CH392604A - Messeinrichtung für Triebfahrzeuge - Google Patents
Messeinrichtung für TriebfahrzeugeInfo
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Description
Messeinrichtung für Triebfahrzeuge Die vorliegende Erfindung betrifft eine Messein- richtung für Triebfahrzeuge zur Bestimmung des Zeit punktes, in welchem das Zugende einen bestimmten Streckenpunkt passiert.
Bei Schienenfahrzeugen ist es erforderlich, auf gewissen Streckenabschnitten, beispielsweise an Bau stellen, die Geschwindigkeit unterhalb einer bestimm ten Höhe zu halten. Eine Beschleunigung wird erst dann wieder möglich, wenn das Ende des Zuges den Streckenteil, welcher nur eine verminderte Geschwin digkeit zulässt, verlassen hat. Dies kann aber der Fahrzeugführer an unübersichtlichen Stellen, in Kur ven, bei Nebel und dergleichen vielfach nicht über sehen.
Die erfindungsgemässe Einrichtung soll dem vor genannten Mangel abhelfen. Sie ist dadurch gekenn zeichnet, dass ein mit einem Längenvorwähler ver- sehener Zähler in Verbindung mit logischen Schalt einheiten zur Betätigung eines Signalgebers dient, der in Funktion tritt, sobald das Fahrzeug einen der Zug länge entsprechenden Weg zurückgelegt hat.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch wiedergegeben. Während die Fig. 1 und 5 spezielle Messschaltun- gen zeigen, dienen die Fig. 2, 3 und 4 zur Erläute rung der Wirkungsweise.
In Fig. 1 ist mit 1 ein Schalter bezeichnet, der vom Fahrzeugführer betätigt wird, wenn der Zug anfang am Ende der Langsamfahrstrecke angelangt ist. 2 stellt einen monostabilen Multivibrator dar, des sen Ausgang a., sowohl mit einem Zähler 3 als auch mit einem bistabilen Multivibrator 6 in Verbindung steht. Der Zähler 3 kann in an sich bekannter Weise aus logischen Schalteinheiten aufgebaut sein und z. B. den Fahrzeugweg erfassen. An seinem Eingang E lie gen dann die erforderlichen Signale. Die einzelnen Zählstufen a1, bi . . . bedeuten ganz bestimmte Weg- strecken, und der Längenvorwähler 4 wird auf eine Zählstufe gestellt, welche der Zuglänge entspricht.
Ein Und-Tor 5 ist mit dem Vorwähler 4 sowie dem bistabilen Multivibrator 6 verbunden, dessen Ausgang a, zu einem zweiten monostabilen Multivibrator 7 führt, der zur Betätigung eines optischen oder aku stischen Signalgebers 8 dient. Eine Lampe 9 zeigt dem Fahrzeugführer an, ob sich die Messeinrichtung in Funktion befindet.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise einer Ein richtung gemäss Fig. 1 sollen zunächst die wesentlich sten Eigenschaften eines monostabilen Multivibrators, eines bistabilen Multivibrators sowie eines Und-Tores und Oder-Tores dargelegt werden, ohne jedoch auf theoretische Einzelheiten einzugehen. Die vorgenann ten Elemente zählen zu den sog. logischen Schalt einheiten. Ein monostabiler Multivibrator (Fig.2) besteht beispielsweise aus zwei Transistoren 18, 18', deren Emitter direkt und deren Kollektoren über Wider stände 19, 19' miteinander verbunden sind. Die ge genseitige Rückkopplung ist unsymmetrisch. Nor malerweise leitet nur der rechte Transistor 18', der sich jedoch durch einen positiven Spannungsimpuls am Eingang e sperren lässt.
Der linke Transistor 18 wird dann über das Rückkopplungsglied 20, 21 lei tend. Hierauf erfolgt eine Aufladung des Konden- sators 22, so dass nach einer gewissen Zeit wieder der Normalzustand besteht. Dieser ist, wie der Fig. 2 leicht entnommen werden kann, hinsichtlich der Po tentialverhältnisse gegeben durch<I>a = 0</I> und<I>a' = 1,</I> wobei mit 1 ein vorbestimmtes negatives Potential bezeichnet werden soll. Ein positiver Spannungs impuls an e bewirkt das Kippen der Anordnung, so dass dann a = 1 und a' = 0 wird. Nach einer durch die Grösse des Kondensators 22 und des Widerstandes 23 gegebenen Zeit stellt sich wieder der Normal zustand, d. h.<I>a =</I> 0 und<I>a' = 1</I> ein.
