CH393961A - Schwenkpropellerantrieb mit stationärem Antriebsmotor - Google Patents
Schwenkpropellerantrieb mit stationärem AntriebsmotorInfo
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- B63H5/00—Arrangements on vessels of propulsion elements directly acting on water
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Description
Schwenkpropellerantrieb mit stationärem Antriebsmotor Die Erfindung bezieht sich auf Schwenkpropeller- antriebe mit stationärem Antriebsmotor und zwar auf solche, bei denen der Antrieb des Propellers vom sta tionären Motor aus über eine mit der Schwenkachse fluchtende Schaftwelle und einen Winkeltrieb erfolgt.
Es ist bekannt, dass sich der Lenkeinrichtung während des Betriebes dauernd ein vom Winkeltrieb in der sog. Gondel erzeugtes und einseitig wirkendes Stützdrehmoment überlagert, welches die Schwenkung der Gondel mit Propeller in der einen Schwenkrichtung unterstützt, in der anderen Schwenkrichtung aber ebenso stark hemmt. Beides wirkt sich bei einer ma nuellen Steuerung gleich unangenehm aus und es hat sich zur Erleichterung der Steuerbedienung als not wendig erwiesen, in die getriebliche Verbindung zwi schen Steuerrad und dem Schwenkteil des Antriebes eine starke Übersetzung ins langsame, meistens einen Schneckenantrieb, einzubauen.
Durch die eben erwähnte Übersetzun- wird wohl erreicht, dass nur noch ein kleiner Teil des Stützdreh momentes am Steuerrad wirksam ist und somit wäre die Aufgabe gelöst, wenn nicht mit der beschriebenen Einrichtung grosse Nachteile verbunden wären. In demselben Masse nämlich, in welchem durch die übersetzung der Einfluss des Stützdrehrnomentes am Steuerrad reduziert wird, verringert sich auch die Lenkgeschwindigkeit des schwenkbaren Teiles der An lage. Es bedarf schon sehr schneller Drehungen des Steuerrades, um kleine Lenkmanöver in einer annehm baren Zeit auszuführen und in gefährlichen Situationen kann sich die nur langsame Schwenkmöglichkeit sehr unheilvoll auswirken.
Die Erfindung hat nun das Ziel, den Schwenk- propellerantrieb so zu verbessern, dass bei gleicher Kraftanstrengung der manuellen Bedienung eine mehr- fach schnellere Lenkwirkung gesichert ist und dadurch die erwähnten Nachteile entsprechend vermindert wer den. überlegungen in dieser Richtung führten zu dem Schluss, dass die angestrebte Verbesserung nur durch eine Minderung des Stützdrehmomentes möglich ist.
Ausgehend von der Erkenntnis, dass das Stützdreh moment in seiner Grösse stets mit dem Drehmoment übereinstimmt, welches in der die Antriebsleistung vom stationären Teil der Anlage (Motor) auf den schwenkbaren Teil übertragenden und mit der Schwenkachse fluchtenden Verbindungswelle wirksam ist, macht die Erfindung zur Minderung des Stütz drehmomentes den Vorschlag, zwischen der genannten Verbindungswelle und der Propellerwelle getriebliche Mittel solcher Art vorzusehen, dass die Verbindungs welle mindestens mit dreifacher Propellerdrehzahl und daher mit entsprechend vermindertem Drehmoment umläuft.
Prinzipiell liesse sich die vorgeschlagene Mindest übersetzung i<B>= 3</B> dadurch verwirklichen, dass das Übersetzungsverhältnis des in der Gondel üblichen Winkeltriebes entsprechend vergrössert wird. Praktisch stösst aber eine solche Massnahme auf Schwierig keiten, weil die damit verbundene Vergrösserung des Gondeldurchmessers und damit auch des auf ihn abgestimmten Propellernabendurchmessers eine we sentliche Verschlechterung des Propellerwirkungs grades zur Foge hätte.
