CH390311A - Messeinrichtung in einem Triebfahrzeug - Google Patents
Messeinrichtung in einem TriebfahrzeugInfo
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Description
Messeinrichtung in einem Triebfahrzeug Zur Erhöhung der Betriebssicherheit von Trieb fahrzeugen ist es erwünscht, insbesondere beim Durchfahren der zwischen Vor- und Hauptsignal be stehenden Strecke, eine Distanzkontrolle durchzu führen.
Diese Aufgabe lässt sich lösen, wenn erfindungs gemäss ein vom Fahrzeugführer zu betätigender Schalter in Verbindung steht mit einem Impulsgeber, der mit einem Zähler sowie logischen. Schalteinheiten und Anzeigeelementen zusammenwirkt zur Bestim mung der Distanz zwischen einem vorgegebenen Streckenpunkt und dem Triebfahrzeug.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Während die Fig. 1 und 5 spezielle Messchaltungen wiedergeben, dienen die Fig. 2, 3 und 4 zur Erläu terung der Wirkungsweise.
In Fig. 1 ist mit 1 ein Kontakt (Quittierschalter) bezeichnet, der z. B. beim Überfähren eines geschlos senen Vorsignals kurzzeitig betätigt wird. Der Aus gang a., eines monostabilen Multivibrators 2 steht sowohl mit einem Zähler 3 als,auch mit einem bista- bilen Multivibrator 4 in Verbindung, dessen Ausgang a.4 zu Und- Toren 5, 6, 7 sowie zu einem weiteren monostabilen Multivibrator 8 führt.
Letzterer ist mit seinem Ausgang a8 an ein Warn-, Schalt- oder Brems organ 9 angeschlossen. Der Ausgang A des Zählers 3 wird über. Leitungen 10, 11, 12 mit den Und-Toren 5, 6, 7 verbunden, welche zur Betätigung der An zeigelampen 5', 6', 7' dienen. Schliesslich ist noch eine Verbindung 13 zwischen dem bistabilen Multivibra tor 4 und dem Ausgang A des Zählers 3 vorhanden. Dieser kann in an sich bekannter Weise .aus logischen Schalteinheiten aufgebaut sein und beispielsweise den vom Fahrzeug zurückgelegten Weg erfassen. An sei nem Eingang E liegen entsprechende Signale.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise einer Ein richtung gemäss Fig. 1 sollen zunächst die wesent lichsten Eigenschaften eines monostabilen Multi vibrators, eines bistabilen Multivibrators sowie eines Und-Tores und Oder-Tores dargelegt werden, ohne jedoch auf theoretische Einzelheiten einzugehen. Die vorgenannten Elemente zählen zu den sogenannten logischen Schalteinheiten. Ein monostabiler Multivibrator (Fig. 2) besteht beispielsweise aus zwei Transistoren 14, 14', deren Emitter direkt und deren Kollektoren über Wider stände 15, 15' miteinander verbunden sind. Die ge genseitige Rückkopplung ist unsymmetrisch. Nor malerweise leitet nur der rechte Transistor 14', der sich jedoch durch einen positiven Spannungsimpuls am Eingang e sperren lässt.
Der linke Transistor 14 wird dann über das Rückkopplungsglied 16, 17 lei tend. Hierauf erfolgt eine Aufladung des Konden- sators 18, so dass nach einer gewissen Zeit wieder der Normalzustand besteht. Dieser ist, wie der Fig. 2 leicht entnommen werden kann, hinsichtlich der Po tentialverhältnisse gegeben durch <I>a =</I> 0 und<I>a' = 1,</I> wobei mit 1 ein vorbestimmtes negatives Potential bezeichnet werden soll. Ein positiver Spannungs impuls an e bewirkt das Kippen der Anordnung, so dass dann<I>a =</I> 1 und<I>ä</I> = 0 wird.
Nach einer durch die Grösse des Kondensators 18 und des Widerstan des 19 gegebenen Zeit stellt sich wieder der Normal zustand, d. h. <I>a</I> = 0 und<I>a' = 1</I> ein. Ein bistabiler Multivibrator ist ähnlich aufgebaut wie ein monostabiler Multivibrator. Er besitzt je doch symmetrische Rückkopplungen und zwei sta bile Stellungen. Jeder Impuls schaltet ihn von der einen in die andere Lage um. Als Normalstellung soll auch beim bistabilen Multivibrator der Zustand a = 0; a' = 1 bezeichnet werden.
