CH392531A - Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Säuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Säuren

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CH392531A
CH392531A CH1126460A CH1126460A CH392531A CH 392531 A CH392531 A CH 392531A CH 1126460 A CH1126460 A CH 1126460A CH 1126460 A CH1126460 A CH 1126460A CH 392531 A CH392531 A CH 392531A
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CH
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acid
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hydrazide
lysergic
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CH1126460A
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Albert Dr Hofmann
Franz Dr Troxler
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Sandoz Ag
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  Verfahren     zur    Herstellung von     heterocyclischen    Säuren    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von     Lysergsäuren    und     Dihydrolyserg-          säuren    oder ihren     isomeren    Formen der     Formel     
EMI0001.0008     
         morin        R,    Wasserstoff,     Alkyl,        Aralkyl    oder     Alkenyl     und
EMI0001.0014  
   die Gruppierung  
EMI0001.0015     
    bedeuten, welches dadurch     gekennzeichnet    ist,

   dass  man ein     Hydrazid    der Formel  
EMI0001.0018     
    mit einem     Diketon    der Formel         R2        CO-CH#-CO-R.        III     worin     R2    und     R3    je     ein    niederes     Alkyl    bedeuten,     in     einem     Lösungsmittel    und in Gegenwart von min  destens 2 Äquivalenten einer anorganischen Säure  umsetzt.  



  Die Reaktion erfolgt schon glatt bei Raumtempe  ratur. Das     f-Diketon    wird vorzugsweise in einer  Menge von 1-2     Mol    verwendet; ein grösserer Über  schuss bildet keinen Vorteil. Als Lösungsmittel eignen  sich vor allem mit Wasser mischbare     Äther,    wie bei  spielsweise     Dimethoxyäthan,        Tetrahydrofuran,        Di-          oxan.    Auch niedere     aliphatische    Alkohole können  verwendet werden. Als     anorganische    Säure wird z. B.

    eine Mineralsäure, die mit dem     Ausgangsprodukt     ein im verwendeten Lösungsmittel lösliches     Salz     bildet, vorzugsweise     Salzsäure,    und zwar in     einer     Menge von     mindestens    2, vorzugsweise etwa 5 Äqui  valenten pro     Mol    des     Hydrazid-Derivates    der Formel       1I,    verwendet. Bei Verwendung von weniger als 2  Äquivalenten Säure     nimmt    die Reaktion überwiegend  einen andern Verlauf. Die Reaktion ist unter den  angegebenen Bedingungen nach 1-3 Stunden been  det.  



  Die Aufarbeitung     erfolgt    z. B. in der Weise, dass  man das Reaktionsgemisch mit einer der verwen  deten Säuremenge genau entsprechenden Laugen  menge neutralisiert, wobei sich das gewünschte  Endprodukt     kristallin    abscheidet.     Gewünschtenfalls     kann die erhaltene Verbindung durch Kristallisa  tion oder     Umfällen    weiter gereinigt werden.  



  Das     Verfahren    wird beispielsweise wie     folgt    aus  geführt: Man versetzt die Lösung eines     Hydrazids     der Formel     1t,    z. B.     D-Isolysergsäure-hydrazid,    in  2     Aquivalenten    n     Salzäure    und Äthanol mit 2     Mol          Acetylaceton,    lässt     2i/2    Stunden bei Raumtemperatur  stehen und     neutralisiert    hierauf mit der berechneten      Menge     einer        Alkalihydroxydlösung,    wobei das End  produkt sich kristallin abscheidet,

   das nach Trock  nen mit Chloroform gewaschen wird.  



  Es ist anzunehmen, dass die erfindungsgemässe  Herstellung von Säuren der Formel I aus den     Hy-          drazid-Derivaten    der Formel 11 über ein intermediär       gebildetes        Pyrazol-Derivat    der Formel  
EMI0002.0007     
    erfolgt, das jedoch durch die Gegenwart von anor  ganischem     Säureüberschuss    gespalten wird.  



  Die Verbindungen der     Lysergsäure-Reihe    der  Formel I, insbesondere die     Lysergsäure    selbst, sind  äusserst wertvolle, aber technisch sehr schwer zu  gängliche     Ausgangsmaterialien    für die Synthese von  Verbindungen, die wegen ihrer     pharmakodynami-          schen    Eigenschaften als Medikamente in der Thera  pie Verwendung     finden.    Da bis jetzt ein     technisch     gangbarer Weg für die Totalsynthese fehlte, war     man.     auf die natürlichen     Mutterkomalkaloide    als Aus  gangsmaterial für ihre Herstellung angewiesen.

   In  dessen     liefert    die hydrolytische Spaltung dieser Na  turprodukte die     Lysergsäure    nur in sehr schlechter  Ausbeute und zudem teilweise in umgelagerter Form.       Bekanntlich        erschwerte    dies die Konstitutionsaufklä  rung der     Mutterkornalkaloide        erheblich.    Als schliess  lich durch Behandlung der natürlichen Mutterkorn  alkaloide mit     Hydrazin    der     Lysergsäureanteil        in     Form des     Hydrazids    in guter Ausbeute zugänglich  gemacht werden konnte, stand wenigstens ein Derivat  der gesuchten Säure zur Weiterverarbeitung zur Ver  fügung.

