Achslastabhängig gesteuerter Breinskraftregler für Druckluftbremsen Die Erfindung betrifft einen in Abhängigkeit von der Achslast gesteuerten Bremskraftregler mit einem Brems- und einem Steuerkolben, zwischen die ein durch den Ausschlag der Fahrzeugfederung veränder bares übertra ungsgestänge geschaltet ist.
<B>9 C im</B> Es sind schon lastabhängige Steuerventile be- kaintgeworden, bei denen man sich zweier Wiegebal- ken, zwischen denen ein Stellglied betrieben wird, bedient, um bestimmte übersetzungen zu schaffen, so dass mit Hilfe von Druckmittelkolben eine Auswie- gung erfolgt, die die Anpassung der Bremskraft an den jeweiligen Ladezustand des Fahrzeuges ermög licht.
Diese bekannten Hebelanordnungen haben<B>je-</B> doch den Nachteil, dass beim Verändern der jeweili gen übersetzungen und beim Auswiegen in Verbin dung mit den Druckmittelkolben die parallele Anord# nung der Wiegebalken nicht erhalten bleibt.
Die Ver" änderung der Wiegebalken zueinander und das damit verbundene Herumschwenken um die Auflagepunkte der Stellglieder führt zu ungenauen Dosierungen und zu verhältnismässig grossen Reibungen in der Hebel kinematik, so dass die an diese Geräte gestellten An forderungen auf genaue Druckanpassung fraglich sind.
Durch die Erfindung werden diese Nachteile be seitigt, indem erfindungsgemäss der Schaft des Steuer kolbens als Entlüftungssitz ausgebildet ist und zwi schen diesem unddem Steuerkolben auf dessen Schaft ein Doppelventilkörper geführt ist, der entsprechend der jeweiligen Steuerkolbenstellung einmal mit dem Gehäusesitz zwischen Vorratsluftanschluss und Brems- leitungsanschluss und, zum anderen mit dem Ent lüftungssitz zusammenarbeitet.
Vorzugsweise setzt sich der Schaft des Steuer kolbens über den Entlüftungssitz hinaus fort und bil det hier eine Gabel, zwischen deren Schenkel sich das von der Fahrzeugfederung gesteuerte über- tragungsgestänge führt. Um eine formschlüssige Ver bindung der Gabel mit dem Druckpilz zu gewährlei sten-, trägt die Gabel z. B. unterhalb des über- tragungsgestänges zwischen ihren Schenkeln ein fe- dernes Auflager für die Gestängehebel.
Vorzugsweise ist der Bremskolben als Schlepp kolben ausgebildet und führt sich dichtend auf dem den Entlüftungssitz bildenden Teil des Steuerkolben- schaftes, wobei der auf dern, Steuerkolbenschaft ver schiebbare Breraskolben mit einem sich auf das übertragungsgestänge auflagernden, durch die Gabel hindurchfassenden Druckpilz, der sich gegen die Un terseite des Bremskolbens anlegt, zusammenarbeitet. Mit besonderem Vorteil ist der Druckpilz mit Ent lüftungsbohrungen ausgestattet.
Zweckmässig ist der Steuerkolben als überström- kolben ausgebildet, wobei seül, Gehäuse oberhalb und unterhalb des Kolbens<B>je</B> einen Anschluss aufweist, die wahlweise derart anschliessbar sind, dass bei Ein- leitungs-Bremsbetrieb der über dem Steuerkolben lie gende Raum mit der steuernden Leitung und der unter,dem Kolben liegende Raum mit der zum Vor ratsbehälter führenden Leitung verbunden ist,
wäh rend bei Zweileitungs-Bremsbetrieb der über dem Kolben liegende Anschluss mit der Atmosphäre ver bunden ist und der unter dem Kolben liegen & An- schluss mit der steuernden Leitung in Verbindung steht.
Die Erfindung lässt die verschiedensten Ausfüh- rungsmöglichkeiten# zu. Eine davon ist in der an hängenden Zeichnung wiedergegeben. Es zeigen: Fig. <B>1</B> einen Längschnitt durch den Bremskraft regler, Fig. 2 einen Schnitt A-B gemäss Fig. <B>1.</B>
Das Grundgehäuse<B>1</B> nimmt einen kombiniert-en Steuer- und Bremskolben 2 auf, der das Grundge häuse<B>1</B> in die Kammern.<B>11</B> und<B>Y'</B> trennt. In der Kammer l' ist dem Kolben 2 e;ine Feder 21 zugeord net. Mit<B>3</B> ist der Anschluss der Speise- bzw. steuern den Leitung bezeichnet. Der Anschluss für den Luft behälter 4 dient bei Zweileitungsbremsen für die Auf nahme der von einer Hilfseinrichtung kommenden Druckimpulse.
