CH392532A - Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Amiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Amiden

Info

Publication number
CH392532A
CH392532A CH1126560A CH1126560A CH392532A CH 392532 A CH392532 A CH 392532A CH 1126560 A CH1126560 A CH 1126560A CH 1126560 A CH1126560 A CH 1126560A CH 392532 A CH392532 A CH 392532A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
acid
formula
butanolamide
preparation
lysergic
Prior art date
Application number
CH1126560A
Other languages
English (en)
Inventor
Albert Dr Hofmann
Franz Dr Troxler
Original Assignee
Sandoz Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandoz Ag filed Critical Sandoz Ag
Priority to CH1126560A priority Critical patent/CH392532A/de
Priority to GB3547461A priority patent/GB933082A/en
Priority to ES270931A priority patent/ES270931A1/es
Priority to BE608822A priority patent/BE608822A/fr
Publication of CH392532A publication Critical patent/CH392532A/de

Links

Landscapes

  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur     Herstellung    von     heterocyclischen        Amiden       Die vorliegende     Erfindung    betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von     Amiden    der     Lysergsäure-    und       Dihydrolysergsäure-Reihe    der Formel  
EMI0001.0008     
    worin     R,        Alkyl    oder     Hydroxyalkyl    und y die  Gruppierung  
EMI0001.0012     
    bedeuten, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass  man ein     Pyrazol    der Formel  
EMI0001.0014     
    worin     R2    und     R3,

      je ein niederes     Alkyl        bedeuten,     mit einem     primären    Amin der Formel       Ri        NH2        III     umsetzt.  



  Die erfindungsgemässe Herstellung der     Amide     kann beispielsweise wie folgt     durchgeführt    werden:  Man lässt ein     Pyrazol    der Formel     1I    mehrere Stunden  mit einem primären     Amin    der Formel     III    bei Raum  temperatur oder erhöhter Temperatur stehen. Nach  Entfernen von überschüssigem Amin und von durch  die Reaktion abgespaltenem     Pyrazol    wird der Rück  stand durch     Kristallisation    und/oder     Chromatogra-          phie    gereinigt.  



  Die Reaktion wird durch Erhöhung der Tempe  ratur     beschleunigt.    Falls es der Siedepunkt des zu  verwendenden Amins erlaubt, arbeitet man zweck  mässigerweise bei einer Temperatur von etwa 100 .  



  Zusatz von Lösungsmitteln erübrigt sich, wenn  ein     grösserer        überschuss    an Amin (5-20 Teile pro  Teil     Pyrazol-Derivat)    verwendet wird.     Wird    jedoch  nur ein geringer     überschuss    eingesetzt, dann ist es  zweckmässig, die Umsetzung in     Gegenwart    eines in  differenten Lösungsmittels, beispielsweise     Chloro-          form,    vorzunehmen.  



  Es hat sich gezeigt, dass die Herstellung     von,          Amiden    der     Lysergsäure-Reihe    mehr oder weniger  von einer     Umlagerung    in die     Iso-Form,    oder umge  kehrt, begleitet ist. So wird beispielsweise aus       1-(D-Lysergyl)-3,5-dimethyl-pyrazol    und     (+)-Butanol-          amin-(2')    sowohl     D-Lysergsäure-(+)-butanolamid-          (2')    als auch     D-Isolysergsäure-(+)-butanolamid-(2'1     erhalten.  



  Die     Amide    der     Lyserg-    und der     Dihydrolyserg-          säure-Reihe    der Formel I spielen wegen ihrer spezi  fischen     pharmakodynamischen    Eigenschaften in der  Therapie eine wichtige Rolle.

   Zu ihrer Synthese  war man bis jetzt darauf angewiesen, sie aus den      entsprechenden     Säurehydraziden,    die an und für sich  durch Behandlung der     natürlichen        Mutterkornalka-          loide    mit     Hydrazin    relativ leicht in     guter    Ausbeute  rein gewonnen werden können, auf dem Weg über  die     Säureazide    herzustellen. Diese Synthesemethode  war aber     kompliziert    und unbefriedigend, da die       Azide    nicht leicht zu handhabende, empfindliche  Ausgangsmaterialien sind.  



  Das vorliegende neue Verfahren hat demgegen  über den besonderen Vorteil, dass es sich unempfind  licher Ausgangsmaterialien     bedient,    die bei Raum  temperatur stabil und deshalb ohne besondere Vor  sichtsmassnahmen zu handhaben sind. Diese Aus  gangsmaterialien, das     heisst    die     Pyrazole    der Formel       II,        sind    neu und können z.

   B. hergestellt werden,  indem man     ein        Hydrazid    der     Lyserg-    oder     Dihydro-          lysergsäure#-Reihe    der Formel  
EMI0002.0020     
    und     ein        1,3-Diketon    der Formel       R,-CO-CH2-COR3    V       in    schwach saurer Lösung bei Raumtemperatur einige  Zeit sich selbst     überlässt.     



  Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens besteht       darin,    dass bei der Umsetzung keinerlei Nebenreak  tionen auftreten, und das Endprodukt nach Entfer  nen von überschüssigem     Amin    und abgespaltenem       Pyrazol    in reiner Form isoliert werden kann. Dieser  technische Fortschritt wirkt sich     ganz    besonders auf  die     Wirtschaftlichkeit    des Verfahrens aus. Dieses ist  daher in hohem Masse für die     techniche        Herstellung     der     Verfahrensprodukte    geeignet und gestattet die       rationelle    Herstellung von grossen Mengen dieser  Verbindungen.  



  In den nachfolgenden Beispielen erfolgen alle  Temperaturangaben in Celsiusgraden und sind     un-          korrigiert.     



  <I>Beispiel 1</I>       9,10-Dihydro-D-lysergsäure-äthylamid     Man lässt 100 mg     1-(9',10'-Dihydro-D-Ixsergyl)-          3,5-dimethyl-pyrazol    mit 2     cm3        Äthylamin    15     Stun-          den    bei     Raumtemperatur    stehen, verdampft hierauf  zur Trockne, erwärmt den Rückstand einige     Minuten     im     Vakuum    auf 100  und     kristallisiert    das verblei  bende     9,10-Dihydro-D        lysergsäure-äthylamid    aus       Chloroform/Petroläther    um.  



  Blättchen vom     Smp.        257-2631.          [ajD    =     -136         (c    = 0,5     in        Pyridin).       Das     als    Ausgangsmaterial zur Verwendung ge  langende     1-(9',10'-Dihydro-D-lysergyl)-3,5-dimethyl-          pyrazol    wird wie folgt hergestellt:

   Eine Lösung von  1,42 g 9,10 -     Dihydro    - D -     lysergsäure    -     hydrazid    in  5,5     cm3    n     Salzsäure,    5     cm3    Wasser und 5     cm3     Äthanol lässt man mit 1 g     Acetylaceton    1 Stunde bei  Raumtemperatur stehen, neutralisiert hierauf genau  durch Zusatz von 5,5     em3    n     Natronlauge,    filtriert  das ausgeschiedene     Pyrazol-Derivat    und wäscht es  mit Wasser nach. Das im Vakuum bei 60  getrock  nete Rohprodukt wird hierauf aus     Chloroform    unter  Zusatz von Äther kristallisiert.

   Dreieckige Blättchen  vom     Smp.    215-216 .  



       [a]D    = -89  (c = 0,5 in     Pyridin).          Kellersche    Farbreaktion: blau.  <I>Beispiel 2</I>       9,10-Dihydro-D        lysergsäure-(+)-butanolamid-(2')     Man erwärmt 400 mg     1-(9',10'-Dihydro-D-          sysergyl)-3,5-dimethyl-pyrazol    mit 2,5     cm3        (+)-Buta-          nolamin    (2') während 2 Stunden auf 100 ,

   ver  dampft anschliessend das nicht umgesetzte     Butanol-          amin    und das     Dimethyl-pyrazol    durch Erhitzen im       Hochvakuum    auf 110  und kristallisiert das zurück  bleibende     9,1(@-Dihydro-D-lysergsäure-(+)-butanol-          amid-(2')    aus einem Gemisch von     Chloroform/Me-          thanol    unter Zusatz von     Petroläther.     



  Nadeln vom     Smp.    247-248 .  



  [a] D = - l49  (c = 0,5 in     Pyridin).     <I>Beispiel 3</I>       D-Lysergsäure-(+)-butanolamid-(2')    und       D-Isolysergsäure-(+)-butanolamid-(2')     Man lässt 200 mg     1-(D-Lysergyl)-3,5-dimethyl-          pyrazol    mit 3     cm3        (+)-Butanolamin-(2')    6 Stunden  bei Raumtemperatur stehen, wobei langsam voll  ständige Lösung eintritt.

   Anschliessend wird das  überschüssige     Butanolamin    und das abgespaltene       3,5-Dimethyl-pyrazol    durch Erhitzen im Hoch  vakuum auf 110  entfernt, und das verbleibende  Gemisch von     D-Lysergsäure-(+)-butanolamid-(2')     und     D-Isolysergsäure-(+)-butanolamid-(2')    an einer  Säule von 8 g Aluminiumoxyd     chromatographiert.     D -     Lysergsäure    - (+) -     butanolamid    - (2') wird mit  Chloroform + 0,2 % Äthanol ins Filtrat gewaschen.  Aus Chloroform Nadeln vom     Smp.    160-170 .  



  [a]     D    =     -45     (c = 0,5     in        Pyridin).          D-Isolysergsäure-(+)-butanolamid-(2')    wird an  schliessend mit Chloroform + 1 % Äthanol ins Filtrat  gewaschen. Aus     Chloroform    Nadeln vom     Smp.    188 .       [a]D    = +385  (c = 0,5 in     Pyridin).     



