Koaxialkabel und Verfahren zu seiner Herstellung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Koaxial kabel und insbesondere, aber nicht ausschliesslich, ein Miniaturkoaxialkabel und eiirr Verfahren zur Her stellung solcher Kabel.
Fernmeldekabel vom Koaxialtyp sind bekannt, bei welchen der rohrförmige Aussenleiter mit dem zentralen Innenleiter in koaxialer Lage gehalten wird, indem zwischen dem Aussenleiter und dem Innen leiter Abstandsorgane in der Form von Scheiben eingefügt sind, welche aus elektrisch isolierendem Material, wie beispielsweise Polyäthylen bestehen. Diese Abstandsorgane weisen einen Schlitz auf, wel cher sich radial vom Zentrum zum Aussenrand er streckt und welcher das Aufbringen dieser Organe auf den Innenleiter ermöglicht.
Bei 'bekannten Verfahren zur Herstellung von Koaxialkabeln werden diese Abstandsorgane vor der eigentlichen Herstellung des Kabels hergestellt und in einem späteren Zeitpunkt während der Herstellung des Kabels auf den Innenleiter des Kabels auf gebracht. Die Erfindung sieht ein Verfahren zur Herstellung von Koaxialkabeln vor, bei welchem die Herstellung der Abstandsorgane und ihre Auf bringung auf den Innenleiter gleichzeitig erfolgen.
Koaxialkabel mit einer Konstruktion, welche Ab standsorgane der oben beschriebenen Art verwenden, haben insofern einen Nachteil, als die Schlitze in den Abstandsorganen den Zugang von Feuchtigkeit von einem zwischen benachbarten Abstandsorganen lie genden Kabelabschnitt zu anderen Kabelabschnit ten gestatten, welche längs der Kabellänge durch die Abstandsorgane gebildet sind. Dies ist von ver schiedenen Standpunkten aus unerwünscht und ins besondere im Hinblick auf die Erzielung der erfor derlichen elektrischen Eigenschaften.
Beim erfindungsgemäss hergestellten Kabel ent stehen eine Anzahl praktisch feuchtigkeitsdichter Abschnitte oder Abteile zwischen den Abstands organen, wenn die Abstandsorgane in regelmässigen Abständen längs der Länge des Kabels auf den Innenleiter aufgebracht werden.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Koaxial kabel, mit einem Innenleiter und einem Aussenleiter, welche Leiter mit Hilfe von Paaren von geschlitzten scheibenförmigen Isolationsorganen, welche in regel mässigen Abständen auf dem Innenleiter angeordnet sind, in koaxialer Lage gehalten werden. Dieses Kabel zeichnet sich dadurch aus, dass die Scheiben jedes Paares fest miteinander verbunden sind, und dass weiter jede Scheibe eines Paares dank eines Schlitzes auf den gemannten Innenleiter aufgesetzt ist, wobei der Schlitz in einer Scheibe bezüglich des Schlitzes in der anderen Scheibe um einen Winkel verdreht ist.
Die Erfindung sieht weiter ein Verfahren zur Herstellung eines Koaxialkabels der vorerwähnten Art vor, in welchem die Abstandsorgane zwischen dem Innenleiter und dem Aussenleiter aus räumlich getrennten Scheiben aus Isoliermaterial bestehen.
Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch aus, d.ass geschlitzte Scheiben aus einem Streifen aus Isolier material ausgestanzt werden und dass man einen bewegten Leiter durch eine Stanzvorrichtung und eine Matrize hindurchführt, derart, dass er mit den Schlit zen in den Scheiben in Eingriff kommt, wenn diese ausgestanzt werden und man die ausgestanzten ge schlitzten Scheiben von der Stanzvorrichtung und der Matrize wegführt.
