CH394500A - Kanüle sowie Verfahren zur Herstellung derselben - Google Patents
Kanüle sowie Verfahren zur Herstellung derselbenInfo
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Description
Kanüle sowie Verfahren zur Herstellung derselben Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kanüle für Injektionsspritzen, Parenterallösungsausrüstung und dergleichen, bestehend aus einer Metallröhre, die an einem Teil ihrer Länge mit einer Kunstharzbuchse versehen ist, die an der Röhre unverschiebbar befestigt ist. Die Erfindung bezweckt, eine derartige Kanüle anzugeben, bei welcher eine sichere Befestigung der Kunstharzbuchse in Massenherstellung durchgeführt werden kann. Erfindungsgemäss ist die Kunstharzbuchse an der Aussenwand der Kanülenröhre angeschmolzen. Dadurch werden die Nachteile bei Verwendung von Klebstoff vermieden, der sich bei genauer Passung der Buchsenbohrung auch auf die Röhrenwand verteilen wird. Bei loser Passung wird aber bei Verwendung von Klebstoff die Befestigung der Buchse nicht genügend sicher sein. Bei Verwendung einer genau passenden Buchse kann auch die im voraus feinpolierte Oberfläche der Metallröhre beschädigt werden. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer Kanüle der obenerwähnten Art. Erfindungsgemäss wird die Röhre mit aufgesetzter Buchse in einem Zeitraum erwärmt, der genügend ist, um nur das Kunstharzmaterial in der Buchsenbohrung zu schmelzen, wonach die Erwärmung unterbrochen wird und die Teile abgekühlt werden. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird am Folgenden anhand der Zeichnung erklärt. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen Kanüle und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 in Fig. 1. Die in Fig. 1 und 2 gezeigte Kanüle besteht aus einer Röhre 10, die am einen Ende 11 als Injektionsspritzennadel ausgebildet ist. An der Röhre 10 ist eine Kunstharzbuchse 12 an der Aussenwand der Röhre angeschmolzen. Bei der Herstellung der Kanüle kann zuerst die Buchse an der Röhre angeordnet werden, z. B. durch mässige Passung der Bohrung 13, so dass die Buchse in der aufgesetzten Lage verbleiben wird, wonach die Röhre mit Buchse einer Wärmebehandlung unterworfen wird in einem Zeitraum, der genügend ist, um das Kunstharzmaterial ausschliesslich in der Bohrung zu schmelzen. Danach wird die Erwärmung unterbrochen, und die Teile werden abgekühlt. Zweckmässig wird die Erwärmung als Induktionserwärmung durchgeführt. Das Kunstharzmaterial der Buchse kann Polyethylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid oder lineare Polyamiden (Nylon) sein. Die Zeitdauer der Erwärmung muss dem Schmelzpunkt der gewählten Kunstharzes sowie dem elektrischen Widerstand der Metallröhre 10 angepasst werden. In jedem Falle kann die notwendige Zeit in einfacher Weise durch Ausprobierung festgelegt werden. Es ist wichtig, die Erwärmung zu unterbrechen, wenn das Wandmaterial in der Buchsenbohrung schmilzt, bevor die Buchse deformiert wird. Bei Verwendung von Kunstharz mit niedrigerem Schmelzpunkt kann gegebenenfalls in der Buchse eine Innenbekleidung von Kunstharz mit höherem Schmelzpunkt verwendet werden, z. B. kann in einer Buchse von Polyvinylchlorid eine Nylonbekleidung verwendet werden. Die Verwendung von Induktionserhitzung mit einer einzelnen Windung, die die Kanüle an der Stelle umläuft, wo die Buchse angeordnet ist, ist besonders zweckmässig, weil dadurch eine Konzentrierung der Erhitzung bewirkt wird. Das Anschmelzen der Buchse an der Aussenwand ier Röhre mittels des beschriebenen Verfahrens er möglichst eine rationelle Massenherstellung, bei welcher ine sichere Befestigung der Buchse ohne Klebstoff ereicht wird. Das beschriebene Verfahren ist nicht auf Induk tionserhitzung begrenzt, und es ist möglich, die Er kitzung mittels Stromdurchgangs durch die Röhre zu bewirken oder in anderer zweckmässiger Weise.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Kanüle für Injektionsspritzen, Parenterallösungsausrüstung und dergleichen, bestehend aus einer Me- tallröhre, die an einem Teil ihrer Länge mit einer Kunstharzbuchse versehen ist, die an der Röhre unverschiebbar befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunstharzbuchse an der Aussenwand der Kanülenröhre angeschmolzen ist.II. Verfahren zur Herstellung einer Kanüle nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Röhre mit aufgesetzter Buchse in einem Zeitraum erwärmt wird, der genügend ist, um nur das Kunstharzmaterial in der Buchsenbohrung zu schmelzen, wonach die Erwärmung unterbrochen wird, und die Teile abgekühlt werden.UNTERANSPRÜCHE 1. Kanüle nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunstharzbuchse aus zwei koaxialen Kunstharzschichten besteht, wobei die Schicht mit niedrigem Schmelzpunkt diejenige mit höherem Schmelzpunkt umgibt.2. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzung auf das Teilstück der Kanülenröhre konzentriert wird, wo die Buchse angeordnet ist.3. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Induktionserwärmung verwendet wird.4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gegennzeichnet, dass die Induktionserwärmung mittels einer einzelnen Windung durchgeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| US5906760A | 1960-09-28 | 1960-09-28 |
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Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| EP0030353A1 (de) * | 1979-12-10 | 1981-06-17 | SORTIMAT Creuz & Co. GmbH | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Einmalkanülen |
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