CH387921A - Verfahren zur Herstellung eines Kreissägeblattes und nach diesem Verfahren hergestelltes Kreissägeblatt - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Kreissägeblattes und nach diesem Verfahren hergestelltes KreissägeblattInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Kreissägeblattes und nach diesem Verfahren hergestelltes Kreissägeblatt Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her stellung eines Kreissägeblattes, bei welchem man ge härtete Zahnkranzsegmente an einem Stammblatt be festigt. Bisher war es üblich, die Zahnkranzsegmente durch Nieten am Stammblatt zu befestigen. Wie spä ter ausführlich erläutert werden soll, führte dies zu erheblichen Schwierigkeiten beim Härten der Zahn kranzsegmente oder des Stammblattes und ergab sich beim Nieten immer wieder Ausschuss durch Rissebildung in durch das Härten spröde gewordenen Teilen. Das Verfahren nach der Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, dass man die Zahnkranz segmente durch Kleben am Stammblatt befestigt. Vorzugsweise verwendet man zum Kleben einen Äthoxylenharz-Klebstoff. Derartige Klebstoffe sind schon lange bekannt und auch für das Kleben von Metallen verwendet worden. Für die hochbeanspruch ten, im Betrieb einer Erwärmung unterworfenen Kreissägeblätter hielt man aber an der üblichen Ver nietung fest, in der Meinung, keine andere Befesti gungsart sei den fraglichen Anforderungen gewach sen. Eingehende Versuche der Anmelderin haben er wiesen, dass es sich hierbei um ein Vorurteil handelte und dass sich durch das Verkleben überraschend grosse Vorteile gegenüber dem Vernieten ergeben, wie weiter unten noch erläutert werden wird. Die Erfindung betrifft auch ein nach obigem Ver fahren hergestelltes Kreissägeblatt. Dasselbe zeichnet sich dadurch aus, dass jedes Zahnkranzsegment nicht nur mit dem Stammblatt, sondern auch mit den an ihm anliegenden Zahnkranzsegmenten verklebt ist. Auf diese Weise werden recht umständliche Mass nahmen vermieden, die bisher zur Vermeidung einer Verwerfung der Zahnkranzsegmente gegeneinander üblich waren, z. B. Anbringen von Nieten oder Stif- ten in zur Hälfte in einem und zur anderen Hälfte im anderen Segment vorgesehenen Bohrungen. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Kreissägeblattes nach der Erfindung mit zwei Va rianten dargestellt. Es ist: Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Teil eines Kreis sägeblattes, Fig. 2 ein Radialschnitt gemäss Linie II-II von Fig. 1 in grösserem Massstab, Fig. 3 ein der Fig. 2 entsprechender Schnitt für die erste Variante und Fig. 4 ein weiterer der Fig. 2 entsprechender Schnitt für die zweite Variante. Das dargestellte Kreissägeblatt besteht aus einem kreisförmigen Stammblatt 1 und aus einem Zahn kranz 2, der aus einzelnen Segmenten 3 besteht, die am Umfang des Stammblattes 1 befestigt sind. Von diesen einen vollständigen, geschlossenen Kranz 2 bildenden Segmenten 3 sind nur vier dargestellt, wobei eines derselben der Anschaulichkeit halber in einem gewissen Abstand vom Umfang des Blattes 1 gezeichnet worden ist, also vor seiner Befestigung an diesem Blatt 1. Jedes Segment 3 weist an seiner den Zähnen 5 gegenüberliegenden, kreisbogenförmig be grenzten Schmalseite eine in der Blattaxe senkrech ten Mittelebene des Stammblattes liegende Nut 6 auf, in welche eine Ringrippe 7 des Stammblattes ein greift. Die Rippe 7 reicht bis zum Boden der Nut 6, und die beiden diese Nut 6 begrenzenden Rippen 8 liegen auf den beim Ansatz der Rippe 7 vorhandenen Ringschaltern 9 des Stammblattes 1. Das Segment 3 wird nun nicht, wie bisher üb lich, mittels Nieten am Stammblatt 1 befestigt, son dern an demselben festgeklebt, z. B. mit einem unter der Markenbezeichnung Araldit bekannten, aus Athoxylenharz bestehenden Klebstoff. Das Segment 3 wird nicht nur mit dem Stammblatt 1 verklebt, son dern auch mit seinen Nachbarsegmenten 3, also längs seiner radial gerichteten, ebenen Schmalflächen 10. Bei der Variante nach Fig. 3 sind am Stamm blatt 1 zwei Rippen 11 vorgesehen, die zwischen einander eine Ringnut 12 bilden, in welche eine am Zahnsegment 3 vorgesehene Rippe 14 eingreift, bei deren Ansatz das Segment 3 zwei den Rippen 11 entsprechende Schultern 15 aufweist. Im Falle von Fig. 4 weisen dagegen sowohl das Stammblatt 1 als das Zahnsegment 3 nur je eine Rippe 16 bzw. 17 und eine zu der Rippe des anderen Teiles komplementäre Schulter 18 bzw. 19 auf. Das Kleben der Zahnkranzsegmente 3 anstelle des bisher üblichen Nietens bringt überraschend grosse Vorteile mit sich: 1. Die Segmente 3 können überall auf den glei chen Härtegrad gehärtet werden, während man 'bis her, wenn die Segmente gemäss Fig. 2 oder 4 ausge bildet waren, dafür Sorge tragen musste, die Segmente auf der Zahnseite möglichst hart, in der Nietzone aber relativ weich zu machen, um beim Vernieten ein Zerspringen des Segments oder eine Rissebildung in demselben zu vermeiden. Dabei musste die relativ weiche, d. h. nicht spröde Nietzone möglichst klein gehalten werden, um das Segment durch Nachschlei fen gut ausnützen zu können. 