Schliesslich sieht die Erfindung eine Einrichtung für die Herstellung eines Koaxialkabels vor, welche Mittel aufweist, um in regelmässigen Zeitabständen zu wiederholten Malen gleichzeitig zwei Streifen aus elektrisch isolierendem plastischem Material unter einem Winkel zu bewegen, dass diese Streifen durch einen Schlitz in jedem Streifen mit einem sich be wegenden Innenleiter in Eingriff kommen;
weiter durch eine Stanzvorrichtung und eine Matrize zum Ausstanzen eines den Schlitz enthaltenden Teiles jedes Streifens, zwecks Erzeugung eines Paares von Scheiben, und zur gleichzeitigen Ausstanzung eines weiteren Schlitzes in jeder Scheibe in benachbarter Lage zu demjenigen Teil, welcher zur Erzeugung der Scheibe ausgestanzt wird;
weiter durch eine Kammer zur Erwärmung des Paares von Scheiben auf einen halbplastischen Zustand, ferner durch Paare von zusammenwirkenden Fingern, welche von einem Paar angetriebener Ketten getragen werden zwecks Erfas sung und Vereinigung der halbplastischen Scheiben der durch die vorangehenden sich regelmässig wieder holenden Arbeitsgänge erzeugten Paare, ferner durch eine Kammer zur Kühlung der so miteinander ver bundenen Scheiben der Paare und schliesslich durch formgebende Mittel zur kontinuierlichen Anbringung eines Aussenleiters um die Paare miteinander ver bundener Scheiben, welche den sich 'bewegenden Innenleiter in regelmässigen Abständen umfassen.
Nachstehend wird die Erfindung in beispiels weiser Form unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigen: die Fig. 1 und 2 bekannte Arten von Abstands organen, wie sie bei der Herstellung von Koaxial kabeln verwendet werden, die Fig. 3 zwei derartige Abstandsorgane gemäss Fig.2 nach ihrer Aufbringung auf den Innenleiter eines Koaxialkabels, die Fig. 4 einen Teil eines bekannten Koaxial kabels, welches die Abstandsorgane gemäss Fig.1 oder 2 verwendet, die Fig. 5, 6 und 7 ein Ausführungsbeispiel eines Koaxialkabels gemäss der Erfindung in ver schiedenen Stufen der Herstellung, die Fig. 8 eine Pressvorrichtung zum gleichzeiti gen Schlitzen,
Ausstanzen und Anbringen der einzel nen Abstandsorgane auf einen Innenleiter eines Koaxialkabels, die Fig.9, 10 und 11 verschiedene Stufen bei den Vorgängen des Schlitzens, Ausstanzens und Auf bringens eines Abstandsorgans auf den Innenleiter eines Koaxialkabels mit Hilfe der Pressvorrichtung nach Fig. 8, die Fig. 12 eine Pressvorrichtung zum paarweisen gleichzeitigen Schlitzen, Stanzen und Aufbringen von Abstandselementen auf den Innenleiter eines Koaxial kabels, die Fig. 13,
14 und 15 verschiedene Stufen bei den Vorgängen des paarweisen Schlitzens, Stanzens und Anbringens der Abstandselemente auf den Innen leiter eines Koaxialkabels gemäss der Vorrichtung nach Fig. 12, die Fig. 16 eine der Pressvorrichtung der Fig. 12 benachbarte Kammer zur Erwärmung des Innen leiters eines Koaxialkabels und der Paare von auf diesem Leiter aufgebrachten Abstandsorgänen, die Fig. 17 Mittel, durch welche die Abstands organe von Paaren auf dem Innenleiter eines Koaxial kabels dadurch miteinander verbunden werden,
dass man ein gegenseitiges Aneinanderhaften derselben nach dem Verlassen der Kammer der Fig. 16 bewirkt, die Fig. 18 und 19 einen oberen bzw. unteren Finger, welche in der Einrichtung der Fig. 17 zur Verwendung gelangen und zum Fassen der Abstands organe der Paare dienen, um diese miteinander zu verbinden, die Fig. 20 und 21 Varianten und vorzugsweise verwendete Finger für die Einrichtung nach Fig. 17, die Fig.22 einen oberen und einen unteren Finger von der in den Fig. 20 und 21 gezeigten Art, zwischen denen ein paar Abstandsorgane gefasst sind.
