaften oder blasser Färbung.
Es kann jedoch durchsichtig gefärbtes Zelluloid verwendet werden. Die Wand stärke der Muffen nach Fig. 1 darf 1,5 mm und die Länge 12 mm betragen. Nur die stirnseitig abstehen- den Aussenkanten erden zweckmässig gerundet. Zwei gleich hoch symmetrisch ineinanderliegende Trans porteurdreiecke, ein rechtwinkliges äusseres und ein gleichseitiges inneres oder umgekehrt, können analog Fig. <B>1/6</B> heiss eingeprägt werden, ebenso das Mar kenzeichen, wenn sich beides seitlich der Einguck- öffnung befindet.
Azetat kann für Zwischenplättchen (3b) verwendet werden, aber schlechte Qualität kann vergilben, was für Viskose nicht zutreffen wird. Das gleiche gilt auch für transparente Plättchen (3a und 3c). Für das Aufleimen von Plättchen oder Muffen usw., was nicht bei allen Modellen nötig ist, soll nur Azetatkitt bester Qualität verwendet werden, der glas klar ist. Eine dem Lineal zwischen den Verdickungen z.
B. unterseits aufgeleimte Längsleiste von 1,5 mm Dicke bei der hinteren Kante und gegen die vordere Skalenkante hin auf 0,7 mm Dicke auslaufend, aus weissem, undurchsichtigem Hartkunststoff oder Zellu loid gepresst, ergibt für das Zeichnen mit der Tusch feder eine attraktive Kantenlage, ohne den Vierkant' stab in seinen übrigen Eigenschaften zu verändern oder zu beeinträchtigen. Die Skala sowie das Trans porteurdreieck und ein Markenzeichen werden in die sem Fall in die Klebefläche auf der Längsleiste analog Fig. 1 schwarz aufgedruckt bzw. eingeprägt. In die ser Ausführungsform erhält das Zeichenlineal seine zweckmässigsten Eigenschaften.
Dies erlaubt auch, die Aussenseite der Längsleiste mit mathematischen oder physikalischen Formeln und Daten oder beliebig an deren Dekorationen, wie Bildern, Sprüchen, Reklame usw. zu bedrucken. Auf vorgesehenem Platz lassen sich kleinste Souvenir-Schiebebilder aufziehen.
Eine weiter fortgeschrittene Ausführung kann z. B. einen Stabkörper 1 aus zwei zusammengeleimten Plexiglasplatten von z. B. 8 und 2 mm Dicke her gestellt aufweisen, wobei die Skala auf der breiten Aussenseite des dünneren Stabteiles entsprechend Fig.1 eingeprägt wird, das Transporteurdreieck auf einer anliegenden Stabseitenfläche. Damit erleidet die Ka- leidoskopspiegelung eine leichte Veränderung in den Proportionen, was jedoch nicht stört.
Wird der dünnere Teil eines zweiteiligen Lineal körpers aus farbig undurchsichtigem und formgepress- tem Material kombiniert, so kann sich die Skala auf einer Schrägfläche zwischen den Verdickungen am Pressformteil befinden. Ebenso lässt sich der Press- formleiste, an ihrer seitlichen Breite über der Skalen fläche, ein kleiner Wulst als Ausziehkante anformen. Die Klebefläche der Längsleiste dieser Ausführungs form kann Dekorationen oder Reklame aufweisen.
Werden für die Herstellung des Stabkörpers vor geleimte Platten aus zwei verschiedenen Materialien verwendet, so muss die Anschrägung für die Skala gefräst und auf die Einlage von Dekorationen verzich tet werden.
Wird der Vierkantstab aus einer Plexiglasplatte von z. B. 8 mm Dicke hergestellt, die beidseitig mit z. B. 1 mm dickem und weissem undurchsichtigem Zelluloid oder Kunststoff überzogen wird, so erhält man einen dreiteiligen Stabkörper, auf dessen einer wei- ssen Aussenfläche eine Skala und auf seiner Gegen seite eine Ausziehkante sowie auf einer Durchsichts- seite ein Transporteurdreieck geprägt werden können. Anstelle von weissem Material kann auch schwarzes oder schwarzes und weisses Material verwendet wer den.
Damit erhält der Stab seine spektakulärste Form, die vielleicht nötig ist, um einen Anfang machen zu können.
Der Vierkantstab kann auch rechteckigen Quer schnitt aufweisen.
Das Vierkantzeichenlineal kann in drei von vier verschiedenen Kantenlagen benutzt werden: 1. mit der Lineal- oder Federkante für Tinte, 2. mit der Blei stiftkante bei Sicht auf die Skala und 3. mit der Aus ziehkante für Tusche. Die vierte Gebrauchslage besteht im axialen Durchblick entsprechend Fig.l nach rechts. Und die vierte Kantenlage kann Dekorationen zeigen.
Nach folgender Regel lassen sich die Kaleidoskop bilder des Zeichenlineals bequem betrachten: Man hält das Lineal wie einen Federhalter, jedoch den Mit telfinger der rechten Hand wie den Zeigfinger über das Lineal gelegt. In dieser Schräglage führt man das Lineal mit seiner Eingucköffnung zum rechten Auge und stösst mit Daumen- und Zeigfingerspitze der lin ken Hand die näher gelegene Muffe zu fortlaufen den Viertelsdrehungen an über weisser Papiervorlage.