CH391431A - Vielstahlmesserkopf - Google Patents
VielstahlmesserkopfInfo
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Classifications
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Landscapes
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Description
Vielstahlmesserkopf Beim Schlichten einer Werkstückoberfläche wird eine völlig glatte, einer geschliffenen Fläche ähnliche angestrebt. Eine solche lässt sich beispielsweise durch Drehen bei passender Wahl der Schnittgeschwindig keit und des Vorschubes ohne weiteres erreichen. Bei einem Planfräsen mit Messerköpfen dagegen, bei dem üblicherweise im Gegensatz zum Drehen mit mehreren Schneidstücken gleichzeitig gearbeitet wird, bereitet die Erzielung einer völlig glatten Fläche Schwierigkeiten. Diese ergeben sich durch die Not wendigkeit, dass alle Messer des Kopfes mit ihren Schneiden völlig gleichgerichtet befestigt sein müssen.
Steht nämlich eines von den Messern des Kopfes nur um ein geringes Mass über Schnittebene vor, so verursacht dieses Vorstehen beim Schneiden eine grössere Spanntiefe, als sie die anderen Messer er zeugen. Die Folge davon ist eine unzulässige Riefe in der Fläche. Dieser Mangel tritt dann verstärkt auf, wenn die Schnittfläche des Messerkopfes nicht exakt rechtwinklig zur Spindeldrehachse steht, d. h. wenn dieser einen sogenannten Planschlag hat. In diesem Falle bilden sich feine Stufen in der Werkstückfläche. Zur Beseitigung dieser Schwierigkeiten erfolgt viel fach das Schlichten nur mit einem einzigen Messer, welches etwas aus der Planebene der übrigen Mes ser heraussteht.
Dies führt aber zu einer erheblichen Leistungsverringerung, weil der Spanquerschnitt und die Schnittgeschwindigkeit nur begrenzt gesteigert werden können, ohne die Standzeit des Werkzeuges zu gefährden, das ohnehin einem stärkeren Verschleiss unterliegt als die anderen, nicht zum Schlichten her angezogenen.
Um diese, insbesondere beim Schlichten mittels eines mit Hartmetallwerkzeugen bestückten Messer kopfes verbundenen Nachteile zu vermeiden, be steht die Notwendigkeit, die Schneidkanten der Mes- ser genau in die Schnittebene zu bringen und diese genau winkelrecht zur Drehachse, nämlich der Spin delachse einzustellen. Damit würde erreicht, dass jedes der Messer mit dem zulässigen Spanquerschnitt beaufschlagt und die Leistung gegenüber dem Ein messerschlichten vervielfacht werden kann.
Während die erste Forderung dadurch erfüllt wer den kann, indem beim Schleifen des Messerkopfes mit seinen Messern auf einer guten Messerkopfschleif maschine alle Messer mit einer Abweichung von 0,002 mm in eine Ebene gebracht werden, stellt die Erfüllung der zweiten Forderung die Aufgabe der Erfindung dar.
Ausgehend von einem Vielstahlmesserkopf, der gegen eine senkrecht zur Spindelachse stehende Spannstirnfläche der Spindel festziehbar ist, ist die Erfindung zur Lösung der gestellten Aufgabe ge kennzeichnet durch im Messerköpfkörper zusätzlich zu den Befestigungsmitteln rings um die Messerkopf achse und dazu achsparallel angeordnete verstellbare Feineinstellmittel, welche gegen die Spannstirnfläche der Spindel entgegen der Spannkraft der Befesti gungsmittel zur Beseitigung eines Planschlages der art andrückbar sind, dass der Messerkopfkörper eine koaxiale Lage zur Spindelachse einnimmt und damit die stirnseitige Schneidebene der Messer senkrecht zur Spindelachse steht.
In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 den Messerkopf nach der Erfindung in der Vorderansicht, Fig. 2 den Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 einen Messerkopf nach seiner Befestigung auf der Frässpindel, wobei der Messerkopf einen Planschlag aufweist, wie er bei Nichtanwendung der Erfindung vorhanden sein kann, Fig. 4 den auf der Spindel befestigten Messer kopf, der mittels der Einstellmittel nach der Er findung in die schlagfreie Stellung verbracht ist, und Fig. 5 in vergrösserter Darstellung im Schnitt ein Einstellmittel als Ausführungsbeispiel.