Zweckmässig wird die Über setzung des Winkeltriebes auf einen für die gegebene Leistung kleinstmöglichen Raumbedarf ausgelegt und dem Winkeltrieb einen zusätzlichen Drehmoment- wandler vor- oder nachgeschaltet, bzw. bei sehr hohen Antriebsleistungen mindestens<B>je</B> einen zusätzlichen Drehmomentwandler vor- und nachgeschaltet.
Aus dem Bestreben, trotz der gemäss Erfindung verlangten Mindestübersetzung i = <B>3</B> den Gondel- durchmesser und die durch den zusätzlichen Dreh- momentwandler bedingten Reibungsverluste möglichst klein zu halten, ist es zweckmässig, die Drehmoment- wandler als Planetengetriebe auszubilden, wobei das dem Winkeltrieb nachgeschaltete Planetengetriebe sich vorzugsweise dadurch auszeichnet,
dass dessen Son nenrad die Propellerwelle koaxial mit radialem Spiel und ohne radiale Lagerung umfasst und mit einem ebenfalls koaxial gelagerten Kegelrad des Winkel triebes über eine beidends verzahnte und eine gewisse räumliche Beweglichkeit des Sonnenrades zulassende Kupplungsbüchse drehfest verbunden ist, ferner dass dessen Hohlrad mit dem Gondelgehäuse drehfest ver bunden ist, oder einen festen Bestandteil desselben bildet, und dass dessen Planetenräder auf einem Steg gelagert sind, welcher seinerseits mit der Propeller welle drehfest oder starr verbunden ist.
In weiterer Ausbildung des für die Gondel vor geschlagenen Getriebesatzes in Richtung geringster Reibungsverluste ist es zweckmässig, ein Kegelrad des Winkeltriebes sowohl radial als auch axial be weglich auf der Propellerwelle selbst drehbar zu lagern und axial abzustützen, und dieses Kegelrad so anzu ordnen und auszubilden, dass seine Verzahnung auf die Propellerwelle einen dem Propellerschub entgegen wirkenden Axialschub überträgt.
Bei solcher Ausbildung wirkt es sich sehr verlust mindernd und dadurch vorteilhaft aus, dass die axialen Stützlager der Propellerwelle nur einen um den Axial- schub des Kegelrades verminderten Differenzschub aufzunehmen haben und dass wohl das Kegelrad seinen vollen Axialschub über ein axial wirkendes Lager auf die Propellerwelle Überträgt, letzteres aber nur mit der zwischen dem Kegelrad und der Propeller welle bestehenden Differenzdrehzahl und damit mit entsprechend kleinerer Reibungsleistung arbeitet.
Um den gewünschten Effekt zu erzielen, ist es not wendig, auch bei einem dem Winkeltrieb vorge schalteten Drehmomentwandler eine Besonderheit zu beachten. Zweckmässig ist dieser nämlich so aus gebildet, dass ich das bei ihm auftretende Stützdreh moment auf den schwenkbaren Teil der Antriebs anlage, beispielsweise auf das Gondelgehäuse oder mit ihm fest verbundene Bauteile und so überträgt, dass es dem Stützmornent des Winkeltriebes entgegen wirkt.
In Anwendung auf den Fall, dass dieser Dreh- momentwandler durch ein Planetengetriebe gebildet wird, ist also dessen nichtumlaufendes Glied, beispiels weise das Hohlrad, bzw. bei einem Vorgelege-Zahn- radgetriebe die Vorgelegewelle, vorzugsweise mit dem schwenkbaren Teil der Anlage drehfest verbunden bzw. an diesem gelagert.
Um den Aufwand zu rechtfertigen, wird für die Übersetzung zwischen der Verbindungswelle und der Propellerwelle ein Verhältnis von mindestens i<B>= 3</B> verlangt. Damit kann die Lenkgeschwindigkeit gegen über den bisherigen Ausführungen von Schwenkpro- pellerantrieben mit einfachem Winkeltrieb auf etwa das Zweichfache erhöht werden. Es ist jedoch ohne weiteres möglich, den Drehmomentwandler im Rah men des gegebenen Einbauraumes mit bedeutend höherer Übersetzung auszuführen und dement sprechend auch eine noch mehrfach grössere Ver minderung des zur Steuerung benötigten Leistungs bedarfs zu erreichen.