Das bekannte, in der Fig. 1 gezeigte Abstands organ 1 für Koaxialkabel besteht aus elektrisch isolierendem Material und ist als Scheibe 1 aus gebildet, welche einen Schlitz 2 aufweist, welcher sich vom Zentrum radial nach aussen erstreckt. Dieser Schlitz ermöglicht es, das Abstandsorgan auf den Innenleiter des Kabels aufzubringen.
Die Fig. 2 zeigt eine andere bekannte Form eines scheibenförmigen Abstandsorgans 1, bei welchem die Ränder des Schlitzes 2 nicht wie in der Fig. 1 parallel verlaufen, sondern in Richtung des zentralen Loches 3 konvergieren.
Wenn ein Abstandsorgan dieser Art auf einen Innenleiter aufgebracht wird, wie dies in der Fig. 3 gezeigt ist, wird dieses etwas gespreizt, und zwar wegen des Unterschieds der Schlitzbreite (an der Stelle, wo der Schlitz in das Loch 3 übergeht) und des Durchmessers des Innen leiters 4, und wenn daher der Durchmesser des Innenleiters etwas kleiner ist als der Durchmesser des Loches 3, erfasst das Abstandsorgan diesen Innenleiter und verhindert eine Bewegung zwischen dem Leiter und dem Abstandsorgan, wenn der Aussenleiter angebracht wird.
Ein fertiggestelltes Kabel bekannter Art, welches Abstandsorgane gemäss Fig. 1 oder 2 verwendet, ist in der Fig. 4 dargestellt. Diese Figur zeigt auch den Aussenleiter 5, welcher aus einem Metall mit guter elektrischer Leitfähigkeit besteht. Dieser Aussenleiter ist um die Abstandsorgane 1 herum gebildet worden und wird durch diese Organe in koaxialer Lage zum Innenleiter 4 gehalten. Der Aussenleiter 5 besteht aus einem Streifen, dessen parallel verlaufende Längs kanten wellenförmig gefaltet sind, wie dies an der Stelle 6 ersichtlich ist, wobei aber die Wellen der beiden Ränder gegeneinander verschoben sind, so dass diese Ränder aneinander anstossen und nicht übereinander geschoben werden können. Diese Art von Aussenleiter ist bekannt.
Bei einer nachfolgenden Stufe des Herstellungsverfahrens werden eine Ab schirmung und eine Armierung, z. B. in der Form von Stahlbändern 7 und 8 angebracht, welche schrau- benlinienförmig nacheinander um den Aussenleiter 5 gewickelt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Kabelkonstruktion ist in den Fig. 5, 6 und 7 dar gestellt. In der Fig. 5 werden die scheibenförmigen Abstandsorgane 1 paarweise beim Stanzen auf den Innenleiter 4 aufgebracht, und zwar so, dass sich ihre Hauptflächen berühren und dass der Schlitz 2 in einem Abstandsorgan bezüglich des Schlitzes 2 im benachbarten Abstandsorgan um einen Winkel ver dreht ist.
Beim Stanzen und paarweisen Aufbringen der Abstandsorgane auf den Innenleiter 4 werden sie einer Wärmeeinwirkung unterworfen, und es: sind Mittel vorgesehen, welche bewirken, dass die Ab standsorgane der Paare miteinander verbunden wer den, und zwar durch Aneinanderhaften an ihren Hauptflächen, welche miteinander in Berührung stehen. Ausserdem bewirkt die Wärmeeinwirkung, dass die Scheibenpaare am Innenleiter 4 haften.
