CH394076A - Verfahren und Einrichtung zum Eintragen von Schussfäden bei Webmaschinen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Eintragen von Schussfäden bei Webmaschinen

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CH394076A
CH394076A CH635962A CH635962A CH394076A CH 394076 A CH394076 A CH 394076A CH 635962 A CH635962 A CH 635962A CH 635962 A CH635962 A CH 635962A CH 394076 A CH394076 A CH 394076A
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CH
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gripper
shed
sep
loom
tape
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CH635962A
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English (en)
Inventor
Senn Rudolf
Egli Emil
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Fischer Ag Brugg Georg
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D47/00Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description


  Verfahren und Einrichtung zum Eintragen von     Schussfäden    bei Webmaschinen    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  und eine     Einrichtung    zum Eintragen mittels Greifern  der von beidseitig einer     Webmaschine    fest angeord  neten Spulen ablaufenden Schussfäden in das     Web-          fach,    wobei die Schussfäden abwechselnd nachein  ander von der einen und     anschliessend    von der  andern     Webmaschinenseite    bzw. Webkante her ein  getragen werden.  



  Es sind Webstühle bekannt, deren Schusseintrag  mittels eines kleinen     Greiferwebschützen    erfolgt, der  den Schussfaden von feststehenden Spulen abzieht.  Diese     Greiferschützen    werden durch mechanische  oder pneumatische Schlageinrichtungen durch das  Fach geschossen.  



  Weitere bekannte Einrichtungen gehen dahin, den       Greiferschützen    an einem, immer in gleicher Rich  tung umlaufenden, biegsamen Band zu befestigen.  Das Band wird von zwei Rädern getragen, deren  Achsen mindestens einen der     Kettenbreite    entspre  chenden Abstand voneinander haben. Diese bekannte  Einrichtung weist nur einen     Greiferschützen    auf, der  den Schussfaden immer von der gleichen     Webstuhl-          seite    in das Fach einzieht. Beide Gewebekanten  bestehen durch den einseitigen Eintrag des     Schuss-          fadens    aus Fadenenden, so dass keine abgebundenen  Kanten entstehen.

   Dieser Nachteil ist     wesentlich    und  soll durch die     vorliegende        Erfindung    behoben werden.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist dadurch  gekennzeichnet, dass ein     Greifersystem    vorgesehen  ist, welchem ein Greifer zugeordnet ist, der abwechs  lungsweise von der einen und von der anderen Seite  der     Webmaschine    durch das Fach geführt wird, wo  bei dem Greifer jeweils nach Verlassen des Faches  ausserhalb desselben eine     Richtungsänderung    von  180  erteilt     wird.     



  Die zur     Durchführung    des     Verfahrens    vorge  schlagene     Webmaschine    ist dadurch     gekennzeichnet,       dass ein     Greifersystem    vorgesehen ist, welches     aus-          serhalb    der Fachführung auf beiden Seiten des Web  stuhles je ein Scheibenrad aufweist, denen je     eine     Lenkführung zugeordnet ist, wobei die     Lenkführung     zwischen der Fachführung und den Scheibenrädern  vorgesehen ist,

   dass ferner dem     Greifersystem        ein.     Bandgreifer zugeordnet ist und jedes Scheibenrad     mit     einer Führung versehen ist zum Zwecke der     über-          nahme    des     Bandgreifers    von der zugeordneten Lenk  führung und zum     Inberührunghalten    des Bandgrei  fers mit dem Scheibenrad sowie zur     übergabe    des  Bandgreifers an die zugeordnete     Lenkführung    nach       Umlauf    desselben um das Scheibenrad.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des  Erfindungsgegenstandes     dargestellt.    Es zeigt:       Fig.    1-12 einen schematischen Ablauf des Ein  tragvorganges,       Fig.    13 und 14 eine schematische Darstellung des  erfindungsgemässen Verfahrens,       Fig.    15 ein Zeitdiagramm,       Fig.    16 eine schematische Ansicht einer     erfin-          dungsgemässen    Einrichtung,       Fig.    17 einen Querschnitt durch ein Antriebs  aggregat nach der Linie     XVII-XVII    in der     Fig.    16,

         Fig.    18 einen Schnitt eines Teiles der Bandgreifer  Antriebseinrichtung,       Fig.    19 einen Querschnitt nach der Linie     XIX-          XIX    in der     Fig.    18,       Fig.    20 eine Draufsicht auf einen Bandgreifer.  



