CH394170A - Verfahren zur selektiven Oxydation von Polyhydroxy-steroiden - Google Patents

Verfahren zur selektiven Oxydation von Polyhydroxy-steroiden

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CH394170A
CH394170A CH52860A CH52860A CH394170A CH 394170 A CH394170 A CH 394170A CH 52860 A CH52860 A CH 52860A CH 52860 A CH52860 A CH 52860A CH 394170 A CH394170 A CH 394170A
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hydroxy
dihydroxy
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steroids
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Albert Dr Wettstein
Georg Dr Anner
Karl Dr Heusler
Peter Dr Wieland
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Ciba Geigy
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Description


      Verfahren    zur     selektiven        Oxydation    von     Polyhydroxy-steroiden       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein  neues Verfahren     zur    selektiven Oxydation von     Poly-          hydroxysteroiden,    welches gestattet, auf äusserst ein  fache Weise     o""6-ungesättigte        Carbinole    selektiv zu       a,ss-ungesättigten        Ketonen    zu oxydieren, ohne dass  dabei andere freie     Hydroxylgruppen    angegriffen wer  den.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren     besitzt    beson  ders deshalb grosse Bedeutung, weil viele natürlich  vorkommende oder modifizierte Hormone der     An-          drostan-    und der     Pregnanreihe    sowohl eine<I>a,ss-</I>  ungesättigte     Ketogruppierung,        nämlich    eine     44-3-          Ketogruppe,    als auch eine oder mehrere freie     Hy-          droxylgruppen    in anderen Stellungen des     Steroidge-          rüstes    aufweisen. Unter diesen Verbindungen seien  z.

   B. genannt das Testosteron,     11ss-Hydroxy-testo-          steron,        Reichsteins    Substanz E     (A4-3-Oxo-llss,17a,          20,21-tetrahydroxy-pregnen)    usw. Andere     Hydroxy-          steroide,    welche eine     a,ss-ungesättigte        Ketogruppe     enthalten, sind wichtige Zwischenprodukte zur Syn  these physiologisch wirksamer Verbindungen: so sind  z.

   B.     A4-3-Oxo-20-hydroxy-pregnene    und deren Deri  vate geeignete Ausgangsstoffe für die Synthese     18-          oxygenierter    Steroide, welche in das hochwirksame       Nebennierenrindenhormon        Aldosteron    umgewandelt  werden können. Alle die oben genannten     hydroxy-          lierten        Steroid-44-3-Ketone    können nun mit     Hilfe    des       erfindungsgemässen    Verfahrens leicht aus den ent  sprechenden     .94-3-Hydroxy-Verbindungen    hergestellt  werden.  



  Es sind zwar schon verschiedene Verfahren be  schrieben worden, welche die selektive Oxydation       a,/j2-ungesättigter        Carbinole    neben     a,ss-gesättigten          Carbinolgruppen    gestatten. Dies gelingt z.

   B. in vie  len Fällen glatt     mit        Hilfe    von aktivem     Mangandioxyd.     Da aber dieses     Oxydationsmittel    in grossem über-         schuss    angewandt werden muss, ist es für technische  Prozesse oft nicht brauchbar, insbesondere bei Ver  bindungen, welche mehr als     zwei        Hydroxylgruppen     enthalten, da diese Verbindungen oft sehr stark am       Oxvdationsmittel    haften und gelegentlich auch mit  grossen     Lösungsmittelmengen    nicht mehr vollständig  abgelöst werden können.

   Zudem führt die Oxydation  mit     Mangandioxyd    bei längerer Reaktionsdauer und/  oder unter energischeren Reaktionsbedingungen zu  beträchtlichen Mengen weiter dehydrierter Verbin  dungen. Beim     44-3,20-Dihydroxy-pregnen    wurde die  selektive Oxydation der     3-Hydroxylgruppe    auch mit       Bromacetamid    durchgeführt, doch ist die Ausbeute  nur unter streng kontrollierten Reaktionsbedingungen  einigermassen befriedigend, da mit diesem Oxyda  tionsmittel neben auch in     20-Stellung    oxydierten Pro  dukten leicht bromhaltige Nebenprodukte entstehen,  welche die Isolierung der reinen     44-3-Oxo-20-          hydroxyverbindung    erschweren.