Wenn die Abstandsorgane paarweise auf dem Innenleiter 4 aufgebracht worden sind, wird in: einer nachfolgenden Stufe des Herstellungsverfahrens ein äusserer rohrförmiger Mantel 9 von gleichem Material wie dasjenige der Abstandsorgane 1 über diesen Abstandsorganen durch Ausstossen erzeugt, welcher sich mit diesen Organen verbindet, so dass die Kon struktion der Fig. 6 entsteht. Dieser Mantel 9 bildet zusammen mit den Abstandsorganen 1 die Kon struktion, durch welche der Aussenleiter 5 und die Abschirmbänder 7 und 8 der Fig. 7 gehaltert werden, und zwar in koaxialer Lage bezüglich des Innen leiters 4.
Das paarweise Ausstanzen und Anbringen der Abstandsorgane 1 auf dem Innenleiter 4 kann mit Hilfe von Presswerkzeugen erfolgen. Um das Ver ständnis des später beschriebenen Verfahrens zu erleichtern, wird: nun unter Bezugnahme auf die Fig. 8 nur das Ausstanzen und das Anbringen eines einzigen Abstandsorgans eines Paares beschrieben.
Die Fig. 8 zeigt :eine Stanzvorrichtung mit einem Stanzstempel 10, einem Schlitzstempel 11 und einem der Halterung dienenden Stanzblock 12, welcher mit Hilfe des Schaftes 13 in einer (nicht gezeigten) Stanzpresse montiert ist, welche eine Hin- und Her bewegung in den Pfeilrichtungen<I>A</I> und<I>B</I> bewirkt. Der Schaft 13, der Block 12 und der Stempel 10 sind von einem konzentrischen Loch 14 durchsetzt, durch welches der Innenleiter 4 eines Koaxialkabels in der Pfeilrichtung C während der Kabelherstellung hindurchgeführt wird.
Der Innenleiter 4 wird auch durch den offenen Teil der Matrize 14' hindurch geführt, welche der Ausstanzung der Scheiben und der Schlitzung derselben dient.
Bei der anfänglichen Stufe des Schlitzens und Ausstanzens der Abstandsorgane aus einem Streifen aus Isoliermaterial 15, welches beispielsweise aus Polyäthylen besteht, wird die Stanzvorrichtung in der Pfeilrichtung B bewegt, so dass die Stempel von der Matrize 14' abstehen. Der Streifen 15 wird dann in der Pfeilrichtung D zugeführt, bis sein Vorder rand mit der Kante 11A des Schlitzstempels -11 ausgerichtet ist.
Die Stanzvorrichtung wird dann in der Pfeilrichtung A bewegt, so dass im Streifen 15 ein Schlitz 16 entsteht, wie dies die Fig. 9 zeigt. Es sind bekannte automatische (nicht gezeigte) Mittel, wie z. B.
Walzenpaare vorgesehen, welche den Streifen 15 fassen und diesen vorschieben, so dass bei der Bewegung der Stanzvorrichtung in der Pfeilrichtung <I>B</I> der Streifen in der Pfeilrichtung <I>D</I> bewegt wird, so dass der Schlitz 16 über den Innenleiter 4 ge schoben wird, so dass am Ende des Vorschubes des Streifens 15 der Innenleiter 4 am halbkreisförmigen Innenende des Schlitzes 16 liegt, wie dies die Fig. 10 zeigt.
Während einer nachfolgenden Bewegung der Stanzvorrichtung in der Pfeilrichtung A wird das Abstandsorgan 1 vom Streifen 15 getrennt, welcher nun die in der Fig. 11 gezeigte Form aufweist, wobei das vordere Ende des neu ausgestanzten Schlitzes 16 mit dem Umfang des nach dem Ausstanzen der Scheibe 1 verbleibenden Stanzloches zusammenfällt. Da der Innenleiter 4 sich in der Pfeilrichtung C fort bewegt, wird das ausgestanzte Abstandsorgan 1 mit dem Innenleiter mitgeführt und somit von der Matrize 14' weggeführt.