  In den     Fig.    1 bis 12 sind schematische     Mittel     dargestellt, welche zur     Durchführung    des     Verfahrens     benötigt werden. Von den feststehenden Spulen 1  und 14 werden die Fäden 15 und 16 abgezogen. Der  Faden 15 bzw. 16 wird über     Fadenbeschleuniger    2  bzw. 13, äusserem Klemmorgan 3 bzw. 12 und Zu  bringerhaken 4 bzw. 10 zum inneren Klemmorgan 5  bzw. 9     geführt.    Beidseitig     des    Gewebes 7 sind Scheren      6 und 8 angeordnet. Das     Fadeneintragsorgan        resp.     der Bandgreifer ist mit 11 bezeichnet.  



  Es wird nun die Arbeitsweise der in den     Fig.    1  bis 12 schematisch dargestellten Webmaschine be  schrieben. Die Figuren zeigen dabei schematisch     die     verschiedenen Stufen, die sich beim Eintragen der  Schussfäden, und zwar von vier     nacheinanderfolgen-          den    Schüssen, ergeben. Durch     diese    dargestellten vier  Schüsse werden jeweils zwei     vollständige    Haarnadel  schleifen     eingetragen.    Diese vier Schüsse ergeben  einen vollständigen     Einschusszyklus.    Dieser     Ein-          schusszyklus    wird durch die Webmaschine automa  tisch wiederholt.

   Die Steuermittel für die     einzelnen     in den     Fig.    1 bis 12 dargestellten Organe werden       nicht        gezeigt,    da sie ausserhalb des Gegenstandes der       vorliegenden    Erfindung liegen und zudem teilweise  bereits bekannt sind.  



  Es wird von der     Fig.    1 bzw. la ausgegangen.       Fig.    1 zeigt rechts die     Grundstellung    der dargestellten  Organe, wobei jedoch die bereits eingetragenen  Schussfäden nicht eingezeichnet sind.     Fig.    la zeigt  dieselbe     Grundstellung    jedoch     mit    den vier einge  tragenen Schüssen eines     Einschusszyklus.    Wenn im  nachfolgenden von oben, unten, rechts oder     links     gesprochen wird, so bezieht sich das lediglich auf die       bildliche    Darstellung.

   Bei der praktischen Ausführung  können die Bewegungen in anderer     Richtung        erfolgen.     



  Der     Schussfadenanfang    16a ist im Klemmorgan  9 festgehalten. Der Zubringerhaken 10 zieht eine  Schleife des Fadens 16     zwischen    den Organen 9 und  12 aus. Ebenso bildet der Fadenbeschleuniger 13  eine Fadenschleife zwischen dem Klemmorgan 12  und der     Spule    14. Die vom Zubringerhaken 10  gebildete Fadenschleife dient dazu, für den Greifer  11 den Faden derart zu führen, dass der Faden durch  die     Greiferöse    18     erfasst    bzw. in dieselbe eingehängt  werden kann. Bei der Weiterbewegung des Greifers  11 in das Gewebe 7 bzw.

   Fach wird der Fadenbe  schleuniger 13 nach oben bewegt, in die in     Fig.    2  dargestellte Lage, wodurch die vorher gebildete Fa  denschleife aufgehoben bzw. der Faden durch den  Greifer 11 gestreckt wird. Diese Massnahme ist er  forderlich, um keinen     ruckartigen    Fadenabzug von  der Spule 14 zu erhalten. Durch die Weiterbewegung  des Greifers 11     wird    von der Spule 14 Faden abge  wickelt, da der     Fadenanfang    16a immer noch einge  klemmt ist. Der Zubringerhaken 10 bewegt sich nach  oben in die in     Fig.    2 dargestellte Lage. Der Faden  bildet nun eine Schleife um die     Greiferöse    18, wie es  die     Fig.    2 zeigt.  



