CH389897A - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Formkörpern - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von FormkörpernInfo
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Formkörpern Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Herstellung von Form körpern aus körnigem bind@emittelhaltigem Material, insbesondere Korkschrot, durch Druck und Wärme. Es ist bekannt, Formkörper der fraglichen Art dadurch herzustellen, dass man das bind'emittelhaltige Material in einer ortsfesten Formpresse durch An wendung von Druck und Wärme formt und an schliessend das Formstück abkühlen lässt, wonach es aus der Form genommen werden kann. Dieses Ver fahren ist relativ umständlich, vor allem aber ge stattet es nur geringe Arbeitsgeschwindigkeiten, so dass der Ausstoss entsprechend klein ist.
Das erfin dungsgemässe Verfahren gestattet die Vermeidung dieser Nachteile; es ist dadurch gekennzeichnet, dass trockenes, körniges Material mit flüssigem Binde mittel gemischt und das Gemisch getrocknet wird, wonach das bindemittelhaltige körnige Materialge misch in eine erste Formhälfte eingefüllt und mittels einer zweiten Formhälfte durch Pressdruck geformt wird, worauf die Form geschlossen und einer Heiz- station zum Erwärmen des Presslings, dann einer Kühlstation zur Abkühlung des Presslings und an schliessend einer Auspackstation zugeführt wird,
wo die Form geöffnet und der fertige Formkörper aus der letzteren entfernt wird.
Die ebenfalls Erfindungsgegenstand bildende Ein richtung zur Durchführung des Verfahrens besitzt eine Misch- und Trocknungsvorrichtung für das Press- gut, eine Einfüllstation zum Füllen eines ersten Teils einer zweiteiligen Form, eine Pressstation mit Mitteln zum Schliessen und Verriegeln der Form,
mindestens eine von der Pressstation beschickte Heiz- station und eine der letzteren zugeordnete Kühl station sowie wenigstens eine der Kühlstation nach geordnete Auspackstation mit Mitteln zum Öffnen der Form und Transportmittel, um die Form aufein- anderfolgend- den einzelnen Stationen zuzuführen.
Im folgenden ist das erfindungsgemässe Verfah ren an Hand der beiliegenden Zeichnung, die sche matisch ein Ausführungsbeispiel der ebenfalls Er findungsgegenstand bildenden Einrichtung zur Durch führung des genannten Verfahrens zeigt, beispiels weise näher erläutert.
Mit der gezeichneten Einrichtung sollen Kork sohlen hergestellt werden. Ausgangsmaterial ist Kork schrot, der in einer Mischtrommel 1 mit einem flüs sigen Bindemittel aus Kunstharzbasis, z. B. dem unter der Handelsmarke Primal erhältlichen Kunststoff, oder mit Latex gemischt und das Gemisch anschlie ssend getrocknet wird, so dass nun ein bindemittel- überzogener, trockener Korkschrot für die Sohlen fabrikation zur Verfügung steht. Dieser Korkschrot wird anschliessend über den Trichter einer Füllstation 2 in den den Formhohlraum aufweisenden unteren Teil 3a einer zweiteiligen Form in der benötigten Menge eingefüllt.
Zweckmässig ist eine automatisch arbeitende, einstellbare Dosiervorrichtung vorgese hen. Der so gefüllte Formteil 3a wird anschliessend, z. B. mittels eines Transportbandes, einer Pressstation 4 zugeführt. Auf dem Weg des Formteils 3a von der Füllstation 2 zur Pressstation 4 wird auf den unteren, gefüllten Formteil 3a der obere, als Press- stempel ausgebildete Formteil 3b aufgesetzt.
In der Pressstation 4 wird der obere Formteil 3b so weit nach unten gedrückt, bis er seine Schliesslage erreicht, wobei das im unteren Formteil 3a befindliche Ma terial den Formhohlraum ausfüllend komprimiert wird. An den beiden Formteilen 3a, 3b sind Ver- riegelungsmittel vorgesehen, die nach Abschluss des Pressvorganges durch an der Pressstation vorgesehene Mittel in Wirkungslage gebracht werden. Die bei- den Formteile sind dadurch in ihrer Schliesslage gegenseitig verriegelt. Durch eine Transportvorrich tung wird nun die geschlossene Form 3a, 3b einer Heizstation 5 zugeführt.
Hier wird der in der Form befindliche Pressling je nach verwendetem Binde mittel während etwa 20 bis 30 Sekunden auf ca. 100 bis 150 C erwärmt. Dieses Erwärmen erfolgt zweckmässig mittels Dampf, der durch geeignete Heizkammern in den Formteilen geleitet wird, könnte aber auch elektrisch erfolgen. Dann wird die Form <I>3a, 3b</I> einer Kühlstation 6 zugeführt, wo der Press- ling, dessen Bindemittel unter Einwirkung der Wärme an der Heizstation 5 aktiviert wurde, auf 20 bis 25 C abgeschreckt wird.
