CH390207A - Verfahren zum Weichmachen von Textilien - Google Patents

Verfahren zum Weichmachen von Textilien

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CH390207A
CH390207A CH58960A CH58960A CH390207A CH 390207 A CH390207 A CH 390207A CH 58960 A CH58960 A CH 58960A CH 58960 A CH58960 A CH 58960A CH 390207 A CH390207 A CH 390207A
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Armin Dr Hiestand
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Ciba Geigy
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/19Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
    • D06M15/37Macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06M15/39Aldehyde resins; Ketone resins; Polyacetals
    • D06M15/423Amino-aldehyde resins

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Description


  Verfahren     zum    Weichmachen von     Textilien       Es ist bekannt, dass man     härtbare        Aminoplaste,     die     höhermolekulare        aliphatische    Kohlenwasserstoff  reste enthalten, in der Textilindustrie als Appretur-,       Hydrophobier-    oder     Weichmachungsmittel    verwen  den kann. Geeignet sind z. B.

   Kondensationsprodukte  von     Methylolmelaminen    oder     Äthern    davon und       höhermolekulare        aliphatische        Carbonsäuren.    Der  artige Produkte sind in Wasser unlöslich; sie müssen  deshalb entweder in organischen Lösungsmitteln auf  die Textilien aufgebracht werden oder in Form von  wässerigen Dispersionen, die mit geeigneten     Disper-          giermitteln    und Schutzkolloiden hergestellt werden  müssen.

   Um derartige     höhermolekulare        alipha-          tische    Kohlenwasserstoffreste enthaltende     Amino-          plaste    wasserlöslich zu machen, hat man auch schon       kationaktive    oder     anionaktive,    zur     Salzbildung     befähigte Gruppen eingeführt. Diese wasserlöslichen  Produkte, die sich für viele Anwendungen sehr gut  eignen, weisen den Nachteil auf, dass sie wegen ihrer       Anionaktivität    bzw.     Kationaktivität    nicht beliebig  mit andern     Textilapplikationsprodukten    gemeinsam  angewendet werden können.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun  ein Verfahren zum Weichmachen, von Textilien  durch Tränken mit Zubereitungen     härtbarer,        nicht-          ionogener    Kondensationsprodukte, Trocknen und  Hitzebehandlung.

   Bei diesem Verfahren verwendet  man neue     härtbare    Kondensationsprodukte, die in  Wasser löslich oder wenigstens darin ohne     Dispergier-          mittel    leicht     dispergierbar    sind;

   sie werden erhalten,  wenn man in beliebiger Reihenfolge  a)     Methylolverbindungen    von Verbindungen der       Aminotriazin-    oder     Harnstoffgruppe    oder deren  Äther mit     niedrigmolekularen    Alkoholen oder  Mischungen der Bildungskomponenten für diese       Methylolverbindungen    bzw.

   die Äther davon,    b)     aliphatische    Verbindungen, die eine Kohlenstoff  kette von mindestens 7     Kohlenstoffatomen    und  eine     Alkylolamidgruppe    enthalten, und  c) Verbindungen, die die     Hydrophilität    auf     nicht-          ionogenem    Wege steigernde Atomgruppierungen       einzuführen    vermögen,  miteinander umsetzt, wobei die Mengenverhältnisse  zwischen den Komponenten derart aufeinander ab  zustimmen sind, dass das Endprodukt die     geforderte          Härtbarkeit    und Löslichkeit aufweist.  



  Als     Formaldehydkondensationsprodukte    der       Aminotriazingruppe    (Komponente a) können im  Prinzip alle Produkte herangezogen werden, die min  destens zwei freie     Methylolgruppen    oder mindestens  zwei mit einem     niedrigmolekularen    Alkohol     ver-          ätherte        Methylolgruppen    enthalten. Unter diesen  Verbindungen seien vor allem Umsetzungsprodukte  vom Formaldehyd und     2,4,6-Triamino-1,3,5-triazin,     gewöhnlich     Melamin    genannt, erwähnt.

