CH391183A - Vorrichtung für die sterile Entnahme einer Flüssigkeit aus einem Behälter mittels einer Injektionsspritze - Google Patents
Vorrichtung für die sterile Entnahme einer Flüssigkeit aus einem Behälter mittels einer InjektionsspritzeInfo
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Description
Vorrichtung für die sterile Entnahme einer Flüssigkeit aus einem Behälter mittels einer Injektionsspritze Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die sterile Entnahme einer Flüssigkeit aus einem Behälter mittels einer Injektionsspritze, insbesondere einer Subkutaninjektionsspritze. Flüssigkeiten, die injiziert werden sollen, sind gewöhnlich in Flaschen oder ähnlichen Behältern enthalten, die mit einem Gummi stopfen verschlossen sind. Dieser Stopfen wird nach der Entfernung eines äusseren Verschlusses oder einer äusseren Dichtung für die Entnahme von Injektionsflüssigkeit jeweils mit der Hohlnadel einer Injektionsspritze durchstochen. Der Hersteller ist für die Keimfreiheit der Injektionsflüssigkeiten verantwörtlich und gewährleistet die Erhaltung der Sterilität während der Lagerung des ungeöffneten Behälters. Wenn der Verschluss erst einmal aufgebrochen und die erste Menge extrahiert ist, hängt die Sterilität natürlich vollkommen von der Art und Weise ab, wie der Verbraucher den Behälter handhabt. In dieser Beziehung besteht nicht nur ein Risiko, dass die Sterilität der Flüssigkeit durch das wiederholte Durchstossen des Gummistopfens gefährdet wird, sondern ein solches Durchstechen führt gewöhnlich auch dazu, dass Teilchen des Gummistopfens in die Flüssigkeit fallen und diese verunreinigen. Diese Gummiteilchen können sogar zu einer Blockierung der Nadel führen, besonders in den Fällen, wo mit Suspensionen gearbeitet wird, und zwar sowohl während des Abziehens als auch während der nachfolgenden Injektion. Überdies kann die Nadel sehr leicht beim Durchstossen durch den Gummistopfen beschädigt oder verbogen werden. Die Erfindung betrifft nün eine Vorrichtung, welche es gestattet, unter Aufrechterhaltung der Sterilität Injektionsflüssigkeit aus einem Behälter zu extrahieren. Weiterhin soll die Erfindung ermöglichen, Injektionsflüssigkeit aus einem Behälter zu extrahieren, ohne dass der Gummistopfen von der Nadel der Injektionsspritze durchstochen wird. Die Vorrichtung gemäss der Erfindung ist gekennzeichnet durch ein Führungsglied, das am Behälter über dem Gummistopfen angeordnet ist, einen Nadelhalter mit einer hohlen Nadel, der in dem Führungsglied bewegbar angeordnet ist, Mittel zum Halten des Nadelhalters im Führungsglied in einer ersten Lage, in welcher sich die hohle Nadel über dem Gummistopfen befindet, Mittel zum Halten des Nadelhalters im Führungsglied in einer zweiten Lage, in welcher die hohle Nadel den Gummi stopfen durchdringt, eine konische Höhlung im Nadelhalter, um das konische Ende der Spritze aufzunehmen und einem Deckel, der derart angeordnet ist, dass er den Nadelhalter und das Führungsglied umgibt und der in der Innenseite mit einem Dichtungsstopfen für die konische Höhlung versehen ist. Die Vorrichtung gemäss der Erfindung soll anhand der Zeichnungen beispielsweise näherbeschrieben werden. Es zeigen: Fig. 1 eine Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung, Fig. 2 die Vorrichtung der Fig. 1 auf einer Flasche angebracht, und Fig. 3 eine andere Ausführungsform der Vorrichtung. Die Vorrichtung gemäss der Fig. 1 und 2 besteht aus einem hohlen zylindrischen Führungsglied 1, dessen unteres Ende eine zentrale Öffnung 2 und dessen oberes Ende einen nach innen ragenden Flansch 3 besitzt. Das untere Ende des Führungsgliedes besitzt einen Teil 5 in Form einer Kapsel (Fig. 2) von der Art, wie sie gewöhnlich zum Verschliessen einer Flasche verwendet werden. Dieser kapselförmige Teil ist in Fig. 1 weggelassen worden. In dem Führungsglied 1 ist ein Nadelhalter 6 angebracht, welcher längs des Gliedes 1 geschoben oder gedrückt werden kann und welcher eine hohle Nadel 7 und eine konische Höhlung 8 besitzt. Die äussere Oberfläche des Nadelhalters 6 besitzt Einschnitte oder Einkerbungen 9 und 10, welche in Verbindung mit dem Flansch 3 des Führungsgliedes 1 zusammenwirken. In die Höhlung 8 greift ein konischer Stopfen 11 ein. Dieser Stopfen ist in einem Deckel 12 angebracht, welcher das Führungsglied 1 und den Nadelhalter 6 schützt. Der schützende Deckel 12 besitzt vorzugsweise eine vorstehende Randkante 12a, die das offene Ende umgibt. Wenn der Deckel beispielsweise auf seiner (offenen) Seite auf einen Tisch gebracht wird, dann hält die vorstehende Randkante 12a das offene Ende des Deckels in einer gewissen Entfernung vom Tisch, wodurch das Risiko vermindert wird, dass die sterile Innenseite des Deckels durch den Tisch verunreinigt wird. Während der Lagerung ist die Nadel 7 in dem Führungsglied 1 vollkommen eingeschlossen und wird durch den Flansch 3 des Führungsgliedes festgehalten, welcher mit der Einkerbung 9 auf der Aussenseite des Nadelhalters 6 in Eingriff steht. Fig. 2 zeigt die Vorrichtung nach Fig. 1, und zwar angebracht auf einem Behälter 13, der mit einem