Die Anwendung eines übersetzungsgetriebes in der Gondel, speziell in der vorgeschlagenen Form, wirkt sich auch dann sehr günstig aus, wenn z. B. der Gondelschaft eine ungewöhnlich grosse Länge auf weist oder baulich durch mehrere Streben ersetzt ist. In diesem Falle wären nämlich zur Aufnahme der hohen Drehmomente, welche bei dem bisher in der Gondel üblichen Kegeltrieb auftreten, unerwünscht starke Abmessungen der Halteteile für die Gondel erforderlich.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im Schnitt dargestellt.
Im strichpunktiert angedeuteten Boden<B>1</B> ist ein Gehäuse 2 eingeflanscht und in diesem ist der schwenkbare Teil der Anlage, bestehend aus dem Schaft<B>3</B> mit Gondel 4, um die Achse eX-X drehbar gelagert. In der Gondel 4 ist die Propellerwelle<B>5</B> mit Propeller<B>6</B> gelagert. Die axiale Führung der Propellerwelle<B>5</B> in der Gondel 4 erfolgt am Stützlager <B>7</B> durch zwei auf der Welle befestigte Anlaufscheiben <B>8.</B> Als Gehäusedeckel und als Lager für die Propeller welle<B>5</B> dient ein zwischen Propeller und Gondel- gehäuse angeordneter Lagerflansch<B>9.</B>
Eine an die (nicht dargestellte) stationäre Antriebs maschine angeschlossene und mit der Schwenkachse X-X fluchtende Verbindungswelle<B>10</B> trägt das Son nenrad<B>11</B> des Planetengetriebes, dessen Hohlrad 12 mit dem Schaft<B>3</B> drehfest verschraubt ist und dessen Planetenräder<B>13</B> über den Steg 14 und eine mit ihm drehfest verbundene und mit der Schwenkachse X-X fluchtende Schaftwelle<B>15</B> ein Kegelrad<B>16</B> antreiben.
In das Kegelrad<B>16</B> greift das Kegelrad<B>17</B> ein, welches auf der Propellerwelle<B>5</B> drehbar gelagert und über eine die Propellerwelle<B>5</B> mit radialem Spiel um fassende und beidends durch Verzahnungen<B>18</B> ein greifende Kupplungsbüchse<B>19</B> mit dem die Propeller welle ebenfalls mit radialem Spiel umfassenden Son nenrad 20 drehfest verbunden ist, wobei die Kupp lungsbüchse<B>19</B> dem Sonnenrad 20 einer räumliche Einstellmöglichkeit gibt.
Die Planetenräder 21 greifen sowohl in das Son nenrad 20 als auch in die mit der Gondel 4 drehfest verbundene oder einstückige Innenverzahnung 22 ein und schliesslich treibt der Steg<B>23,</B> auf welchem die Planetenräder 21 gelagert sind, die Propellerwelle<B>5</B> an.
Die Gondel 4 mit dem Schaft<B>3</B> erhält über ein in die Aussenverzahnung 24 des Hohlrades 12 ein greifendes und im Gehäuse 2 ortsfest gelagertes Ritzel <B>25</B> mit der Welle<B>26</B> den der Steuerung dienenden Schwenkantrieb.
Bei dem gezeigten Beispiel ist dem Winkeltrieb<B>16,</B> <B>17</B> das Planetengetriebe<B>11,</B> 12,<B>13</B> als Drehmoment- wandler vorgeschaltet und vermindert das die Lenkung störende Stützdrehmoment um das an seinem Hohlrad 12 auftretende und auf den Schaft<B>3</B> übertragene Drehmoment. Insgesamt bewirken alle drei Getriebe zusammen eine Minderung des dem Drehmoment in der Verbindungswelle<B>10</B> entsprechenden und von der Ritzelwelle <B>26</B> abzustützenden unerwünschten Dreh momentes in einem dem Produkt der übersetzungs- verhältnisse aller drei Getriebe entsprechenden Ver hältnis.