Die Durchlaufsgeschwindig- keit des Leiters 4 und die Geschwindigkeit der Hin und Herbewegung der Stanzvorrichtung sind syn chronisiert, so dass die Abstandsorgane 1 in regel mässigen Zeitabständen auf den Innenleiter 4 auf gebracht werden.
Der räumliche Abstand zwischen den Abstandsorganen ist praktisch gleich und ist bestimmt durch die Durchlaufsgeschwindigkeit des Leiters 4 bezüglich der Geschwindigkeit der Hin und Herbewegung der Stanzvorrichtung. Es ist zu bemerken, dass die Länge des durch den Stempel 11 im Streifen 15 ausgestanzten Schlitzes etwas grösser ist, als die Gesamtlänge dieses Teiles des Schlitzes, oder aus dem Abstandsorgan ausgestanzt wird.
Dies ermöglicht das Ausstanzen der Abstandsorgane mit einem genügenden Zwischenraum zwischen den Mit telpunkten der Abstandsorgane, um zu verhindern, dass die Umfangsränder der nacheinander aus gestanzten Teile des Streifens nicht ineinander über gehen.
Um gleichzeitig Abstandsorgane aus zwei Streifen zu schlitzen und auszustanzen, kann eine Vorrichtung von der in der Fig. 12 gezeigten Art verwendet werden. In dieser Figur sind zwei Schlitzstempel 17 und 18 und ein Stanzstempel 19 durch einen Stanz- block 20 getragen, welcher mit Hilfe des Schaftes 21 in einer (nicht gezeigten) Stanzpresse montiert ist, welche der Stanzvorrichtung eine Hin- und Her bewegung in den Pfeilrichtungen <I>A</I> und<I>B</I> erteilt. Der Schaft 21,
der Block 20 und der Stempel 19 sind wiederum von einem konzentrischen Loch 22 durch setzt, durch welches der Innenleiter 4 eines Koaxial kabels während des Herstellungsverfahrens in der Pfeilrichtung C hindurchgeführt wird. Der Leiter 4 ist auch durch den offenen Teil einer Ausstanzungs- und Schlitzungsmatrize 23 hindurchgeführt.
In den anfänglichen Stufen der paarweisen Schlit zurig und Ausstanzung von Abstandsorganen aus den Streifen 24 und 25 aus Isoliermaterial wird die Stanzvorrichtung in der Pfeilrichtung B bewegt, so dass die Stempel von der Matrize 23 abstehen. Die Streifen 24 und 25 werden dann in den Pfeilrich tungen D zugeführt, bis die Vorderränder der Streifen 24 und 25 mit den entsprechenden Rändern 26 der Schlitzstempel 17 und 18 ausgerichtet sind. Die Stanzvorrichtung wird dann in der Pfeilrichtung A bewegt, so dass die Schlitze 16 aus den Streifen 24 und 25 ausgestanzt werden, wie dies die Fig. 13 zeigt.
Es können wiederum (nicht gezeigte) Walzen vorhanden sein, um die Streifen 24 und 25 in den Pfeilrichtungen D vorzuschieben, so dass bei der Bewegung der Stanzvorrichtung in der Pfeilrichtung B die Bewegung der Streifen bewirkt, dass diese dank der Schlitze 16 auf den Innenleiter 4 auflaufen, so dass am Ende des Vorschubes der Streifen der Innen leiter 4 an den halbkreisförmigen Innenenden der Schlitze 16 ruht, wie dies aus der Fig. 14 hervorgeht.
Während einer nachfolgenden Bewegung der Stanzvorrichtung in der Pfeilrichtung A werden die Abstandsorgane 1 aus den Streifen 24 und 25 aus gestanzt, welche dann die in der Fig. 15 gezeigte Form aufweisen, wobei die Vorderränder der neu ausgestanzten Schlitze 16A mit dem Umfang der Stanzlöcher der Streifen zusammenfallen. Da der Innenleiter sich in der Pfleilrichtung C (Fig. 12) fort bewegt, werden die ausgestanzten Abstandsorgane 1 auf dem Innenleiter von der Matrize 23 weggeführt.