   Solche Kon  densationsprodukte können zwei bis sechs     Methylol-          gruppen        enthalten,    gewöhnlich stellen sie Mischungen  von verschiedenen Verbindungen dar. Weiterhin  kommen     Methylolverbindungen    von solchen Ab  kömmlingen des     Melamins    in Betracht, die noch min  destens eine     Aminogruppe    enthalten, z.

   B.     Methylol-          verbindungen    von     Melam,        Melem,        Ammelin,    Amme  lid oder von halogensubstituierten     Aminotriazinen,     wie     2-Chlor-4,6-diamino-1,3,5-triazin;    ferner     Methy-          lolverbindungen    von     Guanaminen,    wie z. B. von       Stearoguanamin,        Benzoguanamin,        Acetoguanamin     oder     Formoguanamin.     



  Die ebenfalls benutzbaren Äther mit     niedrigmole-          kularen    Alkoholen können sich von den genannten  Verbindungen und Methylalkohol, Äthylalkohol,       Propylalkoholen    oder     Butanolen    ableiten. Zum Bei  spiel können     Methyläther    von     Methylolmelaminen         mit 3 bis 6     Methylolgruppen,    in welchen 3 bis 6       Methylolgruppen        veräthert    sind, verwendet werden.  



  Die     Formaldehydkondensationsprodukte    der       Aminotriazingruppe    können in vorwiegend mono  merem oder in teilweise kondensiertem Zustand be  nützt werden. Ein geeignetes Ausgangsmaterial ist  z. B. der wasserlösliche     Hexamethylolmelaminhexa-          methyläther.     



  Als     Formaldehydkondensationsprodukte    der     Harn-          stoffgruppe        können    für die Zwecke der vorliegenden  Erfindung im Prinzip alle Produkte Anwendung fin  den, sofern sie mindestens zwei freie     Methylol-          gruppen    oder mindestens zwei     mit    einem niedrig  molekularen Alkohol     verätherte        Methylolgruppen     aufweisen.

   Als Verbindungen der     Harnstoffgruppe     seien beispielsweise genannt Harnstoff,     Thioharn-          stoff    und Verbindungen mit der Atomgruppierung  
EMI0002.0020     
    wie     Dicyandiamid,        Dicyandiamidin,        Guanidin,        Aceto-          guanidin    oder     Biguanid.    Ein geeignetes Ausgangs  material ist z. B. der     Dimethylolharnstoff.     



  Unter den     aliphatischen    Verbindungen, die eine       Kohlenstoffkette    von mindestens 7 Kohlenstoff  atomen aufweisen, und die als Reaktionskomponen  ten unter b) herangezogen werden, kommen     N-Alky-          lolverbindungen,    vorzugsweise N     Methylol-    oder  N     Athylolverbindungen.,    von     Amiden    von Fettsäuren  in Betracht, insbesondere     Amide    der     Stearinsäure,     vorzugsweise das     Stearinsäure-N        methylolamid    und  das     Stearinsäure-N-äthylolamid.     



  Als Verbindungen, die als Komponente c) dienen  und die die     Hydrophilität    auf     nichtionogenem    Wege  steigernde     Atomgruppierungen    einzuführen vermö  gen, kommen vor allem Verbindungen mit     Polygly-          kolätherketten    oder einer Mehrzahl von     Hydroxyl-          gruppen    in Betracht, und es können hierzu im  Prinzip alle Verbindungen herangezogen werden,

   die  mehrere     Hydroxylgruppen    oder     Polyglykoläther-          ketten        enthaltgn    oder bilden können und     mit    den       Methylolderivaten    oder deren     Äthern    reagieren  können. Als Verbindungen, die mehrere     Hydroxyl-          gruppen    enthalten, seien die     aliphatischen    Poly  alkohole, wie Glycerin, sowie     Polyoxycarbonsäuren,     wie     Glucuron    oder     Galakturonsäuren,    genannt.  



