Vorrichtung zum Beregnen von landwirtschaftlichen B#den oder zu deren Behandlung mit Gülle
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Beregnen von landwirtschaftlichen Böden oder zu deren Behandlung mit Gülle, bei welcher die Spritzdüsen oder Spritzdrehköpfe oder deren Kom bination enthaltende Verteilungsleitung auf zweiräd- rigen Fahrgestellen gelagert ist, die je durch einen von der Nutzflüssigkeit beaufschlagten Flüssigkeitsmotor angetrieben werden. Der Zweck der Erfindung ist es, die manuelle Ortsverlagerung der Rohrleitungen zu beseitigen und eine stetige gleichmässige Bewässerung zu erzielen.
Die bisher verwendeten Vorrichtungen müssen an der Arboitsstelle zusammengesetzt und an eine Pumpe angeschlossen werden. Die Beregnung wird während einer bestimmton Zeit ausgeführt, worauf die ganze Einrichtung entweder demontiert und manuell an eine andere Arbeitsstelle übertragen oder von einem Schlepper an eine andere Stelle befördert wird. Die Übertragung der Vorrichtung kann ferner mittels eines Salles und einer Winde oder mittels einer durch einen Brennkraftmotor angetriebenen Machine erfolgen. Alle diese Verfahren sind kost- spielig und erfordern eine besondere Bedienung.
Die vorliegende Erfindung sucht die oben angeführten Nachteile dadurch zu beseitigen, dass eine Membranen-Antriebseinhei, t als Fliissigkeitsmotor. ausgebildet ist, deren Membrane mittels eines Kolbens das Fahrgestellrad und gleichzeitig ein Betätigungs- glied einer eine abwechselnde Belastung der Mem branenseiten hervorrufenden Umschaltvorrichtung betätigt.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung wird an Hand eines in der beigefügten Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Fig. 1 veranschaulicht die Vertieilungsleitung auf selbstfahrenden Fahrgestellen und
Fig. 2 zeigt schematisch die Antriebsvorrichtung.
In Fig. 1 ist eine Rohrleitung 20 dargestellt, die über eine Pumpe an einen Wasserkanal angeschlos- sen ist. Die Rohrleitung wird von selbstfahrenden Fahrgestellen 21 getragen undträgt mehrere Düsen oder dergleichen, welche die Bewässerung ausführen.
Fig. 2 veranschaulicht schematisch die als Flüs sigkeitsmotor ausgebildete Antriebsvorrichtung. Das Antriebsorgan wird von einer Membranenkammer 5 gebildet, die eine mit Unterlagen 4 versehene Membrane 3 enthält, die durch einen Kolben 14 mit einem um einen festen Zapfen drehbaren Hebel 15 schwingbar verbunden ist. An dem Hebel 15 sind d Klinken 16 und 18 schwingbar gelagert, die mittels eines Zahnrades 17 die die Achse des Treibrades bildende Welle 19 in Drehung versetzen.
Die Membranenkammer 5 ist durch die Membrane 3 in zwei Räume unterteilt und zwar einen linken und einen rechten Raum (in bezug auf-die Darstellung gemäss Fig. 2). Diese beiden Räume stehen durch Rohrleitungen 1 und 2 mit einem Steuerschieber 7 in Verbindung. Der Steuerschieber 7 ist mit einem Kolben 6 versehen, der zwischen den Rohrleitungen 1 und 2 bzw. der Zufuhrleitung 25 und der Abfuhrleitung 26 die im weiteren beschrie- bene Verbindungen herstellt. Der Kolben 6 ist mit zwei Anschlägen versehen, die mit einer Umschalteinrichtung zusammenarbeiten. Die Umschalteinrichtung besteht aus einem Paar von Hebeln 8 und 12, die um feste Zapfen 9 und 11 schwenkbar, und miteinander durch einen Zapfen 10 verbunden sind, wobei sie durch eine Feder 13 mit ihren Enden gegen einander gezogen werden.
