CH387769A - Sicherungseinrichtung gegen axiale Verschiebung einer Wicklungskappe am Läufer einer elektrischen Maschine - Google Patents
Sicherungseinrichtung gegen axiale Verschiebung einer Wicklungskappe am Läufer einer elektrischen MaschineInfo
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Description
Sicherungseinrichtung gegen axiale Verschiebung einer Wicklungskappe am Läufer einer elektrischen Maschine Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherungs einrichtung gegen axiale Verschiebung einer Wick lungskappe am Läufer einer elektrischen Maschine, wobei die Wicklungskappe wenigstens an einem ihrer Enden auf den Läufer geschrumpft ist. Die aus dem aktiven Eisen von schnellaufenden elektrischen Maschinen herausragenden Wickelköpfe stützen sich gegen die starken Flichkräfte an den Wicklungskappen in radialer Richtung ab. Hinzu kommen die in axiale Richtung schiebenden Kräfte, die durch Längsdehnung der Leiter als Folge von Erwärmung an den Wicklungskappen wirken. Bisher war es üblich, jede Wicklungskappe auf den über die Wickelköpfe hinausragenden Enden der Maschinenwelle und auf dem Ballenende festzu- schrumpfen. Dieser Anordnung haftete der grosse Nachteil an, dass die beidseitig festgeschrumpften Wicklungskappen die biegeelastischen Wellenschenkel starr überbrückten, was zu starken zusätzlichen Beanspruchungen in den Wicklungskappen führte bzw. die Laufruhe des Induktors herabsetzte. Zur Behebung dieses Nachteiles hat man jeweils zwischen den beiden Schrumpfsitzen eine Trennfuge vorge sehen. Die neuere Entwicklung verzichtet ganz auf die Schrumpfsitze auf den Wellenschenkeln und sieht nur noch eine Befestigung der Wicklungskappen an den Ballenenden des Läufers vor. Diese Befestigungen bestehen aus vergrösserten Schrumpfsitzen und aus Sicherungen, die trotz hoher Beanspruchungen durch Flieh- und Schubkräfte sowie durch Schwingungen jede Änderung der Lage der Wicklungskappen, die ja mindestens eine starke Unwucht hervorruft, ver hindern sollen. Als Sicherungen sind schon Bajonettverhakungen bekannt geworden. Axiale Nasen auf den Ballenenden und an den Innenseiten der Wicklungskappen greifen dabei in entsprechende axial gerichtete Nuten im Gegenstück ein und verbinden die beiden Teile nach einer Drehung um eine Teilung dieser Nuten form schlüssig, wobei die Kerbwirkung an den Nasen der Wicklungskappen eine zusätzliche Spannungser höhung hervorruft. Allen Bajonettverhakungen haftet der schwerwiegende Nachteil an, dass sie umfang reiche Fräsarbeiten an den Wicklungskappen er fordern. Um elektrische Verluste durch ein zusätz liches Magnetstreufeld im Bereich der Kappen zu vermeiden, werden diese aus nichtmagnetisierbarem austenitischem Stahl hergestellt, der infolge seiner hohen mechanischen Festigkeit durch Fräsen oder Bohren fast nicht mehr zu bearbeiten ist. Am ein fachsten von allen Bearbeitungsarten gestaltet sich noch das Drehen. Es ist ebenfalls bereits vorgeschla gen worden, die Wicklungskappen mit dem Ballen- ende des Läufers zu verschrauben. Gemäss der Erfindung greift ein koaxialer Ring mit Vorsprüngen klammerartig in Vertiefungen des Ballenendes des Läufers und des ballenseitigen Endes der Wicklungskappe ein und bildet dieser Ring eine formschlüssige Verbindung des Ballenendes mit der Wicklungskappe. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. In Fig. <B>1</B> der Zeichnung ist ein Läuferballen<B>11</B> dargestellt, auf den an den Stellen 12 eine Wicklungs kappe<B>13</B> geschrumpft ist. Ein Ring 14, den ein Schrumpfring<B>15</B> zusätzlich gegen Fliehkräfte sichert, verbindet formschlüssig den Läuferballen<B>11</B> mit der Wicklungskappe<B>13.