   Allerdings musste die     Partialsynthese    von  therapeutisch     wertvollen        Lysergsäure-Derivaten,    ins  besondere von Derivaten des     Lysergsäureamids,    aus  dem     Hydrazid    auf dem     komplizierten    Umweg über  das     Azid    durchgeführt werden, da die Gewinnung  von     Lysergsäure    in reinem Zustand ohne     Isomeri-          sierung    und in guter Ausbeute auch durch Spaltung  des     Hydrazids    nicht möglich war.  



  Das vorliegende     Verfahren    ist deshalb in hohem  Masse für die technische Herstellung der Verfahrens  produkte geeignet und gestattet, grosse Mengen dieser  Verbindungen aus den leicht zugänglichen     Hydrazi-          den    der Formel     II    auf die schonendste Weise rationell  herzustellen. Besonders hervorzuheben ist die Tat  sache, dass in der     Lysergsäure-Reihe    praktisch keine       lsomerisierung        stattfindet.    Die bisher in völlig reiner  Form nur schwer erhältliche     Isolysergsäure    kann    nach dem beanspruchten Verfahren leicht dargestellt  werden.  



  In den nachfolgenden Beispielen erfolgen alle  Temperaturangaben in Celsiusgraden und sind     un-          korrigiert.     



  <I>Beispiel 1</I>       D-Isolysergsäure     Man lässt eine Lösung von 1,41 g     D-Isolyserg-          säure-hydrazid    in 10     cm3    n     Salzsäure    und 5     cm3          Äthanol    mit 1 g     Acetylaceton        l1/2'    Stunden bei  Raumtemperatur stehen, neutralisiert das Reaktions  gemisch anschliessend mit 10     cm3    n Natronlauge,       filtriert    und wäscht den Niederschlag mit Wasser,  worauf er nach Trocknen im Vakuum bei 60  in  10     cm3    Chloroform suspendiert wird,

   wobei die reine       D-Isolysergsäure    praktisch ungelöst bleibt.  



       Smp.        213-218'.     



  [a]     p    = +<B>2710</B> (c - 0,5 in     Pyridin).     <I>Beispiel 2</I>       9,10-Dihydro-D-lysergsäure     Man lässt eine Lösung von 1,42 g     9,10-Dihydro-          D-lysergsäure-hydrazid    in 20     cm3    n     Salzsäure    und  10     cm3    Äthanol mit 1 g     Acetylaceton    2 Stunden bei  Raumtemperatur stehen, neutralisiert das Reaktions  gemisch anschliessend genau durch Zusatz von 20 CM 3  n Natronlauge, filtriert und wäscht den Niederschlag  mit Wasser, worauf er in 10 cm?, n Natronlauge  suspendiert wird.

   Man filtriert von Ungelöstem ab  und fällt die reine     9,10-Dihydro-D-lysergsäure    durch  Eintropfen von 10     cm3    n Salzsäure aus.  



       Smp.    315 .  



  [a] D = -121   (c - 0,5 in     Pyridin).     <I>Beispiel 3</I>       1-Äthyl-9,10-dihydro-D-lysergsäure     Man lässt eine Lösung von 312 mg     1-Äthyl-9,10-          dihydro-D-lysergsäure-hydrazid    in 5     cm3    n     Salzsäure     und 2     cm3        Dimethoxyäthan    mit 160 mg     Acetyl-          aceton    2 Stunden bei Raumtemperatur stehen, worauf  spontane Kristallisation des Hydrochlorids der       1-Äthyl-9,10,-dihydro-D-lysergsäure    in farblosen  Prismen einsetzt.

   Zur Vervollständigung der Kristal  lisation lässt man noch 1 Stunde bei 0  stehen, fil  triert und wäscht mit wenig kaltem Wasser nach.       Smp.        318-319'.     



       [a]10    = -68  (c = 0,5 in     Pyridin).          Kellersche    Farbreaktion: blau.  <I>Beispiel 4</I>       1-Allyl-9,10-dihydro-D-lysergsäure     Man lässt 380 mg     1-Allyl-dihydro-D-lysergsäure-          hydrazid    in 6     cm3    n     Salzsäure    und 3     cm3        Dimethoxy-          äthan    mit 1,9g     Acetylaceton    2 Stunden bei Raum  temperatur stehen, worauf spontane Kristallisation  des Hydrochlorids der     1-Allyl-9,

  10-dihydro-D-lyserg-          säure    in farblosen Prismen einsetzt. Zur Vervollstän-           digung    der     Kristallisation    lässt man noch kurze Zeit  bei 0  stehen, filtriert und wäscht mit     wenig    kaltem  Wasser nach.     Smp.    280-285 .  



       [a]D    = -62  (c = 0,3 in Wasser).       Kellersche    Farbreaktion: blau.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Lysergsäuren und Dihydrolysergsäuren oder ihren isomeren Formen der Formel EMI0003.0010 worin Ri Wasserstoff, Alkyl, Aralkyl oder Alkenyl und EMI0003.0015 die Gruppierung EMI0003.0016 bedeuten, dadurch gekennzeichnet,
    dass man ein. Hydrazid der Formel EMI0003.0020 mit einem Diketon der Formel R2 CO-CH#-CO-R. III worin R, und R, je ein niederes Alkyl bedeuten, in einem Lösungsmittel und in Gegenwart von min destens 2 Äquivalenten einer anorganischen Säure umsetzt.
CH1126460A 1960-10-06 1960-10-07 Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Säuren CH392531A (de)

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BE608822A BE608822A (fr) 1960-10-06 1961-10-04 Procédé de préparation de composés hétérocycliques.

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