Der Anschluss zu den Bremszylindem bei Ein- oder Zweileitungsbreinsen ist mit<B>5</B> bezeichnet.
Dem Kolben 2 ist eine Kolbenstange<B>6</B> zuge ordnet, die einen Dreifachdichtkegel <B>7</B> zur<B>Ab-</B> dichtung der Kolbenstange bei<B>8</B> sowie des Ventil sitzes<B>9</B> an der Zwischenwand<B>10</B> und eines Auslass- sitzes <B>11,</B> der mit der Kolbenstange 2 verbunden ist, trägt.
Die Verlängerung<B>1 l'</B> führt durch einen mit den Dich-Lungen <B>13</B> und 14 fliegend angeordneten Kol ben 12. Der Kolben 12 trennt die Bremskammer<B>15</B> von dem unter atmosphärischer Luft stehenden Raum<B>16</B> und stützt sich auf einem Druckpilz<B>17</B> ab, der seinerseits in dem gabelförniig ausgebildeten Ende<B>18</B> der Kolbenstange-<B>6</B> geführt ist.
Die Pilzspitze<B>19</B> liegt auf dem Wiegehebel 20, der bei 21 gelagert ist, auf. Der Wiegehebel 22 ist gegenüber dem Wiegehebel 21 spiegelbildlich und um<B>180'</B> versetzt angeordnet und bei<B>23</B> gelagert.
Zwischen den Wiegehebeln 20 und 22 ist die Gleit- rolle 24 angeordnet, die mit dem Schlepphebel<B>25</B> zusammenwirkt"der seinen Antrieb über ein Winkel- hebelgetriebe <B>26, 26'</B> erhält.<B>27</B> ist die Lagerstelle des Winkelhelbels. <B>28</B> ist die Lagerung des Winkel hebels<B>26</B> und des Schlepphebels<B>25.</B> Der Druck pilz<B>29</B> ist durch eine Feder<B>30</B> federnd gelagert. <B>31</B> ist das Verschlussstück der Gabel<B>18,</B> die mit der Kolbenstange 2 und dem Ventilsitz<B>11</B> bzw. <B>11'</B> eine Einheit bildet.
Am Auge<B>32</B> des Winkelhebels<B>26, 26'</B> erfolgt der Anschluss einer Einrichtung, die den Lade zustand des Fahrzeuges vermittelt.
Die Wirkungsweise der Einrichtung bei Einlei- tungsbremsen bzw. indirekten Systemen im Motor wagen und/oder Anhänger ist folgende: Inder Lösestellung strömt Druckluft über Stutzen <B>3</B> in den Raum<B>11.</B> Die Druckluft überströmt dabei die als Rückschlagventil ausgebildete Manschette 2" des Kolbens 2, füllt den Raum<B>Y'</B> und über den Stutzen 4 den angeschlossenen Luftbehälter.
Der Dreifachdichtkegel <B>7</B> hat den Dichtsitz<B>9</B> verschlossen und der Entlüftungssitz<B>11</B> ist geöffnet, so dass <B>die</B> a;# Stutzen<B>5</B> angeschlossenen Zylinder über die Bohrun gen lF' des verlängerten Ventilsitzes<B>11'</B> entlüftet sind.<B>Je</B> nach Ladezustand ist über das Auge<B>32</B> eine Verschiebung der Rolle 24 zwischen den Hebeln 20 und 22 eingetreten. Das Ventil ist funktionsbereit.
Bei Bremsbetätigung wird der Druck in Kam mer<B>l'</B> herabgesetzt, und der Kolben hat auf der Seite der Kammer<B>l"</B> Übergewicht. Er spricht an, sobald die Kraft der Feder 2' überbrückt ist. Bei dieser Aufwärtsbewegung des Kolbens 2 fährt die Kolbenstange<B>6</B> durch den Dreifachventilkegel <B>7.</B> Der Entlüftungssitz <B>11</B> wird verschlossen und der Kegel<B>7</B> von seinem Sitz<B>9</B> abgehoben. Druckluft strömt nun von der Kammer<B>Y'</B> zu der Kammer<B>15</B> und füllt die am Stutzen<B>5</B> angeschlossenen Zylinder.
Der in Kammer<B>15</B> wirkende Druck teilt sich dem Kolben 12 mit. Dieser wirkt durch seine Anordnung nach unten und stellt ein Gleichgewicht zwischen den wirksamen Kräften auf den Kolbenseiten in den Kammern<B>l'</B> und<B>1 "</B> her.
