CH392547A - Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazine

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CH392547A
CH392547A CH1173863A CH1173863A CH392547A CH 392547 A CH392547 A CH 392547A CH 1173863 A CH1173863 A CH 1173863A CH 1173863 A CH1173863 A CH 1173863A CH 392547 A CH392547 A CH 392547A
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CH
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Application number
CH1173863A
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English (en)
Inventor
Jean Dr Druey
Karl Dr Schenker
Original Assignee
Ciba Geigy
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C243/00Compounds containing chains of nitrogen atoms singly-bound to each other, e.g. hydrazines, triazanes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazine
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Hydrazinen der Formel    Ar-O-R-NH-NHe,    I worin R einen gegebenenfalls substituierten Rest der   I:ormel      (CH2),    worin n für eine ganze Zahl von 2-8 steht, und Ar einen gegebenenfalls substituierten aromatischen Kohlenwasserstoffrest bedeutet und worin mindestens einer der Reste Ar oder R einen Substituenten enthält.



   Die Reste Ar sind vorzugsweise höchstens zweikernige aromatische Reste, wie Phenyl- oder   Naph    thylreste. Als Substituenten in diesen Resten kommen vor allem freie oder substituierte Oxygruppen, wie durch niedere aliphatische oder cycloaliphatische Kohlenwasserstoffreste, besonders niedere Alkylreste, wie Methyl-,   Sithyl-,    gerade oder verzweigte Propyl-, Butyl- oder Amylreste, substituierte Oxygruppen, niedere Alkylreste, wie die oben genannten, oder Halogenatome, besonders Chlor oder Brom, in Betracht.



   Als Substituenten des Restes der Formel   -(CH2)1    kommen insbesondere freie oder substituierte, wie acylierte Oxygruppen oder niedere Alkylreste, z. B. die genannten, in Frage. Vorteilhaft besitzt dieser Rest zusammen mit allfälligen Alkylsubstituenten 2-8, insbesondere 2-6 Kohlenstoffatome.



   Die neuen Hydrazine besitzen eine wertvolle zentralerregende Wirkung mit aussergewöhnlicher Verteilung der zentralen Angriffspunkte. Sie können daher zur Steigerung zentraler Funktionen, wie z. B. bei zentralen Depressionszuständen, Verwendung finden.



   Besonders wertvoll sind die der Formel I entsprechenden Verbindungen der Formel
Ph-O-Alk-X-Alk-NH-NH2 und ihre Salze, worin Ph einen Phenylrest bedeutet, der, wie eingangs gezeigt, vor allem aber durch Halogenatome oder niedere Alkoxygruppen, besonders Methoxy- oder Butoxygruppen, substituiert sein kann, Alk einen Alkylenrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise Methylen, Äthylen,   Äthyliden    oder Propyliden, und X eine direkte Bindung oder eine Methylen- oder Oxymethylengruppe darstellt.



  Die Gruppe Alk-X-Alk enthält dabei besonders 2-4 Kohlenstoffatome und stellt in erster Linie eine   isXthylen-,      Propylen - (1,2)-,      Propylen - (1,3)-    oder   2-Oxy-propylen-(l 3)-gruppe    dar.



   Besonders hervorzuheben ist das   2-Phenoxy-l-methyl-äthyl-(l)-hydrazin    der Formel
EMI1.1     
 das   3 -(oMethoxyphenoxy)-2-oxy-propyl-( 1)-    hydrazin und das 2-(p-Chlorphenoxy)-äthyl-hydrazin und ihre Salze.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen besteht darin, dass man in einer Verbindung der Formel
Ar-O-R-Y, worin Y ein die Gruppierung
EMI1.2     
 enthaltender durch Hydrolyse in die Hydrazinogruppe überführbarer Rest   ist, Y    durch Hydrolyse in die Hydrazinogruppe überführt.



   Als Reste Y kommen z. B. acylierte oder vorzugsweise an der Carboxylgruppe abgewandelte  carboxymethylierte, wie carbalkoxymethylierte, Hydrazinogruppen, Hydrazongruppierungen oder eine Sydnongruppierung in Frage.