   Ein weiteres Ver  fahren zur Oxydation von     44-3-Hydroxy-steroiden,     bei dem andere     Hydroxylgruppen    teilweise     unan-          gegriffen    bleiben, besteht darin, dass man ein 44-3  Hydroxy-steroid mit     Raney-Nickel    in Aceton kocht.  Die Ausbeute an reinen Oxydationsprodukten, ins  besondere bei solchen, welche weitere freie     Hy-          droxylgruppen    enthalten, ist aber für technische Ver  fahren ungenügend und beträgt z. B. bei der Oxy  dation von A     4-3-17-Dihydroxy-androsten    zum     Testo-          steron    nur etwa 50 %.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren zur selektiven  Oxydation von     Polyhydroxysteroiden    mit einer       Carbonylverbindung    in Gegenwart eines     Leicht-          metallalkoholats    in einem aromatischen Kohlenwas  serstoff besteht darin, dass man ein     Steroid    mit min  destens zwei     oxydierbaren        Carbinolgruppen,    von  denen mindestens eine in     a-Stellung    zu einer Doppel-           bindung    steht, unter milden Bedingungen so lange  mit dem genannten Oxydationsmittel behandelt,

   bis  die Absorption im ultravioletten Licht zwischen 230  und 260     ma    einen Maximalwert erreicht. Falls er  wünscht, kann man das erhaltene     Hydroxyketon          ketalisieren.     



  Als aromatische     Kohlenwasserstoffe    verwendet  man vorteilhaft die für die     Oppenauer-Oxydation     bekannten Lösungsmittel, insbesondere Benzol, To  luol,     Xylol    usw. und von den     Leichtmetallalko-          holaten    sind vor allem die in den genannten Lösungs  mitteln gut löslichen tertiären     Butylate    oder     Iso-          propylate    des Aluminiums oder Magnesiums geeignet.

    Ebenso können auch halogenhaltige     Aluminium-alko-          holate    wie     Aluminiumchlor-tertiär-butylat    oder auch       Aluminialm-phenolat    verwendet werden. Als     Car-          bonylverbindungen    verwendet man insbesondere       Ketone,    und zwar     aliphatische,        alicyclische    oder       araliphatische,    wie Aceton,     Methyl-äthyl-keton,          Methyl-isopropyl-keton,        Cyclohexanon,        Methylcyclo-          hexanon,

          Benzophenon    oder aber     Chinone    wie       Benzochinon,        Naphthochinon,        Anthrachinon.     



  Verfahrensgemäss werden     a,ss-ungesättigte        Car-          binole    mit den oben angegebenen Reagenzien viel  schneller oxydiert als gesättigte     Carbinole,    so dass  in dem Augenblick, wo die durch die gebildete       a,ss-ungesättigte        Carbonylverbindung    bedingte maxi  male     UV-Absorption    erreicht ist, gesättigte     Carbinole     praktisch unverändert erhalten sind.

   Beim erfindungs  gemässen     Verfahren    sind die Reaktionsbedingungen  also wesentlich milder als die zur Oxydation ge  sättigter oder     ss,;-ungesättigter        Carbinole    normaler  weise angewandten. Die Reaktionszeit und Reak  tionstemperatur hängen wesentlich von der Aktivi  tät des     Leichtmetallalkoholats    bzw.     phenolats    und  dem Oxydationspotential der verwendeten     Carbonyl-          verbindung    ab. Eine technisch äusserst einfache Aus  führungsform der Erfindung besteht z. B. in der  Oxydation mit     Aluminium-tert.-butylat    und Aceton  in Benzol bei 20-25 .

