CH393147A - Verfahren zur Beschichtung von Oberflächen mit Kunststoffen - Google Patents

Verfahren zur Beschichtung von Oberflächen mit Kunststoffen

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CH393147A
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CH
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plastic
plastics
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coating surfaces
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CH81562A
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Inventor
Irtingkauf Hans
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Chr Lechler & Sohn Nachf
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Description


  Verfahren zur Beschichtung von     Oberflächen        mit        Kunststoffen       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Be  schichtung von Oberflächen mit Kunststoffen.  



  Es ist seit langem bekannt, Oberflächen mit  Kunststoffen zu beschichten, um eine gefälligere  Oberfläche zu erzielen, einen     chemischen    Schutz zu  erreichen oder aber auch, um an sich mechanisch  wenig stabile Trägermaterialien, wie z. B. Span  platten, mechanisch und chemisch zu stabilisieren.  Besonders schwierig und aufwendig ist eine Be  schichtung von Trägermaterialien, die von rauher  und unregelmässiger     Oberflächenbeschaffenheit    sind.  



  Bei der Anwendung von Lösungen oder Di  spersionen bzw. Emulsionen vom     filmbildenden    Stof  fen, wie Hochpolymeren, oder auch unverdünnten  Hochpolymeren, war man bisher gezwungen, viele  Arbeitsgänge aufeinander folgen zu lassen. Beispiels  weise musste man Spanplatten furnieren, grundieren,  spachteln bzw. füllen, schleifen,     decklackieren    und  eventuell nochmals nachbehandeln. Ausserdem war  eine längere Trockendauer erforderlich.  



  Bei der Beschichtung von Bauplatten mit flüs  sigen oder     pastenartigen    Kunststoffen hat sich ferner  gezeigt, dass es schwierig ist, die Kunststoffmasse in  einer gleichmässigen Schichtstärke aufzubringen. Ein       Aufspachteln    von Hand hat sich dabei als unzu  reichend und unrationell erwiesen.  



  Deshalb hat man vorgeschlagen, die auf einer  Unterlage aufzubringende     Kunststoffmasse    zunächst  grob zu verteilen und mittels einer adhäsionsfeind  lichen glatten Folie zu bedecken und auf diese Weise  gleichmässig zu verteilen. Abgesehen davon, dass  bei diesem     Verfahren    eine zusätzliche Vorrichtung  und ein zusätzlicher Zeitaufwand erforderlich ist,       gelingt    es ebenfalls nicht, eine     völlig    gleichmässige  Schicht     aufzubringen.    Noch nachteiliger ist jedoch,

    dass die Folie erst nach dem Erhärten des Kunst-         stoffes    wieder abgenommen werden     kann    und durch  die Verwendung und das Abziehen der     Folie    Be  schädigungen der Kunststoffoberfläche auftreten       können.     



  Aus diesem Grunde ist man dazu übergegangen,  vorgefertigte Kunststoffolien zu verwenden und diese  auf die zu behandelnden     Trägermaterialien        aufzu-          pressen.    Aber auch diese Arbeitsweise besitzt er  hebliche Nachteile. Da die Folien nur in     bestimmten     Massen geliefert werden, müssen sie vor der Verarbei  tung zugeschnitten werden, was Zeit erfordert und zu  Materialverlusten führt. Bei rauhen     Oberflächen,    wie  beispielsweise Spanplatten, benötigt man ausser der       Deckfolie    auch noch eine     sogenannte        Füllfolie,    um  nach Möglichkeit alle Unebenheiten auszugleichen.  



  Die Beschichtung von Oberflächen mit Kunst  stoffolien besitzt weiterhin den Nachteil, dass die  Folien stets überlappend geschnitten und die über  stehenden Stücke nach der Aushärtung entfernt wer  den müssen, was wiederum Zeit und Materialver  luste bedingt. Ferner können keine     Trägermaterialien     mit gekrümmten Oberflächen beschichtet werden, da  Verwerfungen der Folie beim     Aufpressen    unver  meidlich sind. Weitere Nachteile bestehen darin, dass  das     Aufpressen    der Folien mit einem     erheblichen     Energieaufwand verbunden ist, da Drücke von min  destens 6 atü, Temperaturen von mindestens 140  C  und Zeiten von     mindestens    10 Minuten benötigt  werden.

   Auf Grund der     anzuwendenden    hohen  Drücke lassen sich keine weichen Trägermaterialien,  wie beispielsweise     Balsaholz-    oder     Schaumstoffplat-          ten,        beschichten.        Schliesslich    werden die mit Kunst  stoffolien beschichteten     Oberflächen    oft dadurch be  einträchtigt, dass auf Grund des in der     Kunststoffolie     vorhandenen Trägermaterials, das     gewöhnlich    aus  einer Papierbahn besteht, ungünstige optische Ef-           fekte,    wie beispielsweise Pünktchen und Striche, auf  treten.

   Eine nachträgliche Ausbesserung von schad  haften Stellen ist aber nicht mehr möglich.  



  Alle den genannten Verfahren anhaftenden Nach  teile werden durch die Erfindung dadurch beseitigt,  dass der Kunststoff in flüssiger,     zähflüssiger    oder  pastöser Form mittels     Walzenauftragsmaschinen    auf  die Oberfläche eines zu beschichtenden Trägerma  terials aufgebracht und ohne weitere Hilfsmittel an  schliessend unter     Pressdruck    kalt oder heiss ausge  härtet wird.  