  Bei einem bestimmten     Eintragweg    des Greifers  11, welcher annähernd der halben Webbreite ent  spricht, wird das Klemmorgan 9 geöffnet und     an-          schliessend    das Klemmorgan 12 geschlossen     (Fig.    3).

    Von der Spule 14 wird von diesem Zeitpunkt an kein  Faden mehr direkt vom Greifer 11 abgezogen, son  dern der Fadenanfang 16a über die ganze     Webfach-          breite        ausgestreckt.    Die     Fig.    3 zeigt den Greifer 11  während des     Ausstreckvorganges.    Die     Fig.    4 zeigt  den ausgestreckten Schussfaden, wobei der Greifer 11    das Webfach wieder verlassen hat. In diesem Zeit  punkt erfolgt der Ladenanschlag. Während des       Ausstreckvorgangs    kann der Fadenbeschleuniger 13  sich nach unten bewegen und bereits wieder eine  Fadenschleife für den nächsten Schusseintrag bilden.  



  Während dieses ersten     Teileintragszyklus    der  rechts     dargestellten    Organe wird auf der linken Seite  die in     Fig.    4 dargestellte Grundstellung vorbereitet.  Da die Bewegungen und Stellungen der Organe auf  der     linken    Seite gleich, jedoch nur zeitlich verschoben  und     spiegelbildlich    dargestellt sind gegenüber den  jenigen der rechten Seite, wird auf eine nähere Um  schreibung verzichtet. Die nachstehende Tabelle zeigt,  welche Figurenteile einander entsprechen.

    
EMI0002.0057     
  
    Fig. <SEP> 1 <SEP> links <SEP> Fig. <SEP> 10 <SEP> rechts
<tb>  Fig. <SEP> 2 <SEP> links <SEP> Fig. <SEP> 11 <SEP> rechts
<tb>  Fig. <SEP> 3 <SEP> links <SEP> Fig. <SEP> 12 <SEP> rechts
<tb>  Fig. <SEP> 4 <SEP> links <SEP> Fig. <SEP> 1 <SEP> rechts, <SEP> Grundstellung
<tb>  Fig. <SEP> 5 <SEP> links <SEP> Fig. <SEP> 2 <SEP> rechts
<tb>  Fig. <SEP> 6 <SEP> links <SEP> Fig. <SEP> 3 <SEP> rechts
<tb>  Fig. <SEP> 7 <SEP> links <SEP> Fig. <SEP> 4 <SEP> rechts
<tb>  Fig. <SEP> 8 <SEP> links <SEP> Fig. <SEP> 5 <SEP> rechts
<tb>  Fig. <SEP> 9 <SEP> links <SEP> Fig. <SEP> 6 <SEP> rechts
<tb>  Fig. <SEP> 10 <SEP> links <SEP> Fig. <SEP> 7 <SEP> rechts
<tb>  Fig. <SEP> 11 <SEP> links <SEP> Fig. <SEP> 8 <SEP> rechts
<tb>  Fig. <SEP> 12 <SEP> links <SEP> Fig.

   <SEP> 9 <SEP> rechts       Auf der rechten Seite bleibt die in     Fig.    4 darge  stellte Stellung der Organe auch in     Fig.    5 erhalten.  Es ist jedoch     möglich,    die in     Fig.    6 dargestellte Be  wegung des Zubringerhakens 10 nach unten bereits  im Zeitpunkt der     Fig.    5 auszuführen. In     Fig.    7 rechts  ist wieder eine ähnliche Stellung wie in     Fig.    1 rechts  dargestellt, mit dem Unterschied, dass nicht der Fa  denanfang 16a vom Klemmorgan 9, sondern die  Fadenmitte 16m vom Gewebe festgehalten wird.

    Gleichzeitig ist zu diesem Zeitpunkt der zweite  Schussfaden mit seinem Anfang 15a im Fach aus  gestreckt worden und der zweite Ladenanschlag kann  erfolgen.  



  Die     Greiferöse    18 ergreift den Schussfaden 16  und führt ihn zwischen der Schere 8 und dem  Klemmorgan 9 durch. Der Fadenbeschleuniger 13  und der Zubringerhaken 10 bewegen sich nach oben  in die in     Fig.    8 dargestellte Lage.  