   Unter diesen Bedingungen  ist die maximale UV-Absorption bereits nach wenigen       Stlinden    erreicht. Bei höherer Temperatur oder mit       Carbonylverbindungen    mit höherem Oxydations  potential muss die Reaktionszeit noch kürzer ge  wählt werden.     Verwendet    man katalytische Mengen       Anthrachinon    als Oxydationsmittel, und rührt die  Reaktionsmischung unter Sauerstoff, so kann der  \erlauf der Oxydation auch durch den Sauerstoff  verbrauch zur     Reoxydation    des entstehenden     Anthra-          hydrochinons        verfolgt    werden.  



  Als     Ausgangsstoffe    verwendet man     a,ss-ungesät-          tigte        Steroid-carbinole    z. B. weitere     Hydroxygruppen     enthaltende d4-3-,     d5-7-,        dls-20-Hydroxyverbin-          dungen    usw.

   Diese sind leicht durch Reduktion der  entsprechenden     a,ss-ungesättigten        Ketone    mit kom  plexen Leichtmetallhydriden, wie     Lithiumaluminium-          hydrid,        Natriumborhydrid,        Lithiumborhydrid,        Li-          thium-trialkoxy-aluminium-hydriden    zugänglich, wo  bei gleichzeitig mit der     a,

  ss-ungesättigten        Ketogruppe          reduzierte    gesättigte     Ketone    nach der verfahrensge-         mässen    Oxydation als     Carbinolgruppen    erhalten blei  ben. Die Kombination der Reduktion mit der verfah  rensgemässen Oxydation bedeutet also im Effekt eine  selektive Reduktion von     Steroidpolyketonen.    Es ist  also leicht möglich; durch Reduktion und anschlie  ssende Oxydation mit Hilfe des vorliegenden Ver  fahrens     d4-Androsten-3,17-dion    in Testosteron, Pro  gesteron in     d4-20-Hydroxy-pregnen-3-on,    umzuwan  deln. Weitere Ausgangsstoffe sind z.

   B. die in     11-          Stellung    durch eine freie oder veresterte     Hydroxy-          gruppe    oder durch eine     Ketogruppe    substituierten       d4-3,20-Dihydroxypregnene    oder das     d-1-),11-3,20-          Dihydroxy-pregnadien,    wobei die reinen in     3-Stellung          epimeren    Alkohole oder Gemische derselben ver  wendet werden können.  



  So kann man weiter zu den bisher nicht bekann  ten     d4-3-Oxo-20-hydroxy-pregnenen,    welche in     11-          Stellung    eine freie oder veresterte     Hydroxylgruppe     oder eine     9,11-Doppelbindung    enthalten sowie unter  anschliessender     Ketalisierung    zu deren     45-3-Ketale     gelangen.

   Insbesondere seien genannt das nach dem  Verfahren des vorliegenden Patents zugängliche       3-Oxo-11a,20-dihydroxy-pregnen    und seine     11-Mo-          noester,        d4-3-Oxo-11ss-20-dihydroxy-pregnen    und  seine     11.-Monoester,    das     d4;9.11-3_Oxo-20-hydroxy-          pregnadien,    die sich weiter zu den entsprechenden       d5-3-Ketalen,    z. B.     Äthylenketale,        Flemithioäthylen-          ketale,        Propylenketale    usw. überführen lassen.

   Die       llss-Hydroxylgruppe    in der oben genannten Verbin  dung kann mit einer niederen Fettsäure, z. B. Amei  sensäure, Essigsäure,     Trifluoressigsäure,        Propionsäure     usw., verestert sein, die     lla-Hydroxylgruppe    ausser  dem auch mit einer aromatischen     Carbonsäure,    einer       Benzoesäure    oder mit einer     Sulfonsäure,    wie Methan-,  Benzol- oder     p-Toluolsulfonsäure.     