Hierbei wird der Dreifachdichtkegel <B>7</B> den Sitz<B>9</B> verschliessen. Bei weiteren Druckänderungen wieder holt sich der zuvor beschriebene Vorgang, bis die Kammer<B>l'</B> drucklos ist. Es stellt sich hierbei im Raum<B>15</B> ein Bremsdruck ein, der von der Stellung der Rolle 24 abhängig ist. Es wird sich bei einem Be hälterdruck, der dem Druck in Kammer<B>Y'</B> gleich ist, in der dargestellten Rollenlage im Raum<B>15</B> bei spielsweise<B>1,5</B> kg/cm2 einstellen, wenn Kammer<B>11</B> entleert ist. Wird die Rolle 24 in ihre äusserste rechte Stellung gebracht, dann stellt sich beispielsweise im Raum<B>15</B> der gleiche Druck wie im Raum<B>Y'</B> ein.
Von Bedeutung beim Bremsvorgang ist, dass der Kolben 12 in seiner unteren Lage während des Hoch fahrens von Kolben 2 verbleibt oder nur einen be schränkten Weg bis auf Anschlag<B>1...</B> zurücklegen kann. Der Entlüftungssitz<B>11</B> mit seinem verlängerten Ende<B>1</B> l' übemimmt das Schliessen des Sitzes und das Abheben des Kegels<B>7</B> vom Sitz<B>9.</B> Hierbei haben die Mittel<B>29, 30</B> und<B>31</B> eine formschlüssige Ver bindung der Hebel 22, 20 und der Rolle 24 mit dem Druckpilz<B>17</B> behalten. Beim Auswiegen von Kol ben 2 mit 12, wenn also die Sitze<B>9</B> und<B>11 ge-</B> schlossen werden, stehen die Hebel 20 und 22 par allel zueinander und zugleich senkrecht zur Ventil achse.
Auf diese Art wird es möglich -sein, mit ver hältnismässig kleinen Kräften am Auge<B>32</B> während einer Abbremsung Veränderungen vornehmen zu können. Das wird dann besonders erforderlich, wenn die dynamische Achsdruckverlagerung bei Fahrzeu gen eine Veränderung des Breinszylinderdruckes er forderlich macht.
Dadurch, dass die Hebel ihre parallele Stellung behalten, wird, es vermieden, dass sich innerhalb eines Brenisvorganges ungewollte Änderungen der Brems- druckhöhe einstellen. Solche Veränderungen sind möglich, wenn Hebel 20 und 22 um die Auflage punkte der Rolle 24 schwenken können.
Wird beim Lösen der Bremse der Druck über den Anschluss <B>3</B> im Raum<B>1</B> erhöht, erhält der Kolben 12 Übergewicht; seine Kraft überträgt sich über den Druckpilz<B>17</B> auf die Wiegehebel 20, die Rolle 24, den Wiegehebel 22 und die gefederten Mittel<B>29, 30</B> und<B>3 1.</B> Der Sitz<B>9</B> ist geschlossen, während der Sitz<B>11</B> geöffnet wird. Der Druck im Raum<B>15</B> wird abgebaut, bis wieder Kräftegleichheit in den Kam- mein <B>1, F'</B> und<B>15</B> herrscht.
Sobald Druckgleichheit in den Räumen l' und 111 hergestellt ist, erhält der Kolben 2 durch die Hilfs feder 2' absolutes Übergewicht. Raum<B>15</B> wird über Bohrungen 14 entlüftet. Die Bremsen sind gelöst. Bei Zweileitungsbremsen in Zugfahrzeugen und Anhängerfahrzeugen ist der Anschlussstatzen <B>3</B> mit der Atmosphäre verbunden. Der Anschlussstutzen 4 erhält Verbindung mit einem Impulsgeber oder Hilfs ventil, und der Anschluss <B>5</B> ist nach wie vor mit den Bremszylindern verbunden.
Erhält der Raum Y' Druck, dann wird nach überschreiten der Ansprech- stufe der Kolben 2 nach oben bewegt, wodurch der Vcntilkegel <B>7</B> vom Sitz<B>9</B> abgehoben wird, nachdem zuvor der Entlüftungssitz<B>11</B> durch Ventilkegel<B>7</B> geschlossen wurde. In Raum<B>15</B> baut sich jetzt wiederum in Abhängigkeit der Stellung der Rolle 24 ein bestimmter Druck in Abhängigkeit des Ladezu standes auf.