</B> In Fig. 2 bis 4 der Zeichnung sind Einzelheiten dieser formschlüssigen Verbindung vergrössert dar gestellt. Der Ring 14 weist in Umfangsrichtung ver- laufende Vorsprünge<B>16</B> und<B>17</B> auf, die in ent sprechende Ringnuten<B>18</B> und<B>19</B> des Ballenendes des Läuferballens<B>11</B> und des ballenseitigen Endes der Wicklungskappe<B>13</B> eingreifen. Der Ring 14 überbrückt diese Ringnuten<B>18, 19</B> nach Art einer Klammer. Beim Erkalten des in erwärmtem Zustand aufgebrachten Ringes 14 presst dieser durch axiale Schrumpfkräfte über seine Vorsprünge<B>16</B> und<B>17</B> die Wicklungskappe<B>13</B> fest gegen das Ballenende. Diese Kräfte verhindern, dass sich die Wicklungs kappe<B>13</B> infolge der schiebenden Kräfte der erwärm ten Wickelkopfleiter und infolge von Schwingungen aus ihrer genau axialen Lage mit dem Läufer ver schiebt, was eine beträchtliche Unwucht und damit eine starke dynamische Beanspruchung der Läufer welle und der Maschinenlager sowie eine grosse Laufunruhe bedeuten würde. Den Ring 14 umschliesst ein weiterer Schrumpf ring<B>15,</B> der den Ring 14 oder dessen Teile gegen Fliehkräfte sichert und der die Schrumpfkräfte im Ring 14 unterstützt. Ein kleiner in Umfangsrichtung verlaufender Vorsprung 20 des Ringes 14 greift in eine Ringnut des Schrumpfringes<B>15</B> ein und ver hindert so dessen axiale Verschiebung. Die Anpressflächen der Vorsprünge<B>16</B> und<B>17</B> und, der Ringnuten<B>18</B> und<B>19</B> sind gegen die Radien zur Wellenachse geneigt, und der Ring 14 ist mit dem Läuferballen<B>11</B> und der Wicklungskappe<B>13</B> unter einer Keilwirkung verspannt. Die in Umfangsrichtung in dem Ring 14 und dem Schrumpfring<B>15</B> wirkenden Schrumpfkräfte unterstützen durch diese Keilwirkung die axialen Schrumpfkräfte im Ring 14 und tragen ebenfalls zu einer festen Anpressung der Wicklungs kappe<B>13</B> an den Läuferballen<B>11</B> bei. Der Ring (14) kann aus zwei Halbringen oder mehreren Ringsegmenten bestehen oder ein Spreng- ring sein. Stahlbandagen 21 (s. Fig. 4) können diese Teile zusammenhalten, nachdem sie mittels geeigneter Vorrichtungen in die Ringnuten<B>18, 19</B> eingepresst worden waren. Die durch verschiedene Einpresstiefen entstehenden Massdifferenzen lassen sich abdrehen, bevor der Schrumpfring<B>15</B> aufgebracht wird. Zwecks Verminderung von Streufeldern bestehen der Ring 14 und der Schrumpfring<B>15</B> vorzugsweise aus einem nicht magnetisierbaren Werkstoff. Der Ring (14) lässt sich während des Aufschrump- fens der Wicklungskappe oder nach diesem Auf schrumpfen anbringen und wird zweckmässigerweise z. B. durch Keile in axialen Nuten des Läuferballens und des Ringes gegen Verdrehen gesichert.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Sicherungseinrichtung gegen axiale Verschiebung einer Wicklungskappe am Läufer einer elektrischen Maschine, insbesondere eines Turbogenerators,<B>wo-</B> bei die Wicklungskappe wenigstens an einem ihrer Enden auf den Läufer geschrumpft ist, dadurch ge kennzeichnet, dass ein koaxialer Ring mit Vorsprün gen klammerartig in Vertiefungen des Ballenendes des Läufers und des ballenseitigen Endes der Wick lungskappe eingreift und eine formschlüssige Ver bindung des Ballenendes mit der Wicklungskappe bildet.<B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring durch axiale Schrumpf kräfte über seine Vorsprünge die Wicklungskappe gegen das Ballenende presst. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring aus Segmenten besteht oder als Sprengring ausgebildet ist und dass ein aussen aufgebrachter Schrumpfring die Segmente oder den Sprengring durch Schrumpfung gegen Fliehkräfte sichert.<B>3.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpressflächen der Vor sprünge und der Vertiefungen gegen die Radien zur Wellenachse geneigt sind und der Ring mit dem Läuferballen und der Wicklungskappe unter einer Keilwirkung verspannt ist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, Cr dass der Ring und der Schrumpfring aus einem nicht magnetisierbaren Werkstoff bestehen.
Applications Claiming Priority (1)
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| DEL35705A DE1146185B (de) | 1960-03-23 | 1960-03-23 | Sicherung gegen axiale Verschiebung der Wicklungskappen an Laeufern elektrischer Maschinen |
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ID=7267192
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| CH341761A CH387769A (de) | 1960-03-23 | 1961-03-22 | Sicherungseinrichtung gegen axiale Verschiebung einer Wicklungskappe am Läufer einer elektrischen Maschine |
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Also Published As
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