  Als     Verbindungen.    die     Polyglykolätherketten    ent  halten und einzuführen vermögen. und die vorzugs  weise benützt werden, werden insbesondere die     Di-          und        Polvglykole    herangezogen. Vorzugsweise wer  den die handelsüblichen Typen     verwendet,    die ein       durchschnittliches        Molekulargewicht    von 200, 400,  600, 1000, 1500, 3000 oder noch mehr aufweisen.  Auch     Derivate    von solchen     Polvglvkolen,    wie ein  seitige Äther oder Ester, z.

   B. ein     Polyglykolacetat,       ein     Polyglykolchlorid    oder ein     Polyglykolmethyl-          äther    oder ein mit 1 bis 3 Polyglykolen     veräthertes     Glycerin, können benützt werden.  



  Als Verbindungen, die mehrere     Hydroxylgruppen     oder     Polyglykolätherketten    einzuführen vermögen,  können die     niedrigmolekularen        aliphatischen        Alky-          lenoxyde,    wie     Propylenoxyd,        Butylenoxyd,        Glycid     und insbesondere     Äthylenoxyd,    verwendet werden.  



  Anstelle der Verwendung von einzelnen Verbin  dungen, die für das Herstellungsverfahren als Reak  tionskomponenten unter a), b) und c) aufgeführt  wurden, können selbstverständlich auch Mischungen  von mehreren solchen Verbindungen herangezogen  werden.  



  Die Herstellung der erfindungsgemäss zu be  nützenden Verbindungen kann in der Weise ausge  führt werden, dass man zuerst die unter a) genann  ten Verbindungen mit den unter c) erwähnten kon  densiert und das so erhaltene Kondensationsprodukt  mit den unter b) genannten umsetzt, oder dass man  zuerst die unter a) und b) genannten Komponenten  vereinigt und das erhaltene Produkt dann mit den  unter c) erwähnten Verbindungen umsetzt, oder  ferner, dass man zuerst die unter b) und c) erwähn  ten Verbindungen miteinander kondensiert und das  Kondensationsprodukt hierauf mit den unter a) ge  nannten umsetzt. Schliesslich ist auch die Möglich  keit gegeben, alle drei Komponenten gleichzeitig zur       Umsetzung    zu bringen.

   Diese letztere Arbeitsweise  empfiehlt sich insbesondere dann, wenn als Kompo  nente a)     anstelle    der     Methylolverbindungen    oder  deren Äther Gemische. ihrer Bildungskomponenten  herangezogen werden und die     Methylolverbindungen     bzw. ihre Äther in     situ    gebildet werden. Vorzugs  weise wird so vorgegangen, dass zuerst die Kompo  nenten b) und c) vereinigt werden, und dass dieses  binäre     Kondensationsprodukt    mit der Komponente a)  umgesetzt wird.  



  Die Durchführung der einzelnen Reaktionen er  folgt zweckmässig unter den für ähnliche Kondensa  tionen bekannten     Bedingungen.    Die Komponenten  werden vorteilhaft bei höherer Temperatur, vorzugs  weise bei Temperaturen über 80 , z. B. bei 100 bis  200 , umgesetzt. Die Reaktionsteilnehmer können in  einfacher Weise     verschmolzen    werden, oder sie wer  den in Gegenwart eines     inerten    Lösungsmittels um  gesetzt. Es kann     zweckmässig    sein, die Reaktionen  unter vermindertem     Druck        und/oder    in einem     Tnert-          gas,    z. B. in einem Stickstoffstrom, vorzunehmen.  