   Acylreste sind vor allem diejenigen von Carbonsäuren, besonders aliphatischen Carbonsäuren, wie niederen Fettsäuren, oder solche von aromatischen oder heterocyclischen Carbonsäuren, oder diejenigen der Carbaminsäure oder der Kohlensäure, z. B. in Form eines Kohlensäurehalbesters, wie Carbamyl-, Carboxyl- oder Carbalkoxygruppen.



   Carbamylierte, carbalkoxylierte oder carbalkoxymethylierte Hydrazinogruppen sind vorzugsweise solche, die durch Reduktion von N-Nitrosoharnstoffbzw.   N-Nitrosourethan- oder    N-Nitrosoglycinestergruppierungen erhalten werden können. Carboxy Vierte Hydrazinogruppen sind z. B. solche, die aus Harnstoffen durch Umsetzung mit Alkalihypochloriten erhalten werden können.



   Die Hydrazone leiten sich vorzugsweise von aliphatischen, aromatischen oder araliphatischen Aldehyden oder Ketonen, wie niederen Alkylketonen, z. B. Aceton oder Benzaldehyden, ab.



   Die Hydrolyse der Ausgangsstoffe zu den freien Hydrazinen kann nach bekannten Methoden und in üblicher Weise, in An- oder Abwesenheit von Verdünnungsmitteln und/oder Katalysatoren, bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur, gegebenenfalls unter Druck, durchgeführt werden.



   Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder lassen sich nach an sich bekannten Methoden herstellen.



  Sie können auch unter den Reaktionsbedingungen hergestellt werden.



   Die neuen Verbindungen bilden Salze mit anorganischen oder organischen Säuren. Als salzbildende Säuren kommen beispielsweise in Frage: Halogenwasserstoffsäuren,
Schwefelsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure,
Perchlorsäure; aliphatische, alicyclische, aromatische oder heterocyclische Carbon- oder Sulfonsäuren, wie
Ameisen-, Essig-, Propion-, Oxal-, Bernstein-,
Glykol-, Milch-,   l2ipfel-,    Wein-, Zitronen-,
Ascorbin-, Oxymalein-, Dioxymalein- oder
Brenztraubensäure;
Phenylessig-, Benzoe-, p-Aminobenzoe-,
Anthranil-, p-Oxybenzoe-, Salicyl- oder p-Aminosalicylsäure;
Methansulfon-,   Äthansulfon-,    Oxyäthansulfon-,    Äthylensulfonsäure;   
Toluolsulfon-, Naphthalinsulfonsäuren oder
Sulfanilsäure.



  Erhaltene Salze können in an sich bekannter Weise in die freien Basen verwandeln werden.



   Die neuen Verbindungen, ihre Salze oder entsprechende Gemische können in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung finden, welche die genannten Verbindungen in Mischung mit einem für die enterale oder parenterale Applikation geeigneten pharmazeutischen organischen oder anorganischen Trägermaterial enthalten.



   Im nachfolgenden Beispiel sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel
10,7 g (0,05 Mol)   N-[l-Phenoxy-propyl-(2)j-N'-    acetylhydrazin wird in 100   cm3    5n Salzsäure 10 Stunden auf 600 erwärmt und hierauf noch 15 Minuten zum Sieden gebracht. Man lässt erkalten und extrahiert zweimal mit je 50   cm3      Äther.    Die wässrige Phase wird   alkalisch    gemacht und mit Methylenchlorid extrahiert und die organische Phase über Natriumsulfat getrocknet. Nach dem Verdampfen des Lösungsmittels erhält man durch fraktionierte Destillation das   1 -Phenoxy-propyl-(2)-hydrazin    der Formel
EMI2.1     
 als leicht gelbgefärbtes Ö1 vom   Kp. :      145-147 .   



   Das Dihydrochlorid bildet farblose bis gelbliche mässig hygroskopische Kristalle vom F.   124-125     (Zers.).



   Das Bis-oxylat kristallisiert aus   Sithanol-Essig-    ester in farblosen Kristallen vom F. 1480 (Zers.).



   Das als Ausgangsstoff verwendete   N-[l-Phenoxy-      propyl-(2)]-N'-acetylhydrazin    wird z. B. wie folgt er  halten:   
15 g (0,1 Mol) Phenoxy-aceton und 7,4 g (0,1 Mol) Acetylhydrazin werden zusammengegeben.



