CH393099A - Flugkörper mit mindestens zwei Strahltriebwerken und mindestens zwei Gebläsen zur Auftriebserzeugung - Google Patents

Flugkörper mit mindestens zwei Strahltriebwerken und mindestens zwei Gebläsen zur Auftriebserzeugung

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CH393099A
CH393099A CH619161A CH619161A CH393099A CH 393099 A CH393099 A CH 393099A CH 619161 A CH619161 A CH 619161A CH 619161 A CH619161 A CH 619161A CH 393099 A CH393099 A CH 393099A
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Robert Collier William
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Description


  Flugkörper mit mindestens zwei     Strahltriebwerken    und     mindestens    zwei Gebläsen  zur     Auftriebserzeugung       Die vorliegende     Erfindung        betrifft    einen Flug  körper, wie z. B. ein     VTOL-Flugzeug,    mit minde  stens zwei Strahltriebwerken und mindestens zwei  Gebläsen zur Auftriebserzeugung.  



  Bei     VTOL-Flugzeugen    ist ein System, welches  häufig Verwendung findet, der Einbau von auftriebs  erzeugenden Gebläsen in den Flügeln oder im Rumpf.  Durch die Bewegung von grossen Quantitäten von  Luft mit niedrigem     Druck    durch die Gebläse kann  ein Auftrieb     erzeugt    werden. Das Flugzeug kann in  dieser Weise in vertikaler Richtung aufsteigen bis eine  bestimmte Höhe erreicht ist, wonach ein Übergang  auf eine horizontale Bewegung unter Verwendung  von     Rückstosstriebwerken    erfolgt. Dies     kann    durch  zusätzliche Strahltriebwerke geschehen, oder aber  durch Umlenkung des     Gebläseluftstroms    mittels Um  lenkschaufeln oder Klappen, die eine Horizontal  komponente erzeugen.

   Selbstverständlich ist es bei  Flugzeugen notwendig, dass im Betrieb jederzeit     ein     Gleichgewichtszustand erreicht werden kann. Bei       VTOL-Flugzeugen    findet, währenddem sie an Ort  schweben, keine Bewegung von Luft über die Flügel  statt, welche eine Stabilisierung um die Längsachse  herbeiführen würden. Es müssen deshalb Mittel ge  schaffen werden, die die Stabilisierung oder Steue  rung des Flugzeuges um die Längsachse     im    Falle  des     Aussetzens    eines Triebwerkes oder Gebläses  gestatten. Das Steuersystem muss die     Verwendung     von Teilen gestatten, die den Querschnitt der Flügel  nicht vergrössern und das Fluggewicht nicht unnötig  erhöhen.  



  Es muss angenommen werden, dass die Abnahme  vorschriften von     VTOL-Flugzeugen    die Bedingung  enthalten werden, dass der Flug trotz Ausfall eines  Triebwerkes     fortgesetzt    werden kann. Wenn mehr  als ein Triebwerk des Flugzeuges ausfällt, muss das-    selbe trotzdem stabil sein und je nach Grösse even  tuell sogar in der Lage sein, weiter zu fliegen.  Jedenfalls muss bei mehr als zwei Triebwerken das  Flugzeug selbst beim Ausfall von zwei Triebwer  ken langsam und in horizontaler Lage abgesetzt wer  den können.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt die Ver  meidung von Bewegungen um die Längsachse bzw.  das Auftreten eines     Rollmomentes    bei Triebwerk  ausfall. Wenn ein     Kräftepaar        auftritt,    so soll dieses  so klein sein, dass sofort     eine    Korrektur vorgenom  men werden kann. Die Erfindung bezieht sich auf  einen     Flugkörper,    der     Mittel    aufweist, welche die  Rolltendenz bei Ausfall eines Triebwerkes verhin  dern.  