Zwischen dem Kegelrad<B>17</B> und der Propellerwelle <B>5</B> bzw. Anlaufscheibe<B>8</B> besteht nur die der Über setzung des Planetengetriebes 20, 21, 22 entsprechende Differenzdrehzahl, wodurch eine den Wirkungsgrad verbessernde Minderung der Reibleistung eintritt. Im gleichen Sinn sich auswirkend vermindert der im gezeigten Beispiel nach rechts wirkende Axialschub des Kegelrades<B>17</B> durch eine Abstützung an der Anlaufscheibe<B>8</B> den vom Stützlager<B>7</B> aufzunehmen den und nach links gerichteten Zug des Propellers<B>6.</B>
Claims (1)
- PATENTANSPRUCI-I Schwenkpropellerantrieb, bei welchem der Antrieb der in einer Gondel gelagerten Propellerwelle vom stationären Motor aus über eine mit der Schwenkachse fluchtende Verbindungswelle und einen Winkeltrieb erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Verbindungswelle<B>(10)</B> und der Propellerwelle<B>(5)</B> ge- triebliche Mittel vorgesehen sind, welche bewirken, dass die Verbindungswelle mit mindestens dreifacher Propellerdrehzahl umläuft.<B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Antrieb nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass als getriebliches Mittel dem Winkeltrieb der Gondel mit der Übersetzung i<B>= 1 : 1</B> bis<B>1 :</B> 2 mindestens ein zusätzlicher Drehmomentwandler zu geschaltet ist. 2. Antrieb nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass als getriebliches Mittel dem Winkeltrieb der Gondel mit der Übersetzung i<B>= 1 : 1</B> bis<B>1 :</B> 2 bei sehr hohen Antriebsleistungen mindestens<B>je</B> ein zusätzlicher Drehmomentwandler vor- und nachge schaltet ist.<B>3.</B> Antrieb nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens ein Drehmomentwandler als Planetengetriebe ausgebildet ist, wobei das dem Winkeltrieb nachgeschaltete Planetengetriebe sich da durch auszeichnet, dass dessen Sonnenrad (20) die Propellerwelle<B>(5)</B> koaxial mit radialem Spiel und ohne radiale Lagerung umfasst und mit einem eben falls koaxial gelagerten Kegelrad<B>(17)</B> des Winkel triebes über eine beidends verzahnte und eine gewisse räumliche Beweglichkeit des Sonnenrades zulassende Kupplungsbüchse<B>(19)</B> drehfest verbunden ist, ferner dass dessen Hohlrad (22) mit dem Gondelgehäuse (4) drehfest verbunden ist oder einen festen Bestandteil desselben bildet, und dass dessen Planetenräder (21) auf einem Steg<B>(23)</B> gelagert sind, welcher mit der Propellerwelle mindestens drehfest verbunden ist. 4. Antrieb nach Patentanspruch und Unteranspruch <B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass ein Kegelrad<B>(17)</B> des Winkeltriebes sowohl radial als auch axial be weglich auf der Propellerwelle selbst drehbar gelagert und axial abgestützt ist, und dass dieses Kegelrad so angeordnet und ausgebildet ist, dass seine Ver zahnung auf die Propellerwelle einen dem Propeller schub entgegenwirkenden Axialschub überträgt.<B>5.</B> Antrieb nach Patentanspruch und Unteranspruch <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Drehmo- mentwandler <B>(11,</B> 12,<B>13),</B> welcher dem Winkeltrieb vorgeschaltet ist, der das Stützdrehmoment aufneh mende nicht umlaufende Teil (12) mit dem schwenk baren Teil drehfest verbunden ist. <B>6.</B> Antrieb nach Patentanspruch und Unteranspruch <B>5,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Drehmoment- wandler ein Planetenradgetriebe <B>(11,</B> 12,<B>13)</B> aufweist, dessen Hohlwelle (12) mit dem schwenkbaren Teil drehfest verbunden ist.<B>7.</B> Antrieb nach Patentanspruch und Unteranspruch <B>5,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Drehmoment- wandler ein Vorgelege-Zahnradgetriebe aufweist, des sen Vorgelegewelle mit dem schwenkbaren Teil dreh fest verbunden ist.
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