CH391716A - Verfahren zur Herstellung von Amidincarbonsäuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Amidincarbonsäuren

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CH391716A
CH391716A CH363661A CH363661A CH391716A CH 391716 A CH391716 A CH 391716A CH 363661 A CH363661 A CH 363661A CH 363661 A CH363661 A CH 363661A CH 391716 A CH391716 A CH 391716A
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amidinecarboxylic
alkyl
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CH363661A
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Jeno Dr Korosi
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Egyt Gyogyszervegyeszeti Gyar
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  Verfahren zur Herstellung von     Amidinearbonsäuren       Es ist bekannt, dass die aus     Lactamen    oder aus       cyclischen        Diamiden    auf bekannte Weise     herstell-          baren        O-Alkyl-lactime        mit    starken organischen Basen,  also mit primären oder sekundären Aminen, oder  mit     Hydrazinen    unter Abspaltung von     Alkoholen    in  
EMI0001.0011     
    Es wurde überraschenderweise festgestellt, dass  die     O-Alkyl-lactime    auch mit den     zwitterionigen          Aminosäuren,

      also mit Verbindungen, die neben der  primären oder sekundären     Aminogruppe    auch eine       Carboxylgruppe    enthalten, umgesetzt werden können,  
EMI0001.0017     
    worin x eine ganze Zahl von 3-l2 und W einen  zweiwertigen Kohlenwasserstoffrest bedeuten.  



  Zu dieser Reaktion können auch verschiedenartig  substituierte     O-Alkyl-lactime    bzw. Aminocarbonsäu-  
EMI0001.0019     
    mit 2     Mol        Aminocarbonsäure    zu den entsprechenden     cyclischen        Amidincarbonsäuren    umsetzt.         Amidine    überführt werden können. So wird z. B.

    aus     O-Methyl-a-caprolactim    durch Umsetzung mit  einem primären     Amin    die entsprechende     Amidin-          verbindung    erhalten:    wobei unter Abspaltung der entsprechenden Alkohole  neue     carboxylhaltige        Amidine,    das heisst     Amidin-          carbonsäuren    entstehen, wie es z.

   B. aus der nach  stehenden allgemeinen Reaktionsformel     ersichtlich     ist:         ren    als Ausgangsstoffe verwendet werden;     ferner    ist       äs    auch möglich, die Reaktion derart     durchzuführen,     dass man     cyclische        Lactime    der allgemeinen     Formel         Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist also ein Verfahren zur Herstellung von neuen     Amidin-          carbonsäuren    der Formel I     bzw.        1I:

       
EMI0002.0005     
    worin R und R' Wasserstoff- oder Halogenatome,       Carboxyl-,        Alkyl-,        Aryl-,        Aralkyl-    oder     hetero-          cyclische    Gruppen bedeuten, wobei in Verbindungen,  in welchen mehrere R bzw. R' vorkommen, die ein  zelnen R bzw. R' auch von einander verschieden  sein können; A bedeutet einen, gegebenenfalls sub  stituierten,     zweiwertigen    Kohlenwasserstoffrest, wel  cher auch mit dem benachbarten     Stickstoffatom    einen  
EMI0002.0014     
    mit     Aminocarbonsäuren    der Formel V         HR'N-A-COOH    (V)  umsetzt.  



  Diese Reaktion kann mit oder ohne Anwendung  von     Lösungsmitteln,    am besten bei erhöhter Tem  peratur, zweckmässig etwa bei 60-165  C, durchge  führt werden. Als Lösungsmittel können besonders  
EMI0002.0018     
    Die im Sinne der Erfindung hergestellten neuen       Amidincarbonsäuren    der Formel I bzw.     II    sind als  Zwischenprodukte besonders auf den Gebieten der  Arzneimittelsynthese und der Herstellung von     Poly-          amid-Kunstfasern    wertvoll.  



  <I>Beispiel 1</I>  N-[     1-Aza-l-cyclohepten-yl-(2)]-glycin     Es wird ein     Gemisch    von 7,5 g (0,1     Mol)        Glycin     und 12,85 g = 13,35 ml (0,101     Mol)        O-Methyl-e.-          caprolactim    1 Stunde im     älbad    bei 120  gehalten.  Der Ablauf der Reaktion kann durch Beobachtung  des     Methylalkohol-Rückflusses    verfolgt werden. Dann         heterocyclischen    Ring bilden kann; x ist eine ganze  Zahl von 3 bis 12, y und z sind ganze Zahlen von  1 bis 12.  