  Der erfindungsgemässe Flugkörper mit mindestens  zwei Strahltriebwerken und mindestens zwei Geblä  sen     zur    Auftriebserzeugung, welche bezüglich der  Längsachse des Flugzeuges     symmetrisch    angeordnet  sind, sowie mit die Gebläse und Triebwerke verbin  denden und den Antrieb der Gebläse durch die Ab  gase der Triebwerke gestattenden Durchlässen, zeich  net sich dadurch aus, dass mindestens zwei Gebläse  je mit zwei Triebwerken verbunden sind und dass  mindestens zwei Triebwerke je an     mindestens    zwei  Gebläse angeschlossen sind. Es können Steuermittel  zwischen den Gebläsen und den Triebwerken vor  handen sein, um die Abgase in     vorbestimmten    Ver  hältnis auf die Gebläse zu verteilen.  



  In der Zeichnung sind mehrere beispielsweise  Ausführungsformen des     erfindungsgemässen    Flugkör  pers dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1 ein Ausführungsbeispiel eines Flugzeuges       mit    zwei Gebläsen und zwei Triebwerken,       Fig,    2 eine zweite     Ausführungsform    eines Flug  zeuges mit vier Gebläsen und vier Triebwerken,           Fig.3    eine Ausführungsform ähnlich derjenigen  nach     Fig.    2,       Fig.    4 bis 7 weitere Ausführungsformen in sche  matischer Darstellung.  



  Währenddem die Erfindung im nachstehenden  hauptsächlich in der Anwendung auf     VTOL-Flug-          zeuge    beschrieben wird, ist es klar, dass sie sich  auch auf Luftkissenfahrzeuge bzw.     -flugzeuge    an  wenden lässt. Die hauptsächlichste Anwendung liegt  allerdings bei     VTOL-Flugzeugen.     



  Die Verwendung eines gemeinsamen Durchlasses  oder     Kanales,    in welchem die Abgase sämtlicher  Triebwerke     zusammengeführt    werden, bietet in eini  gen Anwendungen bzw.     Konstruktionen    Schwierig  keiten. Durch die Eliminierung des gemeinsamen  Durchlasses für alle Triebwerke lässt sich die Steue  rung der Triebwerke     vereinfachen.    Dies hat seinen  Grund darin, dass der Rückstau an einem Triebwerk  des gemeinsamen Durchlasses die weiteren daran  angeschlossenen Triebwerke in ihrem Betrieb beein  flussen kann. Durch Vermeidung eines gemeinsamen  Durchlasses kann auch eine Abstimmung der Tem  peraturen, Drücke und Gasdurchsätze und Drehzah  len der einzelnen angeschlossenen Triebwerke ver  mieden werden.

   Somit wird also die Steuerung     oder          Regulierung    der Triebwerke vereinfacht.  



  In     Fig.1    ist schematisch ein     Antriebssystem    mit  zwei Gebläsen und zwei Triebwerken dargestellt. Die  beiden Gebläse, welche entweder hintereinander oder  beidseitig der Längsachse angeordnet werden kön  nen, sind mit 10 und 11 bezeichnet. Im dargestell  ten Ausführungsbeispiel sind die Gebläse in den  Flügeln 13 vorgesehen. Eine Bewegung von Luft  durch die Gebläse 10 und 11     erzeugt    am     Flugzeug     einen     vertikalen    Auftrieb, wobei der     Vortrieb    durch  unterschiedliche Mittel erzeugt werden kann, die im  vorstehenden Zusammenhang ohne Bedeutung sind.  



  Um die Gebläse 10 und 11 anzutreiben, sind       Gasturbinen-Triebwerke    14 und 15 vorgesehen, die  im Rumpf des Flugzeuges angeordnet sind. Diese       Triebwerke    können allerdings auch     in    den Flügeln       montiert    sein, wie bei 16 und 17 schematisch ange  deutet. In jedem Falle ist ihre Anordnung symme  trisch bezüglich der Längsachse des Flugzeuges ent  sprechend derjenigen der Gebläse.  