Die gekühlte Form wird an schliessend einer Auspackstation 7 zugeführt. Hier wird die Form entriegelt und geöffnet und der fertige Formkörper 8 ausgepackt und weggeführt. Die bei den getrennten Formteile 3a, 3b verlassen dann ebenfalls die Auspackstation 7, wobei der untere Formteil 3a wieder der Füllstation 3 zugeführt wird, während der obere Formteil 3b an die Aufsetz- stelle zwischen den Stationen 2 und 4 transportiert wird, so d'ass die Formteile für einen neuen Ar beitszyklus zur Verfügung stehen.
Die Antriebsmechanismen für die einzelnen Sta tionen 2, 4, 5, 6 und 7 sowie für die den Trans port der Formteile zwischen diesen Stationen über nehmenden Transportmittel sind so miteinander syn chronisiert, dass ein kontinuierliches Arbeiten der Einrichtung gewährleistet ist. Es versteht sich, dass das Füllen der Form und das Pressen Arbeitsvor gänge von sehr geringem Zeitbedarf sind, während Erwärmen und Abkühlen mehr Zeit beanspruchen.
Eine volle Ausnützung der Einrichtung kann also nur dann erzielt werden, wenn so viele Heiz- und Kühlstationen vorgesehen sind, d'ass der Ausstoss aller Heiz- und Kühlstationen etwa gleich dem Ausstoss der Pressstation ist. Beim gezeichneten Beispiel sind zu diesem Zweck je drei Heiz- und Kühlstationen 5, 5a, 5b bzw. 6, 6,a, 6b vorgesehen.
Die Press- station 4 beliefert in diesem Fall nacheinander die drei Heizstationen 5, 5r-., <I>5b,</I> die ihrerseits die zu geordnete Kühlstation 6 bzw. 6a bzw. 6b beliefern; von hier gelangen dann die Formen zur gemeinsa men Auspackstation 7. Nimmt man z.
B. an, dass die Verweilzeit der Form in der Pressstation 4 und in der Auspackstation 7 je 10 Sekunden beträgt, dann stehen den Formen in: den Heiz- und Kühl stationen jeweils 30 Sekunden zur Verfügung, wäh rend die Einrichtung trotzdem alle 10 Sekunden eine fertige Korksohle auswirft. Dies bedeutet, dass z. B. bei 8-Stunden-Betrieb pro Tag 1440 Sohlenpaare hergestellt werden können.
Es kann unter Umstän den zweckmässig sein, auch die Auspackstation 7 in zwei abwechselnd von den Kühlstationen beschickte Auspackstationen zu unterteilen, um für das Ent riegeln und Öffnen der Form und das Auswerfen der fertigen Sohle mehr Zeit zu gewinnen.
Im vorangehenden wurde beispielsweise die Her stellung von Sohlen aus Korkschrot beschrieben. Es können aber auch andere Formkörper aus Kork schrot in der genannten Weise hergestellt werden. Ebenso könnte ein anderes körniges Ausgangsmate rial als Korkschrot verwendet werden oder es könnten dem Korkschrot noch Zuschläge wie Farbstoffe oder dergleichen beigemischt werden.
Es hat sich gezeigt, dass das beschriebene Ver fahren gegenüber bekannten Methoden eine erheb liche Produktionssteigerung bringt und dass einwand freie Formkörper schon mit relativ wenig Binde mittel erhalten werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus körnigem bindemittelhaltigem Material, insbesondere Korkschrot, durch Druck und Wärme, dadurch ge kennzeichnet, dass trockenes, körniges Material mit flüssigem Bindemittel gemischt und das Gemisch getrocknet wird, wonach das bindemittelhaltige, kör nige Materialgemisch in eine erste Formhälfte ein gefüllt und mittels einer zweiten Formhälfte durch Pressdruck geformt wird, worauf die Form geschlos sen und einer Heizstation zum Erwärmen des Press- lings,dann einer Kühlstation zur Abkühlung des Presslings und anschliessend einer Auspackstation zu geführt wird, wo die Form geöffnet und der fertige Formkörper aus der letzteren entfernt wird. UNTERANSPRUCH 1. Verfahren nach Patentanspruch I zur Her stellung von Korksohlen aus Korkschrot mit Kunst harzbindemittel, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressling an der Heizstation auf ca. 100 bis 150 C erhitzt und in der Kühlstation auf 20 bis 25 C ab geschreckt wird.PATENTANSPRUCH II Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine Misch- und Trocknungsvorrichtung für das Press- gut, eine Einfüllstation zum Füllen eines ersten Teils einer zweiteiligen Form, eine Pressstation mit Mitteln zum Schliessen und Verriegeln der Form, mindestens eine von der Pressstation beschickte Heizstation und eine der letzteren zugeordnete Kühlstation, sowie wenigstens eine, der Kühlstation nachgeordnete Aus packstation mit Mitteln zum Öffnen der Form, und Transportmittel,um die Form aufeinanderfolgend den einzelnen Stationen zuzuführen. UNTERANSPRÜCHE 2. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere von der Pressstation nacheinander beschickbare Heizstationen mit je einer nachgeordneten Kühlstation vorgesehen sind. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei abwechselnd von den Kühl stationen beschickte Auspackstationen vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
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1962
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