CH389763A - Drehfeldmotor zum Antreiben eines schnell drehenden Körpers - Google Patents
Drehfeldmotor zum Antreiben eines schnell drehenden KörpersInfo
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Description
Drehfeldmotor zum Antreiben eines schnell drehenden Körpers Die Erfindung bezieht sich auf einen Drehfeld motor zum Antreiben eines schnell drehenden Kör pers, z. B. der Trommel einer Ultrazentrifuge zum Scheiden eines gasförmigen Gemisches; versehen mit einem Stator aus ferromagnetischem Material mit Wicklungen, einer in dem oder um den Stator kon zentrisch angebrachten drehbaren Rotorhülse aus elektrisch gut leitendem Material und einem in der oder um die Rotorhülse konzentrisch angeordneten Kern (im letzteren Fall ist der Kern ein Ring) aus ferromagnetischem Material.
Zum Antreiben der Trommel einer Ultrazentri fuge hat man bereits einen Drehfeldmotor dieser Art vorgeschlagen, wobei man den Kern an der Rotor hülse befestigte und aus magnetischem Material mit starker Hysteresis herstellte. Dieser Motor läuft durch die in der Rotorhiilse erzeugten Wirbelströme wie ein Ferraris-Motor an und rotiert nach dem Anlaufen synchron zum Drehfeld infolge des Hyste- resis-Effektes des Kernes, durch welchen Effekt feste magnetische Pole im Kern geschaffen werden.
Bei sehr schnell drehenden Zentrifugetrommeln, deren Lager hochbelastet werden, kann durch kleine Ursachen der Verschleiss der Lager sehr schnell zu nehmen. Die erhöhte Reibung in den Lagern infolge dieses Verschleisses kann nun leicht eine Kalamität veranlassen, wenn nicht augenblicklich die Drehzahl der Trommel herabgesetzt wird. Ein synchron dre hender Motor hat aber den Nachteil, dass eine er höhte Lagerreibung sich erst manifestiert, wenn der Rotor ausser Tritt fällt. Anfänglich wird der Motor versuchen, den Synchronismus dadurch aufrechtzu erhalten, dass er mehr Leistung aus dem Generator aufnimmt.
Eine Überwachung der aufgenommenen Leistung des Motors zur Bestimmung des Zustan des der Lager ist bei Motoren dieser Art schwer zu verwirklichen, da durch den erforderlichen verhält- nismässig breiten Luftspalt und die niedrige Nutz leistung des Motors die aufgenommene Leistung nur für einen kleinen Teil aus Watt-Leistung besteht.
Gebraucht man zum beabsichtigten Zweck einen Asynchronmotor, so manifestiert sich eine Änderung der Lagerreibung in eine Änderung des Schlupfes, d. h. der Drehzahl der Zentrifugetrommel. Die Er findung hat den Zweck, einen Motor zu schaffen, der sich als Asynchronmotor verhält. Sie besteht darin, dass der Kern durch einen Spalt von der Rotor hülse getrennt und in bezug auf den Stator fest an geordnet ist und dass das magnetische Material des Kernes eine sehr geringe Hysteresis hat.
Dadurch, dass der Kern stillstehen bleibt, wenn der Körper dreht, wird der bei einem mitdrehenden Kern erfah rene Nachteil vermieden, dass durch ungleichmässige Verteilung der auf den Rotor ausgeübten magneti schen Kräfte ein ungünstiger Einfluss auf die Dre hung des Körpers, z. B. der Zentrifugetrommel, aus geübt wird. Ein anderer Vorteil des stillstehenden Kernes ist, dass er keine den sehr grossen Zentri fugalkräften gewachsene mechanische Festigkeit zu besitzen braucht.
Für das Material des Kernes haben Ferrite sich sehr geeignet gezeigt.
Zur Erläuterung dient die Zeichnung. Darin zeigen Fig. 1 teilweise einen Durchschnitt und teilweise eine Ansicht einer beispielsweisen Ultrazentrifuge, und Fig. 2 in grösserem Masstabe einen Durchschnitt des unteren Endes dieser Zentrifuge mit einem er- findungsgemässen Motor zum Antreiben der Zen trifugentrommel.