  Die Gebläse und das Triebwerk 14 sind durch  einen die Abgase des Triebwerks führenden Kanal  <B>19</B> miteinander verbunden, welcher sich verzweigt  und an beide Gebläse über eine     Einlaufspirale    19  angeschlossen ist. Jedes Gebläse erhält somit die  Hälfte seiner     Antriebsleistung    vom Triebwerk 14.  Die beiden Gebläse sind aber auch mit dem Trieb  werk 15 verbunden, und zwar über einen sich ver  zweigenden Kanal 20, der an die     Einlaufspiralen     21 dieser Gebläse angeschlossen ist, so dass die an  dere Hälfte der Antriebsleistung durch das Trieb  werk 15 erzeugt wird.

   Durch diese Anordnung kann  im Falle eines     Triebwerksausfalles    keine Rolltendenz       entstehen,    welche     kompensiert    werden müsste. Wenn  das Triebwerk 14 ausfallen sollte, erhalten die bei-    den Gebläse 10 und 11 immer noch     Antriebsleistung     vom Triebwerk 15, so dass das Flugzeug     stabilisiert     bleibt. Je nachdem wie viel Leistung die Triebwerke  abgeben, kann der Flug     fortgesetzt    werden, jedoch  wird das Flugzeug seine horizontale Lage auf jeden  Fall einhalten, und es kann noch genügend Auftrieb  erzeugt werden, um dasselbe ohne Gefahr einer Be  schädigung absetzen zu können.  



  Für     Gebläsesysteme    ist es charakteristisch, dass,  je kleiner das Druckverhältnis ist, ein um so grösserer  Auftrieb pro PS-Leistung erzeugt werden kann. Dem  zufolge bringt der Ausfall des Triebwerkes 14, das  die Hälfte der Antriebsleistung des Flugzeuges er  zeugt, nicht eine Reduktion des Auftriebes der  Gebläse auf die Hälfte. Da die beiden Gebläse 10  und 11 beim Ausfall des Triebwerkes 14 weniger  Leistung erhalten, sinkt ihre Drehzahl, und sie för  dern somit bei einem kleineren Druckverhältnis. So  lange der Wirkungsgrad nicht wesentlich beeinflusst  wird, sinkt auch der Auftrieb nicht rasch ab.

   Für  Gebläse ist es weiterhin charakteristisch, dass der  Wirkungsgradverlauf im Bereiche zwischen 100  Leistung und 50 %     Leistung    sehr günstig ist und sich  nur in seltensten Fällen um mehr als 2-3 % ver  schlechtert. Im dargestellten     Ausführungsbeispiel     können die Gebläse 10 und 11 bei Ausfall des Trieb  werkes 14 bis zu 63 % des ursprünglichen Auftrie  bes erzeugen, was ausreichen kann, um ein nur lang  sames Absinken des Flugzeuges zu gewährleisten.  Es ergeben sich zwei     hauptsächliche        Vorteile,    einer  seits wird das Flugzeug bei Ausfall eines Trieb  werkes bezüglich seiner Stabilität nicht wesentlich  beeinträchtigt, und es kann seine horizontale Flug  lage aufrechterhalten.

   Anderseits reduziert sich der  Auftrieb mit der Reduktion der Antriebsleistung um  ein Triebwerk nicht auf die Hälfte, so dass das Flug  <I>zeug</I> mit der nötigen Sicherheit landen kann. Es ist  selbstverständlich möglich, die Triebwerke so aus  zubilden, dass die Leistung des im Betrieb verblei  benden Triebwerkes heraufgesetzt werden kann, wo  durch auch mehr als 63 % des normalen Auftriebes  erzeugt werden können.  