Gummistopfen 14 versehen ist, dessen zylindrisches, mantelförmiges, unteres Ende 15 abwärts in den Hals des Behälters reicht. Der Gummi stopfen 14 ist auf dem Behälter 13 mittels eines Metallringes 16 befestigt, welcher gekrümmt ist zwecks Anpassung an das Oberteil des Stopfens und an den peripheren Wulst 17 rund um den Hals des Behälters. Das Führungsglied 1 ist auf dem Gummistopfen 14 angeordnet, so dass die Kapsel 5 den Metallring 16 und den Wulst 17 erfasst. In dieser Lage ist die Nadel 7 vollkommen im Führungsglied 1 eingeschlossen, und die Spitze der Nadel 7 befindet sich oberhalb des Gummistopfens 14, was durch die voll ausgezogenen Linien in Fig. 2 angezeigt wird. Wenn der erste Teil der Injektionsflüssigkeit aus der Flasche abgezogen werden soll, wird der Deckel 12, wie durch den Pfeil A in Fig. 2 angedeutet, heruntergedrückt, und zwar in die Lage, die durch die gestrichelten Linien angezeigt wird. Der Deckel drückt den Nadelhalter 6 im Führungsglied 1 herab, und die Nadel 7 durchstösst den Gummistopfen. Der Flansch 3 des Führungsgliedes tritt so in die Einkerbung 10 ein, so dass der Nadelhalter 6 festgehalten wird, wie durch die gestrichelten Linien in Fig. 2 zu erkennen ist. Dann kann der schützende Deckel 12 entfernt werden. Auf diese Art wird die konische Höhlung 8 frei, so dass das konische Ende der Subkutanspritze hieran angebracht werden kann. Die Vorrichtung der Fig. 2 soll auf der Flasche befestigt werden, nachdem diese gefüllt und verschlossen worden ist. Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform, die auf der Flasche befestigt werden soll, wenn diese verschlossen werden soll. Der untere Teil des Führungsgliedes 1 hat hier die Form einer kreisförmigen Platte 4, welche auf dem Gummistopfen 14 angeordnet ist und welche an der Flasche mittels eines Ringes 18 befestigt ist, der gekrümmt ist, um die Platte 4 und die Kante der Flasche zu erfassen. Die Vorrichtung kann z. B. in einem Autoklaven sterilisiert werden, bevor sie auf den Behälter aufgebracht wird. Falls erwünscht, kann die beschriebene Vorrichtung auch mit dem Behälter sterilisiert werden, nachdem diese an dem Behälter angebracht wurde. Unmittelbar nach jeder Flüssigkeitsentnahme kann die Anordnung wieder durch Zurückbringen des schützenden Deckels 12 verschlossen werden, durch welchen sie gut geschützt ist, da der absperrende Abschlusstopfen 11 in der konischen Höhlung des Nadelhalters 6 einen luftdichten Abschluss gewährleistet. Die Vorrichtung, einschliesslich der Nadel 7, kann vorteilhaft aus inertem, hitzeresistentem, plastischem Material, z. B. Poiyformaldehyd, Polyamid-6,6, Polycarbamat, gefertigt sein. Wenn der Nadelhalter 6 aus feuerbeständigem Material, z. B. rostfreiem Stahl, besteht, kann sein oberer Teil nach jedem Abziehen, und wenn der schützende Deckel entfernt worden ist, in der Flamme behandelt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur sterilen Entnahme einer Flussigkeit aus einem durch einen Gummistopfen verschlossenen Behälter mittels einer Injektionsspritze, gekennzeichnet durch ein Führungsglied (1), welches auf dem Behälter über dem Gummistopfen angeordnet ist, einen in dem Führungsglied bewegbar angeordneten Nadelhalter (6) mit einer hohlen Nadel (7), Mittel (3, 9) zum Halten des Nadelhalters im Führungsglied in einer ersten Lage, in welcher sich die hohle Nadel über dem Gummistopfen befindet, Mittel (3, 10) zum Halten des Nadelhalters im Führungsglied in einer zweiten Lage, in welcher die hohle Nadel den Gummistopfen durchdringt, eine konische, im Nadelhalter angeordnete Höhlung (8) zur Aufnahme des konischen Endes der Spritze und einen Deckel (12) zum Einschliessen des Nadelhalters und des Führungsgliedes, welcher in der Innenseite mit einem Dichtungsstopfen (11)für die konische Höhlung versehen ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Halten des Nadelhalters in zwei verschiedenen Lagen im Führungsglied aus einem nach innen ragenden Flansch (3) am Führungsglied bestehen, der abwechslungsweise mit einer von zwei Einkerbungen (9, 10) in der Oberfläche des Nadelhalters in Eingriff bringbar ist.2. Vorrichtung nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nadelhalter derart angeordnet ist, dass er über dem Führungs glied sowohl in der ersten wie auch in der zweiten Lage hervorsteht.3. Vorrichtung nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil des Führungsgliedes, welcher an den Gummistopfen angrenzt, die Form einer Kapsel (5) besitzt, welche einen peripheren Wulst (17) rund um den Hals des Behälters erfasst.4. Vorrichtung nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Nadel und Nadelhalter aus einem Stück und aus plastischem Material bestehen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE52260 | 1960-01-20 |
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|---|---|---|---|
| CH25761A CH391183A (de) | 1960-01-20 | 1961-01-10 | Vorrichtung für die sterile Entnahme einer Flüssigkeit aus einem Behälter mittels einer Injektionsspritze |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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