  Das     Molverhältnis    zwischen den zur Anwendung       gelangenden    Komponenten richtet sich     vorwiegend     nach der Zahl der in der Komponente a) vorhan  denen     Methvlol-    oder     Methvloläthergrunnen.    Damit  die Kondensationsprodukte     härtbar    bleiben, ist das       Molverhältnis    zwischen den Komponenten auf alle  Fälle so zu wählen,

   dass im Endprodukt mindestens  eine freie     Methvlolgruppe    oder mindestens eine mit  einem     niedrismolekularen    Alkohol     verätherte        Me-          thvlolerunDe    vorhanden ist. Weiterhin ist das Ver  hältnis der Komponenten b) und c) derart aufeinan-      der abzustimmen, dass das Endprodukt in Wasser  löslich oder wenigstens darin ohne     Dispergiermittel     leicht     dispergierbar    ist.

   Wie festgestellt wurde, ge  nügt im allgemeinen eine kleinere Zahl     hydrophyler     Gruppen, wenn zuerst die Komponenten b) und c)       ,vereinigt    werden und dieses binäre Produkt mit a)  umgesetzt wird, als wenn zuerst Komponente a) mit  Komponente b) zur Reaktion gebracht wird und an  schliessend die Kondensation mit der Komponente c)  erfolgt. Im Falle von     Melaminderivaten    als Kompo  nente a) werden pro     Mol        Methylolmelamin    bzw.

         Methylolmelaminäther    vorzugsweise 2 bis 3     Mol     eines     Fettsäurealkylolamids    als Komponente b) und  1 bis 2     Mol    eines Polyglykols mit dem Molekular  gewicht von etwa 100 bis 600 als Komponente c)  eingesetzt.  



  Die so erhältlichen Produkte werden erfindungs  gemäss als     Weichmachungsmittel    für Textilien ver  wendet.  



  Für die Behandlung in wässeriger Lösung werden  mit Vorteil die üblichen, in der Textilindustrie be  kannten Imprägnierverfahren benützt. Zweckmässig  erfolgt nach der Imprägnierung und Trocknung eine  Härtung bei höheren Temperaturen, z. B. bei 120  bis 150 . Hierbei ist es vorteilhaft,     Härtungskataly-          satoren        mitzuverwenden.    Als solche kommen die all  gemein üblichen     H'ärtungskatalysatoren,    z. B. Säuren,  wie Salzsäure, Schwefelsäure oder Ameisensäure, in  Betracht; es können auch Salze von starken Säuren  mit schwachen Basen, z.

   B.     Ammoniumsalze    starker,  anorganischer und organischer Säuren, wie     Ammo-          niumchlorid,        Ammoniumsulfat,        Ammoniumnitrat,          Ammoniumoxalat    oder     Ammoniumlaktat,    herange  zogen werden, ferner Metallsalze, wie Zinknitrat,  Aluminiumsulfat oder     Magnesiumchlorid.    Werden  Lösungen in organischen Lösungsmitteln verwendet,  so kommen solche Katalysatoren in Betracht, die in  den organischen Lösungsmitteln löslich sind, z. B.  stärkere organische Säuren, wie Ameisensäure,  Essigsäure, Chloressigsäure oder in der Wärme Säure  abspaltende Verbindungen.  



  Weiterhin kann es sehr     vorteilhaft    sein, neben  der Härtung die     Imprägnierung    durch Behandlung  mit vernetzenden Komponenten auf dem Material  besser zu fixieren. Als vernetzende Komponenten  können die in der     Appretiertechnik    bekannten polt'  funktionellen Verbindungen, wie Formaldehyd,     Di-          und        Polyhydroxylverbindungen,        Diisocyanate    und  deren Derivate, unter anderem herangezogen werden.  



  Die     Weichmachungsmittel    können allein oder  zusammen mit andern Stoffen, wie Salzen, insbeson  dere solchen von schwachen Säuren, beispielsweise       Natriumacetat,    Aluminiumacetat,     Aluminiumtri-          formiat,    ferner     Zirkonverbindungen,    z.