  Das in     Fig.    2 dargestellte Ausführungsbeispiel be  sitzt vier Gebläse 22, 23, 24 und 25, die vorzugs  weise in den Flügeln angeordnet sind. Zudem sind  im Flugzeug vier Triebwerke 26, 27, 28 und 29 vor  gesehen, die die Gebläse antreiben. Die Gebläse und  Triebwerke sind bezüglich der Längsachse des Flug  zeuges wiederum symmetrisch angeordnet. Wie aus       Fig.2    weiter ersichtlich ist, kann das Gebläse 25  bezüglich der übrigen Gebläse versetzt angeordnet  sein, wie z. B. bei 31, wodurch sich ein Moment  erzeugen lässt, welches dem Kippmoment entgegen  wirkt.  



  Die beiden äusseren Gebläse 22 und 25 werden  durch die zwei Triebwerke 26 und 29 in ähnlicher  Weise, wie im Zusammenhang mit     Fig.1    beschrie  ben, angetrieben. Somit erhält jedes Gebläse die       Hälfte    seiner Antriebsleistung von einem der bei  den Triebwerke über Kanäle 32 und 33, welche     das         Triebwerk 29 mit den Gebläsen 22 und 25 bzw.  das Triebwerk 26 mit diesen beiden Gebläsen ver  bindet.

   Die beiden     zusätzlichen    Gebläse 23 und 24  erhalten ihre gesamte Antriebsleistung ausschliesslich  von je einem Triebwerk; das Gebläse 23 steht mit  dem Triebwerk 27 und das Gebläse 24 mit dem  Triebwerk 28 in Verbindung, so dass diese Gebläse  und Triebwerke unabhängig voneinander und unab  hängig von den miteinander verbundenen Gebläsen  und Triebwerken arbeiten. Durch diese Konstruk  tion werden zwei Kanäle 32 und 33 in den Flügeln  des Flugzeuges notwendig. Die zusätzlichen Gebläse  und Triebwerke sind vorzugsweise innerhalb der bei  den Gebläse 22 und 25 angeordnet. Sollte eines der  Triebwerke 26 oder 29 ausfallen, so entsteht hier  durch kein Moment, welches die     Fluglage    beein  flussen könnte, da die beiden Gebläse 22 und 25  Antriebsleistung vom verbleibenden Triebwerk er  halten.

   Sollten hingegen die     Triebwerks-Gebläse-          Gruppe        27--23    oder 28-24 ausfallen, so entsteht  hingegen ein Rollmoment. Da jedoch die Gebläse  innerhalb der miteinander verbundenen Gebläse an  geordnet sind, entsteht nur ein geringes Rollmoment  infolge des relativ kleineren Hebelarmes. Wenn eines  der Triebwerke 27 und 28 ausfällt, ist es notwendig,  auch das andere Triebwerk abzustellen. Hierdurch  wird der Gleichgewichtszustand wieder hergestellt.  



  Im Ausführungsbeispiel nach     Fig.    3 sind vier Ge  bläse und vier Triebwerke vorgesehen, wobei die  Anordnung eine Verdoppelung des Systems nach       Fig.l    darstellt. Die beiden Gebläse 22 und 25  erhalten je die Hälfte ihrer Antriebsleistung über  die Kanäle 33 und 32 von den Triebwerken 26 und  29. In ähnlicher     Weise    sind die Gebläse 23 und 24  durch Kanäle 34 und 35 miteinander und mit den  Triebwerken 27 und 28 verbunden. Ein Ausfall des  Triebwerkes 26     verringert    die Leistung an den Ge  bläsen. 22 und 25 gleichmässig, so dass kein Rollmo  ment entsteht. Entsprechend     verhält    es sich auch mit  den Gebläsen 23 und 24 beim Ausfall des Triebwer  kes 27.