  Bei einem bestimmten     Eintragweg    des Greifers  11 wird der Schussfaden durch die Schere 8 abge  schnitten und zugleich der neue Fadenanfang 16a  im Klemmorgan 9 festgeklemmt. Der Greifer 11  streckt das Fadenende 16e im Gewebefach aus     (Fig.     9), wodurch der     dritte    Schussfaden eingetragen ist.  In     Fig.    10 ist der Greifer 11 bereits aus dem Fach  heraus, so dass der Ladenanschlag des dritten Schuss  fadens erfolgen kann.     Damit    ist auch die erste     Haar-          nadel-Schussfadenschleife    eingetragen.

   Die Länge der       Haarnadelschleife    ist derart gewählt, dass der An  fang 16a bzw. das Ende 16e nur gering über die  Gewebekante vorsteht. Damit dies erreicht wird, ist  es     notwendig,    einerseits das Klemmorgan 9 bzw. 12  im richtigen Moment     (Fig.    3) zu öffnen bzw. zu      schliessen und anderseits im richtigen Zeitpunkt     (Fig.     9) den Schussfaden mittels der Schere 8 abzuschnei  den.  



  Während des Ladenanschlags     (Fig.    10) bewegen  sich der- Fadenbeschleuniger 13 und beim nachfol  genden Schusseintrag von     links        (Fig.    11) der Zu  bringerhaken 10 nach unten, wodurch die Grund  stellung     (Fig.    la) vorbereitet wird. Während dieser  Vorbereitung wird von     links    der vierte Schussfaden  bzw. die zweite     Haarnadel-Schussfadenschleife    voll  ständig eingetragen     (Fig.    11 und 12). In der Stellung       Fig.    1 a bzw. 1 erfolgt wiederum der Ladenanschlag.

    Mit dieser Operation ist ein     Eintragszyklus    beendet,  wobei zwei     Haarnadelschleifen    eingetragen sind.  



  Aus den obengenannten Erklärungen ist ersicht  lich, dass der Greifer 11     abwechslungsweise    einmal  von der einen und einmal von der anderen Maschi  nenseite aus arbeitet. Dieser kann biegsam sein,  wobei er ausserhalb des Faches durch ein Scheiben  räderpaar angetrieben und in seiner Richtung um  gekehrt wird. Als Greifer kann ein biegsames Band  verwendet werden. Die Ausbildung des Greifers ist  sehr einfach. Es ist nur eine entsprechend ausgebil  dete     Greiferöse    18     (Fig.    20) notwendig. Klemmor  gane am Greifer fallen weg.  



  Beim Eintragen von     einzelnen    Schussfäden, d. h.  nicht von     Haarnadelschleifen,    können zum Beispiel  die Bewegungsabläufe rechts wie nach     Fig.    1 bis 4       erfolgen.    In der Stellung nach     Fig.    4 und 5 müsste  das Klemmorgan 9 den Faden 16 festklemmen und  die Schere 8 denselben abschneiden. Die     Fig.    7  ergibt in diesem Falle die genau gleiche Stellung der  Organe wie die     Fig.    1. Ein     Eintragzyklus    umfasst  in diesem Falle nur die     Fig.    1 bis 6.

   Damit eine  brauchbare Webkante in diesem Falle     enststeht,     können an sich bekannte Mittel verwendet werden,  um die Schussfäden abzubinden oder die Fadenan  fänge und Enden umzubiegen und in das Fach ein  zulegen.  



  Zur Durchführung des Verfahrens nach den     Fig.     1 bis 12 wird eine     Webmaschine    vorgeschlagen,  welche mit einem abwechslungsweise von der einen  und von der anderen     Maschinenseite    aus arbeitenden  Bandgreifer versehen     ist.        In    den     Fig.    13 bis 15 ist  schematisch der Arbeitsablauf dargestellt.  