  Das als Ausgangsmaterial zur Verwendung ge  langende     1-(D-Lysergyl)-3,5-dimethyl-pyrazol    wird  wie folgt hergestellt: Eine Lösung von 1,41g     D-Ly-          sergsäure-hydrazid    in 5,5     cm3    n     Salzsäure,    5     cm3     Wasser und 3,5     cm3        Dimethoxy-äthan    lässt man mit  0,75 g     Acetylaceton    15 Minuten bei Raumtemperatur      stehen, neutralisiert hierauf durch Zusatz von 5,5     cm3          n    Natronlauge,

   filtriert das ausgeschiedene     Pyrazol-          Derivat    ab und wäscht es mit Wasser nach. Das  im Vakuum bei 60  getrocknete Rohprodukt wird  hierauf aus Chloroform unter Zusatz von Äther  kristallisiert. Prismen vom     Smp.    175-l77 .  



  [a] D = + 70  (c = 0,5 in     Pyridin).          Kellersche    Farbreaktion: blau.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Amiden der Lysergsäure- und Dihydrolysergsäure-Reihe der For mel EMI0003.0011 worin R, Alkyl oder Hydroxyalkyl und y die Gruppierung EMI0003.0016 bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Pyrazol der Formel EMI0003.0018 worin R2 und R3, je ein niederes Alkyl bedeuten,
    mit einem primären Amin der Formel Rl- NH2 III umsetzt.
CH1126560A 1960-10-06 1960-10-07 Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Amiden CH392532A (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1126560A CH392532A (de) 1960-10-07 1960-10-07 Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Amiden
GB3547461A GB933082A (en) 1960-10-06 1961-10-02 Improvements in or relating to lysergic acid derivatives
ES270931A ES270931A1 (es) 1960-10-07 1961-10-04 Procedimiento de obtención de derivados de ácido lisérgico y de ácido dihidrolisérgico
BE608822A BE608822A (fr) 1960-10-06 1961-10-04 Procédé de préparation de composés hétérocycliques.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1126560A CH392532A (de) 1960-10-07 1960-10-07 Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Amiden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH392532A true CH392532A (de) 1965-05-31

Family

ID=4371778

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1126560A CH392532A (de) 1960-10-06 1960-10-07 Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Amiden

Country Status (2)

Country Link
CH (1) CH392532A (de)
ES (1) ES270931A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4675404A (en) * 1981-07-21 1987-06-23 Farmitala Carlo Erba S.P.A. 8-pyridazinylcarbamoyl ergolines

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4675404A (en) * 1981-07-21 1987-06-23 Farmitala Carlo Erba S.P.A. 8-pyridazinylcarbamoyl ergolines

Also Published As

Publication number Publication date
ES270931A1 (es) 1962-06-01

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3001328C2 (de)
DE2530577A1 (de) Neue organische verbindungen, ihre herstellung und verwendung
CH392532A (de) Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Amiden
AT225857B (de) Verfahren zur Herstellung von Lysergsäure- und Dihydrolysergsäure-Derivaten
US3583992A (en) 1-methyl-d-lysergic acid-dihydroxy-alkyl-amides
AT203491B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 3,5-Diketo-pyrazolidin-Derivaten
US2223937A (en) Sulphanilamide camphorate and process for making it
CH452538A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Estern
AT226380B (de) Verfahren zur Herstellung von Lysergsäurehydraziden
AT211001B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Scopin-äthern
AT376221B (de) Verfahren zur herstellung neuer ergolinderivate
DE1795532C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Dihydro D lysergamin derivaten Ausscheidung aus 1470217
DE1445123C (de) 7 substituierte 10 (beta Amino athyl) 10,11 dihydrodibenzo eckige Klammer auf b,e eckige Klammer zu eckige Klammer auf 1,4 eckige Klammer zu diazepinon (11) derivate
AT215996B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridinderivaten
CH391720A (de) Verfahren zur Herstellung von optisch aktiven Hydraziden
AT228409B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Lysergsäuren
DE1022574B (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Amino-1-desoxy-2-ketosen bzw. ihren Salzen
CH484135A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Amiden ungesättigter Fettsäuren
DE1198830B (de) Verfahren zur Herstellung von optisch aktiven Lysergsaeure- und Isolysergsaeure-hydrazid-derivaten
DD272074A5 (de) Verfahren zur herstellung von 1-propargyl-2,4-dioxo-imidazolidin
CH394224A (de) Verfahren zur Herstellung von am Indolstickstoffatom substituierten Derivaten der 6-Methyl-ergolen- und -ergolin-Reihe
CH392533A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Harnstoff-Derivaten
DE1545906A1 (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Amiden ungesaettigter Fettsaeuren
DE2356690A1 (de) Pyrazol eckige klammer auf 3,4-d eckige klammer zu -pyrimidin-n-oxide, verfahren zu deren herstellung und diese verbindungen enthaltende arzneimittel
CH386439A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Dihydrolysergsäure-Derivaten