Die Durchgangsgeschwindigkeit des Leiters 4 und die Geschwindigkeit der Hin- und Herbewegung der Stanzvorrichtung sind synchronisiert, so dass die Paare von Abstandsorganen 1 in regelmässigen Zeit intervallen auf den Innenleiter 4 aufgebracht werden. Der Abstand zwischen Paaren von Abstandsorganen ist praktisch immer gleich gross, wobei dieser Ab stand durch Einstellung der Durchgangsgeschwindig keit des Leiters 4 bezüglich der Geschwindigkeit der Hin- und Herbewegung der Stanzvorrichtung bestimmt wird oder umgekehrt.
Um praktisch feuch tigkeitsdichte Abteile zwischen den Paaren von Ab standsorganen über die Länge des Innenleiters zu schaffen, ist es vor allem nötig, Mittel vorzusehen, um die Abstandsorgane jedes Paares fest mitein ander zu verbinden, indem man dafür sorgt, dass die Abstandsorgane jedes Paares mindestens an den Flächen aneinanderhaften, welche durch die mit einander in Berührung stehenden Hauptflächen ge bildet werden, und ausserdem am Innenleiter 4 an haften. Zu diesem Zweck wird vorgeschlagen, so wohl den Innenleiter als auch die Abstandsorgane jedes Paares zu erwärmen, um ein Schmelzen des Materials der Abstandsorgane an der Oberfläche zu bewirken.
Dies kann mit der in der Fig. 16 gezeigten Vorrichtung geschehen, welche eine teilweise im Schnitt gezeigte Seitenansicht darstellt. Die Fig. 16 zeigt ausserdem den Innenleiter 4 eines Koaxial kabels mit auf dem Innenleiter beim Verlassen der Matrize 23 der Fig. 12 angebrachten Paaren von Abstandsorganen 1. Der Leiter 4 bewegt sich in der Pfeilrichtung C.
Im Matrizenblock 23 ist eine Luftdüse 27 vor handen, welche mit einer Luftquelle verbunden ist. Die Luft wird mit erhöhter Temperatur zugeführt und auf den Leiter 4 und die Abstandsorgane ge richtet, während sie ausgestanzt werden. Diese Vor erwärmung erhöht die Temperatur des Innenleiters und der Abstandsorgane vor ihrem Austritt aus dem Block 23 und ihrem Eintritt in die Erwärmungs kammer 28, welcher Luft mit hoher Temperatur über die Leitung 29 zugeführt wird.
Während des Durchganges durch die Kammer 28 wird die Temperatur der Paare von Abstandsorganen 1 so weit erhöht, dass das Material dieser Organe in einen halbplastischen Zustand übergeht. In diesem Zustand können die Abstandsorgane aneinander haften, und es werden Mittel verwendet, um die Abstandsorgane jedes Paares zusammenzupressen, so dass sie zu einem Stück verbunden werden. Die Paare von so miteinander verbundenen Abstands organen umfassen den Innenleiter so eng, dass nach der Anbringung eines Aussenmantels aus elektrisch isolierendem Material um die Abstandsorgane herum die so entstehenden Abteile zwischen den Abstands organen praktisch feuchtigkeitsdicht gegeneinander abgeschlossen sind.
An die Kammer 28 schliesst sich eine weitere Kammer 28A an, welche einen Teil der Mittel zur Verbindung der Abstandsorgane der Paare enthält. Ein Ausführungsbeispiel dieser Mittel ist in der Fig. 17 in der Seitenansicht gezeigt. Die Vor richtung der Fig.17 weist ein oberes Paar von Kettenrädern 30 und 31 und ein unteres Paar von Kettenrädern 32 und 33 auf, welche durch die Wellen 34 synchron in den Pfeilrichtungen F angetrieben werden. Über jedes Paar von Kettenrädern ist eine endlose Kette geführt, deren Konstruktion später beschrieben wird. Diese Ketten werden synchron fortbewegt, so dass benachbarte Teile derselben in der Pfeilrichtung C laufen.