  Der Bandgreifer 11 wird in seinem     Kreislauf     über angetriebene Scheibenräder 23 und 24 geführt,  wobei die Führungsmittel einerseits aus einer Lenk  führung bzw. einer Weiche 17 und anderseits durch  schematisch dargestellte Führungen 27 bestehen, die  während des Umlaufs. den Bandgreifer 11 gegen die       Scheibenräder    13 bzw. 24 drücken. Die Länge des  Greifers 11 muss so gross sein, dass immer minde  stens ein Scheibenrad mit demselben in     Eingriff    steht;  er ist deshalb     mindestens    länger als die Webbreite.  Der Bandgreifer 11 selbst muss derart ausgeführt  sein, dass ein Flattern desselben während des Fach  durchlaufs nicht entsteht.  



  In der     Fig.    13 ist derjenige Zeitpunkt festgehal  ten, bei welchem der Bandgreifer 11 das Fach durch-    fährt. Er ist in diesem Moment     gleichzeitig        mit     beiden Scheibenrädern 23 und 24 im Eingriff und  wird durch die Führungen 27 gezwungen, denselben  zu folgen.  



  In der     Fig.    14 ist derjenige Zeitpunkt gezeichnet,  bei welchem das Bandende das Fach verlassen hat,  der Bandanfang aber noch     nicht    wieder ins Fach  eingetreten ist. Dies ist der Moment für den Blatt  anschlag und den Fachschluss.  



  Die     Bandführungen    17, 27 zeigen mindestens       annähernd    in die     Richtung    des gegenüberliegenden       Scheibenradzentrums.    Das Webfach liegt mindestens  annähernd auf der Verbindungslinie der Scheiben  radzentren.  



  Die     Fig.    15 zeigt die zeitlichen Beziehungen  zwischen Bandbewegung, Blattanschlag und Fach  kreuzung.     Mit    35 ist die     Zeitspanne    angegeben,  während welcher der Bandgreifer 11     beispielsweise     von rechts nach     links    durch das Webfach wandert       (Fig.    13). Mit 36 ist die Umkehrzeit angedeutet,  während welcher der Bandgreifer ausserhalb des  Faches ist. Während dieser     Zeitspanne    36     erfolgen     die     Fachkreuzung    und der Blattanschlag 37.

   Der  Eintritt des Bandgreifers 11 in das Fach erfolgt zum  Zeitpunkt 38.     Während    der Zeitspanne 39     wandert     der     Greifer    11 von     links    nach     rechts    durch das Fach  und verlässt dieses zum     Zeitpunkt    40. Aus diesem  schematischen Zeitdiagramm     Fig.    15 ist ersichtlich,  dass ungefähr     1/a    der     Zeitspanne    zwischen zwei Blatt  anschlägen für die Blattbewegungen und die Fach  kreuzung zur     Verfügung    steht. Bei den dargestellten  Verhältnissen ist angenommen worden, dass die  Scheibenräder 23 und 24 mit konstanter Geschwin  digkeit umlaufen.

   Durch Wahl grösserer Scheiben  räder oder durch Veränderung der     Scheibendrehge-          schwindigkeit    während des     Umlaufs    des Bandgrei  fers um die Scheibenräder kann die Zeitspanne 36       vergrössert    oder verkleinert werden.  



  In der     Fig.    16     ist    eine Webmaschine schematisch  dargestellt, mit welcher sich das in den     Fig.    1 bis 15  dargestellte Webverfahren ausführen     lässt.     



  An einem Gestell 19 sind beidseitig auf nicht  näher dargestellte Weise Gehäuse 20 und 21     befestigt.     Darin drehen auf Wellen 25 und 26 die Scheiben  räder 23 und 24. Die beiden Scheibenräder sind über  Zahnräder 28, 29, 30, 31 und Welle 32 gleichzeitig  durch nicht dargestellte Mittel angetrieben und dre  hen     also    mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit. Die  Scheibenräder 23 und 24 weisen auf ihrem Umfang       Mitnehmernocken    33     (Fig.    18) auf, welche in ent  sprechende Aussparungen 34 des Bandgreifers 11  eingreifen und diesen in gleichmässige Bewegung  versetzen.