  Die obigen Verbindungen der Formel 1 bzw.     1I     werden gemäss der vorliegenden Erfindung derart  hergestellt, dass man     O-Alkyl-lactime    der Formel     III     bzw. IV  
EMI0002.0036     
         aliphatische    Alkohole, z. B. Methanol oder Äthanol,  angewendet werden; im Falle der Anwendung von  Lösungsmitteln wird zweckmässig bei einer dem Siede  punkt des Lösungsmittels entsprechenden Temperatur  gearbeitet.  



  Die Verbindungen der Formel I bzw.     1I,    in wel  cher R' = H ist, können auch     tautomere    Formen  bilden, z. B.    wird das Reaktionsgemisch in heissem Methylalkohol  gelöst, mit Aktivkohle aufgehellt und mit auf 70   vorgewärmtem     Dimethylformamid    versetzt. Unter  Abkühlung scheidet sich die     Amidincarbonsäure    in  Form von weissen Blättchen aus. Nach Abkühlen wird  abgesaugt und mit 2 mal 10 ml     Dimethylformamid,     dann mit 3 mal 20 ml wasserfreiem Äther gewaschen.  



  Ausbeute: 11,9 g     (70?0    der Theorie).     Schmp.     163-164  C.  



  <I>Beispiel 2</I>       N-[Aza-1-cyclohepten-yl-(2)]-i:-alanin     Ein Gemisch von 8,91 g (0,1     Mol)    reinem       Alanin,    13,35 ml (0,l01     Mol)    O-Methyl-e-capro-           lactim    und 150 ml wasserfreiem Methylalkohol wird  1 Stunde lang am     Rückflusskühler    gekocht. Dann wird  das Lösungsmittel     abdestilliert    und der Rückstand  zur Vervollständigung der Reaktion noch 2 Stunden  im Ölbad bei 120  gehalten.

   Nach dem Abkühlen  wird der kristalline Rückstand mit 100 ml     reinem          Dimethylformamid    auf Filter gebracht und zum  Schluss mit 3 mal 30 ml wasserfreiem Äther gründ  lich gewaschen.  



  Ausbeute: 17,2 g<B>(93,5%</B> der Theorie). Die     Ami-          dincarbonsäure    schmilzt zwischen 188-190  C.  <I>Beispiel 3</I>       N-[Aza-l-cyclohepten-yl-(2)]-E-aminocapronsäure     128,5 g (1,01     Mol)        O-Methyl--caprolactim    und  131,2 g (1     Mol)    aus 60%igem     Dimethylformamid     umkristallisierte, bei 205-207  schmelzende     e-Amino-          capronsäure    werden in 500 ml wasserfreiem Methyl  alkohol 2 Stunden am     Rückfluss    gekocht, dann im  Vakuum eingedampft. Der dicke, ölige Rückstand  erstarrt beim Abkühlen.  



  Die     Amidincarbonsäure    schmilzt bei 92-95  C.  Auf     papierchromatographischem    Wege geprüft, ent  hält sie keine     E-Aminocapronsäure.    Das Produkt ist  im Wasser und Alkohol löslich, in sonstigen Lösungs  mitteln unlöslich.  



  <I>Beispiel 4</I>       N-[1-Aza-l-cyclohepten-yl-(2)]-p-amino-          benzosäure     Es wird ein Gemisch von 13,7 g (0,1     Mol)    reiner       p-Amino-benzoesäure    und 12,85 g (0,101     Mol)    O  Methyl-e-caprolactim 1 Stunde im Ölbad bei 110   gehalten. Nach Abkühlen auf     50-60     wird zum fein-    kristallinen     Reaktionsgemisch    60 ml wasserfreier  Methylalkohol zugegeben und die Suspension 1  Stunde am     Rückflusskühler    gekocht.