In den Fig. 1 und 2 ist der Messerkopfkörper mit 1 bezeichnet. Er ist mit den Messern 2 bestückt. Der Befestigung des Messerkopfkörpers 1 dienen die Schrauben 3, durch welche der Messerkopfkörper 1 gegen die Stirnfläche 8 der Frässpindel 4 festge zogen ist. Die Einstellmittel, welche der Beseitigung des Planschlages dienen, sind insgesamt mit 5 be zeichnet.
Falls es gelingt, die Messerschneidkanten 6 der Messer 2 in eine Ebene zu bringen, so würde der Messerkopf ohne Seitenschlag umlaufen unter der Voraussetzung, dass die Anlagefläche 7 des Messer kopfkörpers 1 und die Spannstirnfläche 8 der Fräs- spindel 4 genau winkelrecht zur Spindeldrehachse 9 stehen würden, was doch nur mit einer gewissen Toleranz zu verwirklichen ist. Wenn sich dann noch Abweichungen von der Sollstellung ungünstig addie ren sollten, ergeben sich durch die Schiefstellung des Messerkopfkörpers 1 Werte, die als unzulässig be zeichnet werden müssen.
Eine solche Schiefstellung des Messerkopf körpers 1 zeigt im einzelnen die Fig. 3, bei der jedoch zur Verdeutlichung die Abweichung stark übertrieben dargestellt ist. Der Seitenschlag des Kopfes kann beispielsweise durch eine Messuhr 10 über prüft werden, die auf dem Aufspanntisch 11 der Fräsmaschine befestigt ist. Auf eine Darstellung der Fräsmaschine selbst ist in dem Ausführungsbeispiel verzichtet.
Die Fig. 4 verdeutlicht im einzelnen, wie durch die Betätigung der jeweils infrage kommenden Ein stellmittel die Schnittebene der Messer 2 in die Senkrechtstellung zur Drehachse 9 gedrückt werden kann. Die Einstellmittel 5 wirken der Spannkraft der Befestigungsschrauben 3 entgegen und führen zu einem örtlichen Abdrücken der Messerkopffläche 8 von der Spannstirnfläche 7 soweit, dass die Messer kopfachse genau koaxial zur Drehachse 9 der Spin del und die Messerkopffläche 8 genau senkrecht zur Spindelachse 9 steht. Dabei erfahren die jeweils den Einstellmitteln 5 benachbarten Befestigungsschrau ben 3 eine entsprechende Dehnung.
Um zu erreichen, dass die winzigen Verschie bungen durch Einstellmittel vorgenommen werden können, die selbst einen Betätigungsweg aufweisen, der grösser ist als der Weg, um den örtlich der Messerkopf von der Spannstirnfläche 7 abzudrücken ist, zeigt die Fig. 5 beispielsweise ein Einstellmittel in Form einer Druckdose, mit welcher die nötige Feinfühligkeit erreichbar ist. Wie die Fig. 5 zeigt, sind in den Messerkopfkörper 1 Sacklöcher 12 ge bohrt, die am Lochgrund gegenüber der Spann fläche 7 des Messerkopfkörpers 1 einen Boden 13 bestimmter Stärke aufweisen. In das Gewinde 14 des Sackloches 12 ist jeweils ein Stopfen 15 ge- schraubt, der zwischen sich und dem Boden 13 den Hohlraum 16 freilässt. Der Hohlraum 16 ist mit einem wenig kompressiblen Druckmittel, z. B.
einem plastischen Kunststoff gefüllt, welcher zur Druckübertragung geeignet ist. Als Füllung kommt beispielsweise ein Mischpolymerisat von Vinylchlorid und Acrylsäureestern unter Zusatz von Weichmachern in Betracht. Der Stopfen 15 weist eine Innenbohrung mit dem Innengewinde 17 auf und nimmt die Stell schraube 18 auf. Vorzugsweise kommt für diese ein Feingewinde in Betracht, um die Zustellung fein regulieren zu können. Bei einem Anziehen der Schrauben 18 verringert sich die Grösse des mit dem Druckmittel angefüllten Hohlraumes 16. Der dadurch erzeugte Druck wird auf den Boden 13 übertragen, der sich membranartig nach aussen durchbiegt.