  Die Temperaturen sind in den folgenden Bei  spielen in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  2,5 g rohes     44-3,20-Dihydroxy-llcc-acetoxy-          pregnen    wird in 150 ml     abs.    Benzol gelöst und nach  Zugabe von 3,0g     Aluminium-tert.-butylat    und 12 ml  Aceton 18 Stunden bei 20-22  stehengelassen. Der  Verlauf der Oxydation kann durch Entnahme klei  ner Proben und durch Bestimmung der     Ultraviolett-          und        Infrarot-spektren    verfolgt werden. Man findet  z.

   B. nach 1 Stunde bei 241     my.    eine     molare        Extink-          tion    von etwa 7000, was einer etwa 47     %        igen    Oxy  dation entspricht.

   Im     Infrarotspektrum    ist die Bande  des     44-3-Ketons    bei etwa     6,00,d,    noch deutlich schwä  cher als die Bande des 11     a-Acetats    bis etwa 5,79     ,u.     Nach 3 Stunden ist die     Extinktion    bei 241     myc    auf  etwa<B>11000</B> (etwa 75     /1des    Maximalwertes) gestie  gen und die     Ketonbande    ist nur noch wenig schwä  cher als die     Acetatbande.    Nach 6 Stunden findet  man eine     Extinktion    von 12 400 (etwa 82     ö    des  Maximalwertes)

   und die Acetat- und     Ketonbande     weisen gleiche Intensität auf. Nach 18 Stunden ist  der Maximalwert der     Extinktion    (etwa 15 000) er  reicht und die     Ketonbande    ist jetzt stärker als die           Acetatbande.    Man verdünnt die Reaktionsmischung  mit Benzol, wäscht mit 2n Salzsäure und Wasser und  dampft die getrocknete     Benzollösung    im Wasser  strahlvakuum ein. Der amorphe Rückstand (2,65 g)  besteht aus dem     d4-3-Oxo-lla-acetoxy-20ss-hydroxy-          pregnen,    vermischt mit einer geringeren Menge des       20rt-Isomeren.     



  Das obige rohe     Keton    wird in<B>1.50</B> ml Benzol  gelöst und nach Zugabe von 30     ml        Äthylenglykol     und 150 mg     p-Toluolsulfosäure    16 Stunden unter  Verwendung eines     Wasserabscheiders    am     Rückfluss     gekocht. Nach dem Abkühlen wird das Gemisch mit  Benzol verdünnt, mit     Natriumbicarbonatlösung    und  Wasser gewaschen und im     Wasserstrahlvakuum    ein  gedampft.

   Der kristalline Rückstand wird mit wenig  kaltem Methanol gewaschen und man erhält 1,88 g  des reinen     J5-3-Äthylendioxy-lla-acetoxy-20ss-hy-          droxy-pregnens    vom     Smp.        214-219 .    Aus der Mut  terlauge scheiden sich noch etwa 200 mg     etwas     weniger reines     Ketal    ab.  



  Das als Ausgangsstoff verwendete     44-3,20-Dihy-          droxy-11        a-acetoxy-pregnen    wird z. B. wie folgt her  gestellt: Zu einer Lösung von 2,5 g     lla-Acetoxy-          progesteron    in 25 ml     abs.        Tetrahydrofuran    werden  unter Rühren und Eiskühlung in einer trockenen  Stickstoffatmosphäre 75 ml einer     0,

  4n-Lösung    von       Lithium-tritertiär-butoxy-aluminiumhydrid        innert    8  Minuten     zugetropft.    Man     lässt    dann weitere 12 Minu  ten bei 0 bis<B>5'</B> rühren und giesst dann in 200 g  Eiswasser, welches 4 ml Eisessig und 20 ml gesät  tigte     Seignette-Salz-Lösung    enthält. Das Gemisch  extrahiert man mehrmals mit     Methylenchlorid,    wäscht  die Extrakte mit     Natriumbicarbonat-Lösung    und  Wasser, trocknet sie und dampft sie zur Trockene  ein. Der Rückstand wird direkt zur Oxydation ver  wendet.  