Fig. 3 zeigt ein Und-Tor, das eine Kombination aus einem Widerstand 20 und aus Dioden 21 dar stellt. Sofern nur an einem der Engänge e, beispiels weise an e1 , die Spannung gleich Null ist, fliesst ein Strom über den Widerstand 20, und am Ausgang a herrscht ebenfalls das Potential Null. Erst wenn sämtliche Eingänge negativ werden, ist die Anord nung stromlos und damit a = 1. Am Ausgang eines Und-Tores erscheint also nur dann ein Signal oder ein Impuls, wenn an allen vorhandenen Eingängen ein Signal oder Impuls gleichzeitig auftritt.
Fig. 4 gibt ,ein Oder-Tor wieder. Auch dieses stellt die Kombination eines Widerstandes 20 mit Dio den 21 dar. Da nun am einen Ende des Widerstandes 20 ein positives Potential liegt, wird a bereits gleich 1, wenn nur an einem einzigen der Eingänge e eine negative Spannung vorhanden ist.
Solange der Quittierschalter 1 geöffnet ist (Fig. 1), gelten die folgenden Potentialvenhältnisse : a2 = 0, <I>a= 1 ;</I> a-, <I>= 0,</I> a, <I>= 1 ;</I> a$ <I>= 0,</I> a$ = 1. Da a4 = 0 ist, sind die Und-Tore 5, 6, 7 gesperrt, so dass gegebenenfalls über die Leitungen 10, 11, 12 kommende Signale des Zählers 3 nicht zum Auf leuchten der Anzeigelampen 5', 6', 7' führen kön nen.
Wird jedoch ein geschlossenes Vorsignal über fahren, so muss der Fahrzeugführer kurzzeitig den Kontakt 1 betätigen, da sonst das Fahrzeug durch eine in der Zeichnung nicht wiedergegebene Ein richtung zum Stillstand gebracht würde. über den Quittierschalter 1 gelangt ein positiver Spannungs impuls an den Eingang e des monostabilen Multi vibrators 2, der etwa fünf Millisekunden lang kippt, so dass a2 = 1 und a2' = 0 wird. Hierdurch erfolgt eine Rückstellung des Zählers 3, der von neuem zu zählen beginnt und auch ein Kippen des bistabilen Multivibrators 4 in die Lage a4 = 1, a4 = 0.
Am monostabilen Multivibrator 8 bleibt der Zustand <I>a8 = 0,</I> a8' <I>= 1</I> erhalten, weil die Änderung von a, <I>= 0</I> auf a4 = 1 einen negativen Spannungsimpuls darstellt, der kein Kippen des Vibrators 8 bewirkt. Hat nun das Fahrzeug einen vorbestimmten Weg zu rückgelegt, so gelangt ein entsprechendes Zähler signal über die Leitung 10 zum Und-Tor 5, welches die Anzeigelampe 5' zum Aufleuchten bringt, da a4 = 1 ist. In gleicher Weise werden die Lampen 6' und 7' gezündet.
Der Fahrzeugführer kann daher auf einfachste Weise entweder den bereits zwischen Vor signal und Hauptsignal zurückgelegten Weg, bzw. die noch vorhandene Entfernung bis zum Hauptsignal erkennen. Zähler und Anzeigelampen lassen sich hierbei in beliebiger Weise zusammenschalten, z. B. derart, dass jeder Lampe ein bestimmter Weg zuge ordnet wird und die Gesamtstrecke gleich ist der Summe, welche sich aus den Werten errechnet, die zu den einzelnen leuchtenden Lampen gehören.
Nach Durchfahren der Gesamtdistanz zwischen Vor- und Hauptsignal erhält der bistabile Multivibrator 4 einen Impuls über die Leitung 13, und es wird- dann a.4 = 0, a,' = 1. Es erlöschen demnach sämtliche Anzeige lampen, und der monostabile Multivibrator 8 kippt, da jetzt an seinem Eingang ein positiver Spannungs impuls vorhanden ist. a8 wird also gleich 1, und das Organ 9 tritt in Funktion. Dieses kann beispielsweise eine Glocke, ein Horn, ein Hauptschalter oder ein Bremsventil sein. Mit Hilfe geeigneter Verzögerungs mittel lässt es sich erreichen, den Bremsvorgang erst dann einzuleiten, wenn der Hauptschalter bereits eine gewisse Zeit geöffnet war.