   B.     Zirkon-          salze    oder Sole von hydratisiertem     Zirkondioxyd,     ferner zusammen mit     Kohlenwasserstoffen,    wie  Paraffin, Lösungsmitteln,     Methylolamiden,    Schutz  kolloiden, Appretur- oder     Mattierungsmitteln,    wie       Methylolharnstoffen,        Beschwerungs-,    andern Weich  machungsmittein und dergleichen verwendet werden,    wobei aber diese Zusätze derart auszuwählen sind,  dass sie keine Ausfällung der Verfahrensprodukte  aus den Lösungen bewirken.  



  Die erfindungsgemäss zu behandelnden Textil  materialien können in Form von losen Fasern,  Garnen oder Geweben     vorliegen.    Genannt seien Ma  terialien aus     Celluloseestern,    z. B.     Acetatkunstseide,     ferner solche, die durch Polykondensation hergestellt  werden, wie Polyamide und Polyester und schliesslich  solche, die durch     Polymerisation    erzeugt werden, wie       Polyvinylehlorid    oder     Polyacrylderivate.    Vorzugs  weise werden     cellulbsehaltige    Textilmaterialien ver  edelt, z. B. solche aus nativen oder regenerierten       Cellulosefasern,    wie Leinen, Baumwolle, Kunstseide  (Viskose) oder Zellwolle.  



  Auch die Behandlung von Mischfasern oder  Mischgeweben aus verschiedenen Kunstfasern oder  aus     Kunstfasern    und natürlichen Fasern ist in Be  tracht zu ziehen.  



  In den nachfolgenden     Herstellungvorschriften    und  Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes  bemerkt wird, Gewichtsteile; das     Verhältnis    zwischen  Gewichtsteilen und     Volumteilen    ist das gleiche wie  dasjenige zwischen dem Kilogramm und dem Liter.  Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  Nachstehend wird unter A bis Q die Herstellung  einiger für das. vorliegende Verfahren geeigneten  Kondensationsprodukte beschrieben.  



  A. Durch zweistündiges Erwärmen im guten       Wasserstrahlvakuum    bei 115 bis 120  werden 66 g       (2/1o        Mol)        Stearinsäuremethylolamid    mit 36 g     (1/1o          Mol)        Hexamethylolmelamin-hexamethyläther    umge  setzt. Das nicht wasserlösliche, wachsartige Um  setzungsprodukt wird anschliessend mit 20 g     (1/1o          Mol)    eines     Polyäthyleng)ykols    vom     Molekulargewicht     200 unter den gleichen Kondensationsbedingungen  wie oben, während 14 Stunden behandelt.

   Man er  hält ein in Wasser     dispergierbares,    wachsartiges Pro  dukt. In heissem Wasser ist das Produkt sehr gut  löslich, während die Lösung nach dem völligen Er  kalten perlmutterglänzende Ausscheidungen aufweist.  



  Der     Hexamethylolmelamin-hexamethyläther    kann  beispielsweise nach den Angaben in der französi  schen Patentschrift Nr.<B>1065</B> 686, Beispiel 1, erhal  ten werden.  



  B. Ersetzt man die 66 g     Stearinsäuremethylol-          amid    durch 68 g     N-Methylol-octadecylurethan,    so  erhält man ebenfalls ein wasserlösliches Produkt von  wachsartigem Aussehen.    C. Verwendet man 30 g bzw. 40 g je eines  Polyglykols vom     Molgewicht    300 bzw. 400, so er  hält man ähnliche Produkte, die in Wasser aber eine  bessere Löslichkeit zeigen.  



  D. Verfährt man nach A unter Verwendung  von 99 g     (33/1o        Mol)        Stearinsäuremethylolamid,     36 g     (1/1o        Mol)    desselben     Hexamethylolmelamin-          methyläthers    und 60 g<B>(/,0</B>     Mol)    eines     Polyäthylen-          glykols    vom     Molekulargewicht    600, so erhält man      ein weiches, wachsartiges Kondensationsprodukt,     dasb     in heissem Wasser klar löslich ist.  