  <I>Beispiel 2</I>  Eine Suspension von 3,0 g rohem     44-3,11a,20-          Trihydroxy-pregnen,    in 150 ml     abs.    Benzol wird  nach Zugabe von 3,0 g     Aluminium-tertiär-butylat     und 12 ml Aceton 18 Stunden bei<B>25'</B> unter     Feuch-          tigkeitsausschluss    gerührt; dann verdünnt man mit  Benzol, wäscht mit Salzsäure und Wasser und dampft  die getrocknete     Benzollösung    ein.

   Man erhält 3,01 g  eines festen, farblosen Rohproduktes, welches auf  Grund des     UV-Spektrums    (Maximum bei 241     mu;          e    - 13 200) etwa 95 % des Gemisches der beiden  in     20-epimeren        44-3-Oxo-11        a,20-dihydroxy-pregnene     besteht. Im     IR-Spektrum    zeigt die Verbindung nur  die Banden des     a,ss-ungesättigten        Ketons    bei 6,00  und<I>6,22</I>     ,ei,    während kein bei 5,85     ,y    gesättigtes       Keton    nachweisbar ist.

   Durch Kristallisation aus       Methanol-Äther    gewinnt man das reine     44-3-Oxo-          11cc,20ss-dihydroxy-pregnen,    welches bei     170-172ö     schmilzt;     [a]n    =     '-,        70ö    (in Chloroform); UV-Maxi  mum bei 243     m,u        (E    - 13 900).  



  Durch     Ketalisierung    mit     Äthylenglykol    und     p-          Toluolsulfosäure    in Benzol wie in Beispiel 1 ange  geben, erhält man das     Q5-3-Äthylendioxy-11a,20ss-          dihydroxy-pregnen    vom     Smp.        208-210ö.       Das als     Ausgangsmaterial    verwendete     d4-3,lla,          20-Trihydroxy-pregnen    wird z.

   B. durch Reduktion  von 11     u-Hydroxyprogesteron    mit     Lithiumaluminium-          hydrid    in     Tetrahydrofuran    hergestellt.  



  <I>Beispiel 3</I>  2,70 g rohes     44-3,17ss-Dihydroxy-androsten    wer  den in 150 ml     abs.    Benzol gelöst und nach Zugabe  von 3,0 g     Aluminium-tertiär-butylat    und 12 ml Ace  ton 18 Stunden bei<B>25'</B> stehengelassen. Dann ver  dünnt man mit Benzol, wäscht mit Salzsäure und  Wasser, und dampft die getrocknete     Benzollösung     im     Wasserstrahlvakuum    ein. Man erhält einen kri  stallisierten Rückstand, der auf Grund des     UV-          Absorptionspektrums    etwa<B>90%</B> Testosteron enthält.

    Durch Kristallisation aus     wässrigem    Methanol ge  winnt man 2,39 g reines Testosteron vom     Smp.     148-150 .    <I>Beispiel 4</I>  700 mg rohes     44-3,17ss-Dihydroxy-androsten     werden in 100 ml     abs.    Benzol gelöst und nach Zu  gabe von 1,0g     Ahiminium-isopropylat    und 300 mg       Anthrachinon    bei<B>351</B> unter Sauerstoff gerührt.     In-          nert    6 Stunden werden 42 ml Sauerstoff aufgenom  men.

   Dann wird das Reaktionsgemisch mit Benzol  verdünnt, mit Salzsäure und Wasser gewaschen und  die getrocknete     Benzollösung        wird    durch 10 g Alu  miniumoxyd filtriert und im     Wasserstrahlvakuum     eingedampft. Man nimmt den     kristallisierten    Rück  stand in Äther auf, filtriert vom unlöslichen     Anthra-          chinon    ab, dampft das Filtrat ein und kristallisiert  aus     Äther-Hexan    um. Man erhält 610 mg reines  Testosteron vom     Smp.    147-150 .