Falls die erfindungsgemässe Einrichtung auf einem einmännig geführten Triebfahrzeug Verwen dung finden soll, ist eine Schaltung nach Fig. 5 zweckmässig, in welcher gleiche Teile mit denselben Bezugszeichen versehen sind wie in Fig. 1. Über de ren Schaltelemente hinausgehend sind nun ein zwei ter Kontakt 22, ein dritter monostabiler Multivibra tor 23, ein weiteres Und-Tor 24, ein Totmannkontakt 25, ein vierter monostabiler Multivibrator 26 sowie ein Oder-Tor 27 vorhanden.
Bei einmännig geführten Triebfahrzeugen ist es üblich, eine Rückstellung der Sicherheitseinrichtung, bzw. der Zählers 3 zu veranlassen, wenn betriebs- mässig zu bedienende Apparate, beispielsweise Fahr schalter oder Bremsventile betätigt werden. In einem solchen Fall schliesst der Kontakt 22, und der vom monostabilen Multivibrator 23 erzeugte Impuls ge langt über das Und-Tor 24 sowie das Oder-Tor 27 zum Zähler 3, der in seine Ausgangslage zurückge bracht wird, damit die Kontrollfunktion von neuem beginnen kann. Hat jedoch der Fahrzeugführer die Distanzkontrolle eingeschaltet, so ist a4 = 0, und demzufolge sperrt das Und-Tor 24. Auf diese Weise kann eine Störung des Zählvorganges vermieden werden.
Lässt hingegen der Fahrzeugführer, bei spielsweise infolge von Handlungsunfähigkeit, ein von ihm ständig zu bedienendes Organ (Pedal oder Druckknopf) eine bestimmte Zeit los, so schliesst der Totmannkontakt 25, ein Impuls des monostabilen Multivibrators 26 stellt den Zähler 3 zurück, und durch eine nicht gezeigte Anordnung wird das Fahr zeug nach einer bestimmten Wegstrecke zum Still stand gebracht.
Die vorbeschriebene Messeinrichtung lässt sich vorteilhafterweise auch im Zusammenhang mit einer Einrichtung zur Überwachung der Geschwindigkeit von Triebfahrzeugen verwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Messeinrichtung in einem Triebfahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass ein vom Fahrzeugführer zu be- tätigender Schalter (1) in Verbindung steht mit einem Impulsgeber (2), der mit einem Zähler (3), sowie logischen Schalteinheiten (4, 5, 6, 7) und Anzeige elementen (5', 6', 7') zusammenwirkt zur Bestim mung der Distanz zwischen einem vorgegebenen Streckenpunkt und dem Triebfahrzeug. UNTERANSPRÜCHE 1.Messeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Schaltelemente (8) vorgesehen sind, zum Zwecke, nach dem Durchfahren der zwi- schen Vor- und Hauptsignal bestehenden Gesamt distanz Schutzmassnahmen auszulösen. 2.Messeinrichtung nach Patentanspruch und Unteranpruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Quittierschalter (1) ein erster monostabiler Multivibrator (2) angeschlossen ist, dessen Ausgang (a.2) sowohl zu einem Zähler (3) als auch zu einem bistabilen Multivibrator (4) führt, welcher wiederum mit seinem ersten Ausgang (a4) an Und-Toren (5, 6, 7) sowie einem zweiten monostabilen Multivibrator (8) liegt, der mit Schutzorganen (9) verbunden ist und dass der Zähler (3) über eine Leitung (13) mit dem bistabilen Multivibrator (4) und über weitere Leitungen (10, 11, 12) mit den Und-Toren (5, 6, 7) in Verbindung steht, die zur Betätigung von Anzeige lampen (5', 6', T) dienen.3. Messeinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einmännig zu führenden Triebfahrzeugen Mittel vor gesehen sind, um eine Rückstellung des Zählars (3) infolge der Betätigung von betriebsmässig zu bedie nenden Apparaten zu verhindern, und bei Dienst unfähigkeit des Fahrzeugführers eine Bremsung des Fahrzeugs zu bewirken. 4.Messeinrichtung nach Unteranspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Ausgang (a4) des bistabilen Multivibrators (4) zu einem Und- Tor (24) führt, dessen Ausgang über ein Oder-Tor (27) mit dem Zähler (3) in Verbindung steht und an dessen Eingang ein dritter monostabiler Mul tivibrator (23) liegt, der mit einem Kontakt (22) ver bunden ist, welcher unter dem Einfluss von betriebs- mässig zu bedienenden Apparaten steht.5. Messeinrichtung nach Unteransprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass an das Oder-Tor (27) ein vierter monostabiler Multivibrator (26),ange- schlossen ist, der eine Verbindung zu einem Tot mannkontakt (25) aufweist.
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