Ein bistabiler Multivibrator ist ähnlich aufgebaut wie ein monostabiler Multivibrator. Er besitzt jedoch symmetrische Rückkopplungen und zwei stabile Stel lungen, wobei seine jeweilige Lage einem Impuls an einem der beiden Eingänge zugeordnet ist. Als Nor malstellung soll auch beim bistabilen Multivibrator der Zustand a = 0, a' = 1 bezeichnet werden.
Fig. 3 zeigt ein Und-Tor, das eine Kombination aus einem Widerstand 24 und aus Dioden 25 dar stellt. Sofern nur an einem der Eingänge e, beispiels weise an e1, die Spannung gleich 0 ist, fliesst ein Strom über den Widerstand 24, und am Ausgang a herrscht ebenfalls das Potential 0. Erst wenn sämt liche Eingänge negativ werden, ist die Anordnung stromlos und damit a = 1. Am Ausgang eines Und- Tores erscheint also nur dann ein Signal oder ein Impuls, wenn an allen vorhandenen Eingängen ein Signal oder Impuls gleichzeitig auftritt.
Fig. 4 gibt ein Oder-Tor wieder. Auch dieses stellt die Kombination eines Widerstandes 24 mit Dioden 25 dar. Da nun am Ende des Widerstandes 24 ein positives Potential liegt, wird a bereits gleich 1, wenn nur an einem einzigen der Eingänge e eine negative Spannung vorhanden ist.
Solange der Schalter 1 (Fig. 1) geöffnet bleibt, gelten die folgenden Potentialverhältnisse: a., = 0, a2'= 1:a6=0, a6'= 1:a7=0, a7'= 1. Da a(,=0 ist, wird das Und-Tor 5 über die Leitung 10 gesperrt, so dass gegebenenfalls von der Verbindung 11 zuge führte Zählersignale nicht zum bistabilen Multivibra tor 6 gelangen können. Der Signalgeber 8 und die Lampe 9 sind abgestellt.
Bei Fahrtbeginn oder bei Annäherung des Fahrzeuges an eine Langsamfahr strecke stellt der Fahrzeugführer den Wähler 4 auf einen Kontakt, welcher der jeweiligen Zuglänge ent spricht und betätigt den Schalter 1, sobald der An fang des Zuges aus der Langsamfahrstrecke heraus fährt. über den Schalter 1 gelangt dann ein positives Spannungsimpuls an den Eingang e des monostabilen Multivibrators 2, der einige Millisekunden lang kippt, so dass a2 = 1 und a'2 = 0 wird. Hierdurch erfolgt eine Rückstellung des Zählers 3, der von neuem zu zählen beginnt. Ausserdem kippt der bistabile Multivibrator 6 in die Lage a. = 1, a6' = 0.
Am monostabilen Mul tivibrator 7 bleibt hingegen der Zustand a7 = 0, a7 = 1 erhalten, weil die Änderung von a., = 0 auf a6 = 1 einen negativen Spannungsimpuls darstellt, der kein Kippen bewirkt. Da a6 = 1 ist, wird die Sperrung des Und-Tores 5 aufgehoben, und es leuch tet die Lampe 9, die dem Fahrzeugführer anzeigt, dass die Messeinrichtung arbeitet. Hat nun der Zug einen bestimmten Weg zurückgelegt, welcher der Fahrzeuglänge entspricht, so gelangt ein Zählersignal an diejenige Stufe, auf welcher der Wähler 4 steht, von hier über die Leitung 11 zum Und-Tor 5 und weiter zum bistabilen Multivibrator 6.
Dieser kippt in die Lage a6 = 0, a6' = 1, was einen positiven Span- nungsimpuls bedingt und daher ein Kippen des zwei ten monostabilen Multivibrators 7 zur Folge hat, wel cher den Signalgeber 8 zum Ansprechen bringt, wäh rend die Lampe 9 erlischt. Nunmehr kann das Fahr zeug wieder beschleunigt werden, da das Zugende die Langsamfahrstrecke passiert hat. Der Signalgeber 8 ist in geeigneter Weise zurückzustellen.