  Die Verwendung von     Walzenauftragsmaschinen          ermöglicht    ein     gleichmässiges    Aufbringen des Kunst  stoffes und gestattet das     sofortige        Verpressen    der  Platten in kontinuierlicher Arbeitsweise.  



  Bei dem erfindungsgemässen Verfahren ist es  nicht erforderlich, die zu beschichtenden     Oberflächen     vorzubehandeln, auch wenn sie starke Unebenheiten  aufweisen. Der im     flüssigen,    zähflüssigen oder pastö  sen Zustand auf die zu beschichtende Oberfläche auf  gebrachte Kunststoff füllt vielmehr alle Unebenheiten  aus. Beim Auftragen mit den an sich bekannten       Walzenauftragsmaschinen    wird nicht nur eine gleich  mässige Schichtdicke erzielt,     sondern    es kann auch  eine unterschiedliche Schichtdicke hervorgerufen  werden, die sich nach dem eingestellten Abstand der  zwei zusammenarbeitenden     Walzen    richtet.

   Die end  gültige, völlig einwandfreie Oberfläche erhält der auf  getragene Kunststoff     schliesslich    dadurch, dass er  unter     Pressdruck    kalt oder heiss     ausgehärtet    wird.  Die Heissaushärtung     erfolgt    z. B. bei Temperaturen  von etwa 115 bis l30  C über 3 bis 5 Minuten bei  Drücken von normalerweise 2 atü. Auf Grund des  geringen zur Anwendung kommenden Druckes kön  nen auch weiche Trägermaterialien nach dem er  findungsgemässen Verfahren beschichtet werden.  



  Die Tatsache, dass der Kunststoff in flüssiger,  zähflüssiger, pastöser, jedoch nicht fester Form zur  Anwendung kommt, gestattet auch den Einsatz der  verschiedensten Zuschlagstoffe. Beispielsweise kön  nen dem Kunststoff zwecks Erhöhung der Festigkeit  Glas- oder Asbestfasern beigemischt werden. Auch  können     unterschiedliche    Oberflächeneffekte hervor  gerufen werden, indem dem Kunststoff Füllstoffe und  Pigmente verschiedenster Farbe und Beschaffenheit  eingearbeitet werden. Es sind alle Möglichkeiten ge  geben, die von einer absoluten Transparenz bis zu  einem stark deckenden Effekt reichen.  



  Sollten bei dem erfindungsgemässen Verfahren  trotzdem Fehlstellen nach der Fertigstellung des  Werkstückes in Erscheinung treten, so können diese  ohne Einbusse von mechanischer Festigkeit oder  des optischen Eindruckes leicht ausgebessert werden.  Eine derartige schadhafte Stelle wird bis zum Träger-    material wieder freigelegt, mit     Beschichtungsmasse     erneut ausgefüllt,     verwalzt    und neu gehärtet. Für das  erfindungsgemässe Verfahren eignen sich insbesondere  Polyester- oder     Epoxydharze,    die in Verbindung mit  einem     Härter    zur Anwendung kommen. Darüber  hinaus können Mischungen von     Monomeren    mit       Polymerisationsbeschleunigern    bzw.

   Katalysatoren  und gegebenenfalls Weichmachern verwendet werden.  



  Es versteht sich von selbst, dass die zur Ver  arbeitung kommenden Kunststoffe in einer solchen  Form hergestellt werden, dass sie bei Raumtempera  tur möglichst lange in dem gewünschten flüssigen,  zähflüssigen oder pastösen Zustand verbleiben, um  sie entsprechend lange aus den gleichen Vorrats  behältern heraus verarbeiten zu können. Da das  erfindungsgemässe Verfahren eine kontinuierliche und  schnelle Arbeitsweise gestattet, wird es im allge  meinen aber genügen, wenn die Kunststoffe in dem  gewünschten Zustand einige Tage haltbar sind.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren sei schliesslich  an einem Beispiel noch näher erläutert:  Rohe Spanplatten werden mittels einer Walzen  auftragsmaschine mit Schichten, bestehend aus Poly  esterharz und Härter von 0,3 bis 0,5 mm Dicke,  beschichtet. Die Konsistenz der     Polyesterharz-Härter-          Mischung    beträgt etwa 500 bis 1000     Poisen.    So  beschichtete     Platten    werden in eine Etagenpresse  eingefahren und je nach Schichtdicke bei 115 bis  130  C über 3 bis 5 Minuten bei Drücken bis  maximal 2 atü     verpresst.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Beschichtung von Oberflächen mit Kunststoffen, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff in flüssiger, zähflüssiger oder pastöser Form mittels Walzenauftragsmaschinen auf die Ober fläche eines zu beschichtenden Trägermaterials auf gebracht und ohne weitere Hilfsmittel anschliessend unter Pressdruck kalt oder heiss ausgehärtet wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Kunststoff ein Polyesterharz in Verbindung mit einem Härter zur Anwendung kommt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Kunststoff ein Epoxydharz in Verbindung mit einem Härter zur Anwendung kommt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Kunststoff eine Mischung von Monomeren mit Polymerisationsbeschleunigern bzw. Katalysatoren und gegebenenfalls Weichmachern zur Anwendung kommt.
CH81562A 1961-01-27 1962-01-22 Verfahren zur Beschichtung von Oberflächen mit Kunststoffen CH393147A (de)

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