      <I>Beispiel 5</I>  3,6 g rohes     44;9,11-3,20-Dihydroxy-pregnadien     werden in 150 ml     abs.    Benzol gelöst und nach Zu  gabe von 3,0g     Aluminium-isopropylat    und 12 ml  Aceton 20 Stunden bei<B>30'</B> stehengelassen. Nach  Aufarbeitung,     wie    in Beispiel 4 beschrieben, erhält  man 3,74 g eines amorphen Rückstands, der im  UV-Spektrum bei 241     m,u    eine starke Absorption  (s = 12 600) aufweist. Im     IR-Spektrum    ist in der  CO-Region nur die Bande des ungesättigten     Ketons     bei 6,00     ,u    sichtbar. Der Rückstand stellt das rohe       44;9.11-3-Oxo-20-hydroxy-pregnadien    dar.  



  Die Lösung des Rohprodukts in 200     ml    Benzol  wird mit 35     ml        Äthylenglykol    und 175 mg     p-Toluol-          sulfosäure    versetzt und 10 Stunden bei<B>130'</B> Bad  temperatur unter     Rückfluss    und Verwendung eines       Wasserabscheiders        gerührt.    Nach dem Abkühlen wird  mit Benzol verdünnt, mit     Natriumbicarbonat-Lösung     und mit Wasser gewaschen und die getrocknete     Ben-          zollösung    im     Wasserstrahlvakuum    eingedampft.

   Man  erhält 4,29 g eines     kristallisierten    Rückstands, aus  welchem das reine     45;9>11-3-Äthylendioxy-20-hy-          droxy-pregnadien    durch Kristallisation aus Äther ge  wonnen wird. Es schmilzt bei     167-169ö,        [a]D        =-33ö     (in Chloroform).

        <I>Beispiel 6</I>  Eine     Lösung    von 2 g     d4-3,20-Dihydroxy-lla-          tosyloxy-pregnen    und 2,4 g     Aluminium-tertiär-buty-          lat    in 60 ml Benzol und 9,6     ml    Aceton wird wäh  rend 15 Stunden im schwachen Stickstoffstrom bei  25  Innentemperatur     gerührt.    Dann verdünnt man  mit Benzol, wäscht mit verdünnter     Salzsäure    und  Wasser und extrahiert die     wässrigen    Lösungen noch  einmal mit frischem Benzol.

   Nach Vereinen, Trock  nen und Eindampfen der     organischen    Lösungen im       Wasserstrahlvakuum    erhält man das     44-3-Oxo-lla-          tosyloxy-20-hydroxy-pregnen    in Form eines gelb ge  färbten Öles. Das in     Methylenchloridlösung    aufge  nommene     IR-Spektum    weist keine Bande für ein ge  sättigtes     Keton    auf. Dagegen befindet sich bei 5,99     ,u     eine starke Bande, welche für     d4-3-Ketone    charak  teristisch ist.  



  Bei der     Ketalisierung    der oben erhaltenen     20-          Hydroxy-Verbindung    mit     Äthylenglykol-Benzolge-          misch    in     Gegenwart    von     p-Toluolsulfosäure    erhält  man das     d5-3-Äthylendioxy-lla-tosyloxy-20-hydroxy-          pregnen,    welches aus     Methanol-Wasser    umgelöst bei  l38-139  unter Zersetzung schmilzt.  



  Das als Ausgangsmaterial verwendete     44-3,20-          Dihydroxy-11        a-toxyloxy-pregnen    wird z. B. wie folgt  hergestellt: Zu einer Mischung von 960 mg     Lithium-          aluminiumhydrid    und 20 ml     Tetrahydrofuran    gibt  man unter Rühren und Eiskühlung im Stickstoff  strom langsam eine Mischung von 5,6 g     tertiär-Butyl-          alkohol    und 1,4 ml     Tetrahydrofuran.    Nach beende  ter Zugabe wird noch 30 Minuten unter Eiskühlung       gerührt    und dann mit 2 g     44-3,

  20-Dioxo-lla-tosyl-          oxy-pregnen    versetzt unter Nachspülen mit 1,5 ml       Tetrahydrofuran.    Dabei     steigt    die Temperatur auf  10 , sinkt jedoch kurz darauf wieder auf 0 . 25  Minuten später verdünnt man mit Benzol, gibt unter  guter Kühlung vorsichtig 50     ml    gesättigte     Seignette-          Salz    Lösung, 5 ml gesättigte     Kochsalzlösung    zu,  trennt ab und extrahiert die     wässrige    Lösung noch       einmal    mit Benzol.