   Der Bandgreifer 11 trägt an seinem vor  deren Ende eine     Greiferöse    18 zur Mitnahme des  einzutragenden Schussfadens.     Fig.    18 zeigt den Band  greifer 11 im Moment des Eingreifens in das Schei  benrad 23. Der Bandanfang wird beim     Austritt    aus  dem Fach durch die nur schematisch dargestellten       Führungen    27 und Weiche 17 von seiner geraden  Bahn abgelenkt und in     tangentialer        Richtung    dem      Scheibenrad 23 zugeführt. Dabei     greifen    die Nocken  33 in die Aussparungen 34 des Bandgreifers 11. Die  Weiche 17 kann schwenkbar angeordnet sein, um  dem Greifer 11 ein sicheres Einführen zu ermögli  chen.  



  Die vorliegende     Erfindung    weist den     Vorteil    auf,  dass mit ihr eine     50o/oige    Webkante hergestellt wer  den     kann.    Dies ist     insbesondere    dadurch     möglich,     dass     haarnadelförmige    Schussfäden     eingetragen    wer  den können. Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht  darin, dass der Greifer keine     Klemmorgane    aufwei  sen muss. Die     Störungsanfälligkeit    wird dadurch       wesentlich    verringert.

   Der Eintrag der Schussfäden  erfolgt nur durch Einstossen ohne     Klemmen.    Es ist  auch     als    Vorteil zu erwähnen, dass in der     Webfach-          mitte    keine Übergabe des     Schussfadens    stattfindet;  dadurch werden die     Greiferköpfe    einfach.  



  Ein weiterer Vorteil ist, dass beim Eintragen von       einzelnen    Schussfäden ebenfalls keine     Klemmorgane     am Greifer wie bei bekannten     Webmaschinen    not  wendig sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Eintragen mittels Greifer der von beidseitig einer Webmaschine fest angeordneten Spulen ablaufenden Schussfäden in das Webfach, wobei die Schussfäden abwechselnd nacheinander von der einen und anschliessend von der andern Webmaschinenseite bzw.
    Webkante her eingetragen werden, dadurch gekennzeichnet, dass ein Greifer system vorgesehen ist, welchem ein Greifer zugeord net ist, der abwechslungsweise von der einen und von der anderen Seite der Webmaschine durch das Fach geführt wird, wobei dem Greifer jeweils nach Verlassen des Faches ausserhalb desselben eine Richtungsänderung von 180 erteilt wird.
    II. Webmaschine zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Greifersystem vorgesehen ist, welches ausser- halb der Fachführung auf beiden Seiten des Web stuhles je ein Scheibenrad (23, 24) aufweist, denen je eine Lenkführung (17) zugeordnet ist, wobei die Lenkführung (17) zwischen dem Webfach und den Scheibenrädern (23, 24) vorgesehen ist,
    dass ferner dem Greifersystem ein Bandgreifer (11) zugeordnet ist und jedes Scheibenrad (23, 24) mit einer Führung (27) versehen ist zum Zwecke der Übernahme des Bandgreifers von der zugeordneten Lenkführung (17) und zum Inberührunghalten des Bandgreifers (11) mit dem Scheibenrad (23, 24) sowie zur Übergabe des Bandgreifers (11) an die zugeordnete Lenkfüh- rung (17) nach Umlauf desselben um das Scheiben rad (23, 24). UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufgeschwindigkeit des Bandgreifers konstant ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass während der Richtungsänderung des Bandgreifers der Blattanschlag erfolgt. 3. Webmaschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Bandgreifer (11) länger als die Webbreite ist.
    4. Webmaschine nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Scheibenräder (23, 24) gemeinsam von dem gleichen Antriebsorgan (32) angetrieben werden. 5. Webmaschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Bandgreifer an dessen Vorderteil mit einer Hakenöse (18) versehen ist und auf seiner Länge verteilt runde oder langrunde Lö cher aufweist zur Aufnahme von am Umfang der Scheibenräder vorgesehenen Mitnehmernocken. 6.
    Webmaschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Lenkführungen (17) fest angeordnet sind. 7. Webmaschine nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Lenkführungen (17) schwenkbar angeordnet sind. B. Webmaschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Webfach mindestens annähernd auf der Verbindungslinie der Scheiben radzentren liegt.
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