   Das nach dem  Abkühlen abgesaugte, mit 2 mal 30     ml    Methylalko  hol und 50     znl    wasserfreiem Äther gewaschene Pro  dukt schmilzt unter schwacher Zersetzung bei 247  bis 249' C.  



  Ausbeute: 18,6 g (80% der Theorie).     Ihre    Lös  lichkeit ist mit den     Aminosäuren    übereinstimmend.  <I>Beispiel 5</I>       N-[1-Aza-l-cyclohepten-yl-    (2)] -p-     aminosalicylsäure     
EMI0003.0033     
    Es wird ein Gemisch von 15,3g (0,1     Mol)    rei  ner     p-Aminosalicylsäure,    12,85 g (0,101     Mol)    O  Methyl-s-caprolactim und 100     ml    wasserfreiem  Äthylalkohol unter     Rückfluss    zum Sieden erhitzt und  2 Stunden gekocht.

   Die     p-Aminosalicylsäure    geht  nach einigen Minuten in Lösung, dann     beginnt    die  Ausscheidung von     Amidincarbonsäure.    Das nach  dem Abkühlen abgesaugte, mit 2mal 30 ml Methyl  alkohol gewaschene Derivat zersetzt sich bei lang  samem Aufwärmen bei 234  C, bei schnellem Auf  wärmen bei 241-242 C.  



  Ausbeute: 18,6 g<B>(75%</B> der Theorie). Die neue  Verbindung gibt die für     Phenole    charakteristischen  Reaktionen.    <I>Beispiel 6</I>  A     i.        s-1,        8-:Diaza-2,9-di-(DL-ss-phenylalanyl)cyclotetradecadien     
EMI0003.0046     
    Ein Gemisch von 2,54 g (0,01     Mol)        di,s-1,8-          diaza    - 2,9 -     dimethoxy    -     cyclotetradecadien        (Schmp.     110  C), 3,30 g (0,02     Mol)

          DL-f-Phenylalanin    und  100 ml wasserfreiem Methylalkohol wird 3 Stunden  lang am     Rückflusskühler    gekocht. Nach dem Zu  satz von Aktivkohle wird die Lösung filtriert, ein  gedampft, mit 50 ml     Dimethylformamid    auf Filter  gebracht und schliesslich mit 3 mal 10     ml        abs.    Äther    gewaschen. Die weisse     Amidincarbonsäure    schmilzt  im Bereich von 76-88 C. Ausbeute: 4,77 g (92%  der Theorie).

   Das Produkt ist im Wasser gut, im  Alkohol schwach löslich, in anderen gebräuchlich  sten     organischen    Lösungsmitteln unlöslich; es ent  hält kein     papierchromatographisch    nachweisbares       DL-ss-Phenylalanin.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Amidincarbonsäuren der Formel I bzw. 11: EMI0004.0004 worin R und R' Wasserstoff- oder Halogenatome, Carboxyl-, Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder heterocyc- lische Gruppen bedeuten, wobei in Verbindungen, in welchen mehrere R bzw. R' des Substituenten vor kommen, die einzelnen R bzw.
    R' von einander ver schieden sein können, A einen, gegebenenfalls sub stituierten, zweiwertigen Kohlenwasserstoffrest be deutet, welcher auch mit dem benachbarten Stick stoffatom einen heterocyclischen Ring bilden kann und eine ganze Zahl von 3 bis 12 und y und z ganze Zahlen von 1 bis 12, sind dadurch gekennzeich net, dass man O-Alkyl-lactime der Formel III bzw. IV EMI0004.0020 3s bzw. EMI0004.0022 mit Aminocarbonsäuren der Formel V HWN-A-COOH (v) umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reaktion in der Gegenwart eines Lösungsmittels, zweckmässig eines aliphatischen Alkohols, durchgeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reaktion unter Erwärmen auf 60-160 C durchgeführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Ausgangsstoff der Formel 111 O-Methyl-E-caprolactim der Formel EMI0004.0029 verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Ausgangsstoff der Formel IV di,8-1,8-Diaza-2,9-dimethoxy-cyclotetradecadien der Formel EMI0004.0031 verwendet wird.
CH363661A 1960-04-01 1961-03-27 Verfahren zur Herstellung von Amidincarbonsäuren CH391716A (de)

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