2. Im Falle, dass die Segmente 3 gemäss Fig. 3 ausgebildet waren, konnten dieselben zwar auch bis her durchgehend gehärtet werden; dafür war es aber notwendig, das Stammblatt 1 in der Nietzone, also natürlich im Bereiche der Rippen 11, weich zu hal ten, was die Anwendung eines besonderen Härtever fahrens für das Stammblatt 1 notwendig machte. Dies wird durch das Kleben ebenfalls überflüssig. 3. Die vielen Arbeitsgänge für das Bohren der Nietlöcher im Stammblatt 1 und in den Segmenten 2, und von sich zu einem ganzen Nietloch ergänzenden Halblöchern an den Radialschmalflächen 10 zum An bringen einer das Verwerfen der Segmente verhin dernden Niete oder eines Stiftes, werden überflüssig. Ebenso wird natürlich das Nietmaterial erübrigt und der eigentliche, stets mit grosser Sorgfalt auszufüh rende Vernietungsarbeitsgang. 4. Auch wenn die aneinander liegenden Schmal flächen 10 benachbarter Segmente 3 ganz einfach eben sind, wie dargestellt, verhindert ihre Verkle- bung mit Sicherheit ein Verwerfen, während es bis her oft für notwendig erachtet wurde, diesen Flä chen ein komplementäres Profil zu geben, um ge nügende Sicherheit zu erzielen. 5. Beim Ankleben der Segmente ergibt sich prak tisch überhaupt kein Ausschuss, während beim Ver nieten, trotz aller Sorgfalt, immer wieder Segmente infolge von Rissebildung unbrauchbar werden. 6. Die Zahnkranzsegmente können in jedem Falle durch Nachschleifen bis zum Stammblatt voll ausgenützt werden, während bisher in der Nähe des Stammblattes das Material der Segmente nicht selten zu weich wird, um richtig zu schneiden, weil es nicht immer gelingt, den Übergang von der harten zur weichen Zone scharf genug zu machen. 7. Zum Ersetzen der abgenützten Segmente ge nügt es, das Kreissägeblatt als Ganzes auf etwa 120-170 C zu erwärmen, worauf man die abge nützten Segmente mühelos vom Stammblatt weg nehmen kann, statt in mühsamer Weise die Nieten auszutreiben. Bei diesen Temperaturen, die auch beim Ankleben zu verwenden sind, leiden die frag lichen Materialien von Stammblatt und Segmenten keinerlei Schaden. Anderseits genügt die Klebefähig keit des Araldites auch bei der sich im Betrieb prak tisch ergebenden Erwärmung des Kreissägeblattes überraschenderweise allen Anforderungen an die Festigkeit der Verbindung von Segmenten und Stammblatt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung eines Kreissäge blattes, bei welchem man gehärtete Zahnkranz segmente an einem Stammblatt befestigt, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Zahnkranzsegmente (3) durch Kleben am Stammblatt (1) befestigt. Il. Kreissägeblatt hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Zahnkranzsegment (3) nicht nur mit dem Stammblatt (1), sondern auch mit den an ihm anlie genden Zahnkranzsegmenten verklebt ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zahnkranzsegmente (3) mit Hilfe eines Äthoxylenharz-Klebstoffes am Stamm blatt (1) anklebt. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man jedes Zahnkranzsegment (3) auch mit den ihm benachbarten Zahnkranz segmenten verklebt. 3. Kreissägeblatt nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Stammblatt (1) an seinem Umfange eine zwischen zwei Ringschultern (9) angeordnete Ringrippe (7) aufweist, die in eine Nut (6) eines jeden Zahnkranzsegmentes (3) eingreift. 4. Kreissägeblatt nach Patentanspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass jedes Zahnkranzsegment (3) eine zwischen zwei Schultern (15) vorstehende Rippe (14) aufweist, die in eine am Umfang des Stammblattes (1) vorgesehene Ringnut (12) eingreift. 5.Kreissägeblatt nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass sowohl am Stammblatt (1) als auch an jedem Zahnkranzsegment (3) nur je eine Rippe (16 bzw. 17) und nur eine zur Rippe des andern Teiles komplementäre Schulter (18 bzw. 19) vorgesehen sind. 6. Kreissägeblatt nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Schmalflächen (10), an denen benachbarte Zahnkranzsegmente (3) mit einander verklebt sind, radial gerichtete, ebene Flä chen sind.
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