   Selbstverständlich werden durch dieses System  vier durch den Flügel verlaufende     Kanäle    benötigt.  Bei diesem Ausführungsbeispiel kann beim Ausfal  len eines Triebwerkes mindestens<B>83%</B> des ursprüng  lichen Auftriebes aufrechterhalten werden. Demzu  folge ist es sogar möglich, den Flug beim Ausfall  von zwei Triebwerken kurzzeitig     fortzusetzen,    sofern  die verbleibenden Triebwerke im     Bedarfsfall    eine  erhöhte Leistung abgeben können, um den Auftrieb  aufrechtzuerhalten.  



  In     Fig.4    ist ein     Ausführungsbeispiel    dargestellt,  das demjenigen nach     Fig.1        ähnlich    ist. Dem Gebläse  10 ist allerdings ein     zusätzliches    Triebwerk 40 über  einen Kanal 41 zugeschaltet, währenddem ein Trieb  werk 42 über einen     Kanal    42 das Gebläse 11 zu  sätzlich antreibt. Mit 45     sind    Steuermittel bezeich  net, welche den Zustrom von Abgasen in einem vor  bestimmten Verhältnis an jedes Gebläse gestatten.

    Die Steuermittel sind vorzugsweise in der Einlauf  spirale der Gebläse angeordnet und gestatten bei-         spielsweise    eine Veränderung des Strömungsquer  schnittes bzw. des Eintrittsquerschnittes an die die  Gebläse antreibenden Turbinen.  



  Im Betrieb der     Ausführungsform    nach     Fig.4,     beispielsweise     beine    Schweben, erhält das Gebläse  10 die volle Leistung des Triebwerkes 40 sowie je  die     Hälfte    der Leistung der Triebwerke 14 und 15.  Umgekehrt erhält das Gebläse 11 die volle Leistung  des Triebwerkes 42 sowie je die     Hälfte    der Leistung  der Triebwerke 14 und 15. Damit ist die Fluglage  stabilisiert. Keines der Triebwerke fördert in einen  gemeinsamen Kanal, so dass der Austrittsquerschnitt  und die Drehzahl jedes Triebwerkes     konstant    gehal  ten werden konnten.  



  Sollte das Triebwerk 40 ausfallen, so kann der  Pilot die Steuermittel 45 betätigen, um eine andere  Verteilung der Abgase auf die Gebläse zu bewirken  und den Auftrieb an beiden Flügeln     auszugleichen.     Beim Ausfall des Triebwerkes 40 würde das Ge  bläse 10 von diesem Triebwerk keine Leistung er  halten, hingegen würde es 3/4 der Leistung der Trieb  werke 14 und 15 erhalten. Anderseits     erhält    in die  sem Falle das Gebläse 11 die gesamte Leistung des  Triebwerkes 43 und     1;!i    der Leistung der beiden  Triebwerke 14 und 15. Hierdurch wird das Flug  zeug wieder stabilisiert und dessen horizontale Lage  kann aufrechterhalten werden.

   In den Kanälen 41  und 43 werden keine Ventile oder Steuermittel be  nötigt, da diese lediglich von den Triebwerken 40  bzw. 42     gespiesen    werden. Hierdurch vereinfacht  sich der Aufbau. Wenn beide Triebwerke 40 und 42  ausfallen würden, so würde das Gebläse 10 die  gesamte Leistung des Triebwerkes 15 und das Ge  bläse 11 die Leistung des Triebwerkes 42 erhalten.  Selbst wenn nicht genügend Auftrieb vorhanden ist,  um bei Ausfall     von    zwei Triebwerken den Flug fort  zusetzen, so nimmt das Flugzeug trotzdem eine stabile  Fluglage ein, so dass eine Landung gemacht werden  kann.  



  Das Ausführungsbeispiel nach     Fig.5    ist dem  jenigen nach     Fig.2        ähnlich.    Es sind Steuermittel in  den Leitungen zwischen den Gebläsen und den Trieb  werken ähnlich     Fig.4    vorgesehen, jedoch     sind    diese  nicht dargestellt. Jedes Gebläse wird durch minde  stens zwei Triebwerke     gespiesen,    und zwei gemein  sam angetriebene Gebläse befinden sich auf entge  gengesetzten Seiten     bezüglich    der Längsachse des  Flugzeuges.  