Der Innenleiter 4 des Koaxialkabels mit den auf diesem Leiter befindlichen Abstandsorganen 1-1 wird in der Pfeilrichtung C bewegt. Die Paare von Ab standsscheiben liegen dabei zwischen benachbarten Teilen der Ketten, welche sich in der Kammer 28A befinden, in welcher eine so hohe Lufttemperatur herrscht, dass die Abstandsorgane im halbplastischen und verformbaren Zustand gehalten werden. Der Innenleiter mit den auf diesem befindlichen Abstands organen durchlaufen den Kopf einer Ausstossvorrich tung 47 für plastisches Material. Jede Kette besteht aus einer Anzahl Rollen 37, welche alle von einem Stift 36 durchsetzt sind und durch Laschen 35 mit einander verbunden sind, wie dies bei bekannten Arten von Ketten üblich ist.
Auf jedem Stift der oberen und unteren Kette ist jedoch an einem Ende ein Finger 38 für die obere Kette und ein Finger 39 für die untere Kette befestigt. Diese Finger und ihre Lage bezüglich der zugeordneten Rollen 37 und den Verbindungslaschen 35 sind in den auseinander gezogenen Bildern der Fig. 18 und 19 dargestellt. Jeder Finger weist an einem Ende einen erweiterten Teil 40 auf, in welchem ein Schlitz 41 eingefräst ist. Diese Schlitze dienen zur Aufnahme des. Innenleiters 4 auf seinem Weg zwischen der Kammer 28 und dem Kopf der Ausstossvorrichtung 47.
Jeder Finger wird durch die Kette fortbewegt, und zwar dank dem jeweiligen Stift 36, welcher starr am Finger befestigt ist, und zwar genauer gesagt an der über gangsstelle zwischen dem Finger und dem Arm 42, an welchem ein Stift 43 befestigt ist. Der Stift 43 jedes Fingers trägt eine frei drehbare Rolle 44, und zwar sowohl bei der oberen Kette als auch bei der unteren Kette. Der Zweck der Rollen 44 der komplementären Finger der oberen und der unteren Kette besteht darin, die Finger gegeneinander zu bewegen, und zwar durch den Umstand, dass diese Rollen in einer oberen bzw. unteren Schiene 45 bzw.
46 laufen, wodurch eine Drehung der Finger um die Stifte 36 in den Pfeilrichtungen G bewirkt wird, wenn die Finger der oberen und unteren Kette zwischeneinander liegen. Die genannte zwangläufige Bewegung der komplementären Finger in den an gegebenen Richtungen bewirkt, dass zwischen diesen Fingern die Abstandsorgane 1-1 eines Paares ge fasst und gegeneinander gepresst werden, so dass sie durch Aneinanderhaften an den benachbarten Haupt flächen fest unter sich und mit dem Innenleiter ver bunden werden.
Die Schienen 45 und 46 sind so gestaltet, dass sie dem vorgenannten Zweck dienen und ausserdem so, dass sie die Finger 38 und 39 der oberen und unteren Kette um die Achsen ihrer Stifte 36 drehen, und zwar dank der Rollen 44 und der Arme 42 der art, dass diese nicht zusammenstossen. Die Abstands organe 1-1 der Paare werden zwischen den kom plementären Fingern 38 und 39 während der Periode festgefasst, während welcher die Paare sich zwischen den Mittelpunkten der oberen und unteren Ketten räder bewegen, und während dieser Zeit werden diese Abstandsorgane paarweise so verbunden, dass eine, Reihe einzelner Abstandsorgane auf dem Innen leiter entsteht.