Falls die erfindungsgemässe Einrichtung auf einem einmännig geführten Triebfahrzeug Verwendung fin den soll, ist eine Schaltung nach Fig. 5 zweckmässig, in welcher gleiche Teile mit denselben Bezugszeichen versehen sind wie in Fig. 1. Über deren Schaltele mente hinausgehend sind nun ein zweiter Kontakt 12, ein dritter monostabiler Multivibrator 13, ein weiteres Und-Tor 14, ein Totmannkontakt 15, ein vierter monostabiler Multivibrator 16 sowie ein Oder-Tor 17 vorhanden.
Bei einmännig geführten Triebfahrzeugen ist es üblich, eine Rückstellung der Sicherheitseinrichtung bzw. des Zählers 3 zu veranlassen, wenn betriebs mässig zu bedienende Apparate, beispielsweise Fahr schalter oder Bremsventile, betätigt werden. In einem solchen Fall schliesst der Kontakt 12, und der vom monostabilen Multivibrator 13 erzeugte Impuls ge langt über das Und-Tor 14 sowie das Oder-Tor 17 zum Zähler 3, der in seine Ausgangslage zurück gebracht wird, damit die Kontrollfunktion von neuem beginnen kann. Hat nun der Fahrzeugführer den Schalter 1 betätigt, so ist a6 = 0 und demzufolge sperrt das Und-Tor 14. Auf diese Weise kann eine Störung des Messvorganges vermieden werden.
Lässt hingegen der Fahrzeugführer, insbesondere infolge von Handlungsunfähigkeit, ein von ihm ständig zu bedienendes Organ (Pedal oder Druckknopf) eine be stimmte Zeit los, so schliesst der Totmannkontakt 15, ein Impuls des monostabilen Multivibrators 16 stellt den Zähler 3 zurück, und durch eine nichtgezeigte Anordnung wird das Fahrzeug nach einer bestimmten Wegstrecke zum Stillstand gebracht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Messeinrichtung für Triebfahrzeuge zur Bestim mung des Zeitpunktes, in welchem das Zugende einen bestimmten Streckenpunkt passiert, dadurch gekenn zeichnet, dass ein mit einem Längenvorwähler (4) ver- sehener Zähler (3) in Verbindung mit logischen Schalteinheiten zur Betätigung eines Signalgebers (8) dient, der in Funktion tritt, sobald das Fahrzeug einen der Zuglänge entsprechenden Weg zurückgelegt hat. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Schalter (1) mit einem ersten monostabilen Multivibrator (2) verbunden ist, dessen Ausgang (a2) sowohl zu dem Zähler (3) als auch zu einem bistabilen Multivibrator (6) führt, welcher wie derum mit einem zur Betätigung eines Signalgebers (8) dienenden zweiten monostabilen Multivibrator (7), ferner mit einer Anzeigelampe (9) sowie einem Und- Tor (5) in Verbindung steht, welches an den Längen vorwähler (4) des Zählers (3) angeschlossen ist. 2.Einrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, an einmännig geführten Triebfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, welche nach Betätigung des mit dem ersten mono stabilen Multivibrator (2) verbundenen Schalters (1) eine Rückstellung des Zählers (3) mittels betriebs mässig zu bedienender Apparate verhindern. 3.Einrichtung nach Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Ausgang (a6') des bistabilen Multivibrators (6) zu einem zwei- ten Und-Tor (14) führt, dessen Ausgang über ein Oder-Tor (17) mit dem Zähler (3) in Verbindung steht, während am Eingang des zweiten Und-Tores (14) ein dritter monostabiler Multivibrator (13) liegt, der mit einem Kontakt (12) verbunden ist, welcher unter dem Einfluss von betriebsmässig zu bedienenden Apparaten steht.4. Einrichtung nach Unteransprüchen 2 und 3, da durch gekennzeichnet, dass an das Oder-Tor (17) ein vierter monostabiler Multivibrator (16) angeschlossen ist, der eine Verbindung zum Totmannkontakt (15) aufweist.
Priority Applications (5)
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