       Im    Betrieb wird das Gebläse 22 normalerweise  durch die halbe Leistung der Triebwerke 27 und 26  angetrieben. Das Gebläse 23     erhält    je die halbe Lei  stung des Triebwerkes 27 bzw. 28 und das Gebläse  24 je die halbe Leistung der Triebwerke 28 und  29. Das Gebläse 25 wird durch die     Triebwerke    26  und 29 entsprechend angetrieben. Diese     Verteilung     der Leistung bzw. der Abgase der Triebwerke kann  durch Steuermittel in den     Einlaufspiralen    gewähr  leistet werden.  



  Es soll angenommen werden, dass das Triebwerk  27 während des Fluges ausfällt.     In    diesem Falle wird      das Gebläse 22 durch     3/#    der Leistung des Trieb  werkes 26     gespiesen.    Anderseits erhält das Gebläse       3/.4    der Leistung des     Triebwerkes    28. Das Gebläse  24     erhält    den verbleibenden     Viertel    der Leistung  des Triebwerkes 28 und die Hälfte der Leistung des  Triebwerkes 29 und das Gebläse 25 erhält die Hälfte  der Leistung des     Triebwerkes    29 und den verblei  benden     Viertel    des     Triebwerkes    26.

   Da vier Gebläse  durch drei Triebwerke angetrieben werden müssen,  ist klar, dass jedes Gebläse nur     3/.4    der normalen Lei  stung erhalten kann. Durch die gleichmässige Ver  teilung der Abgase in der     beschriebenen    Weise lässt  sich eine stabile Fluglage gewährleisten.  



  Währenddem eine     Fortsetzung    des Fluges beim  Ausfall von zwei Triebwerken eventuell unmöglich  ist, so lässt sich trotzdem eine     Stabilisierung    erreichen.  Es sollen die Triebwerke 27 und 28 ausgefallen sein.  Das Gebläse 22 erhält dann die gesamte Leistung  des Triebwerkes 26, währenddem vom     Triebwerk     27 keine Leistung zur Verfügung steht. Für das  Gebläse 23 steht weder vom Triebwerk 27 noch  vom     Triebwerk    28 her Leistung zur Verfügung. Das  gleiche ist für das Gebläse 24 der Fall, während  das Gebläse 25 die gesamte Leistung des Triebwer  kes 29 erhält.

   Damit sind zwei Gebläse ausser Betrieb  und die stabile Fluglage wird durch die symmetri  schen Gebläse 22 und 25     gewährleistet.    Auch beim  Ausfall anderer Paare von Triebwerken lässt sich  der Gleichgewichtszustand wieder herstellen.  



  Das in     Fig.    6 dargestellte     Ausführungsbeispiel    ist  demjenigen nach     Fig.5    ähnlich, jedoch sind alle  Triebwerke in den Flügeln angeordnet. Bei diesem  Ausführungsbeispiel speist das Triebwerk 28 die Ge  bläse 22 und 24, währenddem das     Triebwerk    26 die  Gebläse 23 und 25 antreibt. Im normalen Betrieb er  halten alle Gebläse je die     Hälfte    der daran ange  schlossenen Triebwerke.  



  Im     Ausführungsbeispiel    nach     Fig.    7 werden fünf  Gebläse und     vier        Strahltriebwerke    verwendet, wobei  das fünfte Gebläse mit 50 bezeichnet ist und in der  Längsachse des Flugzeuges jedoch vom Schwerpunkt  desselben distanziert angeordnet ist. Hierdurch las  sen sich Kippbewegungen beherrschen. Das System  entspricht im übrigen demjenigen nach     Fig.5,    mit  der Ausnahme, dass sich die beiden     Triebwerke    26  und 28 nunmehr noch mit einer andern Leitung an  die     Einlaufspiralen    51 und 52 des Gebläses 50 an  geschlossen sind.