Der Hebel 8 arbeitet mit den Anschlägen am Kolben 6 des Steuerschiebers 7 zusammen, während der Hebel 12 mit Anschlägen 23, an einem Glied 24 zusammenairbcitsst, welches mit dem an die Membrane 3 angeschlossenen Kolben 14 verbunden ist.
In der dargestellten Lage gemäss Fig. 2 befindet sich die Membrane 3 in Ruhestellung, d. h. die Driicke im rechten und im linken Raum der Mem brankammer 5 sind einander gleich. Beim Beginn der Arbeit wird durch die Zufuhrleitung 25 Druckflüssigkeit in den Steuerschieber eingelassen. In der in Fig. 2 dargestellten Lage des Kolbens 6 strömt die Flüssigkeit aus der Leitung 25 in die Leitung 1 und durch dieselbe in den linken Raum der Mem branenkammer 5.
Dadurch wird die Membrane 3 nach rechts gebogen, wobei die im rechten Raum der Membranenkammer 5 befindliche Flüssigkeit durch die Rohrleitung 2 und den Steuerschieber 7 in die Abfuhrleitung 26 abfliesst. Bei der Durchbiegung der Membrane 3 bewegt sich der Kolben 14 und mit ihm das Glied 24 auch nach rechts bis der Anschlag 23 gegen das Ende des Hebels 12 stösst und diesen entgegen dem Uhrzeigersinn ausschwenkt. Dabei wird die Feder 13 gespannt bis schliesslich in dem Augenblick, wenn der Hebel 12 die Nullstellung iiberschreitet (d. h. die Stellung in welcher der Hebel 8 und der Hebel 12 in einer Linie liegen) die beiden Hebel 8 und 12 in ihre entgegen- gesetzte Lage umgekippt werden.
Die beiden Hebel nehmen eine zu der in Fig. 2 dargestellten Lage symmetrische Stellung ein und sind nach rechts gerichtet.
Durch Umkippen des Hebels 8 auf die rechte Seite wird jedoch der Kolben 6 des Steuerschiebers nach rechts in seine Endstellung verschoben, in welcher die Fliissigkeitszufuhr aus der Leitung 25 jetzt in die Rohrleitung 2 und somit auf die rechte Seite der Membranenkammer 5 erfolgt. Die linke Seite der Membranenkammer 5 wird durch die Rohrleitung 1 jetzt mit der Abfuhrleitung 26 verbunden, so dass sich die Membrane auf die linke Seite durchbiegt. Dabei bewegt sich der Kolben 14 mit dem Glied 24 wieder auf die linke Seite und der am Ende des Gliedes 24 angebrachte Anschlag erfasst das Ende des Hebels 12 und schwingt diesen in dem Uhrzeigersinn über die Nullage hinaus, wonach die Feder 13 die beiden Hebel wiederum in die in Fig. 2 dargestellte Lage umkippt.
Dadurch wird der Kolben 6 des Steuerschiebers 7 nach links verschoben, wo rauf sich der ganze Vorgang wiederholt.
Bei diesen Bewegungen des Kolbens 14 wird der Hebel 15 in Schwingungen versetzt, wodurch die Klinken 16,18 eine Drehbewegung des Zahnrades 17 hervorrufen, dessen Bewegung auf die Räder des Fahrgestells übertragen wird.
Es ist selbstverständlich, dass die aus dem Hebel 15, den Klinken 16 und 18 und dem Zahnrad 17 bestehende Antriebsvorrichtung auch anders ausgeführt werden und z. B. aus einer in einer Richtung wirkenden Kupplung beliebiger Bauart bestehen kann. Genau so kann auch die aus dem Hebelpaar 8 und 12 und der Feder 13 bestehende Umschaltvorrichtung durch eine andere Umschaltvorrichtung ersetzt werden. Anstatt des Schiebers 7 mit dem Kolben 6 kann ein Radialschieber oder mehrere ge meinsam betätigte Ventile oder Hähne, gegebenen- falls auch ein Mehrwegehahn verwendet werden.