In der Zeichnung ist 1 ein festes geschlossenes Gehäuse. In diesem ist eine Zentrifugentrommel 2 zentral angeordnet. Im Raum 3 zwischen der Trom- mel 2 und dem Gehäuse 1 wird ein hohes Vakuum aufrechterhalten. Mit 4 sind Schraubenabdichtungen angegeben, die nach dem Prinzip der Holweck-Mo- lekularpumpe arbeiten.
Die Zentrifugentrommel wird durch einen elektrischen Drehfeldmotor 5, 6 angetrieben und steht mit einem Stift 7 auf einer an einem Block 8a angeordneten Stiftlagerpfanne 8 (Fig. 2). Am oberen Ende der Trommel 2 ist ein permanenter Magnet 9 befestigt, der durch einen in einem Block 10 angeordneten magnetischen Körper, z.
B. einem permanenten Magneten (nicht sichtbar), angezogen wird und die Trommel 2 in der senkrech ten Lage hält. Das zu scheidende Gemisch wird durch das feste Rohr 11 hindurch in die Trommel 2 geführt und die voneinander geschiedenen Bestand teile dieses Gemisches werden bei 12 aus dem Raum 13 bzw. bei 14 aus dem Raum 15 abgeführt.
Der Motor ist mit einem Stator 6 aus ferromagne- tischem Material mit Wicklungen versehen, die in nerhalb des Stators ein Drehfeld erzeugen. Der Ro tor dieses Motors besteht aus einer an der Zentri- fugentrommel gebildeten Rotorhülse 5 aus elektrisch gut leitendem Material, z. B. Aluminium, innerhalb welcher Hülse ein Kern 16 aus ferromagnetischem Material mit sehr geringer Hysteresis angeordnet ist.
Der Kern 16 ist fest angebracht und die Rotorhülse 5 kann frei im Spalt zwischen dem Stator 6 und dem Kern 16 drehen. Diese feste Anordnung des Kernes 16 macht es notwendig, dass das Material des Ker nes eine sehr geringe Hysteresis und eine niedrige elektrische Leitfähigkeit hat, so dass die Hysteresis- und Wirbelstromverluste infolge des Drehfeldes ver- nachlässigbar klein sind.
Der Vorteil dieser Ausfüh rung ist, dass keine einseitigen und veränderlichen radialen magnetischen Kräfte infolge des Drehfeldes und gegebenenfalls schwingender Bewegungen der Zentrifugentrommel 2 auf die Rotorhülse 5 ausgeübt werden. Durch diesen Drehfeldmotor wird daher die Stabilität der Zentrifugetrommel nicht gefährdet. Ausserdem wirken auf den Kern keine Zentrifugal kräfte, so dass seine mechanische Festigkeit diesen Kräften nicht angepasst zu sein braucht. Der Kern kann mit Vorteil aus Ferriten hergestellt sein oder diese Eisenverbindungen enthalten. PATENTANSPRUCH
Claims (1)
- Drehfeldmotor zum Antreiben eines schnell dre henden Körpers, z. B. der Trommel einer Ultrazen trifuge zum Scheiden eines gasförmigen Gemisches, versehen mit einem Stator aus ferromagnetischem Material mit Wicklungen, einen in dem oder um den Stator konzentrisch angebrachten drehbaren Rotor hülse aus elektrisch gut leitendem Material und einem in der oder um die Rotorhülse konzentrisch angeordneten Kern aus ferromagnetischem Material, dadurch gekennzeichnet,dass der Kern durch einen Spalt von der Rotorhülse getrennt und in bezug auf den Stator fest angeordnet ist und dass das magne tische Material des Kernes eine sehr geringe Hyste- resis hat. UNTERANSPRUCH Drehfeldmotor nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kern Ferrite enthält.
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication Number | Publication Date |
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ID=19752236
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH310561A CH389763A (de) | 1960-03-22 | 1961-03-14 | Drehfeldmotor zum Antreiben eines schnell drehenden Körpers |
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- 1961-03-16 DE DER29933A patent/DE1220341B/de active Pending
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