Diese Durchbiegekraft wirkt der Spannkraft der Befesti gungsschrauben 3 entgegen und drückt die Fläche 7 des Messerkopfkörpers 1 bei gleichzeitiger Dehnung der Befestigungsschrauben 3 von der Spannstirn fläche 8 der Frässpindel 4 um das gewünschte Mass ab. Bei einem entsprechenden Verhältnis zwischen Membran- und Schraubendurchmesser und weiter hin der entsprechenden Dicke des Membranbodens 13 erfordert die nötige, nur geringe Membrandurchbie gung von einigen Hunderstelmillimetern eine grosse Schraubendrehung der Stellschraube 18, womit die erwünschte Feinfühligkeit der Einstellung erreichbar ist.
Selbstverständlich können an die Stelle einer Druckdose, wie sie im Zusammenhang mit der Fig. 5 beschrieben ist, auch andere Feineinstellmittel treten, die in ähnlicher Weise einen verhältnismässig grossen Zustellweg in einen kleinen Abdrückweg übersetzen.
Mittels solcher Einstellmittel lässt sich ein Plan schlag, d. h. Abweichungen von der Winkelrechtstel lung des Kopfes zur Spindeldrehachse, der normaler weise nur einige Hundertstelmillimeter beträgt, in der erforderlichen feinfühligen Weise beseitigen. Un regelmässigkeiten können auftreten beispielsweise durch Unsauberkeiten auf den gegeneinander fest ziehbaren Flächen von Spindel und Messerkopf so wie durch unterschiedliches Festziehen der Befesti gungsmittel. Durch das Gegenspannen der Feinein stellmittel in Verbindung mit der dadurch erreichten Dehnung der Befestigungsmittel lässt sich erreichen, dass die erwähnten Ungenauigkeiten auf die Lage des Messerkopfes in bezug auf die Spindelachse ohne Einfluss sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vielstahlmesserkopf, der gegen eine senkrecht zur Spindelachse stehende Spannstirnfläche der Spin del festziehbar ist, gekennzeichnet durch im Messer kopfkörper (1) zusätzlich zu den Befestigungsmit teln (3) rings um die Messerkopfachse (9) und dazu achsparallel angeordnete verstellbare Feineinstellmit- tel (5), welche gegen die Spannstimfläche (8) der Spindel (4) entgegen der Spannkraft der Befestigungs mittel (3) zur Beseitigung .eines Planschlages derart andrückbar sind, dass der Messerkopfkörper (1) eine koaxiale Lage zur Spindelachse (9) einnimmt und da mit die stirnseitige Schneidebene (6) der Messer (2) senkrecht zur Spindelachse (9) steht. UNTERANSPRÜCHE 1.Vielstahlmesserkopf nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Feineinstellmittel (5) Druckdosen mit einstellbarem Druck vorgesehen sind, über die sich der Messerkopfkörper (1) an der Spannstirnfläche (8) der Spindel (4) abstützt. 2. Vielstahlmesserkopf nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Messerkopfkörper (1) rings um seine Achse (9) eine Anzahl von Bohrungen (12) aufweist, die auf der der Spannstirnfläche (8) abgekehrten Seite offen, je doch durch eine Stellschraube (18) verschlossen sind, im Inneren mit einem wenig kompressiblen Druck mittel (16) gefüllt sind, dessen durch die Stell schraube (18) einstellbarer Druck den Boden (13) der Bohrung (12) membranartig gegen die Spann stirnfläche (8) der Spindel (4) hin verformen kann.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|---|
| EP0592694A1 (de) * | 1992-10-07 | 1994-04-20 | METAL WORLD s.n.c. di PAVIOTTI & C. | Werkzeughalter für einen ringförmigen einstellbaren Fräser |
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