  Unter exothermer Reaktion bildet sich ein viskoses Öl, welches nach einer Stunde mit Äther versetzt wird. Dabei kristallisiert das N-[l-Phenoxy-propyl  iden-(2)1-N'-acetyl-hydrazin    der Formel
EMI2.2     
 in farblosen Schuppen vom F.   117-1190.   



   10,6 g (0,05 Mol) dieser Verbindung werden in 50   cm3    Eisessig in Gegenwart von 0,3 g Platinoxyd katalytisch hydriert. Nach Aufnahme von 1 Mol Wasserstoff wird die Hydrierung unterbrochen, der Katalysator abgenutscht und das Filtrat im Wasser  strahlvakuum    eingedampft. Der Rückstand wird mit 100   cm3    verdünntem wässrigem Ammoniak alkalisch gemacht und mit Chloroform ausgezogen. Die Extrakte werden im Hochvakuum fraktioniert, wobei das   N-[l-Phenoxy-propyl-(2)]-N'-acetylhydrazin    der Formel
EMI2.3     
   als fahlgelbes Ö1 vom Kp. 0. 08 : 140-143  erhalten    wird.  



   Analog der in diesem Beispiel beschriebenen Methode können aus entsprechenden Ausgangsstoffen die folgenden Verbindungen erhalten werden:
1.   3-(o-Methoxyphenoxy)-2-hydroxy-propyl-(1)-    hydrazin-oxalat vom F.   154-155      (aus Methanol-Essigester).



   2. 2-(p-Chlorphenoxy)-äthyl-hydrazin-hydro chlorid vom F.   108-109      (aus Äthanol-Essigester).



   3.   2-(o,p-Dichlorphenoxy)-äthyl-hydrazin-oxalat    vom F. 1700 (Zers.) (aus Äthanol-Wasser).



   4.   2-(o,o'-Dimethoxyphenoxy)-äthyl-hydrazin-    hydrochlorid vom F.   161-162      (aus   Methanol-Äthanol).   



   5.   2-[m(n)-Butoxyphenoxyl-äthyl-hydrazin    hydrochlorid vom F.   94-950     (aus Methanol-Äthanol).



   6. 2-(o-Methoxyphenoxy) -äthyl-hydrazin hydrochlorid vom F.   139-140      (aus   Äthanol-Äther).      

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Hydrazinen der Formel Ar-O-R-NH-NH2 worin R einen gegebenenfalls substituierten Rest der Formel-(CH2) worin n für eine ganze Zahl von 2-8 steht, und Ar einen gegebenenfalls substituierten aromatischen Kohlenwasserstoffrest bedeutet und worin mindestens einer der Reste Ar oder R einen Substituenten enthält, dadurch gekennzeichnet, dass man in einer Verbindung der Formel Ar-O-R-Y, worin Y ein die Gruppierung EMI3.1 enthaltender durch Hydrolyse in die Hydrazinogruppe überführbarer Rest ist, Y durch Hydrolyse in die Hydrazinogruppe überführt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man von einer Verbindung der Formel Ph-O-R1-Y, worin Ph einen durch mindestens eine niedere Alkoxygruppe, eine Hydroxygruppe, einen niederen Alkylrest oder ein Halogenatom substituierten Phenylrest, Rj einen geraden oder verzweigten Alkylenrest mit 2-8 Kohlenstoffatomen bedeutet, ausgeht.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man von einer Verbindung der Formel EMI3.2 worin R2 einen verzweigten Alkylenrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen bedeutet, ausgeht.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man von einer Verbindung der Formel EMI3.3 worin R3 und R4 für Halogenatome oder niedere Alkoxygruppen stehen, ausgeht.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man von einer Verbindung der Formel EMI3.4 ausgeht.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man von einer Verbindung der Formel EMI3.5 ausgeht.
    6. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen, worin Y eine acylierte Hydrazinogruppe bedeutet, hydrolysiert.
    7. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene freie Basen in die Salze überführt.
    8. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene Salze in die freien Basen überführt.
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