Sobald der Leiter 4 und die Paare von Abstandsorganen aus dem Wirkungsbereich der komplementären Finger der oberen und der unteren Kette herausgetreten sind, treten sie beispielsweise in den Kopf der Ausstossvorrichtung 47 ein, wo ein Aussenmantel aus plastischem Material in halbpla stischem Zustand von gleicher Art wie das für die Abstandsorgane verwendete Material, um die Paare der miteinander verbundenen Abstandsorgane 1-1 herum angebracht wird, welcher an diesen anhaftet und sich mit den Aussenrändern derselben verbindet, so dass feuchtigkeitsdichte Abteile zwischen auf einanderfolgenden Paaren von miteinander verbunde nen Abstandsorganen 1-1 entstehen.
Wenn das so- weit hergestellte Kabel den Ausstosskopf 47 verlässt, wird es durch eine (nicht gezeigte) Kühlkammer hindurchgeführt, um die Temperatur des ausgestosse nen Mantels 9 aus plastischem Material und die Paare von Abstandsorganen 1-l, welche nun mit dem umgebenden Mantel verbunden sind, auf die Raumtemperatur oder auf eine dieser naheliegend@e Temperatur abzukühlen. Diese Temperaturvermin derung verhindert eine Verformung des Mantels 9 und der Paare von Abstandsorganen 1-1 auf einen vernachlässigbaren Wert, während der nachfolgenden weiteren Verarbeitung.
Andere Formen der Ummantelung 9 können über die Abstandsorgane durch andere Mittel als eine Ausstossvorrichtung angebracht werden. Andere und vorzuziehende Formen für die erweiterten Enden der Finger 38 und 39 der oberen und unteren Kette sind in den Fig. 20 bzw. 21 dargestellt. In der Fig. 20 ist im erweiterten Endteil<B>40</B> eines oberen Fingers 38 eine kreisförmige Aussparung 49 vorgesehen, welche einen solchen Durchmesser aufweist, dass sie die Abstandsorgane eines Paares aufnehmen kann.
In der Fig.21 weist der erweiterte Endteil 40, eines unteren Fingers 39 einen vorstehenden Teil 50 auf, welcher ebenfalls kreisförmig ist und einen solchen Durchmesser aufweist, dass er bequem in die kreis förmige Aussparung 49 des oberen Fingers 38 der Fig. 20 passt. Auf diese Weise wird durch die Finger eine Pressform gebildet, in welche ein Paar Abstands organe während des Greifvorganges der Finger zu liegen kommt. Man erkennt, dass mit derart gestalte ten Fingern eine genaue Einhaltung des Durch messers und der Dicke der miteinander verbundenen Abstandsorgane möglich ist.
Ein Schnitt durch einen oberen und einen unteren Finger der eben beschriebe nen Art mit einem Paar dazwischenliegender Ab standsorgane ist in der Fig. 22 dargestellt. In einem späteren Arbeitsgang wird der Aussenleiter und gegebenenfalls die Abschirmung und Armierung in bekannter Weise auf das Kabel aufgebracht, so dass dieses schliesslich die in der Fig. 7 dargestellte Form annimmt.
Wenn es jedoch aus gewissen Gründen erwünscht ist, den erwähnten Mantel aus plastischem Material wegzulassen, kann der Aussenleiter direkt über die paarweise miteinander verbundenen Ab standsorgane angebracht werden, nachdem diese einer Kühlung unterworfen worden sind. Hierauf können gegebenenfalls eine Abschirmung und eine Armierung um den Aussenleiter herum angebracht werden. Ein solches Kabel würde dann dem Bild der Fig. 4 ent sprechen, welches ein zuvor beschriebenes Kabel bekannter Art zeigt. Der einzige Unterschied würde dann lediglich darin bestehen, dass nun paarweise miteinander verbundene Abstandsorgane statt ein zelner Abstandsorgane verwendet werden.