   Die organischen Lösungen wer  den mit gesättigter     Seignette-Salz-Lösung    und Was  ser gewaschen, getrocknet und im Wasserstrahl  vakuum eingedampft. Das so erhaltene rohe d4-3,20  Dihydroxy-11     a-tosyloxy-pregnen    weist im     IR-Spek-          trum    zwischen 5,5 und 6,0     ,u    keine Bande auf und  wird direkt weiter verarbeitet.  



  <I>Beispiel 7</I>  2,5 g rohes     d4-3,20-Dihydroxy-9,llss-oxido-pre-          gnen    werden in 150 ml     abs.    Benzol gelöst und nach  Zugabe von 3,0g     Aluminiumisopropylat    und 12 ml  Aceton 21 Stunden bei 20-25  stehengelassen. Dann  verdünnt man mit 100 ml Benzol, wäscht die Lösung       mit    kalter 2n     Salzsäure    und Wasser, trocknet die       Benzollösung    und dampft im     Wasserstrahlvakuum       zur Trockne ein.

   Der amorphe Rückstand besteht aus  dem rohen     ,#j4-3-Oxo-9,    l     1,t3-oxido-20-hydroxy-pregnen     und zeigt     im    UV-Spektrum ein Maximum bei 240     m,a     (a = 12 500).  



  Das so erhaltene Rohprodukt wird in 150 ml  Benzol gelöst und nach Zugabe einer Lösung von  150 mg     p-Toluolsulfosäure    in 30 ml     Äthylenglykol     6 Stunden unter Verwendung eines     Wasserabschei-          ders    am     Rückfluss    gekocht. Dann kühlt man ab, gibt  unter Rühren 50 ml gesättigte     Natriumbicarbonat-          lösung    zu, verdünnt mit 100 ml Benzol und trennt  die     wässrige    Schicht ab. Die     Benzollösung    wird mit  Wasser gewaschen, getrocknet und im Wasserstrahl  vakuum zur Trockne eingedampft.

   Man erhält 2,62 g  des rohen d     5-3-Äthylendioxy-9,11        ss-oxido-20-hydroxy-          pregnens,    welches durch     Chromatographie    an 75 g  Aluminiumoxyd gereinigt wird.  



  Das als Ausgangsmaterial verwendete     3,20-Diol     wird z. B. durch Reduktion von 2,5 g des bekannten       9,llss-Oxido-progesterons    mit     Lithium-tri-tertiär-          butoxy-aluminiumhydrid,    wie in Beispiel 1 beschrie  ben, hergestellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur selektiven Oxydation von Carbi- nolgruppen in a-Stellung zu Doppelbindungen in Polyhydroxysteroiden zu Ketogruppen unter Bildung von Hydroxy-keto-steroiden durch Umsetzung mit einer Carbonylverbindung in Gegenwart eines Leicht- metallalkoholats oder Leichtmetallphenolats in einem aromatischen Kohlenwasserstoff, dadurch gekenn zeichnet,
    dass man ein Steroid mit mindestens zwei oxydierbaren Carbinolgruppen, von denen mindestens eine in a-Stellung zu einer Doppelbindung steht, unter milden Bedingungen so lange mit dem genann ten Oxydationsmittel behandelt, bis die Absorption im ultravioletten Licht zwischen 230 und 260 mu. einen Maximalwert erreicht. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das erhaltene Hydroxyketon ketalisiert. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man 44-3-Hydroxy-steroide mit mindestens einer weiteren freien sekundären Hydro- xylgruppe als Ausgangsstoffe verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man 44-3,17- Dihydroxy-androstene als Ausgangsstoffe verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man 44 3,20-Dihydroxy-pregnene als Ausgangsstoffe verwen det.
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