  E.     Erwärmt    man im     Wasserstrahlvakuum    bei  <B>115</B> bis 120  123 g (etwa     2/10        Mol)        eines    wasser  löslichen Umsetzungsproduktes, das aus 1     Mol          Stearinsäuremethylolamid    und 1     Mol        Polyäthylen-          glykol    vom     Molekulargewicht    300, das nach bekann  ten Verfahren unter sauren Bedingungen hergestellt  werden kann, mit 36 g     (1/10        Mol)    des unter A er  wähnten     Hexamethylolmelamin-methyläthers,

      so er  hält man     wiederum    eine in Wasser gut lösliche,  wachsartige Masse von hellbrauner Farbe.  



  F.     Ähnliche    Produkte     mit    besserer oder etwas  geringerer     Löslichkeit    können mit     Polyäthylengly-          kolen    vom     Molekulargewicht    200, 400 bzw. 600  hergestellt werden. Die 1 %     igen    Lösungen dieser Pro  dukte sind     opale    Lösungen und zeigen teilweise Perl  mutterglanz.  



  G. Durch Kondensation von 60 g     Polyäthylen-          glykol    vom     Molekulargewicht    600, 36 g des unter A  erwähnten     Methylolmelamin-methyläthers    und 66 g  eines     borsäurehaltigen        Stearinsäure-methylolamids     während 6 Stunden bei 120  bei einem     Druck    von  15 mm     Hg,    erhält man     wiederum    ein in heissem  Wasser klar lösliches Produkt von wachsartigem  Aussehen.  



  H. Verfährt man nach A, indem man statt dem  erwähnten     Methylolamid    63 g     (2/10        Mol)        Stearin-          säureäthanolamid    verwendet, so erhält man     wiederum     eine wasserlösliche, wachsartige Masse.  



  Ein ähnliches Produkt erhält man mit 77 g     (2/10          Mol)        Behensäureäthanolamid.     



  I.     Verfährt    man nach E, indem man statt dem       Umsetzungsprodukt    aus dem     Methylolamid    und dem       Polyäthylenglykol    96 g     (2/10        Mol)    bzw. 123 g     (2/10          Mol)    eines Umsetzungsproduktes aus einem     Mol          Stearinsäureäthanolamid        mit    4 bzw. 8     Mol    Äthylen  oxyd verwendet, so werden     ebenfalls    wachsartige  Massen erhalten, die sehr gut     wasserlöslich    sind.  



  K.     Verfährt    man nach A, D oder H unter Ver  wendung von je 1     Mol    eines     Polyäthylenglykols    vom       Molekulargewicht    1000, 1540, 2000 und 6000 pro       i        Mol        Melaminderivat,    so erhält man weiche, wachs  artige Massen von sehr guter Wasserlöslichkeit.  



  Ganz analoge Produkte können mit obigen     Poly-          glykolen    nach E hergestellt werden.  



  L. Durch Kondensation bei 120  im Wasser  strahlvakuum von je etwa     2/100        Mol,    nämlich 25 g,  45 g und 85 g der Umsetzungsprodukte aus 1     Mol          Kokosfettsäuremethylolamid    und je 1     Mol    eines       Polyäthylenglykols    vom     Molekulargewicht    1000,  2000 und 4000 mit je 3,6 g     (1/100        Mol)    des unter A  erwähnten     Hexamethylol-melaminmethyläthers,    er  hält man sehr weiche     wachsartige    Produkte von sehr  guter Wasserlöslichkeit.  



  M. 90 g eines Kondensationsproduktes aus     Stearin-          säure-methylolamid    und eines etwa 3     Methoxygrup-          pen    aufweisenden     Verätherungsproduktes    aus Hexa-         methylolmelamin    und Methanol, hergestellt nach dem  Beispiel 1 der schweizerischen Patentschrift Nummer     s     268 532, werden mit 30 g Polyglykol vom     Moleku-          largewicht    300, sobald alles     geschmolzen    ist, unter  Rühren bei einem Druck von 10 bis 15 mm während  6 Stunden auf 115 bis l20  erwärmt.