   Hierdurch wird ein Teil der Lei  stung von diesen beiden     Triebwerken    für das zu  sätzliche Gebläse abgezweigt. Durch die Verwendung  von nur vier     Triebwerken    für den Betrieb von fünf  Gebläsen erhält jedes Gebläse nur     8/10    der Leistung  eines     Triebwerkes.    Im normalen     Betrieb    erhält das  Gebläse 22     8/l0    der Leistung des Triebwerkes 27,  wobei der     Steuermechanismus    45 die Leistung vom       Triebwerk    26 absperrt. Das Gebläse 23 erhält     6/l0       der Leistung des Triebwerkes 28 und 2/10 der Lei  stung des Triebwerkes 27.

   Das Gebläse 24 erhält  vom Triebwerk 28 keine Leistung, da dessen Zu  führleitung abgesperrt ist, jedoch erhält dasselbe     8/l0     der Leistung des Triebwerkes 29. Das     Triebwerk    25  erhält die verbleibenden     2/10    der Leistung des Trieb  werkes 29 und     6/1        (,    der Leistung des Triebwerkes 26;  und das Gebläse 50 erhält die verbleibenden     1/l0     der Leistung des Triebwerkes 28 und die ebenfalls  verbleibenden     4/10    der Leistung des     Triebwerkes    26.  Durch die gleichmässige Verteilung der Auftriebskraft  nimmt das Flugzeug eine stabile Fluglage an.  



  Es wird angenommen, dass das     Triebwerk    27  ausfällt. In diesem Falle erhält das Gebläse 22     6/1o     der Leistung des Triebwerkes 26, das Gebläse 23  erhält 6/10 der Leistung des Triebwerkes 28, das  Gebläse 24     1/1o    der Leistung des Triebwerkes 28  und die Hälfte der Leistung des Triebwerkes 26. Das  Gebläse 25 erhält die andere Hälfte der     Leistung     des Triebwerkes 29 und     1/10    der Leistung des Trieb  werkes 26 und das Gebläse 50 erhält die verblei  benden     3/1()    der Leistung des Triebwerkes 28 und  die ebenfalls verbleibenden     3/16    vom Triebwerk 26.

    Das Flugzeug befindet sich somit wiederum im  Gleichgewicht, sowohl bezüglich Kipp- als auch     Roll-          bewegung,    trotzdem ein Triebwerk ausgefallen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Flugkörper mit mindestens zwei Strahltriebwer ken und mindestens zwei Gebläsen, zur Auftriebs erzeugung, welche bezüglich der Längsachse des Flugzeuges symmetrisch angeordnet sind, sowohl mit die Gebläse und Triebwerke verbindenden und den Antrieb der Gebläse durch die Abgase der Trieb werke gestattenden Durchlässen, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens zwei Gebläse je mit zwei Triebwerken verbunden sind und dass mindestens zwei Triebwerke je an mindestens zwei Gebläsen angeschlossen sind. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Flugkörper nach Patentanspruch mit einem zusätzlichen, in der Längsachse des Flugkörpers an geordneten und von dessen Schwerpunkt distanzier ten Gebläse, dadurch gekennzeichnet, dass das zu sätzliche Gebläse durch zwei getrennte Leitungen mit zwei Durchlässen verbunden ist, die zwei Trieb werke mit zwei Gebläsepaaren verbinden. 2. Flugkörper nach Patentanspruch oder Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Steuer mittel zwischen den Gebläsen und den Triebwerken vorgesehen sind, um die Abgase in vorbestimmtem Verhältnis auf die Gebläse zu verteilen.
CH619161A 1960-05-27 1961-05-26 Flugkörper mit mindestens zwei Strahltriebwerken und mindestens zwei Gebläsen zur Auftriebserzeugung CH393099A (de)

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