Aus thermoplastischem Kunststoff bestehendes Futteral für einen Schirm, insbesondere einen Taschenschirm Die Futterale für Schirme haben bekanntlich ne ben dem modischen Effekt noch den Zweck, eine Verschmutzung oder Beschädigung des Schrirmes von aussen zu verhindern. Diesem Zweck genügt ein Fut teral aus thermoplastischem Kunststoff in höherem Masse als ein Futteral aus Seide.
Es ist schon bekannt, Schirme, ähnlich wie es bei Koffern üblich ist, mit einem Anhänger zu versehen, der die Anschrift des Eigentümers trägt. Derartige Anhänger können sich aber leicht lösen und können vor allen Dingen auch mühelos entfernt werden. Ein solcher Anhänger hat daher auch nur Bedeutung, wenn ein verlorengegangener Schirm in die Hand eines ehrlichen Finders fällt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Schirm mit einer Kennzeichnung zu vesehen, die we niger leicht entfernt werden kann und die im Falle ihrer Beseitigung Spuren der gewaltsamen Entfer nung hinterlässt.
Das Neue besteht gemäss der Erfindung darin, dass an einer Stelle des aus thermoplastischem Ma terial bestehenden Futterals, die in der Gebrauchslage verdeckt ist, eine Aufnahmevorrichtung für ein Eti kett zum Beispiel mit der Anschrift des Eigentümers oder dgl. angeordnet ist, die mit dem Futteral ver- schweisst ist. Als Aufnahmevorrichtung kann dabei vorteilhaft eine dreiseitig angeschweisste Tasche aus glasklarem durchsichtigem Kunststoff dienen.
Weist das Futteral einen mit einem Reissverschluss versehenen Längsschlitz auf, der durch eine beiderseits angehefteteTasche unterlegt ist, so wird dieAufnahme- vorrichtung vorteilhaft an der Aussenseite der Lasche angeordnet. Bei geschlossenem Reissverschluss ist dann zugleich auch das Kennzeichnungsschildchen bedeckt. Vielfach sind auch röhrenförmige Futterale in Ge brauch, die keinen Längsschlitz aufweisen und die am Griffende des Schirmes mit zwei oder mehr lappen- förmigen Fortsätzen versehen sind.
Bei derartigen Futteralen kann die Aufnahmevorrichtung an der In nenseite eines solchen lappenförmigen Fortsatzes an gebracht sein.
Der Rahmen der Erfindung wird auch dadurch nicht verlassen, dass die Aufnahmevorrichtung an irgendeiner anderen in der Benutzungslage des Fut terals verdeckt liegenden Stelle angeordnet ist.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine Ausführungsform in Gebrauchslage in teilweise geöffnetem Zustand, Fig. 2 ein anderes Futteral.
Bei der Ausführung nach Fig.1 weist das aus Kunst stoff bestehende Futteral 10 für den Taschenschirm 11 einen Längsschlitz 12 auf, der am freien Ende 13 beginnend sich nahezu bis zum Fussring 14 erstreckt. Dieser Schlitz 12 kann durch einen Reissverschluss 15 oder ein anderes bekanntes Verschlussmittel verschlos sen werden. Der Schlitz ist auf ganzer Länge oder wenigstens nahe dem freien Ende 13 durch eine Lasche 16 unterlegt, die mit ihren beiden Längsrändern an dem Futteral 10 angeheftet ist. Bei geöffnetem Fut teral klafft der Schlitz 12 soweit, wie die Lasche 16 das zulässt. Der Schirm 11 kann dann mühelos eingescho ben werden.
Wenn anschliessend das Futteral 10 da durch verschlossen wird, dass der Schieber 17 zum offenen Ende 13 hin gezogen wird, so wird dabei die Lasche 13 gefalten. Sie verhindert auf jeden Fall, dass Teile der Schirmbespannung in den Reissverschluss 15 gelangen und die Betätigung des Schiebers 17 er schweren oder unmöglich machen. Bei einer solchen Ausbildung des Futterals ist erfindungsgemäss auf der Aussenseite der Lasche 16 eine zweckmässig als dreiseitig angeschweisste Tasche aus glasklarem durch sichtigem Kunststoff bestehende Aufnahmevorrich tung 18 angeordnet, in welche ein Etikettchen 19 mit der Anschrift des Schirm-Eigentümers 19 eingescho ben werden kann.
Dieses Etikettchen 19 ist bei ge schlossenem Futteral von aussen nicht erkennbar. Der Finder eines verlorengegangenen Schirmes wird aber bei der Prüfung seines Fundes mit Sicherheit den Reissverschluss 15 öffnen und dann sogleich die An schrift des Schirm-Eigentümers entdecken.
Anders ist es bei der Ausbildung des Futterals 20 entsprechend Fig. 2 der Zeichnung. Dabei ist das Futteral röhrenförmig ausgebildet. Es endet an seinem freien dem Fussring 14 gegenüberliegenden Ende in zwei oder mehr lappenartigen Fortsätzen 21, die Teile vom Griff des eingeführten Taschenschirmes kragen artig umgeben bzw. nach Art von Kelchblättern auf ragen. Bei einer solchen Ausbildung des Futterals kann die Aufnahmevorrichtung 18 für das Namens- schildchen 19 zweckmässig auf der Innenseite eines derartigen lappenförmigen Fortsatzes 21 angeordnet sein.
Das Etikettchen 19 kann verhältnismässig leicht in die Aufnahmetasche 18 eingeschoben werden. Es bereitet jedoch schon einige Schwierigkeiten, das Eti- kettchen wieder zu entfernen, wenn die Tasche 18 etwas länger ausgebildet ist als das Etikettchen 19 und wenn ausserdem die Breite des Etiketts so gewählt ist, dass es sich mit Spannung zwischen den beiden längsverlaufenden Schweissrändern der Aufnahme vorrichtung einspannt. Eine Entfernung der Aufnah- mevorrichtung 18 durch Abreissen derselben würde mit Sicherheit die Oberfläche des Futterals beschä digen, würde also dauernd erkennbar bleiben.