   Die zähflüssige  Schmelze     erstarrt    nach dem Erkalten     zu    einer wasser  löslichen wachsartigen Masse.  



  N. Man erwärmt während 3 Stunden im Vakuum  bei 115 bis 120  60 g (etwa     1/1o        Mol)    eines wasser  löslichen     Verätherungsproduktes,        hergestellt    aus  1     Mol        Stearinsäure-methyl'olamid    und 1     Mol        Poly-          glykol    vom     Molekulargewicht    300 mit 21 g (etwa       i/10        Mol)    eines     Methylolharnstoffmethyläthers,

      der  pro     Mol    Harnstoff mehr als 2     Mol    Formaldehyd ein  kondensiert enthält. Man erhält eine     wasserlösliche,     wachsartige Masse.  



  O. 300 g (1     Mol)        Stearinsäure-methylolamid    und  106 g (1     Mol)        Diäthylenglykol    werden in Gegenwart  von 1,8g wasserfreiem     Natriumcarbonat    während 14  Stunden im     Wasserstrahlvakuum    von 40 bis 50     mm          Hg    Druck bei 120  gerührt. Man erhält eine spröde,  wachsartige Masse von sehr heller Farbe, welche in  warmem Wasser gut     dispergiert    werden kann.  



  Die erhaltene Schmelze wird nun mit 180 g     (1/2          Mol)    wasserlöslichem     Hexamethylolmelamin-hexa-          methyläther    weitere 6 Stunden unter den obigen Be  dingungen gerührt. Das anfänglich beobachtete  heftige Sieden hört mit der Zeit auf. Das erkaltete  Reaktionsprodukt stellt eine helle, etwas weiche,  wachsartige Masse dar, welche nach mehrstündigem  Quellenlassen unter ganz langsamem Rühren bei 60   mit der dreifachen Menge Wasser in eine weisse,  leicht kolloidale Paste übergeführt werden kann.  Diese lässt sich durch übergiessen mit heissem Wasser  beliebig weiter verdünnen.  



  Ähnliche Produkte werden erhalten, wenn man  150 g (1     Mol)        Triäthylenglykol    statt     Diäthylenglykol     verwendet, oder wenn man 360 g (etwa 1     Mol)          Behensäure-methylolamid    mit 150 g (1     Mol)        Tri-          äthylenglykol    oder mit 200 g (etwa 1     Mol)    eines       Tetraalkylenglykols    und mit 180 g     (1/2        Mol)    der  obigen     Melaminverbindung    umsetzt.  



  P. Eine Mischung aus 39 g     (1/l0        Mol)    eines       hochmethylierten        Hexamethylolmelamins    und 35 g       (1/10        Mol)        Methoxyheptaäthylenglykol    werden unter  Rühren im     Wasserstrahlvakuum    von 30 bis 40 mm  während 4 Stunden auf 120  erwärmt. Man erhält  70,4 g einer farblosen, wasserlöslichen Harzmasse,  die hierauf mit 60 g     (2/10        Mol)        Stearinsäuremethylol-          amid    unter den gleichen Bedingungen im Vakuum  bei 120  während 16 Stunden kondensiert wird.

   Man  erhält eine wasserlösliche, wachsartige Masse.  



  Q.     Verfährt    man wie unter A angegeben, wobei  man aber statt der erwähnten. 20 g (1/0     Mol)    eines       Polyäthylenglykols    vom     Molekulargewicht    200 41 g  (etwa     1/10        Mol)    eines     Octaäthylenglykol-monochlo-          rids    verwendet, so erhält man     wiederum    eine wasser  lösliche, wachsartige Masse.

        <I>Beispiel 1</I>       Baumwollpopeline    oder     Viscosekrepp    werden am       Foulard    in     wässrigen    Bädern, die 2,5 g/1 bis     5g/1    je  einer 50%igen wässerigen Paste der Präparate, her  gestellt nach A, B, C, D, E, F, G, H, 1, M, N, O,  P oder Q und 4 bis 6     g/1        Ammoniumchlorid    enthal  ten, behandelt, und auf etwa 100     %    Gewichtszunahme  abgequetscht. Die Gewebe werden hierauf getrocknet  und anschliessend noch während 5 Minuten bei 140   einer Wärmebehandlung unterworfen.  



  Man erhält Gewebestücke mit einem guten  weichen Griff, der auch nach einer Wäsche     (1/1    Stunde  bei 90  in einem Bad, das 2     gll    des     Dinatriumsalzes     der 2 -     Heptadecyl    - N -     benzylbenzimidazol-disulfon-          säure    und 0,5     gll    25 %     iges    Ammoniak enthält) noch  vorhanden ist.  



  <I>Beispiel 2</I>  Arbeitet man wie in Beispiel 1 mit 50%igen  wässerigen Pasten der Präparate K oder L, so erhält  man ebenfalls einen weichen Griff, jedoch eine nicht  so stark     hydrophobe    Griffappretur, wie gemäss Bei  spiel 1.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Weichmachen von Textilien durch Tränken mit Zubereitungen härtbarer Kondensa tionsprodukte, Trocknen und Hitzebehandlung, da durch gekennzeichnet, dass man härtbare, nicht- ionogene Kondensationsprodukte verwendet, die in Wasser löslich oder wenigstens darin leicht ohne Dispergiermittel dispergierbar sind, und die erhält lich sind, indem man in beliebiger Reihenfolge a)
    Methylolverbindungen von Verbindungen der Aminotriazin- oder Harnstoffgruppe oder deren Äther mit niedrigmolekularen Alkoholen oder Mischungen der Bildungskomponenten für diese Methylolverbindungen bzw.
    die Äther davon, b) aliphatische Verbindungen, die eine Kohlenstoff kette von mindestens 7 Kohlenstoffatomen und eine Alkylolamidgruppe enthalten, und c) Verbindungen, die die Hydrophilität auf nicht- ionogenem Wege steigernde Atomgruppierungen einzuführen vermögen, miteinander umsetzt, wobei die Mengenverhältnisse zwischen den Komponenten derart aufeinander ab zustimmen sind, dass das Endprodukt die geforderte Härtbarkeit und Löslichkeit aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Kondensationsprodukte ver wendet, die erhältlich sind, indem man zuerst die im Patentanspruch unter a) genannten Verbindungen mit den unter b) genannten kondensiert und das so erhaltene Kondensationsprodukt mit den unter c) ge nannten umsetzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Kondensationsprodukte ver wendet, die erhältlich sind, indem man zuerst die im Patentanspruch unter b) genannten Verbindungen mit den unter c) genannten kondensiert und das so erhaltene Kondensationsprodukt mit den unter a) genannten umsetzt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Kondensationsprodukte ver wendet, die erhältlich sind, indem man zuerst die im Patentanspruch unter b) genannten Verbindungen mit Mischungen der Bildungskomponenten der unter a) genannten Methylolverbindungen bzw. Äther kon densiert und das so erhaltene Kondensationsprodukt mit den unter c) genannten umsetzt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Kondensationsprodukte ver wendet, die erhältlich sind, indem man von Methylol- melaminen oder deren Äthern mit niedrigmolekularen Alkoholen ausgeht. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Kondensationsprodukte ver wendet, die erhältlich sind, indem man von Hexa- methylolmelaminhexylmethyläther ausgeht. <I>Belgische</I> Patentschriften Nrn. <I>513 849, 540 737</I> <I>Britische Patentschrift Nr. 662 548</I>
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